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„Man muss über Unfälle reden, um daraus lernen zu können“

4. Juni 2009 von  

(sc). Kommunikation an der Einsatzstelle, Ausbildung der Feuerwehrleute, Führungsentscheidungen und die Ausrüstung der Feuerwehr sind kritische Komponenten im Atemschutzeinsatz. Sie waren deshalb die Schwerpunkte im zweiten, von atemschutzunfaelle.eu veranstalteten Kongress „LIVE 2009“ am 25. April 2009 in Eppstein (Hessen). FWNetz.de war vor Ort und fasst die Themen zusammen.

Referenten und Team

Die Referenten des Kongresses und das Team von atemschutzunfaelle.eu.

Die Referenten und ihre Vorträge

Als Referenten eingeladen waren John McGhee von der britischen Feuerwehrgewerkschaft FBU (Fire Brigades Union), Colonel Patrick Blais vom Bureau Prévention Accidents Enquêtes im französischen Innenministerium, Oberst Dr. habil. Oszkár Cziva, Leiter der Abteilung Abwehrender Brandschutz der Berufsfeuerwehr Budapest, Jan Südmersen von der BF Osnabrück und Mitglied von atemschutzunfaelle.eu, Uwe Fricke und Thomas Keck von der Feuerwehr Bad Harzburg. Jay Lowry aus Columbia, South Carolina (USA) konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht am Kongress teilnehmen. Adrian Ridder vom Team atemschutzunfaelle.eu präsentierte Lowrys Beitrag in Vertretung.

In aller Kürze eine Zusammenfassung der Beiträge, die an anderer Stelle ausführlich nachzulesen sind.

Tödlicher Unfall in Charleston (USA): Vorgang, Aufarbeitung und Konsequenzen. Vorgetragen von Adrian Ridder in Vertretung von Jay Lowry.

Ridder beschrieb den Einsatz beim Brand eines Möbelmarktes, der zum Tod von neun Feuerwehrleuten führte, sowie die Ergebnisse der anschließenden Untersuchung und die daraus resultierenden Konsequenzen. [Hier geht es zur Powerpoint-Präsentation]

Einsatz mit erfolgreich abgewickeltem Atemschutznotfall. Vorgetragen von Uwe Fricke und Thomas Keck von der Feuerwehr Bad Harzburg.

Keck und Fricke beschrieben den Ablauf einer Menschenrettung unter Atemschutz in einem brennenden Gebäude. Während der Menschenrettung wurde der Trupp getrennt, konnte sich aber mit Verletzungen ins Freie retten. Gegenstand des Vortrags war die folgende Untersuchung und die Ausbildung der Feuerwehrleute in Bad Harzburg. [Hier geht es zum pdf-Artikel]

Dienstunfälle: Konsequenzen und Aufgaben der Interessenverbände. Vorgetragen von John McGhee, aus dem Englischen übersetzt von Adrian Ridder.

McGhee beschrieb die Tätigkeit der Feuerwehrgewerkschaft im Bereich der nationalen Unfallstatistik und der Unfalluntersuchungen. Ein Schwerpunkt seines Vortrages war das Unglück von Warwickshire, bei dem vier Feuerwehrleute ihr Leben verloren. [Hier geht es zur Präsentation]

Kellerbrand in der Budapester Universität, drei getötete und sieben verletzte Kollegen. Vorgetragen von Oszkár Cziva, aus dem Englischen übersetzt von Adrian Ridder.

Cziva beschrieb die Vorkommnisse beim Brand im Keller der Budapester Universität, die zum Tod von drei Feuerwehrleuten führte. [Hier geht es zum PDF]

Aufarbeitung von Unfällen am Beispiel Frankreich. Vorgetragen von Patrick Blais, aus dem Französischen übersetzt von Claude Loullingen.

Blais stellte die zentrale Unfallstatistik und die Methode zum Untersuchen von Unfällen vor. Anhand von Beispielen zeigte er das Vorgehen und die Art Rückschlüsse für Verbesserungen zu ziehen.

Die Feuerwehr der Feuerwehr …was ein Sicherheitstrupp leisten können muss. Vorgetragen von Jan Südmersen.

Neben der Darlegung von Atemschutzgrundsätzen, widerlegte Südmersen insbesondere gefährliche Atemschutzlegenden und erklärte ihre Existenz mit „kulturellen Problemen“ deutscher Feuerwehren.

„Man muss über Unfälle reden, um daraus lernen zu können“ sagte Oberst Dr. habil. Oszkár Cziva von der BF Budapest (Ungarn). Aber warum reden, ist denn eigentlich nicht schon alles gesagt, fragte Jan Südmersen zu Recht am Ende des Kongresses.

Gesagt schon, dennoch scheint wenig Gehör gefunden. Charleston, Tübingen oder Warwickshire sind räumlich und zeitlich weit weg, aber die Fehler und Missstände, die dort zu Tage traten, spielen sich immer wieder ab, und immer wieder sind absolute Grundlagen Ursache für tragische Unglücke.

Björn Lüessenheide von atemschutzunfaelle.eu

Björn Lüessenheide von atemschutzunfaelle.eu eröffnete den kongress LIVE 2009.

