Team | AGB | Impressum | Datenschutzbestimmungen | Kontakt | Bilder | Facebook | Twitter | Werben im FWnetz

UnterbauJa mei, wie immer bei solchen Veranstaltungen könnte man eigentlich jedes Thema herausnehmen und einen ganz eigenen Workshop draus machen – aber dann bitte nicht bei 30 Grad wie heute. Ich schätze, hier hat jeder mehr als 4 Liter Wasser heruntergespült, und aufs Klo ist trotzdem fast keiner. Das Zeug verdampft einfach!

Zurück zum Unterricht: wieviel wissen wir beispielsweise über Unterbau? Wieviel wird uns beigebracht? Was trägt ein sauber aufgesetzter 2×2 Unterbau (Kreuzverbau) aus 10×10 Kantholz? Was ist der Faktor, wenn ich 3×3 mache? Um welchen Faktor der Auflagefläche darf die Höhe des Verbaus sein? Das sind nur einige der Fragen, die heute beantwortet wurden, und die mir bislang gar nicht gestellt hatte.

Unterbau

Doch wie gesagt, es gab ja heute noch viel mehr zu sehen und tun, und der Verbau ist eigentlich „nur“ die Basis des Ganzen, aber eine ganz wichtige.

Zunächst waren wir ca. 2 Stunden im Unterrichtsraum um uns die Grundlagen anzuhören, danach im Laufe des Tages vier Lagen bewältigt. Fokus des Seminars ist übrigens auf „Heben“, insbesondere mit Hebekissen.

Zuerst ging es darum, einen Kesselwagen zu heben, um an den PKW darunter zu kommen.

Kesselwagen

Danach einen auf der Seite liegenden Sattelauflieger mit Niederdruckkissen angehoben.

ANheben mit Niederdruckkissen

Schliesslich recht fies, dieser LKW hatte einen PKW vor sich her und in den Graben geschoben, sich anschliessend darauf gesetzt.

02_03

Kleine Frage in die Runde: Wieviel Zug brauche ich um den LKW hinten zu sichern? Wieviele Tonnen muss ich vorne anheben? Könnt ihr das abschätzen?

Zuletzt eine herrelose, 12-Tonnen-Betonmischertrommel komplett angehoben.

04

Wie man sieht, unterschiediche Lagen, aber immer das gleiche Prinzip: erkunden, abschätzen des Gewichts, der Kräfte und was man wie hebeln möchte. Die Durchführung ist dann das kleinere Problem.

Diese vier Lagen habe ich auch kommentiert auf Video aufgenommen. Morgen gibt’s wieder vier Lagen, auf die ich mich nur freuen kann – das hier geht schon an die Grenzen der Kreativität, denn anders als PKW haben wir es hier mit ganz anderen Größen, Gewichten und einer anderen Dynamik zu tun, wenn Dinge erstmal in Schwung kommen.

Von den Teilnehmern her ist dei Qualität sehr hoch: schön, wie sich Teams schnell einspielen können.

Ein kleines Schmankerl gab’s dann zum Ende, als die Teilnehmer schon weg waren: die letzte Gruppe hatte den Kesselwagen irgendwie entgleist, und mit Hilfe von Hebekissen und einer Winde wurde er wieder eingegleist. Sehr spannend.

Achso: morgen soll das Wetter so sein wie heute. Hab ich erwähnt, dass es heiss ist?

Von Heute gibt es einige fotos mehr hier zu sehen.

paratech

Paratech ist Sponsor von “Big Rig Rescue” oder LKW auf PKW

Bisher:

Teil 1

Kommentare

8 Kommentare zu “Big Lift U (2): Hoch damit!” (davon )

  1. Max Martin am 14. Juni 2009 03:51

    hallo
    interessanter Bericht von einem sehr spannenden Seminar! Leider fehlen auch hier bei uns in de in den meisten Fällen die Übungsmöglichkeiten. Meist werden nur Alibigewichte hochgehoben, wann hat man schon mal die Möglichkeit einen LKW auf die Seite zu legen…

    Zum Thema Unterbau sei dieses pdf des THW empfohlen.
    Ein Kreuzverbau aus 2×2 Hölzern mit 10x10cm Kantenlänge trägt laut THW ca. 8 Tonnen. Bei 3×3 Hölzern ca. 18t.

