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Schlauchschnecke(iw) Bei diesem Thema wird der eine oder andere schreien, dass seine Wehr ein gutes Stück weiter sei. Deshalb: euren Input, und Eure Erfahrungswerte brauche ich. Für den Rest, inklusive mich: für alles gibt’s ein erstes Mal, und davon möchte ich berichten.

Ich denke, dass die C-Schläuche für den Innenangriff bei den meisten Wehren (hoffentlich) auf Schlauchtragekörben verlastet sind. Doch da könnte es bei einigen bereits hapern: ist Euer Strahlrohr (hoffentlich ein Hohlstrahlrohr!) im Tragekorb bereits vorgekuppelt? War vor langer Zeit so, zu Anfangszeiten der STK in der alten Wehr. Das ist ein besonders gutes Beispiel für fehlgeleitete Taktik: der STK wird einfach ausgeworfen, ob am Verteiler oder vor der Tür zur Brandwohnung, und die Kupplung zum Verteiler gezogen.

Schlauchschnecke

Ausgelegt: C in Buchten

Wahrscheinlich machen’s die meisten heutzutage richtig: STK am Verteiler ankuppeln, C zur Brandwohnung heraufziehen, in Buchten auslegen und HSR ankuppeln. Und hier geht’s los: Buchten ausgelegt, Wasser Marsch, und was passiert? Der Schlauch haut in allen möglichen Richtungen ab.

Ziel war letzte Woche, die „Schnecke“ auszuprobieren, und zwar in zwei Formen. Zuerst die „einfache“ Schnecke, in zwei verschiedenen Diametern: klein und groß, um das Verhalten bei Füllen zu beobachten, dann der „Coil“ (Spirale). Das Ganze jeweils zuerst im Hof, flach, und dann in einem engen Treppenraum:

schnecke

Schnecke voll

Schnecke „klein“, gefüllt

Schnecke klein im Treppenhaus

Schnecke „klein“ im Treppenhaus

Schnecke gross

Schnecke „gross“ im Treppenraum

Dabei haben wir uns genau das „Füllverhalten“ angeguckt, und dann ausprobiert, den Schlauch nachzuziehen:

Kleine Schnecke

Die kleine Schnecke

Grosse Schnecke

Grosse Schnecke

Der enorme Vorteil, durch die „Schneckenform“: der Schlauch kann nicht abhauen. Das Füllen geht recht problemlos solange man nicht zu schnell am Verteiler aufdreht. Leider haben wir keine saubere, vertikale Schnecke an der Wand hinbekommen, aber das wichtigste: der Schlauch konnte völlig problemlos ausgezogen werden. Wichtig ist nur, dass die Schlauchreserve direkt vor der Tür (Hauseingang, Wohnungstür) liegt.

Im Vergleich haben wir das Ganze in Buchten ausprobiert (leider ohne Bilder): erwartungsgemäß füllt sich der Schlauch völlig unkontrolliert. Teilweise wird gelehrt, den Schlauch an der Wohnungstür vorbei im Treppenhaus nach oben zu verlegen. Hintergedanke: durch die Schwerkraft rutscht der Schlauch problemlos nach unten und „hilft mit“. Davon abgesehen, dass das doppelt falsch ist (an der Brandtür vorbei und im falschen Winkel zur Haustür): unser Schlauch verabschiedete sich durch das Treppenauge.

Fazit: Schnecke ist genial. Einfach ausprobieren!

Vorrangig war das, wie der Engländer sagt, ein Proof of concept, wir haben festgestellt, dass das eine absolut richtige Sache ist. Die nächsten Versuche werden darauf zielen, zwei Schnecken vor einer Wohnungstür auszulegen. Nur ein 15m-C ist eigentlich zu wenig; mein Gefühl sagt mir, ein 30m-C könnte ideal sein. Da wir so etwas nicht haben, müssen wir erstmal mit zwei 15m-C experimentieren.