Gedanken über das Reden

Wenn ich von Reden spreche, denke viele an plappernde Freundinnen, plauschende Ehefrauen und kichernde Teenager. Doch so sehr Mann auf dem schwachen Geschlecht herumhacken mag, muss ich den Frauen dieser Welt Tribut zollen, denn sie haben etwas, was vielen Feuerwehr-Männern fehlt: Die Kunst zu reden.

Zu den wichtigsten Grundlagen im Einsatz gehören Reden, Kommunizieren, Verbalisieren. Eigentlich ist es ganz einfach. Ich rede, um mich mitzuteilen, ich rede, um an etwas teilzuhaben. Durch Reden bringe ich aber auch eine auf die Gemeinsamkeit zielende Handlung zum Ausdruck. Kommunikation ist also Informationsaustausch mit dem Ziel der Verständigung und dem Zweck der Problemlösung.

Als Atemschutzgeräteträger funke ich, um Informationen von Innen nach Außen mitzuteilen. Mein Ziel ist es, von dem da draußen, dem mit der gelben Weste und den Streifen am Helm, wahrgenommen zu werden. Ich will ihn an meinen Erkenntnissen teilhaben lassen, damit er mir hilft ein Problem zu lösen. Ich fordere also eine gemeinsame Handlung. Et vice versa.

Kommunikation hat aber auch eine zeitliche Komponente, die vor dem Einsatz und die danach. Die Kommunikation davor meint nichts anderes, als dass ich mir örtliche Gegebenheiten bekannt mache und Taktikwissen aneigne. Kommunikation danach meint insbesondere die Nachbereitung von Einsätzen. Lehren ziehen aus der Vergangenheit. Somit sind wir beim Reden davor.

Soweit die Theorie. Aber mal ehrlich, kommunizieren wir genug? Oder anders gefragt, kommunizieren wir das, was wir eigentlich kommunizieren sollten, und kommunizieren wird das zur richtigen Zeit?

Kommunizieren wir richtig davor, also sind kritische Objekte hinreichend bekannt, sind die Atemschutzgeräteträger auf den Ernstfall vorbereitet? Kommunizieren wir richtig im konkreten Einsatz? Kommunizieren wir richtig danach, insbesondere dann, wenn etwas passiert ist? Ziehen wir die Lehren daraus? Nehmt euch mal einige Minuten Zeit und beantwortet für euch, für eure Feuerwehr diese Fragen, bevor ihr weiter lest.

Davor, während und danach reden waren die zentralen Aussagen der Vorträge auf dem Kongress – und zwar länderübergreifend!

Miteinander reden lernen

Zur Kommunikation auffordern bedeutet nicht, jeden einzelnen Stuhl und jede Treppenstufe an den Einsatzleiter zu melden. Es ist eine Kunst so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig zu reden! Entdeckungen, Erkenntnisse, Lageänderungen müssen mitgeteilt werden. Sowohl von Innen nach Außen, wie von Außen nach Innen. Aber genau an diesem Punkt kommt es immer wieder zur Nicht-Kommunikation.

Viele, auch tödliche Unfälle der letzten Jahre zeigen, dass im Einsatz ungenügend kommuniziert wurde. Sei es, dass die Atemschutzüberwachung versagte (oder nicht existent war); sei es, dass Erkenntnisse der Trupps im Innenangriff außerhalb nicht ankamen oder dass ein Trupp aus falsch verstandenem Stolz die eigenen Grenzen ignorierte.

Klar, die Abarbeitung eines Einsatzes ist ein komplexes Geschehen, in das viele Faktoren intervenieren. Letztlich hängt das alles aber immer vom Informationsaustausch ab.

Adrian Ridder in Vertretung von Jay Lowry

Adrian Ridder referierte in Vertretung für Jay Lowry über das Unglück von Charleston.

Ein Beispiel für das, was schief laufen kann, wenn es an Kommunikation mangelt, war der Brand eines Möbelgeschäfts am 18. Juni 2007 in Charleston. Bei diesem Unglück ließen neun Feuerwehrangehörige ihr Leben. Im Detail soll nicht auf die Geschehnisse eingegangen werden, denn dies ist an anderer Stelle ausführlich niedergeschrieben. Neben nicht eingehaltenen Bauvorschriften, führten insbesondere die Missachtung von Atemschutzgrundsätzen und die mangelhafte Kommunikation zwischen Trupps im Innenangriff und der „Einsatzleitung“ et vice versa zu einer Eskalation der Lage.

In Panik geraten, aufgrund hoher Temperatur und Nullsicht, versuchten die Feuerwehrleute im Inneren, das Gebäude zu verlassen. Zwar funkten sie 16 Notfallmeldungen nach außen, aber darunter war nur ein „Mayday“! Außerhalb hörte jedoch keiner die Notfallmeldungen, weil es weder eine Atemschutzüberwachung, noch eine formale Einsatzleitung gab. Weil es keine Atemschutzüberwachung gab, nutzten die Trupps den Restdruckwarner als Rückzugssignal. Den Getöteten unterlief in ihrer Panik noch ein weiterer Fehler. Sie verließen die rettende, definitiv nach außen führende Schlauchleitung. Der spätere Fundort der Feuerwehrangehörigen zeigte, dass sich diese daraufhin im Gebäude verirrt hatten.

Der Untersuchungsbericht über das Unglück ließ keinen Stein auf dem anderen. Die Feuerwehr Charleston wurde regelrecht „auseinandergenommen“. Dabei traten noch weitere, auch eklatante organisatorische Missstände ans Licht. Festzuhalten bleibt aber, dass der Restdruckwarner kein Rückzugssignal ist, und dass die Schlauchleitung der letzte Rettungsweg nach außen ist.

