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california_lodd NIOSH hat eben einen neuen Bericht zum Tod zweier FA herausgebracht. Wer kann, sollte sich die Zeit nehmen und diesen durchlesen. Das Ereignis ist schnell erzählt: Trupp beim Feuer-IA abgängig und wird später mit tödlichen Verletzungen aufgefunden. Nun sollte man nach Möglichkeit immer gucken, ob man etwas daraus lernen kann (man kann). Bei diesem tragischen Einsatz sind es gleich ein Paar Dinge. Allen voran die Aussage, dass das System so aufgestellt sein sollte, dass es gar nicht erst zu einer extremen Situation kommen sollte.

„Interessant“ sind hier zwei Dinge: erstens ist es eigentlich ein sehr kleines Haus – erstaunlich genug, dass dort ein Trupp überhaupt abgängig sein konnte. Zweitens sind es auch sehr wenige Einsatzkräfte gewesen: wenn ich das richtig interpretiere, waren das nicht mehr als 13 (!). Eigentlich überschaubar.

Jedes Unglück ist meistens eine Verkettung unglücklicher Zustände. So stimmt nachdenklich, dass trotz so wenig Einheiten eine unklare Informations- und Befehlsstruktur herrschte, und dass „accountability“ – also die Nachvollziehbarkeit bzw, das Wissen um den Aufenthaltsort und die Tätigkeit der Trupps, kaum oder gar nicht zusammengelaufen war. Eine ordentliche Atemschutzüberwachung ist deshalb das A und O eines solchen Einsatzes.

Was sich hier übrigens wieder bestätigt, ist leider typisch: die Zeit zwischen Eindringen des Trupps bzw. des tödlichen Ereignisses bis zum Auffinden und herausbringen der verunglückten FA: auch hier eine gute halbe Stunde, und das bei diesem (eigentlichen) Mini-Objekt.

Ein weiteres Thema ist hier der unsachgemäße Umgang mit dem Lüfter. Dieser wurde quasi in den Hauseingang gelegt, da es baulich anders nicht ging (siehe Geländer). Resultat war wohl eher weniger freie Sicht als eine unnötige Frischluftzufuhr, aber das ist reine Spekulation.

Wie gesagt, Fazit: vorbeugen ist besser!

Kommentare

5 Kommentare zu “Vorbeugen ist besser!” (davon )

  1. diggler am 20. April 2009 05:56

    Auch interessant zu lesen ist die Aufarbeitung eines beinah toetlichen Unfalls in Montgomery County, Maryland.
    Beeindruckent ist die Gruendlichkeit und Umfangreichheit dieses „near miss“.
    Auch die ueber 50 Verbesserungsvorschlaege sind bemerkenswert.

    Was die Atemschutzueberwachung angeht, sind in den USA als auch in Canada noch viele Departments weit, weit, hinterher. Auch hier gilt (leider), erst muss jemand sterben bevor man die noetigen Aenderungen vornimmt.
    Aber ich arbeite daran und hoffentlich bevor etwas passiert ;-)

  2. JohnnyKnoxville am 20. April 2009 13:03

    Beim Link vom Diggler fällt mir auf, dass es eine Audiodatei gibt, die die Funkaufzeichnung zum Mayday-Zeitpunkt wiedergibt. Soweit nachvollziehbar, da es ja bekannt ist, daß in USA die Funksprüche ja sogar digital übers Netz gesendet werden..
    Aber wie ist das eigentlich in D? MWn darf Funk nicht aufgezeichnet werden (außer natürlich von Leitstellen etc). Die kann natürlich den (in so einem Fall) wichtigeren 2-Meter Funkt nicht abdecken.
    Zeichnet jmd. trotzdem auf? Wer weiß mehr?

  3. MatthiasM am 20. April 2009 13:15

    Wieder Laienfrage eines lang schon „Ehemaligen“: Dürfte rein rechtlich, bzw. wenn ja, könnte rein technisch eine örtliche Einsatzleitung den 2m-Funk aufzeichnen?
    Wenn ich mir einen heutigen „kleinen“ ELW1 so anschaue, ist der weit besser ausgestattet als so mancher ELW2 und aufwärts zu meinen Zeiten…..

  4. JohnnyKnoxville am 20. April 2009 13:40

    Darauf will ich genau hinaus. Technisch gesehen kein Thema…PC dran und gut.

  5. diggler am 21. April 2009 04:10

    Ein weiterer Grund, dass der Einsatzstellenfunk aufgezeichnet werden kann, ist die Tatsache das alle FuG auf 4m Basis funktionieren. Somit ist die Leitstelle jederzeit in der Lage direkt angesprochen zu werden.

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