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(sc). Was haben der Austausch von Viren, wie bspw. SARS-CoV oder die Influenza-Erreger, gemeinsam? Die Art ihrer Verbreitung verläuft sehr ähnlich. Britischer Forscher fanden heraus, dass der inoffizielle Austausch von Wissen – Informationen – ähnlich verläuft, wie die Verbreitung von Viren. Außerdem verändere  die so empfangene Information das Verhalten innerhalb einer bedrohten Bevölkerungsgruppe so stark dass sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet. Offizielle Informationen bewirken diesen Effekt in nicht so starkem Maße.

Übersetzt heißt das:  Der inoffizielle Informationsautausch über SMS, Twitter, Mundpropaganda, Telefon etc.  beeinflusst das Verhalten und führt zu einer Anpassung des Verhaltens. [Mehr dazu bei SpiegelOnline, Artikel im Bereich Wissen/Mensch&Technik „Austausch von Wissen kann Epidemien eindämmen“]*.

Ich denke, dieses Verhalten lässt sich mit einer Abwandlung der Nachrichtenfaktortheorie erklären. Besagte Theorie der Kommunikationswissenschaft zählt Faktoren auf, die eine Nachricht (Information) berichtenswert machen, dazu zählen nach Winfried Schulz Zeit, Nähe, Status, Dynamik, Valenz, Identifikation. In diesen Faktoren taucht immer wieder z.B. die soziale oder regionale Nähe auf. Diese journalistischen Auswahlentscheidungen finden aber auch auf der persönlichen Ebene statt, indem wir die Informationen wahrnehmen, die uns eher betreffen. Dazu gehören neben der gleichen Stadt, persönlich bekannten Personen m.E. auch Beziehungen in virtuellen Netzwerken. Je „näher“ nun ein Ereignis beim Empfänger liegt bzw. je mehr er davon betroffen sein könnte, desto eher nimmt er diese Information war und teilt sie auch mit anderen.

* Weshalb ich den Artikel nicht einfach verlinke? Die Antwort steht hier!

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