Ich gehe fest davon aus, dass das im Positiven funktionieren wird. Einen Verhau wird man egal wie nicht verhindern können, doch mit der Schnecke geht das herausziehen völlig problemlos. Weiterer Vorteil: ich kann ins „Auge“ greifen und die gesamte Schnecke als Reserve nach vorne transportieren.

Und ganz zuletzt werden wir entscheiden müssen, wie das taktisch am Besten umzusetzen ist. Vielleicht geht das mit einem eigenen „IA“-STK, in dem die beiden Schnecken ausgelegt sind, oder doch eher als Schlauchpaket.

Coil

Zu guter letzt durch einen Hinweis von Henning das Coil ausprobiert:

Aus dem hier:

Schlauchschnecke

Das hier gemacht:

Coil

Resultat: fantastisch! und eine absolut gültige Alternative zur Schnecke. Kostet ein bisschen Zeit, die ist aber schnell wieder reingeholt, da der Schlauch total einfach zu ziehen ist. Wir waren verbflüfft.

Auch hier gilt: Probieren geht über studieren!

Vielleicht schaffe ich es, diesen Freitag ein Paar Videoaufnahmen zu machen. Aber so bleibt das Gefühl, in kurzer Zeit etwas Sinnvolles ausprobiert zu haben ;-)

Wie eingangs erwähnt: Wer Erfahrung damit hat, gerne her damit! Gibt es auch Fälle, in denen die Schnecke keinen Sinn macht? Schlechte Erfahrungen? Oder nur gute?

Kommentare

40 Kommentare zu “Schlauchschnecken: Tragekorb, Schlauchpaket” (davon )

  1. JohnnyKnoxville am 19. Mai 2009 15:21

    Genau solche Artikel mach das FWNetz großartig!!!

  2. Phillipp Müller am 19. Mai 2009 15:28

    Nen 30m C als Schlauchpaket kannst du dir am Donnerstag angucken ;-)
    Wir haben den seid kurzem so einem auf dem 1. LF und bisher nur gute (Übungs-) Erfahrungen.

    Gruß Akku

  3. Irakli West am 19. Mai 2009 15:30

    @Johnny: danke :)
    @Akku: als Schnecke oder in Buchten? *ausprobierenwill*

  4. Phillipp Müller am 19. Mai 2009 15:35

    @Irakli
    Schnecke. Können wir gerne tun.

  5. Philipp am 19. Mai 2009 16:01

    Zum Thema STK & HSR: Nicht vorgekuppelt, da das HSR nicht wirklich in den STK passt.
    Dafür haben wir mit etwas Kreppband je einen Seilschlauchhalter an jeden STK geklebt.

  6. Flax am 19. Mai 2009 16:04

    Gute Sache, werd das ganze mal beim nächsten Übungsdienst ausprobieren!!

  7. togl am 19. Mai 2009 16:06

    Sieht sehr interessant aus – und passt wunderbar als Erweiterung zum letzten Übungsabend…
    Werden wir definitiv ausprobieren!

  8. Der Lars am 19. Mai 2009 17:32

    „….unser Schlauch verabschiedete sich durch das Treppenauge.“

    Damit habt ihr etwas falsch gemacht: Schläuche sollte man wenn es nach oben geht grundsätzlich über die Stufen verlegen. Denn zum einen kann man bei einem Rückzug den Schlauch leichter nachziehen, zum anderen kann der Schlauch weder abknicken, noch nach unten fallen, wie bei euch. ganz davon abgesehen dass man mit STK in der Hand schneller nach oben kommt wenn der Schlauch einfach so nach unten rutschen kann.

    PS: habt ihr mal versucht einen kurzen C gewickelt mitzunehmen? 10 Meter für normale Wohngebäude, 20 Meter für Büros, 30 Meter* für Hallen.

    * = Wir haben immer einen 30 Meter C im STK da so schonmal eine Kupplung wegfällt die sich im Innenangriff verhaken kann.

