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(iw) Man muss nicht immer alles durchanalysieren, wie Führungskräfte sich verhalten. Doch oft sagt oder tut man etwas, und merkt nicht, dass das recht weit tragende Konsequenzen haben kann. So kann ein gut gemeinter Scherz oder eine unbedachte Äußerung schnell zu Frust oder Antipathie in der Mannschaft (oder dem Betroffenen) führen.

Das Beispiel des Tages: Du bist Ausbilder, und ein erfahrenes Mitglied der Mannschaft fragt Dich von sich aus, an welchem Abgang denn das erste Rohr anzukuppen wäre. Ein einfaches (und recht unwahrscheinliches) Szenario, aber andere Beispiele gibt es viele. Nehmen wir einfach etwas, das zum Grundwissen in dieser Wehr gehört.

Nun kann die Führungskraft auf zweierlei Art und Weise reagieren:

Reaktion 1: „Abtun“. Das ist eine Antwort wie „weisst Du es nicht?“ oder „Das solltest Du eigentlich wissen“ bis hin zu „Ist Dir das nicht peinlich?“.

Reaktion 2: Erklären. „Was? Na dann zeige ich Dir das mal“ oder „Abgang 1 ist der linke Abgang“

Schon anhand dieser Anworten kann man sich in den Fragenden einfühlen. Was hat denn die Führungskraft bei Reaktion 1 bewirkt? Der englische Ausdruck ist „put down“, also so etwas wie niedergebügelt. In Zukunft wird diese Führungskraft nicht gefragt werden, und die Fehler oder das Unwissen bleiben unentdeckt, was sich später im Einsatz rächen kann.

Gerade bei „einfachen“ Dingen, die man wissen müsste, neigt man zu Reaktion 1. Doch hier sollte man wirklich kurz Pause machen un darüber nachdenken.

Reaktion 2 hingegen zeugt nicht nur von Interesse, sondern auch Akzeptanz der Wissenslücke, auch wenn oder gerade bei einem erfahrenen Mannschaftsmitglied. Ein lustiges „das solltest Du aber wissen“ hinterher ist dann schon gar nicht mehr so schlimm.

Wie bereits geschrieben: Führung beruht auf Respekt, und der ist a) schwer sich zu erarbeiten und b) kann er ganz schnell wieder futsch sein. Deshalb: gut überlegen, wie man mit den Leuten umgeht, auch bei einer vermeintlichen pipi-Frage. Umgekehrt: mit ganz wenig Einsatz kann man ganz viel erreichen.

Übrigens lässt sich das Ganze auch prima aufs Internet übertragen: wenn auch ein Thema öfters durchgekaut wurde, und man es eigentlich wissen sollte: immer schön freundlich von vorne anfangen.

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