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tue_houseMan mag’s nicht glauben, aber in diesem kleinen Haus (geschätzt ca. 100qm plus Keller) wurden 30 Brände gelegt und wieder gelöscht. Schon seit Wochen wurde es für den heutigen Workshop, genannt HOT (hands on training), vorbereitet.

In 5er-Teams mussten wir jede Brandstelle einzeln begutachten und versuchen herauszufinden, was gebrannt hatte, wo der Brand entstanden war, wodurch er entstanden war, wie er sich ausgebreitet hatte, welche Ursachen man ausschließen konnte und vieles mehr. Bei Bedarf, also bei Verdachtsmomenten auf Brandstiftung, konnten wir einen richtigen Spürhund (K-9) einsetzen.

Ich muss sagen, das ist so einer dieser WOW-Tage, wo man unendlich viel, und vor Allem Sinnvolles lernt. Bei uns ist die Brandursachenermittlung ja Polizeisache, und ich frage mich, ob das US-System nicht wesentlich besser ist. Ein Brandermittler hat hier auch eine Polizeiausbildung, aber Kern ist das Feuer. Ich finde es absolut sinnvoll zu versuchen zu verstehen, warum das Feuer so war wie es bei unserer Ankunt war, und schließlich werden wir ja auch angehalten, nach „verdächtigen“ Dingen Ausschau zu halten. Nur was genau als „verdächtig“ zu werten ist, das erklärt uns keiner.

tue_staging

Auch wenn ich mich bisher nicht mit Ursachen beschäftigt hatte, war zumindest ein Teil meiner Erfarhung nicht völlig für den Fuß, insbesondere was die Ausbreitung angeht. So lagen wir in den Fällen mit „Sekundarfeuer“ (zweite Ausbruchstelle) immer richtig, also ob an verschiedenen Stellen Feuer gelegt wurde oder beispielsweise ein Rollover dazu beigetragen hatte.

tue_scene

Leider gab es mit der FDIC, dem Veranstalter der Messe, ein Mißverständnis. Zuerst wollte man mich gar nicht dokumentieren lassen, später durfte ich mir dennoch zwei Bransdstellen aussuchen und abfotografieren. So wird es zumindest eine reportage bzw. ein Fachartikel geben, allerdings muss ich mir noch überlegen, wem man ünerhaupt Zugang gewährt – viele Informationen sind zwar kein Staatsgeheimnis, aber könnte dem falschen Personenkreis als Inspiration dienen.

Morgen geht es dann mit der Eröffnungszeremonie weiter, anschließend den ganzen Tag „Classrooms“, also Präsentationen bzw. Workshops, auf die ich mich besonders freue.

Hier noch ein Paar Eindrücke von heute, leider ist die Handykamera wirklich unter aller Sau.

FDIC09-Bilderstrecke

Bisher im Indy-Tagebuch:

  1. ready to go
  2. Zwischenstopp

Kommentare

3 Kommentare zu “Indy-Tagebuch (3): Brandursachenermittlung” (davon )

  1. simon02 am 22. April 2009 09:49

    Hallo,

    auch in Deutschland gibt es Möglichkeiten an Schulungen zum Thema „Brandursachenermittlung“ teilzunehmen. Mind. 2 Organisationen haben dazu bzw. bieten noch entsprechende Veranstaltungen in 2009 an. Zusätzlich bieten diverse Sachverständige noch entsprechende Schulungen an. Wenn man wollte, könnte man sich problemlos und umfangreich in diesem Bereich schulen.

    Des Weiteren zu Informationen zur Brandursachenermittlung, es gibt diverse Fachbücher frei verkäuflich über das Internet. Mit Themen von Spurenlesen am Brandort bis hin zu Spurenlesen an Personen und vielen anderen Details etc..

    Gruß
    Simon

  2. JayeM am 22. April 2009 11:21

    Am IdF NRW gibts zumindest ein Seminar zum Thema „Brand- und Explosionsursachenermittlung“. Mal sehen wie interessant das wird, ist im Oktober.

  3. Indy-Tagebuch (4): Eröffnung und Unterricht : FWnetz - Feuerwehr im Netz am 23. April 2009 05:07

    […] Brandursachenermittlung Kategorie: AktuellesTags: FDIC, FDIC09, Indianapolis, IndyGelesen: 3 mal […]

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