  9. Gempi112 am 19. Mai 2009 17:43

    Hallo,

    wir haben bei uns seit Januar 2009 auf unseren beiden Löschgruppenfahrzeugen jeweils ein Schlauchparket in Schneckenform. Bis jetzt haben wir damit nur gute Übungs- und Einsatzerfahrungen gesammelt. Gerade in engen Kellerräumen spart man sich enorm viel Zeit beim Ausbringen einer Schlauchreserve und der Schlauch läuft auch so ganz gut ab. Ab und an hatten wir jedoch das Problem, dass wenn das Hohlstrahlrohr nicht richtig eingebunden ist, es aus der Schnecke rausfallen kann und evtl. den Schlauch hinter sich herzieht…
    Gruß
    Gempi

  10. S.Max am 19. Mai 2009 19:10

    Nach dem ich bei den Kameraden aus Achmer-Bramsche das Video auf deren gesehen habe, hab ich mal im Rahmen einer Übung das SPK ausprobiert.
    Einfach genial. Wir haben bisher noch keine STKs, nur Haspeln. Erst nächstes jahr bekommen wir mit unserem neuen LF 10/6  STKs.

    Seit letztem Jahr sind 2 SPKs auf unserem LF8 verlastet.

  11. ChristianF am 19. Mai 2009 20:18

    Ich bin ehrlich, mich hat das System des Schlauchpaketes nicht überzeugt.
    Achtet man mal auf den Ton des Videos aus Achmer, so hört man, wie hoch die Pumpe drehen muss, damit die Schläuche evrnünftig gefüllt sind.
    Die Bilder von Irakli zeigen die Problematik ja wunderbar. Ein vernünftiges Strahlbild am HSR sehe ich bei den vielen Knicken im Schlauch nicht.
    Unsere TS war ziemlich am Ende, bis die Schnecke wie im Video zu sehen schön rund da liegt und am HSR wieder vernünftig etwas ankommt.
    Unser Aufbau: 5m B zur TS, 20 m B zum Verteiler (SAV), 15 m C als „Schnecke“.
    Immerhin wurde noch der Loop geschult…

    Vielleicht sind wir einfach zu blöd sowas zu testen, aber Iraklis Bilder bestärken mich eigentlich in meiner Meinung…

  12. Max60 am 19. Mai 2009 20:55

    Irakli: Sind das C52 auf den Bildern?

  13. Philipp am 19. Mai 2009 21:06

    @ChristianF: Soweit ich das bisher mitbekommen habe, benötigt man wohl um die 5bar um das „Ausrollen“ richtig hinzubekommen. Ausprobieren konnte ich es leider noch nicht.

  14. ChristianF am 19. Mai 2009 21:12

    5 bar reichen nicht.
    Um die Knicke rauszubekommen bist du jenseits der 10, eher Richtung 12/13 bar…

  15. Cimolino am 19. Mai 2009 21:16

    Hallo,

    ich werd auch zu dem Thema nicht die Diskussionen von http://www.feuerwehr.de der letzten Jahre wiederholen!
    Bitte dort nachlesen.

    Kurz:
    Wer nimmt das in echt wie vor – und was nimmt er dazu noch mit?
    Wieviel Hände hat der Trupp?

  16. Irakli West am 20. Mai 2009 00:19

    @DerLars: der Schlauch lag schön sauber auf er Treppe. Vom Eigenleben her fiel er unterdas Geländer und ins Treppenauge.

    @ChristianF danke für ein Gegenargument. Ich hatte mir auch ein saubereres Füllen gewünscht, aber das hat vllt. auch mit einem zu kleinen Kreis was zu tun. Was das Füllen betrifft: in Buchten ausgelegt hat man genau das gleiche Problem, insb. in engen Treppenhäusern.

    @Uli es zwingt Dich keiner dazu, Dich zu wiederholen. Was STK betrifft: in München gibt’s in der SER den „Unterstützungsmann“ (und 3er Trupp). Arbeitet man vom Tank aus, spricht nichts dagegen, dass der WTr mit auslegt. Muss man halt experimentieren und adaptieren.