Panik vermeiden

Fehlende Orientierung im Inneren eines Gebäudes war eine der Ursachen für drei getötete und sieben verletzte Feuerwehrangehörige der Berufsfeuerwehr Budapest am 8. August 2006. Wie in Charleston waren es auch hier viele kleine Fehler, die in einer Tragödie endeten. Neben Nullsicht, kam eine starke Verwinkelung im zweiten Untergeschoss des Kellers der Polytechnischen Universität als Erschwernis hinzu. Nahezu gleichzeitig lösten die Restdruckwarner aus und führten unter den Atemschutzgeräteträgern zu Panik. Dabei versuchte mindestens ein Trupp, der später tot aufgefunden wurde, im aufrechtem Gang den verrauchten Keller zu verlassen, und verlor dabei vollends die Orientierung. Zusätzlich hatten sich die Rückzugsleinen in dem Gerümpel bzw. im Schlauch verheddert. Letzterer ohnehin um 2 Schlauchlängen zu lang.

Oszkar Cziva von der BF Budapest

Oszkár Cziva von der BF Budapest referierte über das Unglück in der Universität Budapest.

Budapest ist ein wenig anders gelagert als Charleston, zeigt aber deutlich, dass Stressresistenz und Bekämpfung von Panik in die Ausbildung eines Atemschutzgeräteträgers gehören. Weniger die Kommunikation als Orientierungsverlust und Panik waren hier das Problem. In jede Atemschutzgeräteträgerausbildung gehört das Vermitteln von Methoden zum Abbau von Panik. Der Schlüssel dazu ist die Kenntnis über die eigene Ausrüstung und das Wissen, was zu tun ist, wenn sich ein Trupp in Notlage befindet. Ebenso muss jedem Feuerwehrmann immer wieder vermittelt werden, dass der Restdruckwarner … usw … . Den Rest kennt ihr ja.

Budapest zeigt auch, dass der Einsatzleiter klar strukturierte Einsatzentscheidungen treffen und auch umsetzen muss. Als Komplikation stellte sich heraus, dass zu viele Feuerwehrangehörige im Ereignisbereich waren, obwohl gar nicht benötigt. Hier setzt wieder das Reden an: Leute rausschicken, wenn diese nicht benötigt, Abfragen wer sich wo befindet, in Erfahrung bringen was der Druck der Flasche sagt.

Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

Danach oder darüber reden ist sozusagen das Reden davor. Auch das war Thema des Kongresses. Kommunizieren wir unsere Atemschutzunfälle offen und reflektieren wir diese öffentlich? Eher die Ausnahme. Anders die Feuerwehr Bad Harzburg, die einen erfolgreich abgewickelten Atemschutznotfall, der sich am 14. Januar 2009 ereignet hatte, referierte. Intention des Vortrages war es zu zeigen, dass viele kleine Fehler und Unachtsamkeiten in einem Notfall enden können, und dass jede Feuerwehr gut daran täte, eben diese vermeintlichen Kleinigkeiten ernst zu nehmen, zu reflektieren und darüber zu reden.

Uwe Fricke von der FF Bad Harzburg

Uwe Fricke von der FF Bad Harzburg referierte über einen Atemschutznotfall der Feuerwehr Bad Harzburg.

Auch bei diesem Einsatz kam es zu Problemen in der Kommunikation, die zwar nicht mangelhaft war, aber dennoch zu Schwierigkeiten an der Einsatzstelle führte. Vorgehende Trupps müssen immer klar mitteilen, wo sie sind und was sie tun, in diesem Fall den Rauchabschluss an einer bestimmten Tür ansetzen. Ebenso gilt für Trupps im Außenangriff, dass Maßnahmen, hier das Hineinspritzen ins Feuer, abgeklärt sein müssen. In der Folge verschiedener kleinerer Fehler – falsches Einsetzen des Rauchabschlusses bis hin zum Außengriff – kam es zu dem Atemschutznotfall. Der Trupp wurde während der Menschenrettung getrennt und es kam zumindest beim Truppmann zum Orientierungsverlust. Während zum Truppführer, der ein Funkgerät hatte, Kontakt gehalten werden konnte, bestand zum Truppmann kein Kontakt. Obwohl der Atemschutznotfall recht glimpflich ausging, untersuchte die Feuerwehr Bad Harzburg die Vorkommnisse gründlich. Dabei wurde das Thema Kommunikation ebenso problematisiert, wie das Thema Ausbildung. Jeden der Truppteile mit einem Funkgerät auszustatten, wie den Ausbildern zuerst in den Sinn kam, stellte sich als trügerisch heraus, da zwei eingeschaltete Funkgeräte auf engem Raum zu Störungen führen. Folglich kommen je nach Situation alternative Maßnahmen in Frage, die ein Trennen des Trupps verhindern. Das zu vermitteln ist Sache der Atemschutzausbildung.

Thomas Keck von der FF Bad Harzburg

Thomas Keck von der FF Bad Harzburg präsentierte das Konzept der Atemschutzausbildung in Bad Harzburg.

