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Beim Löschbezirk Höchen fand im vorigen Monat fand ein Ausbildungsnachmittag für einen Teil der Atemschutzgeräteträger statt. Die angenommene Übungslage war ein Kellerbrand mit vermissten Personen.

Die wichtigsten Übungsziele waren:
– Atemschutzüberwachung
– Kanaltrennung
– taktisches Vorgehen

Atemschutzüberwachung
Wir verwenden hierzu eine Atemschutzüberwachungstafel mit selbst erstellten Vordrucken (siehe Bilder unten) Alle vier Atemschutzgeräte (Auer BD 96) sind mit Bewegungslosmeldern (Firefly IIs) ausgestattet, jeder Atemschutzgeräteträger besitzt eine eigene Namensplakette. Bei der Registrierung der Geräteträger geben diese ihren jeweiligen Flaschendruck an und übergeben ihre Namensplakette zusammen mit der Plakette des Bewegungslosmelders an die Atemschutzüberwachung. Die Atemschutzüberwachung kommuniziert regelmäßig mit den eingesetzten Trupps und gibt die Rückmeldungen über den Führungskanal an die Einsatzleitung (meist Gruppenführer) weiter.

Kanaltrennung
Die Atemschutzgeräteträger und die Atemschutzüberwachung verwenden einen eigenen 2m Sprechfunkkanal und werden dadurch nicht von anderen Trupps, die z.B. gerade eine Löschwasserversorgung aufbauen, gestört. Auch hat die Atemschutzüberwachung mehr Ruhe und kann sich besser um die zu überwachenden Atemschutzrupps kümmern. Der Gruppenführer verwendet den normalen 2m Sprechfunkkanal und ist dadurch an die Einsatz- oder Abschnittsleitung angebunden. Die Atemschutzüberwachung benötigt durch diese Kanaltrennung zwei 2m-Band-Sprechfunkgeräte, einmal für den Führungs- und einmal für den Atemschutzkanal.

Taktisches Vorgehen
Ein weiteres Übungsziel war das richtige Vorgehen bei einem Kellerbrand. Dazu zählen unter anderem: Verlegung einer Schlauchreserve vor dem Gebäude, Entlüftung der Schlauchleitung, Einstellung des richtigen Strahlbildes am Hohlstrahlrohr, Türcheck, Rauchgaskühlung, Schlauchnachführung von aussen, bei Bedarf die Positionierung eines Feuerwehrangehörigen mit Sprechfunk (quasi als „Relaisstation“) direkt am Objekteingang, regelmäßige Lage- und Standortmeldung, kein eigenmächtiges Verändern des Standortes ohne Mitteilung nach aussen und so weiter.

Kommentare

9 Kommentare zu “Atemschutz-Ausbildungsnachmittag” (davon )

  1. GFzbV am 2. April 2009 15:54

    Zu dem Punkt der Kanaltrennung muss ich anmerken, dass ich dieses Vorgehen für arg kritisch halten!
    Der Einheitsführer ist für seine Trupps verantwortlich, muss mit ihnen kommunizieren und deren Lagemeldungen in seine Entscheidungen einfließen lassen. Wie kann er das tun, ohne Kontakt zu den Trupps?

    Meine persönliche Interpretation der AGT-Überwachung ist die, dass ein FA (SB) den Einheitsführer bei dem Führen des Nachweises unterstützt. Verantwortlich ist und durchführen muss sie aber der EF, der EF muss an die Überwachung die Drücke etc. melden und sich ggf. erinnern lassen diese abzufragen. Die Überwachung benötigt nicht mal ein Funkgerät!

    Oder kann die Überwachung den SITr einsetzten wenn ggf. etwas unklar ist oder ein MayDay vom Trupp kommt? Das ist doch noch immer Aufgabe des EF und so wird die Überwachung nur zum Flaschenhals.

    Zumal bei einem „richtig grossen“ Einsatz mit sagen wir mal 10-12 Trupps im parallelen Einsatz der AGT-Kanal wohl schnell überlastet sein dürfte.