  17. Max Martin am 20. Mai 2009 07:45

    Hallo

    ich habe das gewickelte Schlauchpaket vor nem Jahr auch mal ausprobiert, es haben sich saubere Ringe ausgebildet, ohne Knicke. Betrieben an einer Wasserleitung in der Fahrzeughalle, ohne Pumpe dazwischen mit einem 20m C42.
    Allerdings habe ich das Schlauchpaket etwas größer gewickelt als in Irakli’s Versuch.
    Bilder gibts hier.

  18. joergheck am 20. Mai 2009 10:16

    Hi zusammen!

    Mein Eindruck ist auch, dass die „Schlauchschnecke“ (ich nenn es lieber Schlauchpaket) auf den Bildern von Irakli nicht groß genug ist. Das Endergebnis sieht verglichen mit meiner Übungs-/Einsatzerfahrung, den Bildern aus Achmer oder den Bildern von Max fast „katastophal“ aus. Du schreibst zwar das ausziehen war dennoch einfach, sieht aber nach großem Durcheinander aus. Wie kann ich hier Bilder verlinken, dann kann ich noch welche von Einsätzen bei uns beifügen?

    Bezüglich der „Wieviele Hände hat der Trupp?“ Problematik haben wir uns im vergangenen Jahr gedanken gemacht (u.a. nach einem Feuer im 9. OG wo oben verschiedene Geräte wichtig gewesen wären, aber nicht da waren). Seitdem nimmt der Truppführer neben der üblichen Ausrüstung (Leine, Fluchhauben HFG) einen Schlauchtragekorb (3x15m C) vor, an dem der mobile Rauchverschluss montiert ist. Der Truppmann nimmt das Brechwerkzeugset (Halligan/Spalthammer im Tragegeschirr) und ein Schlauchpaket mit C-Hohlstrahlrohr (1x15m C). Beide haben mind. eine Hand frei und alles ist dabei.

    Optimierungsfähig ist dabei noch das Tragegeschirr des Brechwerkzeugs, weil manchmal die Werkzeuge nicht richtig zusammengehalten werden. Außerdem würde ich gerne die Tasche des Rauchverschlusses mit zusätzlichen Taschen für Zubehör modifizieren, allerdings will das gerade niemand für mich machen :-(.

    Grüße
    Jörg

  19. Irakli West am 20. Mai 2009 10:30

    Hi Jörg,

    die Schnecke / das Paket war eindeutig zu klein gerollt. Zudem hatten wir sie im Treppenhaus (siehe Bilder) senkrecht aufgestellt. Hat auch nicht funktioniert.

    Diesen Freitag wollen wir’s definitiv größer und horizontal, ergo am Boden ausprobieren.

    Zu den Taschen: macht evtl. auch ein Änderungsschneider Deines Vertrauens?

  20. joergheck am 20. Mai 2009 10:59

    Größer und horizontal dürfte die Lösung sein, wobei man im Treppenraum darauf achten muss, dass der Schlauch beim Füllen nicht zwischen Geländer und Treppe rutscht, da will er dann nämlich ggf. nicht mehr rauskommen ohne das man Wasser halt macht. Lässt sich einfach bewerkstelligen indem man Schuhgröße 43 in den Weg stellt. Senkrecht stellen geht ja auch noch, nachdem gefüllt wurde.

  21. Cimolino am 20. Mai 2009 12:02

    Hallo Irakli,

    die Diskussion um den Dreiertrupp oder sonstigen „Unterstützungsmännern“ möchte ich auch nicht neu führen!

  22. JayeM am 20. Mai 2009 13:04

    @joergheck
    genau, das Problem im Treppenraum hatten wir Ende 2008 bei einer Übung auch. Ohne Wasser halt war er dort nicht weg zu bewegen – steckte total fest. Von daher muss man da schon drauf aufpassen.

  23. maos am 20. Mai 2009 18:05

    @Cimolino

    Das ist absolut nichts gegen dich persönlich, aber bitte hör auf immer auf das Forum auf feuerwehr.de zu verweisen. Das Forum ist einfach nur schrecklich. Wird echt mal Zeit, dass die sich eine neue Forumsoftware zulegen.
    Ich sehe es nicht ein, mich durch dieses Forum durch quälen zu müssen…

  24. Der Lars am 20. Mai 2009 18:34

    Da hat maos recht. Alle Welt nimmt vB oder BB, nur da ist irgendwas gebasteltes am Gang.