Vor dem Hintergrund des Atemschutznotfalls stellte Thomas Keck die Atemschutz- und Sicherheitstruppausbildung vor, die als vorbildlich einzustufen ist.  Aber dennoch ist diese problematisch, denn „mehr Ausbildung geht nicht, wir sind an der Belastungsgrenze“, sagte Keck. Die Aufgaben des Sicherheitstrupps sind normalerweise Teil der Atemschutz(grund)ausbildung. In Bad Harzburg entschloss man sich dazu diesen Teil der Ausbildung in einen eigenen Lehrgang auszugliedern bzw. das Wissen dort zu intensivieren. [Diese Thema soll aber ggf. Gegenstand eines eigenständigen Artikels sein.]

Bad Harzburg zeigt, dass Atemschutzgrundsätze gut und schön sind, aber dass die Ausbildung inzwischen einen Grad an Komplexität und Zeitintensivität erreicht hat, die von Freiwilligen kaum mehr zu leisten sind. Ausbildung bekommt damit eine zeitkritische Komponente, die andere Konzepte erfordert. Bspw. ist in dem Kontext zu prüfen, ob es Sinn macht Feuerwehrleute stärker zu spezialisieren.

Statistik als Schlüssel für das Handeln

Vertreter aus England und Frankreich präsentierten interessante Ansätze zur Untersuchung von Feuerwehrunfällen. Während Frankreich die einzige Nation ist, die es schafft eine zentrale Feuerwehrunfallstatistik zu führen, gibt es in England immerhin einen nicht-staatlichen Ansatz, den die Feuerwehrgewerkschaft durchführt.

John McGhee von der FBU

John McGhee stellte die Arbeit der FBU vor.

Nachdem es verstärkt zu Unfällen mit Toten und Verletzten kam, ergriff in England die FBU (Fire Brigade Union) die Initiative, um diesen Umstand zu ändern. Auf Seiten der Behörden gab es keine wirklichen Statistiken über Unfälle. Wahrgenommen wurden nur öffentlichkeitswirksame Ereignisse, wie zum Beispiel das Unglück von Worcester, bei dem es vier Tote gab. Aber, so John McGhee, ohne eine Statistik ist Handeln, und damit eine Besserung der Verhältnisse nicht möglich. Die FBU sieht als ihre eigentliche Aufgabe die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, dazu gehört es auch, nach den Ursachen der Unfälle zu fragen, auch wenn die Behörden das nicht gerne sehen. Der Staat hätte es lieber, wenn sich die FBU nur (!) bei der Auslotung von Sparmaßnahmen beteilige, erklärte McGhee.

Nicht der Schuldige von Unfällen, sondern der Feuerwehrangehörige und die Ursache stehen im Mittelpunkt der Frage, warum Feuerwehrleute Schaden nehmen. Besonders die Fixierung auf die Schuldfrage kritisierte McGhee, da sie nicht zur Verbesserung der (Arbeits-)Bedingungen in der Feuerwehr beitrage. Die FBU sieht aber genau das als ihr Anliegen. Erschwerend kam in England hinzu, dass es bis vor kurzem keine zentrale Stelle gab, die einen Unfall untersuchte. Verschiedene Behörden und Institutionen waren an der Aufarbeitung beteiligt, jeder aber unter der Prämisse der eigenen organisatorischen Fragestellung. Dies führte letzten Endes dazu, dass bspw. Polizei oder Gesundheitsämter ihre Erkenntnisse nicht an andere Organisationen – wie die FBU – weiterleiteten. Besonders schwer wog aber, dass aus den Untersuchungen keine Konsequenzen im Sinne von Empfehlungen folgten. Hier sieht die FBU ihre Aufgabe. Als Ergebnis ihrer Untersuchung spricht sie Empfehlungen aus, die die Arbeitsbedingungen verbessern sollen.

McGhee fasste die Ursachen für Unfälle in drei Punkten zusammen, die sich, so seine Aussage, immer wiederholen, und damit generalisierbar sind. Dazu zählen Schwachstellen und Fehler in der Einsatzleitung, fehlende oder nicht eingehaltene Sicherheits- und Dienstvorschriften sowie mangelhafte Ausbildung. Besonders augenfällig in der Statistik waren die Ausbildungsunfälle, die, so McGhee, aus zu wenig Ausbildung resultieren, so paradox das klingen mag.

Patrick Blais vom frz. Innenministerium

Patrick Blais vom frz. Innenministerium stellt das frz. Konzept zur Untersuchung von Unfällen vor.

In Frankreich existiert dagegen eine zentrale Stelle im Innenministerium, die Daten über Unfälle zusammen trägt, auswertet und nach Fortentwicklungen forscht. Interessant war dabei neben den Unfallunterschieden zwischen Berufs- und freiwilliger Feuerwehr, vor allem die Art bzw. der Ort des Unfalls. Während es bei der FF eher im Einsatz bzw. der Einsatzfahrt zu Unfällen kommt, ist es bei der Berufsfeuerwehr eher der Dienstsport. Als Folge dieser Erkenntnisse initiierte das Bureau Prévention Accidents Enquêtes „Programme“ gegen Verkehrs- und Sportunfälle. Diese Programme sind Sicherheitsvorschriften und Handlungsanweisungen, die spezielle Beamte in den Departments den Feuerwehrleuten direkt mitteilen. Anders als in Deutschland, wo derartige Anweisungen auf schriftlichem Wege nach unten in die Versenkung kommuniziert werden.