    Ich verweise dazu auch gern auf die bekannten Werke aus dem ecomed-Verlag „Atemschutz“, „Einsatz- und Abschnittsleitung“ sowie „Kommunikation im Einsatz“ dort sind jeweils weit bessere Optionen zur Kanaltrennung genannt und auch deren Vor- und Nachteile!

    Schönen Gruß
    Kai

  2. Lukas Hallmann am 2. April 2009 19:26

    Ich denke auch das eine Kanaltrennung zwichen AGT und GF nicht gut ist. Der AGT ist nunmal das Auge des GF und nur durch seine Lagemeldung lassen sich die richtigen taktischen Entscheidungen treffen. Das was „draußen“ geschiet sieht man bzw lässt sich auch bei Bedarf, im Alter der Tanklöschfarzeuge und sonstigen wasserführenden Fahrzeuge, durch einen eingesetzten Abschnittsleiter führen bzw koordinieren. Aber den eigentlichen Innenangriff würde ich immer zur „Chefsache“ machen!

  3. Bretti am 2. April 2009 20:23

    Guter Kompromiss=>
    Der Einsatzleiter/Abschnittsleiter führt ggf. 2 Funkgeräte bei sich mit! 1*Atemschutzkanal +
    1*“Restkanal“

    Mfg

  4. Cimolino am 2. April 2009 21:34

    AAAARG!
    Seit mehr als 10 Jahren (!) beschreiben ich und andere jetzt warum ein „Atemschutzkanal“ mindestens genauso gefährlich ist, wie nur ein Kanal für alle. Und Bretti Dein Kompromiss ist leider ein schlechter…

    Das einzig sinnvolle ist die Trennung nach aufgegabenbezogenen Abschnitten!

    More:

    Veröffentlichungen und zig Vorträge nur zu dem Thema, z.B.
    Brandschutz 6 und 7/97
    http://www.einsatzpraxis.org/de/home/buecher/atemschutz.html (seit 99!)
    http://www.einsatzpraxis.org/de/home/buecher/kommunikation_im_einsatz.html (Vorläufer seit 2000!)
    sowie n Diskussionen in http://www.feuerwehr.de/forum

  5. diggler am 3. April 2009 03:53

    Breath Ulli, breath …. ;-)

  6. JeNS am 3. April 2009 08:59

    bin der meining, dass es ein anderes problem gibt… es viel mehr darauf geachtet werden, dass nicht jeder mit nem funkgerät rum rennt und meint irgendwas sagen zu müssen…und vor allem dann ruhig zu sein wenn ne „mayday“-meldung kommt… „wasser marsch“ , um ein beispiel zu nennen kann man auch rufen bzw. handzeichen geben. eine kanaltrennung ist sehr fraglich…wenn dann z.b. für ne verkehrsregelung oder drehleiterkommunikation…

  7. Cimolino am 3. April 2009 11:03

    @Jens:
    Wieso ist eine „Kanaltrennung sehr fraglich“?
    Das macht die Panzertruppe seit Ende der dreissiger Jahre, die Feuerwehr grundsätzlich seit mindestens den 1980ern (im 4m und 2m Funk, mal die alten Unterlagen von H. Geissel lesen!) und wir geplant bei allen Lagen über Zuggröße seit ca. 97. Klappt einwandfrei. WIR können seitdem problemlos kommunizieren.
    Was ist also „fraglich“?

  8. Solgull am 3. April 2009 13:00

    Seit kurzem wird bei uns die Kanaltrennung auf Abschnittsebene durchgeführt und klappt soweit recht gut. (Ausser das bei Einsätzen noch öfter Abschnitte gebildet werden müssten…)

    Zusätzlich wird bei CSA-Einsätzen eine Stufe mehr getrennt.
    GF+CSA Trupps auf einem Kanal (pro Abschnitt),
    GF+Abschnittsleiter auf einem Kanal,
    Abschnittsleiter+Einsatzleiter auf einem Kanal

    Braucht man nur ne ganze Reihe mehr an Funkgeräten. (GF 2, Abschnittsleiter 2)

  9. Cimolino am 5. April 2009 13:41

    Hallo,

    hier wirds ganz gut online erklärt:
    http://jegawi.de/SER3.aspx

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