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Unsere Fw plant jetzt eine Schnellangriffstasche anzuschaffen,

ich halte nach allem was ich davon gehört habe eigentlich recht viel, da man mit sicherheit den Wasserschaden minimiert und das ganze auch relativ schnell gehen dürfte.

Ich wollte aber trotzdem einfach mal nachhören was ihr dazu für Meinungen habt und ob vllt. sogar schon jemand von euch damit Erfahrungen im Innenangriff gemacht hat, da es sich ja schließlich auch um einen D-Schlauch handelt..

Hier ist nochmal ein Link mit dem System:

http://www.helpi.com/Feuerwehr/Ausruestung/SchnellangriffsTS.htm

Kommentare

18 Kommentare zu “Schnellangriffstasche” (davon )

  1. Jens Fischer am 11. Mai 2009 20:30

    Nunja
    „Sie gibt dem Angriffstrupp die Möglichkeit einen schnellen und Wasser sparenden Angriff
    durchzuführen“
    Liegt zum gRoßteil an demjenigen der die Hand am Öffnungshebel und der Litereinstellung hat. einem einem normalen C-HSR gut umgegangen reduziert man einen Wasserschaden genauso, hat jedoch nach oben hin mehr Ausweichmöglichkeiten und nach unten hin ebenso was die Literleistung anbelangt. Daher erschließt sich mir der Vorteil dieser „Zwischen Kübelspritze und C-HSR“ angelegten Geschichten nicht.

    Entweder ich benötige eine Kübelspritze, dann sollte das klar sein und dann reicht die auch, oder ich benötige eine Angriffsleitung, dann sollte es aber C sein. Weil so ein „zwischendrin-Feuer“ kann es sich auch schnell mal anderst überlegen.

  2. MatthiasM am 11. Mai 2009 20:49

    Hmmm,
    (Kübelspritze in Ehren – hab sie zu meinen aktiven Zeiten gern benutzt auch im IA und hab eine B15 privat als häuslichen Feuerlöscher und herrliches Dual-Use-Spielzeug für die Kinder im sommerlichen Garten).

    Diese Schnellangriffstasche schaut mir v.a. wie ein verschärfter „Feuerlöscher“ für die Selbsthilfe aus, wo noch keine Wandhydranten Typ S vorhanden sind, also zuhause und im Büro. Sowas in „preiswert“, muß kein Hohlstrahlrohr sein, Wasserentnahmestelle ein Extraabgang mit Storz D am Eckventil unterm Waschbecken, wäre für die normalen Brandklasse-A-Haushalte (Also Ölheizung, abfackelnde Gastherme und Fettbrand Küche mal ausgenommen, ebenso wie falsches Heldentum) sicher das Mittel der Wahl für wenigstens einen ersten Selbsthilfeversuch. Pulver in der Wohnung mag man nicht haben…

  3. TilMar am 11. Mai 2009 21:11

    hm … bei uns auf dem truppführerlehrgang war ein LF mit schlauchtragekorb mit d-schläuchen + dazugehörigem HSR.

    wurde ganz klar gesagt von den ausbilder, dass das zwar im grunde eine gute idee ist. (felxibel und schnell) – nur für den ernstfall zu wenig wasser rauskommt. ein flash-over z.b. kann damit schlecht bzw gar nicht bekämpft werden. deshalb wird der d-schlauch im tragekorb nicht für IA verwendet.
    da machts das keinen unterschied ob das nun in einer tasche ist …

    hab ich wirklich nur einen kleinen brand, ist eine feuerlöscher oder der auer-highpress (soll keine werbung sein, den haben wir aber auf dem auto) besser und schneller. ist das feuer größer, dann „richtig“ mir c-rohren.
    wir haben im rahmen des TFL die WF-Ciba besucht udn dort „herumgelöscht“. der dortige schichtleiter meinte, die meisten der dortigen entstehungsbrände in der verwaltung (bürogebäude) hätten sie mit dem standard wasserlöscher gelöscht.

  4. Cimolino am 11. Mai 2009 21:27

    Hallo,

    geh auf http://www.feuerwehr.de/forum und benutz die Suchfunktion.

  5. ro0f am 11. Mai 2009 21:40

    Außen HUI – Innen Pfui.
    Meine Meinung zu dem Thema: Erstmal hast du das Problem, dass die Schläuche schneller knicken und damit evtl. der Wasserdurchsatz eingeschränkt wird. Es besteht auch leichter die möglichkeit, dass sich der Schlauch irgendwo verklemmt. Der Wasserdurchsatz ist dürftig und bei einer Flashover-Situation nicht sonderlich hilfreich.
    Also: Nicht für den Innenagriff geeignet.

