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Hannover (NS) (hl). Seit dem 1. Mai ist der Flug von Himmelslaternen in Niedersachsen verboten. Dies teilte das Innenministerium in einer Pressemitteilung mit. Hier der komplette Inhalt:

Ab dem 1. Mai ist es in Niedersachsen aufgrund einer von Innenminister Uwe Schünemann unterzeichneten Verordnung verboten, so genannte Himmelslaternen aufsteigen zu lassen. Wie ein Ministeriumssprecher am Donnerstag in Hannover mitteilte, sind von dem Verbot unbemannte Heißluftballone aus Reispapier betroffen, bei denen die Luft mit einer offenen Flamme aus festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen erwärmt wird. Ein Verstoß gegen die Verordnung kann nach dem Niedersächsischen Brandschutzgesetz mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Der Verkauf der Heißluftballone fällt nicht unter das Verbot.

Der Sprecher hob hervor, dass der Betreiber eines solchen Ballons nach dem Start weder Einfluss auf Richtung noch Höhe des Ballons habe. Die Himmelslaternen erreichten Flugreichweiten von mehr als 5.000 Metern und Flughöhen von bis zu 400 Metern. „Aufgrund des brennbaren Materials und der offenen Flamme besteht die große Gefahr, am Landepunkt ein Feuer auszulösen.“

Der Ministeriumssprecher erinnerte daran, dass Himmelslaternen in den letzten Monaten in Niedersachsen mehrere Brände ausgelöst hätten, bei denen es teilweise nur durch glückliche Umstände nicht zu Personenschäden gekommen sei. Beispielhaft nannte der Sprecher einen Garagenbrand im Herbst 2008 im Stadtgebiet von Braunschweig sowie einen Dachstuhlbrand am Neujahrstag 2009 in Bad Harzburg.

Laut Ministeriumsangaben wird ein Verbot unbemannter Heißluftballone seit Monaten bundesweit diskutiert und insbesondere von Feuerwehrverbänden gefordert. Auch ein Ausschuss der Innenministerkonferenz befasse sich mit dem Thema. Der Ministeriumssprecher betonte, dass ein milderes Mittel als ein Verbot nicht in Betracht komme, weil es in Niedersachsen kaum geeignete Flächen mit ausreichend Abstand zu bebauten Flächen und Verkehrsinfrastruktur gebe, die als erlaubte Flächen benannt werden könnten.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Integration; Presseinformation vom 30. April 2009

Kommentare

6 Kommentare zu “Himmelslaternen in Niedersachsen verboten” (davon )

  1. Sven Lipinski am 5. Juni 2009 19:04

    Diese Verbote ziehen sich anscheinend zurzeit durch ganz Deutschland – sicherlich berechtigt, angesichts hoher Waldbrandwarnstufen im Sommer.

    Meine Gemeinde hat kürzlich auch ein Verbot ausgesprochen:
    Verbot Himmelslaternen
    Hinweis der FF Prenzlau

  2. karlmuetze am 6. Juni 2009 12:10

    Ich habe erst vor Kurzem auf himmelslaterne.info gelesen, dass es nun auch im Land Sachsen Anhalt ein Verbot gibt. Interessant, eben, dass sich manche Länder weigern ein Verbot auszusprechen, obwohl die Brandgefahr (außer in Küstennähe) wohl überall gleich hoch ist. Letztendlich sind es aber wohl die Verbraucher, die bestimmen ob die Dinger gekauft und verwendet werden oder nicht. Da helfen auch keine 5000€ Strafe.
    Gruß
    Karl

  3. ralph waller » Armin Veh neuer Alleinherrscher in Wolfsburg am 6. Juni 2009 19:57

    […] Himmelslaternen in Niedersachsen verboten : FWnetz – Feuerwehr im Netz […]

  4. Sven Lipinski am 8. Juni 2009 17:01

    In Eutin hat eine Himmelslaterne in der Nacht zum Sonntag einen Brand verursacht. Neben einem Komposthaufen wurden Büsche und ein Baum in Mitleidenschaft gezogen.

  5. Sven Lipinski am 26. Juni 2009 11:09

    Gebäudebrand mit einem toten Kind vermutlich durch Himmelslaterne ausgelöst:

    http://www.siegener-zeitung.de/nachrichten/aktuell/region/siegen/1/article/95/fliegende-laterne-loeste-tragoed.html

  6. frischi am 29. Juni 2009 11:03

    Typisch für unsere gegenwärtig maßgeblichen Politiker:
    Breitseite statt Feinarbeit bzw.Dauerverbot statt Differenzierung – z.B. bezogen auf Jahreszeiten und Regionen. Zudem macht es keinen Sinn, den Verkauf nicht zu verbieten! Denn: wer kauft, will auch nutzen!

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