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(iw) Zwischenstand der Recherche zu den THL-Handschuhen: Grundlage ist die Norm DIN EN388, nach der die Handschuhe geprüft werden müssen. Die Prüfung besteht aus vier Tests: Abriebfestigkeit (a), Schnittfestigkeit (b), Reißfestigkeit (c) sowie Stichfestigkeit (d). Je nach Testergebnis wird in jeder Kategorie eine Zahl vergeben, von 1 (minimum) bis 5 (maximum), das sind die sog. Leistungsstufen.

Schaut man sich beispielsweise den Penkert-Handschuh an, steht dort: Leistungsstufen gemäß EN 388:2003 = 2322, die vier Zahlen stehen somit für die jeweilige Leistungsstufe. Somit hat man schon eine ganz gute Vergleichsgrundlage, natürlich unabhängig von Nässesperren, Schnitt etc.

Das Bestehen der EN388 bzw. die Zulassung ist schon mit auf recht niedrigem Niveau möglich, die Frage ist also, wie sollten die für uns akzeptablen Leistungsstufen-Kennzahlen aussehen?

Freundlicher Hinweis von Adrian: die FUK Niedersachsen fordert mindestens 3233 (pdf), womit beispielsweise die oben beschriebenen Penkert rausfallen.

Danke auch für das viele bisherige Feedback!

Kommentare

9 Kommentare zu “Update: DIN EN388:2003” (davon )

  1. Adrian Ridder am 6. Juni 2009 13:00

    Irakli, du musst schon auch die Kommentare auf die Artikel lesen, wenn du solche Fragen wie MIndestklassen beantwortet haben möchtest ;-)

    FlorianG hat nämlihc schon den Link zur FUK gepostet, auf den ich auch nochmal verweisen habe, dort sind nämlich Mindestklassen gefordert:
    http://www.fuk.de/pdf-dl.php?id=308&type=1
    Kurz: 3 2 3 3

  2. Irakli West am 6. Juni 2009 13:10

    Danke, hab’s korrigiert!

  3. Tobias am 6. Juni 2009 13:13

    wäre noch interessant wie die FUK auf genau diese Werte kommt. gewürfelt :-) oder an Anforderungen aus der Industrie orientiert?

  4. Max Martin am 6. Juni 2009 13:33

    Hallo
    Auch die Unfallkasse Saarland hat entsprechende Anforderungen an Feuerwehr-Schutzhandschuhe herausgegeben.
    Leider ist keine Rede von Handschuhen nach EN 388 für technische Einsätze, vielmehr wird ein Handschuh nach DIN EN 659 für Brandbekämpfung und Technische Hilfe empfohlen.
    Link

  5. Christian am 6. Juni 2009 15:22

    @Tobias: Die Forderung der FUK nach 3233 ist nichts anderes als die Mindestforderung aus EN 659:2003.
    Jeder Feuerwehrhandschuh nach EN 659:2003 erfüllt automatisch auch die Anforderungen der EN 388 und zwar mindestens mit den Leistungsstufen 3233.
    @Irakli: Die Leistungsstufen der EN 388 sind 1 (geringste) bis 4 (höchste Anforderungen). Lediglich bei der Schnittfestigkeit gibt es fünf Leistungsstufen.

  6. EricT am 6. Juni 2009 20:05

    Die Frage bleibt natürlich wieso man sich da an den Werten orientiert?
    IMHO handelt es sich bei der Durchstichkraft um einen Unterschied von 40N (Klasse 2 = 60N; Klasse 3 = 100N)
    Die Zahlen sind für mich nur „Zahlen“. Kann mir das mal jemand Übersetzen? Wie sind die Werte auf die Praxis zu beziehen?
    Ich verwende den FerdyF Defender in der FW und auch zu Hause am Bau. Bis jetzt hab ich es noch nie geschaft den Handschuh zu durchstoßen (Nagel, spitze Hölzer, Spliter von
    OSB-Platten, Metalkannte, etc.), weshalb ich mich Frage wieso ich da den Wert 3 benötigen soll.

    IMHO dürfte auch die Tastempfindlichkeit erheblich darunter leiden, weshalb IMHO „2“ evtl. der praktikablere Wert wäre.