  25. diggler am 20. Mai 2009 19:00

    @cimolino: Hast du denn dann irgend was neues zum Thema zu sagen?? Oder sollen wir alle schweigen weil irgend jemand das Thema schon mal irgendwo besprochen hat??

  26. jansued am 20. Mai 2009 20:09

    Hallo!

    Die BF OS verwendet C42/30 Schlauchpakete. Mit SAV und 1 STK mit 3 C 52/15 haben wir damit die gleiche Reichweite we der HD-SA, den wir auch noch haben. Das Paket muss allerdings mind 1,5m lang sein, sonst bekommt man Kinken…

    Bisher sind die ansonsten sehr skeptischen Kollegen gut zufrieden…

  27. ChristianF am 20. Mai 2009 22:11

    Hm, werds nochmal ausprobieren, aber das Paket war eigentlich schon relativ groß gewickelt… Zu groß darfs ja auch nicht sein, ist ja blöd, wenn es dann immer in die Knie haut beim Laufen…

  28. Cimolino am 21. Mai 2009 10:06

    @maos und diggler:
    Und ich seh schlicht nicht ein, zigfach die gleichen Beiträge zu schreiben. Wer nicht ausreichend interessiert ist, braucht sich ja die Mühe nicht machen, aber er soll bitte auch nicht erwarten, dass ich mir für ihn noch mehr mache!

    Verweise auf andere Quellen waren und sind legitim. Suchfunktionen kann man auch in http://www.feuerwehr.de nutzen – und mit Verlaub, damit ist es deutlich komfortabler zu nutzen und auch stärker nachgefragt, als das hier, wo leider abgesehen von den eher Flash-Comments hier, das Forum nach wie vor so gut wie nicht angenommen wird.

  29. Cimolino am 21. Mai 2009 10:16

    @Jan:
    Wir verwenden hier seit Jahren STK mit C42 und schon längst keinen SA (erst recht keinen mit HD) im IA mehr.
    Es werden 2er Trupps eingesetzt, deren Ausstattung recht umfangreich ist (Brechwerkzeug, WBK, STK, Strahlrohr, Zubehör an PSA).
    Normalerweise nimmt der Trupp 2 x STK mit je 3 C-Schläuchen mit und hat dann mehr als alle Hände voll.

    Von Anfang an waren die sonst so skeptischen Kollegen zufrieden – nur das Halligan ist immer noch in der Diskussion, weil zusammen mit dem Spalthammer doch relativ schwer. Wir arbeiten dran.

    Wir haben im Gegensatz zur Taktik in den USA (andere Schläuche => schwerer/steifer!) auch KEINEN eigenen Trupp oder gar ein eigenes Fahrzeug der Aufbrecharbeiten o.ä. macht.

    Ergo:
    Jeder kann machen was er will, aber keiner soll sich wundern, wenn der normal (nicht) trainierte FA dann statt Schlauchpaket in herrlichen Schleifen ein Schlauchknäuel im Treppenauge hängen hatt in dem noch die Hälfte der mit abgelegten sonstigen Ausrüstung hängt…

  30. Der Lars am 21. Mai 2009 17:31

    @UC: Die Kommentare mit

    „Alte Diskussion blabla Feuerwehr.de blabla“

    zu flashen, ist aber auch nicht die feine Englische und macht das Forum auch nicht gerade beliebter.

