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vu(iw) Wird man zu einem Brand gerufen, so weiss (normalerweise) der Gruppenführer, wen er im Innenangriff einsetzen kann und wen nicht.

Das liegt nicht nur daran, dass er seine Leute kennt, sondern auch daran, dass die Ausbildung zu einem gewissen Grad standardisiert ist. Zumindest ist man „diplomierter“ Atemschutzgeräteträger. Ausbildung am Strahlrohr, Durchgänge in BSA, WGA oder RDA sind da wieder eher Feuerwehrsache, jedoch bundesweit vergleichbar.

Und bei THL (VU)? Wie sieht denn die Standardausbildung im Kreis oder an der Feuerwehrschule aus? Ehrlich gesagt, keine Ahnung. Keine Ahnung, ob die Leute da brauchbar unterrichtet werden.

Wenn es heisst „Durchzündung!“, sollten die Leute ihren eingeklopften Flash-Over-Reflex hinlegen können. Bittet man jedoch um eine „Dritte Tür“, dürfte man verwunderte Blicke ernten.

Ich könnte jetzt hier weitermachen, aber um auf den Punkt zu kommen: wie könnte eine standardisierte, hochqualitative Ausbildung denn aussehen? Wer betreibt denn bereits so etwas?

Vor diesem Hintergrund die Überlegung, ob man nicht einer Art Modulausbildung einführen könnte, die sich im Prinzip nach der AGT_Ausbildung richtet. Sie könnte in etwa so aussehen:

Basiskurs: Grundlagen

  • Theorie: Unfälle (-> Verformung, was erwaret uns am Einsatzort), Fahrzeugtechnologie, SER THL VU, Ablauf eines „Standardeinsatzes“, Eigenschutz, Patientenschutz usw.
  • Gerätekunde, Geräteablage

Teil 1: Basis Praxis

  • Grundtätigkeiten: Abstützen / immobilisieren, Glasmanagement usw.
  • Arbeiten mit hydraulischem Rettungsgerät
  • Arbeiten mit sonstigem Gerät: Säbelsäge, Hebekissen, Abstützsysteme

Teil 2: Praxis Aufbau

  • Abarbeiten von unterschiedlichen Lagen
  • LKW-Kabine, Unfälle mit LKW und Lieferwagen

Teil 3: Wiederholungen

  • Jährliche Praxisübung
  • „Updates“: neues aus technologie, Taktik usw.

„Sonderausbildung“

  • Ausbildung für Führungskräfte: GF HLF, EL (bsp. Ordnung des Raums, Eskalationsstufen, Zusammenarbeit mit RD / NA usw.)
  • Innerer Retter

Das nur als grober Vorschlag. Der Basiskurs wäre auf ca. 4 Stunden ausgelegt, Teil 1 mindestens ein Ganztageskurs. Mit Abschluss Teil 1 hätte man – nach eigenen Kriterien – qualifizierte Kräfte die nicht nur komisch gucken wenn sie ein Gerät in die Hand bekommen.

Teil 2 ist da schon eher Wunschdenken, insbesondere die Ausbildung an LKW. Gut wäre dennoch, zumindest einmal im Jahr eine „Lage“ abzuarbeiten, also PKW auf Dach oder ähnlich.

Die Sonderausbildung muss nicht ellenlang sein, macht aber Sinn. Sowohl für den inneren Retter als auch für die Führung gelten besondere Anforderungen.

Das Ganze wie gesagt als Gedanken: hat jemand bereits so etwas eingeführt, und wie sieht es aus? Erfahrungen?

Kommentare

2 Kommentare zu “Modulausbildung THL (VU)?” (davon )

  1. Philipp am 29. Mai 2009 11:30

    „Wird man zu einem Brand gerufen, so weiss (normalerweise) der Gruppenführer, wen er im Innenangriff einsetzen kann und wen nicht.“
    Das weiß er bei einem TH-Einsatz eigentlich auch, denn er sollte eigentlich den Erfahrungsstand seiner Leute kennen.

    Das erste Modul von dir lässt sich eigentlich auch gut von jeder Feuerwehr über einen Dienstabend realisieren. Zwar nicht alles gleichzeitig, aber ein Dienstabend an dem der Umgang mit Hebekissen geübt wird, sollte kein Problem sein.
    Wenn man dann noch ein Schrottauto hat, ist auch der Rest kein Problem.

    Für LKW-Unfälle bietet die HLFS einen Lehrgang/Seminar an, der wohl auch sehr gut ist. War da allerdings noch nicht.
    Auf Kreisebene gibt es dann noch einen Lehrgang/Seminar TH VU. Da will ich diesen Herbst hin.

    Auch die anderen Module kann man eigentlich ganz gut „zu Hause“ abarbeiten. Die Theorie an einer LKW-Kabine sollte auch nicht das Problem haben, da die meisten Feuerwehrfahrzeuge ja auf einem LKW-Fahrgestell basieren. Lediglich die Praxis dürfte hier etwas schwieriger werden.

    Für die „Updates“ bietet sich ja eigentlich die Winterphase an, denn hier können abends ja Problemlos neue Fahrzeugtechnik (z.B. Heckairbags beim iQ) vermitteln lassen.

    Es fehlt zwar dann die kreisweite/landesweite Vergleichbarkeit, wie z.B. beim AGT, aber man kann dadurch eine an die eigene Ausstattung angepasste Ausbildung realisieren.
    Und auch bei der von dir angesprochen AGT-Ausbildung gibt es ja himmelweite Unterschiede. Denn viele Feuerwehren schicken ihre Leute auf den AGT-Lehrgang und dann vll. noch einmal alle paar Jahre auf einen 15-Minütigen Schnelldurchgang zu einer BSA. Während andere Feuerwehren wie oben geschrieben das volle Programm mit RGA, RDA, BSA und intensiver Schulung betreiben.

  2. ChristianF am 29. Mai 2009 23:02

    Bei uns hat man eine Notwendigkeit erkannt und 2007 diese jährliche veranstaltung ins Leben gerufen:

    TH 2007
    TH 2008

    Das ganze wird natürlich auch in den normalen Übungen durchgeführt (Übung vom 3.5.)

    Gemeindeweit sieht es im Moment so aus

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