  7. Cimolino am 7. Juni 2009 18:44

    Hallo,

    auch hier gilt wieder, Diskussion ist nicht neu – und hier im Grundsatz beschrieben: http://www.einsatzpraxis.org/de/home/buecher/technische_hilfeleistung_pkw.html

    Auszug:

    Schutzhandschuhe
    Für die technische Rettung müssen Schutzhandschuhe hauptsächlich zwei Funktionen besitzen: Erhaltung eines guten Tastgefühles bei Sicherstellung eines Schnittschutzes. Da Feuerwehr-Schutzhandschuhe aber mehrere Schutzziele haben – Brandbekämpfung, mechanischen Schutz, Nässeschutz – ist es schwierig, ein Universalprodukt herzustellen. Als Konsequenz muss man bei der Beschaffung von Schutzhandschuhen Prioritäten setzen oder für Brandbekämpfung und Hilfeleistung zwei Paar verschiedene Handschuhe beschaffen.
    Wichtig für die Auswahl von Handschuhen zur THL (nach DIN EN 388):
    • Griffigkeit usw.:

    Tastfähigkeit sollte möglichst erhalten bleiben

    Gute Griffigkeit an verschiedenen (Werkzeug-)Oberflächen auch bei Nässe
    • Schutzeigenschaften:

    Schnittschutz, gewisser Stichschutz

    Wärmeschutz (z. B. heiße Motorteile) bzw. gewisser Flammenschutz (darf nicht selbsttätig weiterbrennen oder gar brennend abtropfen!) Achtung: Das ist dann i. d. R. trotzdem kein Handschuh für den Innenangriff!

    Kälteschutz

    Waschbar und desinfizierbar

    Passender Bündchenanschluss für Arbeitsjacke bzw. Feuerwehreinsatzanzug

    Abb. 6.1.1.4/2: Übersicht verschiedener THL-Handschuhe (Foto: Cimolino)
    • Komforteigenschaften:

    Leicht an- und ausziehbar, kein Lösen des Innenfutters/-handschuhs o. Ä.

    Bequem

    Mit Schlaufe o. Ä. um den Handschuh an der Jacke o. Ä. befestigen zu können

    Gutes Trocknungsverhalten ohne Formverlust

    Verschiedene Größen
    Dazu: Möglichst preiswert!
    Auf jeden Fall sollte jeder Feuerwehrangehörige über ein paar Infektionsschutzhandschuhe verfügen. Diese werden entweder in einer kleinen Schutztasche (wiederverschließbarer Plastikbeutel, Film-, Ü-Ei-Dose) in der Schutzkleidung getragen oder in der handelsüblichen (Groß-)Packung auf dem Fahrzeug mitgeführt. Diese Handschuhe müssen im Mannschaftsraum zugänglich sein, um sie zeitsparend schon auf der Anfahrt anlegen zu können.
    Kräfte bei denen abzusehen ist, dass sie unmittelbar am Unfallfahrzeug arbeiten bzw. für Arbeiten am Unfallfahrzeug in Bereitschaft stehen (Innerer Retter, Angriffs- bzw. Rettungstrupp), sollten die Infektionsschutzhandschuhe bereits auf der Anfahrt anziehen und unter den normalen Schutzhandschuhen tragen. Verkehrsunfälle gehören zu den wenigen Einsatzarten bei denen Feuerwehr und Rettungsdienst auf engem Raum gemeinsam und aufgabenübergreifend arbeiten. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr können deshalb genau wie die Kräfte des Rettungsdienstes Blut und anderen Körperflüssigkeiten ausgesetzt sein.
    Als weitere Maßnahmen des Infektionsschutzes kommen außerdem das Abdecken von scharfen Kanten sowie die richtige Behandlung von kontaminierter Einsatzkleidung in Frage.

  8. Ulrich Wolf am 9. Juni 2009 22:46

    Gerade eine Werbung eines Ausrüsters bekommen.
    U.A. waren auch TH-VU Handschuhe dabei. Allerdings mit den Leistungsstufen EN388:2322.
    Und das für 46,-€ Allerdings stand nicht „Feuerwehr“ dabei. Welche Bedingungen/Vorschriften gelten denn für RD-Personal?

  9. Stefan am 18. Juni 2009 00:29

    Könnte man eigentlich auch so Handschuhe verwenden?

    http://www.arbeitsschutz-express.de/index.php/cat/c72_Schnittschutz-Handschuhe.html

    Die erfüllen alle Anforderungen und sind preislich unschlagbar. Lediglich der Schutz vor Nässe ist nicht gegeben.

    Stefan

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