  2. diggler am 14. Juni 2009 06:52

    „lift an inch, crib an inch“
    Nice report :-)

  3. Cimolino am 14. Juni 2009 09:52

    Hallo,

    sehr gute Informationen (und Lehrgänge) bietet das THW zu dem Thema an.
    Die meisten Landesfeuerwehrschulen haben zwar Möglichkeiten LKW, Straßenbahnen etc. anzuheben, umzudrehen etc. Soweit ich weiß, wird hier aber nicht annähernd vergleichbar intensiv auf die Themen eingegangen.
    Das führt dann zu Endlosdiskussionen (auch in Gremien), ob überhaupt Unterbaumaterial auf einem „H“LF nötig sei, man soviel Holz auf einem RW brauchen würde oder wozu man einen Gegenzug bräuchte, ginge doch i.d.R. auch so.

    Ich warte übrigens nur noch drauf, bis der erste kommerzielle Anbieter von THL-Lehrgängen diese Marktlücke erkennt. Bei den PKW gibts ja mittlerweile hinreichend Auswahl.. ;-)

  4. Irakli West am 14. Juni 2009 11:47

    @Uli „Ich warte übrigens nur noch drauf, bis der erste kommerzielle Anbieter von THL-Lehrgängen diese Marktlücke erkennt“

    Spätestens nach diesem Wochenende bin ich dahinter :)

    Die Gesetzmässigkeiten des Hebens sind natürlich die gleichen, meiner Meinung nach müsste das ganze natürlich stark mit Feuerwehrtaktik angereichert werden: meistens eilt’s bei uns auch noch, und anheben ist nur Teil eins des ganzen.

    Beispielsweise muss man auch so anheben, dass der PKW darunter herausgezogen werden kann (am PKW werkeln ist dann tatsächlich eine andere Veranstaltung).

    Was man sicher auch noch machen könnte ist ein Unterricht „Grundlagen des Unterbauens“, damit wäre schon viel erreicht.

  5. jansued am 14. Juni 2009 11:48

    Hallo!

    Sehr interressant!

    Das Problem ist nur – in D hat da keine Feuerwehr großes Interesse – vgl. die wirklich gute USAR-Station vom THW auf der FDIC.

    Nur die Feuerwehren die in dem Bereich „Schwere techniche Rettung / Bergung“ schon mal erlebt haben, was sich nicht hinkriegen und dies sich auch eingestanden haben, dürften vorbereitet sein.

    Alle anderen:
    – Passiert ja nie
    – Dann holen wir das THW
    – Können wir (und dann wir dermaßen gepfuscht und sich zu Tode improvisiert – mit einem sicheren Einsatz hat das dann oft nix zu tun

    DAzu kommt, dass taktische Konzepte fehlen: Auf dem Pionierwagen (RW 2) sind die Geräte im einzelnen erneuert ( Stützen, Hebekissen, Schlagbohrmaschine), aber die Konzepte dahinter nicht (was brauche ich wirklich im ERstangriff bei Hoch/Tiefbau, Pverschüttet, etc. – und was kommt nach dem RW?

    @fire wird mal bei der VU 2009 ein Schnuppertraining „Heavy Rescue“ (jaja, Marketing) anbieten – ich berichte von dem Interesse..

    Grüße, Jan

  6. jansued am 14. Juni 2009 11:51

    @iw: Den gibt es. Nur mit gelben Hintergrund.

    Grüße, Jan

  7. Irakli West am 14. Juni 2009 12:17

    @jan melde mich wenn ich wieder da bin :)

  8. Cimolino am 14. Juni 2009 13:21

    Hallo Jan,

    informier mich mal näher über die geplanten Heavy-Rescue-Inhalte….

    Grüße
    Uli

Bottom