Die Statistik ist sehr breit aufgefächert. Dabei entdeckte das Bureau Prévention Accidents Enquêtes zum Beispiel, dass es mehr tödliche Unfälle auf Dienstfahrten ohne Eilfahrt gab, als bei Sonderrechtsfahrten.

Die Untersuchung selbst hat als Methode mehrere Sichtweisen auf das Ereignis. Transparenz und Wahrung der persönlichen Integrität aller Beteiligten sind dabei handlungsleitend. Ähnlich wie das Vorgehen der FBU steht nicht die persönliche Verantwortung, sondern eine wertfreie Analyse des Gesamtkontexts im Mittelpunkt, die dabei helfen soll taktische Doktrinen hinterfragen zu können. Ein Unfall wird als komplexes Geschehen begriffen, das eine ebenso komplexe Methode verlangt. Indem systematisch alle Faktoren betrachtet und bewertet werden, versucht das Bureau Prévention Accidents Enquêtes eine objektive Sichtweise auf das Ereignis zu bekommen.

Konsequenzen gezogen? Fehlanzeige!

Schon mal einen Atemschutzunfall „live“ am Funk miterlebt? Viele von uns zum Glück nicht, dennoch bot sich auf dem Kongress die Möglichkeit den Mitschnitt eines tödlichen Atemschutzunfalls aus Prince William County (Virginia/USA) mitzuhören. 2007 verbrannte der 25-jährige Berufsferuerwehrmann Kyle Robertson Wilson beim Brand eines Hauses. Unweigerlich fragte ich mich beim Mithören des aufgezeichneten Funkverkehrs, was, wenn ich an Wilsons oder seiner Kameraden Stelle gewesen wäre?

Jan Südmersen von atemschutzunfaelle.eu

Jan Südmersen räumte mit Atemschutzlegenden auf.

„Wann beginnt ein Atemschutznotfall“ fragte Jan Südermsen danach in eine Runde sich gedankenverlorener Gesichter. Beginnt er, wenn ich den Restdruckwarner höre? Beginnt er wenn ich bereits minutenlang versucht habe einen Rückweg zu finden? Beginnt er, wenn ich keine Kraft mehr habe? Nein, er beginnt in genau dem Augenblick, in dem ich die Orientierung verloren habe! Er beginnt beim Verlust des Truppmanns, dem Abbrechen der Verbindung zum Gruppenführer, bei defekten Geräten, bei extremen und plötzlich verändertem Brandverhalten oder auch wenn der Rückzugsweg versperrt ist usw. Nur wenn ich frühzeitig einen Atemschutznotfall melde, habe ich Überlebenschancen. Aber da liegt das Problem.

Südmersen zeigte anhand der Atemschutzunglücke der letzten Jahre, dass wir immer wieder die gleichen, grundlegenden Fehler machen. Diese stimmen im Groben mit den von Jon McGhee genannten Ursachen für Unglücke überein. Egal, ob Göttingen, Ibbenbüren, Tübingen, Worcester oder Charleston, entweder gab es überhaupt keine oder keine richtige Notfallmeldung/Mayday, obwohl wir genau das in der Ausbildung gelehrt bekommen und das auch jedem AGT bekannt ist. „Wir wollen keine Hilfe rufen, weil wir denken wir schaffen es alleine“ fasste Südermsen dieses Verhalten zusammen.

Absolute Grundlage für das Überleben während eines Atemschutznotfalls ist, dass der Feuerwehrmann seine Ausrüstung kennt und auch verwendet. Doch auch das ist ein kritische Faktor im Notfall: Verlasse ich die Schlauchleitung (Göttingen, Ibbenbüren, Tübingen) kenne ich meinen Rückzugsweg nicht mehr. Auch das  ist ein Aspekt, der uns aus der Grundausbildung bekannt ist, der aber dennoch nicht befolgt wird.

Doch nicht nur auf der gemeinen Ebene des AGT mangelt es. Südmersen fand dazu eine passende Umschreibung: „Der Fisch stinkt am Kopf zuerst“ und meint damit die Entscheidungen der Führungsebene, die in den vergangenen Unglücken von großem Belang waren: Problematischer Angriffsweg und keine Funkkanaltrennung (Göttingen); Verlust der Übersicht über eingesetzte Trupps sowie mangelhafte Atemschutzüberwachung (Tübingen); keine Kontrolle ob der AGT in diesem Moment für den Atemschutzeinsatz gesundheitlich geeignet ist, ob ein Atemschutzgeräteträger, wie in Ibbenbüren, alkoholisiert war. Die Sicherheit hängt nicht nur von der Ausbildung, sondern auch von den Fähigkeiten der Führungskräfte ab!

Und Unfälle passieren, um in Südmersens Terminologie zu bleiben, „bei scheiß Feuern und in scheiß Gebäuden“: Hochhauskeller (Köln), Keller der Universität (Göttingen), Fabrikhalle (Ibbenbüren), Wohn/Lagerhaus (Tübingen), … Zusammengefasst bedeuten besondere Gebäude und/oder Umstände auch besondere Vorsicht, sowohl auf Führungsebene, wie auch der eingesetzten Trupps. Insbesondere verlangen diese Gegebenheiten besondere Reserven.

