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wdc4Die Dollhouse wurde heute verheizt, und wie! Absolut geniale Erfahrung, und aufschlussreich war sie auch.

Wie gesagt, es standen zwei Ziele fest: erstens eine längere Brenndauer durch dickere Wände erreichen, und das eigentlich wichtige: die Simulation von starkem Wind, der gegen eine brennende, offen ventilierende Wohnung drückt. So sah das Experiment aus:

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Man sieht die Dollhouse, vorne der Turbolüfter. An der Dollhouse war hinten noch ein „Gang“:

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Man beachte die Flamme. Der ganze Versuch geht auf ein „Trend“ in den USA zurück, den ich mir genauer angeschaut habe, den „Wind Driven Conditions“, eine Todesfalle für einen Angriffstrupp in einem höheren Haus, wenn der Wind das Feuer reindrückt.

Natürlich ging es nicht nur um die Nachstellung der Lage – siehe Bild oben – sondern auch um die Erkennung der Lage durch bestimmte Symptome bzw. Verhalten des Feuers, und das richtige Vorgehen zur Brandbekämpfung. Denn der klassische Innenangriff mit „Tür auf“ geht nicht: viele Tote FA belegen das, gleichwohl die Tatsache, dass 3 Trupps in New York mit ca. 3.000 Liter / Minute (3 x 2,5″) 45 Minuten brauchten um 15 Meter voranzukommen.

Wir haben mögliche Brandbekämpfungszenarien mit einem Drucksprüher erfolgreich nachgewiesen. Weitere Infos + Video folgen im Videomagazin. Jenseits des „netten“ Dollhousing, und in Kombination mit den Experimenten des NIST hat das aus meiner Sicht recht massive Auswirkung auf unsere Taktik.

Achso: die Dollhouse doppelwandig zu bauen lohnt nicht. Die effektiv nutzbare Zeit für prima Backdrafts ist nicht wesentlich höher. Leider hat auch hier die Tür wieder als erste nachgegeben. Bei der nächsten Dollhouse (low budget) kommt dann eine Klappe mit Griff zum Einsatz.

Danke nochmal an Flo, Flo und Andi für die Tatkräftige Mithilfe. Hat Spaß gemacht, und gelernt haben wir scheinbar auch was :)

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