  31. diggler am 21. Mai 2009 17:43

    @Cimolino:Mal ehrlich Ulli es verlangt keiner von dir dich zu diesem oder jedem anderen bereits irgend wo erwaehnten Thema zu aeussern. Wenn du meinst, dass du alles zu diesem Thema bereits geschrieben hast dann reicht ein simpler Verweiss an eben diese Quelle. Danke dafuer! Aber es so hinzustellen, als ob man solche Themen an dieser Stelle nicht nochmal durchzukauen kann nur weil DU das bereits gemacht hast ist mal wieder „total Cimolino“ um nicht zu sagen arogant.
    Uns dann noch desinteresse oder sogar faulheit vorzuwerfen ist gelinde gesagt…. bescheiden.
    Ich lese immer gerne deine Beitraege und  bewundere deine Fachkompetenz, aber nur weil du etwas bereits gesagt hast oder meist es besser zu wissen, lassen wir uns nicht den Mund verbieten.

  32. JK am 21. Mai 2009 18:52

    Hallo zusammen,

    seit etwas mehr als einem Jahr verwenden wir zusätzlich zu den Schlauchtragekörben ein sog. Schlauchpaket (als Schnecke gewickelt). Auf jedem unserer drei LF’s ist ein solches Schlauchpaket verlastet. Ziel von uns war es, die Vornahme des ersten Rohres zeitlich weiter zu optimieren – und das mit wenig Personal und unter Minimierung zu machender Fehler.

    Mal kurz etwas zu unserem Schlauchpaket :
    Ein Schlauchpaket besteht bei uns aus einem 30m-C-Schlauch, einem Hohlstrahlrohr und zwei Klettbänder, die uns ein Kamerad genäht hat.

    Unsere Schlauchmanagementtaktik für die Vornahme des ersten Rohres bei einem Zimmer- oder Wohnungsbrand:
    -setzen des Schnellangriffsverteilers
    -anschließen des Schlauchtragekorbs am Verteiler
    -vorgehen mit Tragekorb bis zur Rauchgrenze
    -ablegen des Schlauchpakets an der Rauchgrenze und zusammenkuppeln mit der Leitung, die mit dem Tragekorb gelegt wurde; falls notwendig kann noch zusätzlich Schlauchreserve gelegt werden, aber meist reichen die 30m vom Paket aus.

    Praktischerweise kann, wenn Druck auf dem Rohr ist, die Schnecke an die Wand gestellt werden, Riesenvorteil in engen Treppenhäusern.

    Wir hatten das Schlauchpaket schon desöfteren bei Wohnungs- und Zimmerbränden im Einsatz – d.h. schon mehrfach super bewährt.

    Unser Fazit:
    – alle Kritiker sind überzeugt
    – super bewährt bei mehreren Einsätzen
    – kein geknote, auch wenns mal so aussieht…vielen haben schon Knoten gesucht aber niemals gefunden ;-)
    – mit wenig Personal kann man auf diese Art und Weise sehr effektiv arbeiten
    – unsere Leute sind begeistert

    …einfach ausprobieren!

    und: …das Schlauchpaket ersetzt keinen Tragekorb, sondern ergänzt diesen!

    Grüße
    JK

  33. joergheck am 21. Mai 2009 19:19

    Hab gestern übrigens mal die Coil Methode probiert, die im oben verlinkten Video erklärt wird. Funktioniert wirklich, wobei ichs nicht kapiert hatte nachdem ich Iraklis Bilder gesehen habe, war mir erst klar nachdem ich das Video gesehen hab.

    Was bleibt ist allerdings die Frage wann ich das anwenden kann? Für das Vorgehen in den USA macht es sinn, da dort vom Fahrzeug weg der Schlauch von der Schulter läuft und man sich am Ziel Gedanken machen muss wie man dann die Schlauchreserve legt. Hier läuft bis zum Ziel der Schlauch i.d.R. aus dem STK und wenn man am Ziel ist hat man nicht zwingend eine Kupplung zum Auseinanderkuppeln. D.h. dann ist es vermutlich pratikabler die Reserve soweit notwendig aus dem Korb heraus zu legen oder ein Schlauchpaket zu verwenden. Könnte mir nur vorstellen, dass man die Coil-Methode verwendet wenn man auf engen Raum (Treppenabsatz) sehr viel Schlauchreserve benötigt. Wenn viel Platz zur Verfügung steht brauch ich den Aufwand nicht machen, dann kann ich die Buchten einfach langziehen, ggf. auch längs zur Eingangstür, dann muss man den Schlauch nicht immer um die Ecke ziehen.