    Wann ist die Schnellangriffstasche Sinnvoll?
    – Bei klar erkundeten Kleinbränden in Gebäuden (Beispiel: Ich weiß das im Treppenhaus ein Kinderwagen brennt)
    – Bei Vegetationsbränden
    – Bei PKW-Bränden (als Alternative zum „klassischen Schnellangriff“
    – Sonstige Kleinbrände

  6. Philipp am 11. Mai 2009 21:56

    Also bevor ICH mit sowas in den IA gehe, dann regel ich im Bedarfsfall lieber mein HSR auf um die 50L/min runter. Das ist glaube ich sinnvoller.

  7. TilMar am 11. Mai 2009 22:04

    @Cimolino soweit ich das im feuerwehrforum gelesen hab, war das ja wirklich nie dafür gedacht, im IA eingesetzt zu werden. ok, hätte da auch vorher nachschauen können ;) dann hätte ich mir das schreiben ersparen können.

    aber dann wundert mich eins: warum wollen das anscheinend einige feuerwehren immer wieder einsetzen???? genauso ein unding wie ein SA im IA…

  8. MatthiasM am 11. Mai 2009 22:17

    Weil ich von „Selbsthilfe“ bzw. Ersatz/Ergänzung von Feuerlöscher/Wandhydrant S fabuliert habe – gibt es „kleine“ Hohlstrahlrohre, die mit dem normalen Druck einer üblichen Hauswasserleitung und 15 m D-Schlauch noch „ordentlich“ funktionieren oder kann ich mich für den Fall besser kostensenkend beim Gartenbedarf ausrüsten?

  9. Stefan Jurgahn am 11. Mai 2009 23:30

    @TilMar vieles wird einfach nicht kritisch hinterfragt und die Werbung verspricht vieles :-) Oft werden bewehrte Systeme auch zweckentfremdet, so gibt es viele die glauben, dass ein Hochdruckreiniger ein klasse Feuerlöschgerät ist… die Liste der Beispiele wäre vermutlich Seitenlang

  10. DaHans am 11. Mai 2009 23:36

    Hab eine solche  Schnellangriffstasche jetzt schon einige Male benutzt, auch im Innenangriff.Die Tasche ist sehr praktisch und Nachteile konnt ich bisher nicht erkennen.
    Der D-Schlauch ist einfacher handzuhaben da er leichter ist.
    Sicherlich muß man je nach Größe des Brandes abwägen ob man einen D oder C nimmt.

  11. Cimolino am 12. Mai 2009 08:42

    @DaHans
    Und woher weißt Du bei der Entscheidung welches Gerät zu mit vornimmst, ob Deine Auswahl vor Ort noch reicht?
    50 l/min beim Zimmerbrand sind VIEL zu wenig!

  12. TilMar am 12. Mai 2009 09:19

    @DaHans @Cimolino
    das ist denk ich mal das größte problem, das feuer richtig einzuschätzen. kenne ich meine räumlichkeiten und bin schnell da (WF) geht das vllt noch (auch mit wasserlöscher, s.o. meinen kommentar)

    aber wenn man die räume/ das gebäude nicht kennt, ist doch das vorgehen mit einem d-schlauch viel zu riskant. lieber c-schlauch und die wasserabgabe am HSR anpassen …

  13. FireFighter_247 am 12. Mai 2009 10:58

    Morgen,

    also wir haben in der FW ebenfalls so eine Schnellangriffstasche in D Format. Allerdings wird diese nur im Sommer aufs Auto verladen und dient ausschließlich nur für Flur- und kleine Waldbrände zwecks Flexibilität bzw. alles was kleiner als ein Papierkorb ist.

    Ich persönlich würde mich weigern mit mit nem D HSR in den IA zu gehen, mir persönlich wäre das Risiko zu groß dort rein zu gehen, mit nem kleinen Rohr, um dann u.U. feststellen zu müssen, dass es sich hier doch um einen schönen, warmen Zimmerbrand handelt und ich mich doch eigentlich mit den mitgenommenen Mitteln auch besser in eine Ecke des Zimmers stellen kann und mal ‚Wasser lassen‘ gehe.