Ein Atemschutznotfall ist ja eigentlich kein Problem, denkt sich so mancher, gibt es doch den Sicherheitstrupp, der holt mich schon raus. Falsch. Auch diese Legende konnte Südmersen anschaulich widerlegen: Köln 4 Trupps, Göttingen 6 Trupps, Ibbenbüren 4 Trupps, Tübingen 6 Trupps … . Demnach stellt ein einziger Sicherheitstrupp das absolute Minimum dar. Ein einziger SiTr reicht für eine erfolgreiche Rettung jedoch nicht aus. Die Rettung ist sogar unwahrscheinlich. Besser sei es, ein Schnelleinsatz-Team bereitzuhalten, das aus mehreren Atemschutztrupps besteht.

Klotzen statt kleckern, lässt sich das vorgestellte On-Deck-Konzept beschreiben. Es gibt keine wartenden Sicherungs-Einheiten, sondern starke Reservekräfte auf allen taktischen Ebenen, bis hin zu einem eigenen Abschnitt „taktische Reserve“, die Zugstärke umfasst!

Je nach Objekt und Lage macht es zusätzlich Sinn leichte und schwere Sicherungstrupps vor zuhalten. Letzterer ist mehr auf Rettung/Bergung ausgelegt, während der leichte Truppe eher sucht und anschließend bei der Rettung hilft. Aber auch das findet Grenzen in der Größe des Objekts, sodass diese Einheiten nicht nur pro Abschnitt vorzuhalten sind, sondern sogar als komplette taktische Reserve in Zugstärke, wie im OnDeck-Konzept vorgeschlagen.

Aber warum missachten Führungskräfte und Feuerwehrleute diese Grundlagen, die kein Expertenwissen sind, wie oft behauptet? Südmersen erklärt das mit einem kulturellen Problem, das sich auch in Aktionen wie „Unser Feuer“ oder „Wir brauchen keine Verstärkung“ zeige.

Auch wenn ein Feuerwehrman bei einem Feuer Leben und Gesundheit anderer schützt, dürfen wir nicht vergessen, dass es auch gilt das Leben und die Gesundheit eines Feuerwehrangehörigen zu schützen – letzteres wird oft vergessen – auch von den vorgehenden Trupps selbst!

Nichts sehen, nichts hören, nicht reden … nichts wissen, das kann niemand sagen, denn es gibt genügend Unfallberichte – auch aus Deutschland. Zwar, so Jan Südmersen, erreicht keiner der neueren Untersuchungsberichte die Qualität des Kölner Untersuchungsberichts, den Umfang und die Qualität amerikanischer Berichte erreichte man hierzulande jedoch noch nie. Südmersen untermauerte diese Aussage allein durch die Darlegung von Zahlen. Während die Untersuchungsberichte zu Ibbenbüren 31 Seiten, Göttingen 86 Seiten und Tübingen 49 Seiten hatten, besaßen Charleston 272 Seiten (insgesamt drei Untersuchungsberichte) und Prince William County 283 Seiten (insgesamt drei Untersuchungsberichte). Allein nur diese Zahlen sollten nachdenklich stimmen.

Zusammengefasst schlagen sich die Unfallberichte nicht in der Ausbildung nieder, weil Ausbilder und Führungskräfte sie wenig oder gar nicht kommunizieren. Damit kommt es auch nicht zur Handlung, weil, so Südmersen, unsere kulturellen Probleme die Sicht auf die Dinge versperren. „Hier sitzen nicht die Adressaten, die dies hören sollten“ rief Jan Südmersen in die Halle, und brachte damit das relative Desinteresse bestimmter Ausbilder und Führungskräfte auf den Punkt.

Was mache ich, wenn ich in einer Notfallsituation bin? Das, was wir als Feuerwehr Hilfe suchenden auch empfehlen: Ruhe bewahren, Orientieren, Notruf absetzen, und, soweit möglich, sich in Sicherheit bringen und sein Problem versuchen zu lösen. Ist das schwierig zu vermitteln?

Jürgen Ernst

Jürgen Ernst fasste die Themen des Kongresses am Ende zusammen.

Dem Einwand, Atemschutzausbildung, insbesondere eine „spezielle“ für den Sicherheitstrupp, sei zu kompliziert, zu aufwendig, konnte Südmersen widerlegen. Das Handwerkszeug für eine erfolgreiche Selbstrettung bzw. Rettung durch den Sicherheitstrupp ist Teil der Atemschutzgrundausbildung. Südmersen schlug vor, in Übungen – mit und ohne Atemschutz – gezielt Stressübungen zu machen, bspw. Verheddern oder Wechseln des Atemschutzgerätes unter Nullsicht. Immer wieder gilt es absolute Grundsätze zu wiederholen und die eigene Ausrüstung zu verstehen und auch einzusetzen. Lieber einmal zu viel üben, als gar nicht. Bevor technische Spielereien angeschafft werden, müssen die Basics beherrscht werden, denn ohne diese nützen einem Spielsachen auch nichts. (Geschrieben von: Stefan Cimander, fwnetz.de)

Links:

Dossier zum Thema Atemschutz:

Realistische Ausbildung in Schweden

Über das beispielgebende und vorbildliche Konzept und System der realitätsnahen Feuerwehr-Ausbildung in Schweden wurde auch in Deutschland in der Vergangenheit bereits berichtet, z.B. auf Atemschutzunfaelle.eu.

Jährliche Atemschutz-Unterweisung: Lästige Pflicht oder Chance?