    Was denkt Ihr?

    Grüße
    Jörg

  34. Cimolino am 21. Mai 2009 20:10

    Hallo diggler,

    keiner verbietet Euch Diskussionen, aber lest wenigstens die angegebenen Quellen.
    Interessant ist, dass sich alles n-fach wiederholt und kaum einer an Otto-Normal-FA denkt.

    30 m Schläuche wurden auch an anderen Stellen schon diskutiert und Erfahrungen mitgeteilt.

    Aber natürlich ist alles toll – wie immer….

  35. FwTaucher am 1. Juni 2009 00:45

    Hallo zusammen,

    wir verwenden auch seit ca. einem Jahr die Kombination STK mit Schlauchpaket und sind (Größtenteils, einzelne Ausnahmen gibt es immer!) sehr zufrieden damit:

    Bei einer gepackten Länge von 1,50 – 1,80 Meter liegt das Paket recht stabil auf der Schulter: HSR vor der Brust, Paket als Gegengewicht am Rücken. Beide Hände können noch zum Tragen anderer Gegenstände benutzt werden.

    Von 30m Schläuchen halte ich persönlich auch wenig. 15m an Schlauchreserve reichen für die meisten „normalen“ Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Bei größeren Objekten muss dann halt noch etwas Schlauchreserve aus dem STK gelegt werden, ggf. reicht aber auch schon die Länge, die man bis zur nächsten Kupplung eh noch herausziehen muss.

    Bzgl. Durchrutschen unter dem Treppengeländer: Das Problem ergibt sich bei einer in Buchten gelegten Reserve doch genauso.

    Da ich oft sehe, wie ein STK „wild“ entleert wird, ohne den Schlauch geordnet in Buchten zu legen (Das einfache Auskippen ist dagegen sogar fast ordentliche!), ist das Paket in meinen Augen auch eine Möglichkeit zur Fehlerminimierung.

    Das Video ist echt gut gelungen. Auf jeden Fall sehr gut dafür geeignet, auch den letzten Zweiflern aufzuzeigen, wie unterschiedliche die verschiedenen Schlauchreserven entfalten.

    Gruß,

    Lars

  36. Firefighter BLN am 19. September 2010 23:00

    Also ich habe auch schon einige mal mit dem Schlauchpaket experimentiert
    hat allesdings ewig gebraucht bis ich eins auf unserem LHF verlasten durfte besser gesagt ich habs einfach „reingeschmissen“
    die 5 bar ausm Hydranten reichen schon aus um das Paket ordentlich ohne Knicke und Rund zu füllen und für ein vernüftiges Strahlbild braucht man bei einem HSR ja mindestens 5 bar
    das Schlauchpaket macht einen großen Sinn bei Bränden in Mehrfamilienhäusern oder Plattenbauten
    Verteiler vor der Haustür, mit Schlauchtragekorb hochgehen, eine länge die nächste Treppe hoch und wieder runter legen(damit sie besser nachlaufen kann) und dann das Schlauchpaket ist ne super Technik
    wir packen z.B.: auch einfach 3 doppelt gerollte C- 42 15m in den STK funktioniert eigentlich genauso gut und erspart das blöde Buchten gefummel
    bei einem Feuer in einem EFH hält es sich etwas in Grenzen da die Rauchgrenze meist die Wohnungstür ist
    der Schnellangriff hat im Innenangriff absolut nichts zu suchen wenn der Trupp im Rauch verschwindet
    ich hatte letztens ein Feuer da brannte eine Couch unter der Treppe zum Keller da war das mit dem SA noch okay denn die war eh schon fast aus, so gut wie kein Rauch mehr und war nur zur Haustür rein Treppe runter 5 Sprühstöße und die ganze Geschichte war schon aus
    nur etwa Wasser ging beim nachlöschen noch drauf weil die Wände, Treppe und Decke noch etwas Abkühlung bedurften
     