  14. Jens Fischer am 12. Mai 2009 16:34

    Na deswegen gibts ja nur zwei Feuereinschätzungen. Kleinlöschgerät ausreichend oder Schlauchleitung min. C notwendig.

    Damit decke ich dann im Bereich Wohngebäude mal alles ab. Ohne extra Ausrüstung die wieder extra Ausbildung für Entscheidungsträger und Bediener verlangt.

  15. Patrik am 13. Mai 2009 01:44

    Moin,

    die Schnellangriffstasche wäre zu überlegen.
    Als positiven Faktor kannst du betrachten das du einen geringeren Durchmesser des Schlauches hast und somit einiges an Gewicht einsparst, sowie minimierst du andererseits auch den Wasserschaden der entstehen könnte.

    Andererseits solltet ihr betrachten, dass das D-Strahrohr vermutlich bei einer Rauchgasdurchzündung auch Flash over genannt, nicht die nötige Wassermenge liefern würde, um eine wirklich abschirmende und gutwirkende Wassermannschutzbrause aufzubauen.

    Weiterhin sollte man darauf achten, das der Zerstäubungsfaktor nicht zu hoch ist. Sonst könnte es gegebenenfalls zum sogenannten Dampfhammer kommen, was nicht sehr vom Vorteil wäre.

    Nennenswert wäre dabei um den Punkt Gewicht zu senken, die C52 Schläuche auf C42 Schläuche umzurüsten. Klingt nicht viel, aber macht es aus. Zusätzlich wäre zu überlegen ob man die C Schläuche nicht speziell für Innenangriffe verlängern würde. Z.b. 30m langen C Schlauch um einfach die Beweglichkeit zu gewährleisten. Wer hat es nicht schon selber erlebt das die Kupplung öfters an den blödesten Ecken hängen bleibt.

  16. MatthiasM am 13. Mai 2009 09:54

    Wie Jens und andere schon schrieben.

    Kenne ich das potentielle Brandobjekt (und stehe im Idealfall schon daneben, wenn’s losgeht) >> Sichtweise „Werkfeuerwehr im eigenen Haus“ oder „betrieblicher/privater Brandschutz“ >> Abwägung „reicht’s oder nicht“ möglich (diese Sichtweise erlaub ich mir mal betreffend Entstehungsbrand als Privatperson mit Büro und Wohnung)

    Kenne ich das Brandobjekt nicht und/oder habe eine Vorlaufzeit, in des sich das Feuerchen schön entwickeln kann (Rauchgasdurchzündung etc.) >> Sichtweise „(über)örtliche Feuerwehr“, Abwägung auf „Nummer sicher“, lieber C mitnehmen.

  17. S.F am 13. Mai 2009 11:11

    Andererseits solltet ihr betrachten, dass das D-Strahrohr vermutlich bei einer Rauchgasdurchzündung auch Flash over genannt, nicht die nötige Wassermenge liefern würde, um eine wirklich abschirmende und gutwirkende Wassermannschutzbrause aufzubauen.

    Flashover = Raumdurchzündung

    sowie minimierst du andererseits auch den Wasserschaden der entstehen könnte.

    Für den Wasserschaden ist immer der FA am Rohr zuständig, und keine D oder die böse C-Leitung.

    Sonst könnte es gegebenenfalls zum sogenannten Dampfhammer kommen, was nicht sehr vom Vorteil wäre.

    Und auch hier ist der FA verantwortlich, Thema Rohrführung.
    Ich kann und will es nicht verstehen, warum man jetzt plötzlich bei der „Lage Feuer in Gebäude“ auf ein D-System umsteigen will, wenn man doch bisher erfolgreich mit dem C-System gearbeitet hat. Aber sicherlich ist das wie so oft bei der Feuerwehr, wir haben etwas anderes wie die anderen, sind dadurch ja wieder anders/besser….

    Grüße

  18. Alex112 am 14. Mai 2009 20:58

    Okay, wollte mich hiermit für die vielen Antworten und Meinungen bedanken!  – Die Standpunkte gegen D-Angriffstasche bzgl. „abknickbarkeit“ und zu wenig Wasser für Durchzündung klingen sehr logisch = ),

    @ S.F. das mit dem „anders/besser“ kann ich bei uns nicht bestätigen, ich denke man sollte immer auf der Suche nach Verbesserungen und Innovationen sein, und muss deshalb neues ausprobieren um überhaupt Fortschritte machen zu können, ob da nu alles neue einen Sinn macht, sei da hingestellt,- jedenfalls danke an euch alle!

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