Gerade jetzt in den Wintermonaten wird vielerorts die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen und die nach FwDV 7 vorgeschriebene jährliche „Unterweisung über den Atemschutz“ durchgeführt.

Realbrandausbildung – Warum ist das denn „auf einmal“ nötig?

Oftmals stoßen engagierte Führungskräfte und Atemschutzausbilder auf gewisse Ablehnung seitens ihrer Vorgesetzten bzw. der „Geldgeber“ (Kommunen), wenn es darum geht, Realbrandausbildung für Atemschutzgeräteträger zu initiieren (und dementsprechend auch zu finanzieren). Dieser Artikel soll einige Punkte erläutern und somit als „Argumentationshilfe“ dienen, falls derartige Probleme auftreten, und natürlich auch Interessierten allgemeine Information zum Thema bieten.

Der größte Feind im Innenangriff ist das eigene Unwissen

Was rein statistisch eine positive Entwicklung ist, gerät für Feuerwehrleute immer mehr zum Problem: Immer weniger Brandbekämpfung im Innenangriff bedeutet immer weniger Praxis für die Einsatzkräfte. Gerade die Jüngeren in der Feuerwehr haben heute kaum noch Erfahrung mit echtem Feuer und Hitze im Innenangriff.

Gesundheitsaspekte im Brandeinsatz und bei Realbrandausbildung (3) Verbrennungsprodukte

Die Verbrennung von Brennstoffen setzt Wärme Licht Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf sowie diverse giftige Gase und Dämpfe frei. Die exakte Zusammensetzung der Gase und Dämpfe hängt von den verwendeten Brennstoffen der Verbrennungstemperatur und dem Ventilationsprofil ab.

Gesundheitsaspekte im Brandeinsatz und bei Realbrandausbildung (2) Hitzeschäden, Wasserhaushalt

Sowohl bei Ausbildung in der Gebäudebrandbekämpfung als auch bei realen Einsätzen herrscht große Wärme sowohl in der Umgebung als auch im System der Schutzkleidung und im Körper selbst z.T. wird die Situation durch klimatische Gegebenheiten verschärft.

Gesundheitsaspekte im Brandeinsatz und bei Realbrandausbildung (01): Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bei Brandeinsätzen und der Realbrandausbildung (auch „Training für das Verhalten im Innenangriff“ TVIA) treten Gefahren auf welche die Gesundheit der Einsatzkräfte gefährden können.

Muss es immer piepen und blinken? Was an einer Atemschutzüberwachung wirklich wichtig ist

Das Thema Atemschutzüberwachung (ASÜ) wird vielerorts immer noch recht „heiß“ diskutiert. Abgesehen von den technischen Lösungsmöglichkeiten sollen daher einige Hintergründe und Grundlagen erläutert werden.

Back to the roots – Grundlagen für das Verhalten im Innenangriff

In Anbetracht der immer weiteren Spezialisierung Technisierung und Fortschreitung des Standes der Technik wird es zunehmend nötig sich auch auf Grundlagen zu besinnen welche beim Vorgehen im Innenangriff IMMER berücksichtigt werden müssen. Denn ohne Grundlagen sind weitergehende Ambitionen und Verfahrensweisen zum Scheitern verurteilt.

Die Lehren anderer sind dazu, um aus ihnen zu lernen

Wissen Sie wer Brandmeister Stampe war? Wenn ja wissen Sie wie er verstarb? Der Atemschutzunfall in Köln 1996 in dessen Folge BM Stampe verstarb sollte heute über 11 Jahre danach mit allen Ursachen und Verbesserungsvorschlägen jedem Atemschutzgeräteträgern und jeder Führungskraft bekannt sein.

Körperliche Leistungsfähigkeit von AGT – Pflicht oder Kür?

Die in der Überschrift gestellte Frage sollte eigentlich rhetorischer Art sein denn im Grunde ist jedem klar dass AGT eine gewisse körperliche Leistungsfähigkeit besitzen müssen. Warum soll in diesem Artikel nochmals erklärt werden.

Einsätze von Sicherheitstrupps – Der Versuch einer Analyse

Der Sicherheitstrupp stellt für Atemschutzgeräteträger im Einsatz die letzte „Verteidigungslinie“ in einem Notfall dar. Insofern muss er besonders ausgerüstet und trainiert werden um eine Chance zu haben eine solche Extremsituation mit Erfolg zu meistern.

Kommentare

16 Kommentare zu “„Man muss über Unfälle reden, um daraus lernen zu können“” (davon )

  1. Tobias am 4. Juni 2009 22:21
    Tobias

    sehr sehr gute Zusammenfassung

  2. Max Martin am 5. Juni 2009 02:20

    wow, toller Artikel, der auch nachdenklich stimmt!
    danke, hat mir sehr gut gefallen!

  3. KaiKoenig am 5. Juni 2009 06:54
    Kai König

    Vielen Dank für den Artikel. So hat man eine ziemlich gute Übersicht über die Aktivitäten des Tages ohne dass man dabei gewesen ist!

  4. rettungstrupp am 5. Juni 2009 23:02

    links for 2009-06-05…

    „Man muss über Unfälle reden, um daraus lernen zu können“ : FWnetz – Feuerwehr im Netz
    Lesebefehl, für alles was zwei Streifen hat und gelbe Flaschen auf dem Rücken trägt.
    (tags: feuerwehr eins…

  5. simon02 am 6. Juni 2009 07:05

    Hallo,
    kann man diesen Mitschnitt vom tödlichen Atemschutzunfall aus den USA im Internet hören ?