    ich habe schon gesehen manche hatten noch ein Absperrorgan am anderen Ende hat jemand Erfahrungen damit?
    habe auch schon Diskusionen über einen C-CC Verteiler vor der Tür gelesen
     
    hier ist das recht schön zu sehen:
    http://www.youtube.com/watch?v=digkDpj-ONk
     
    bei uns in Berlin ist von Standart aus immer eins direkt am HSR mit dran
    falls man mal verlängern muss
     
    ich finde auch das die neue kleine WBK „Eclipse“ von Bullard für 5000€ mit Einknopfbedinung verdammt Sinn macht (Knopf drücken AN, orientieren, Knopf drücken AUS) und mit dem Seilzugsystem einfach fallen lassen und schon hängt sie wieder an der Brust
     
    http://www.feuerwehrmagazin.com/magazin/wp-content/uploads/2009/09/091209_produkte_bullard-eclipse.jpg
     
    Ob man zum Halligan Tool wirklich eine Spaltaxt braucht ist fragwürdig den die Kombination von Paratech mit „normaler“ Holzaxt reicht völlig aus
    ich will dem Halliganführer ja nicht die Pfoten brechen!
    ich finde auch die Lösung mit dem Baustellenschlüssel dazu sehr interessant
    und eingentlich kann sobald die Wohnungstür damit aufgebrochen ist das Ding auch vor der Tür liegen bleiben zum absuchen ist es eh zu scharfkantig
    bei Büro-, Fabrikgebäuden ist das vllt was anderes da wird man öfter an aine Tür die aufzubrechen ist Stoßen
    aber da wird die Absuchtaktik auch ganz anders Leinensuchsystem usw.
    Glaube kaum das einer bei OBI, IKEA, DÖMÄNE oder sonst wo beim suchen damit anfängt ja wir halten uns immer links/ rechts

  37. Firefighter BLN am 19. September 2010 23:02

    Achso ganz vergessen
    was nehmt ihr denn so um das Paket zusammen zu halten???
    ich hab echt vieles ausprobiert und finde die B- Schlauchbinden mit Klett echt gut dafür
     
    außerdem ist den Schlauch gut anzubinden wenn er im Treppenauge verläuft auch ne gute Lösung
    soll ja eigentlich auch immer so sein

  38. Saarländer am 20. September 2010 02:52

    Aktuell bei uns
    Länge der Schlauchleitung = 15m C42
    Länge des Schlauchpaketes: Von der Aussenseite des Hohlstrahlrohrs zum ersten Knick = ca. 1600mm
    Pumpenausgangsdruck = 9bar (benötigt werden 7bar am HSR)
    Eingebunden:
    Isolierband, 10mm breit, 2 Lagen
    1. Bindung – gesamtes Paktem mit Strahlrohr
    2. Bindung – direkt hinter der Kupplung am Strahlrohr
    3. Bindung – in der Mitte
    4. Bindung – am Ende
    Getestet, aber nicht „in Serie“ umgesetzt:
    Klettband – öffnet von selbst, nachher aber schwer auffindbar.
    Kreppband – 10mm breit 3 Lagen, öffnet von selbst, reisst jedoch bei mehrmaligem Tragen ohne Nutzung auf.

  39. Firefighter BLN am 20. September 2010 21:46

    also ihr klebt es einfach zusammen oder was???

  40. Saarländer am 21. September 2010 12:14

    Ja genau, einfach mit Isolierband zusammen kleben.
    Die mittlere (3.-s.o.) weglassen wenn das Band breiter ist, dann ist die Hebelwirkung beim auseinanderdrücken grösser.
    – Wir kuppeln das Paket an die Leitung vom STK an
    – Wir reissen die erste Bindung (s.o.) mit der Hand auf
    – Nehmen das Strahlrohr fest in die Hand
    – Wasser marsch!
    Kreppband breit:
    http://img841.imageshack.us/img841/1628/spkreppbandgross.jpg
    Kreppband klein:
    http://img3.imageshack.us/img3/6456/spkreppbandklein.jpg

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