    Gruß
    Simon

  6. diggler am 6. Juni 2009 07:23
    diggler

    @simon02: Google wird hier dein Freund sein ;-) Gibt Charlston nine eine und du wirst eine Menge info finden. Hier eine Auflistung der Geschenisse und hier eine Menge Videos.
    Hoffe, dass es das ist was du wolltest!?

  7. Cimolino am 6. Juni 2009 08:17
    Cimolino

    Hallo,

    das erschreckende ist, dass wir das ja so oder so ähnlich seit > 10 Jahren erzählen/schreiben – und es hat sich bei biel zu vielen ganz offensichtlich noch viel zu wenig bewegt – oder läuft in die völlig falsche Richtung => (“Atemschutzkanal”, “Zentrale Überwachung”, “Automatische Überwachung – an zentraler Stelle”, Führungsorganisation”, “SiTr – und dessen echte Verfügbarkeit/Ausbildung/Unterstützung”!)

    @Stefan:
    Schlage dringend vor, den Artikel auch in der Fachpresse zu bringen, z.B. Feuerwehrmagazin, 112, Feuerwehr-UB o.ä..

  8. Stefan Cimander am 6. Juni 2009 13:54
    Stefan Cimander

    @Cimolino m.W. waren Vertreter der einschlägigen Magazine vor Ort, tw. sind die Artikel auch schon angekündigt worden, z.B. für das 112-Magazin. Problematisch wird bei meinen Texten immer das Kürzen. Wenn von mir verlangt wird derartig komplexe Texte auf 2 DIN-A$-Seiten zu kürzen, muss ich sagen: Nein. Weil dann geht immer ein Teil der Message und viele Infos verloren. Wenn Feuerwehr-Deutschland ggber. dem Internet – und dem FWNetz nicht so verschlossen wäre – müsstest Du diese Forderung nach der Veröffentlichung in der Fachpresse gar nicht stellen. Ich werde mal sehen, was sich in der Hinsicht einrichten lässt.

  9. Ackermann Jürgen am 6. Juni 2009 15:42
    Ackermann Jürgen

    @Stefan Cimande:   Bei der Brandschutz müsstes du denke ich nix kürzen.

  10. Stefan Cimander am 6. Juni 2009 15:59
    Stefan Cimander

    @Ackermann Jürgen der Text hat im Original in meinem OOorg kanppe 7 DIN A4 Seiten mit Standardformatierung – ohne Fotos. Wollte ihn für das fwnetz schon kürzen, habe es dann aber gelassen. Ein wenig lässt sich sicherlich kürzer fassen, aber in dieser Ausführlichkeit nimmt mir keine Zeitschrift den Text ab ;-)

  11. Ackermann Jürgen am 6. Juni 2009 17:29
    Ackermann Jürgen

    Asso hab ich mir nicht gedacht das er so lang ist! Ok dann ist es klar!

  12. Patrick D. am 1. Oktober 2009 11:50
    Patrick D.

    War eine sehr gute Veranstaltung, besonders der Vortrag von Herrn Südmersen, war ENDLICH mal die Wahrheit OHNE Rücksicht zu nehmen knallte er die “wahren” Tatsachen auf den Tisch, was auch mal nötig war, nur leider …
    Mir fehlt hier die Aussage von Südmersen:
    “Ich freue mich, dass hier wieder so viele erschienen sind, nur leider die Falschen!
    Alle die hier sitzen, wissen was zu tun ist!
     

  13. Cimolino am 1. Oktober 2009 21:35
    Cimolino

    @Patrick…
    Wieso “endlich mal die Wahrheit”?

    Das gleiche erzählen und schreiben wir auf zig Veranstaltungen und in zig Veröffentlichungen bzw. im Usenet seit jetzt fast 20 Jahren…

  14. Jens Fischer am 2. Oktober 2009 17:05

    Dann eben “endlich leicht und schnell für jeden zugänglich” :)
     
    Mit USenet musst Du bei mir garnicht erst anfangen, da bin ich zu jung Dafür. Und Eure Bücher sind zwar lesenswert aber ich denke Du weisst selbst wie Faul die Menschen sind. Wir lesen sowas, aber das gros des Restes? Dass Ihr euch da schon längst den Mund fusselig geredet und die Finger schwielig geschrieben habt wissen wir ja :)

  15. Cimolino am 3. Oktober 2009 12:01
    Cimolino

    Hallo Jens,

    deshalb schreiben wir in den Foren, deshalb erreichen wir z.B. auch übers FWM auch die, die kein Buch lesen wollen, deshalb bieten wir viele Infos auch als Download oder Verlinkung an.

    Aber das ersetzt weder die Fachliteratur, noch erst recht nicht die richtige Ausbildung und Praxis – und schon gar nicht den Willen zum Überdenken bzw. Lernen!

  16. Wiesbaden112 …Blaulicht-News aus Deiner Stadt! » Blog Archive » „Brandbekämpfung ja – aber nicht um jeden Preis!“ Atemschutzunfälle.eu LIVE 2009 in Eppstein am 12. Oktober 2009 18:23

    [...] Umfangreicher Bericht über den Kongress auf FWNetz.de [...]

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