Team | AGB | Impressum | Datenschutzbestimmungen | Kontakt | Bilder | Facebook | Twitter | Werben im FWnetz

0906_thl1Am Freitag haben wir die zweite THL-Ausbildungs-DVD gedreht. Hier geht es bereits ans Eingemachte: wir zeigen, wie man an eher realistische Lagen herangeht: PKW auf Seite, PKW auf Dach. Dazu noch zwei praktische Arbeitsschritte: große Seitenöffnung und Strecken der A-Säule, letzteres gerade bei Neufahrzeugen immer öfter wirkungsvoll als die klassische Arbeit mit dem Rettungszylinder.

Im Rahmen dieses Themas habe ich mich gefragt, ob man nicht die THL-VU-Ausbildung in sinnvollen Modulen verpacken könnte. Bei der Brandbekämpfung ist man sich weitgehend einig (Grundausbildung, gasbetriebene Anlagen, WGA und RDA), aber bei THL? Nichts gesehen und gehört.

Ich könnte mir das grob so vorstellen:

Modul 1: Grundlagen der Technischen Rettung
FwDV3 TH und SER (falls vorhanden)
Gerätekunde, Geräteablage
Fahrzeugkunde (Insb. Sicherheitsvorrichtungen)
Unterbau, Stabilisierung, Heben

Modul 2: Praktische Grundausbildung
Vorgehen bei patientenschonender Rettung, Abläufe an der Einsatzstelle
(Entspricht weitgehend der THL-Ausbildungs-DVD 08)

Modul 3: Lagen
Patientenschonende Rettung bei realistischen Lagen (Seite, Dach, Seite eingedrückt)
„Tricks“, bsp: Dritte Tür, Große Öffnung, Strecken A-Säule
(Entspricht weitgehend der in der Entstehung befindlichen DVD)

Modul 4: LKW
Befreiung eines LKW-Fahrers

Weitere Module:
Gruppenführer: Erkundung, Markierung, iteratives Arbeiten (Crash / schonend), Kommunikation
Innerer Retter: Diagnose, Betreuung, Unterstützung Team
Schwere technische Rettung: LKW oder Zug auf PKW, Personen eingeklemmt

Das so mal im Groben. „Lagen“ müssten dann mindestens jährlich einmal im Rahmen einer Übung wiederholt werden.

Macht das so ungefähr Sinn? Wenn man das von den Themen her ungefähr so aufteilen könnte,  hätte man zumindest einen vernünftigen Rahmen um die Ausbildung halbwegs zu standardisieren.

Kommentare

4 Kommentare zu “Technische Rettung: Modulausbildung THL VU?” (davon )

  1. jansued am 21. Juni 2009 18:30

    Modul 1: TH-Ausbildung VU ohne Rettungssatz: Sichern, Unterbauen, Glas, Batterie, Erste Hilfe, Retten mit Spineboard -1 Tag

    -auch für Feuerwehren ohne THL Satz

    Modul 2a: Patientenorientierte (-schondende ist als Überbegriff falsch!) Rettung bei einfachen Lagen, Teamarbeit 2-3 Standardvorgehensweisen (Ziel 20 Min) – 1-2 Tage

    Modul 2b: Patientenorientierte Rettung bei Sonderlagen: Baum, Seitenaufprall, PKW auf Seite und Dach, Unterfahrunfall (Ziel 20 Min) – 1-2 Tage

    Modul 3: LKW und Kleinbus (wird oft an mangelnden Übungsmöglichkeiten scheitern) – 1<Tag

    Wir reden also über eine Woche, wenn man das halbwegs vernünftig machen möchte…

    Jan

  2. ChristianF am 22. Juni 2009 00:15

    Problem bei der ganzen Sache ist IMHO, dass es nicht viele Wehren gibt, die sowas auch vernünftig durchziehen (wollen).
    Wie viele Wehren gibt es denn überhaupt, die keinen Rettungssatz aber entsprechend Unterbaumaterial etc. mitführen?
    Ich sehe hier immer wieder erstaunte gesichter, wenn jemand, der sich ein wenig mit der Materie auskennt in unser Fahrzeug schaut…

  3. Cimolino am 22. Juni 2009 08:43

    Hallo,

    Modul 4: Busse

    Modul 5: Traktoren, Arbeitsmaschinen (bis zum Radlader o.ä.)

    Modul 6: mobile und stationäre Maschinen (die Fälle von Arm in Maschine sind gar nicht so selten)

    Modul 7: Anschläger für Lasten (damit man dem Kran-Maschinisten sinnvoll helfen kann, der überwiegend ja von privat kommt, aber nicht immer Erfahrung bzw. Unterstützung mitbringt!)

    Der Universal-FA ist da schon lang vorher am Ende…

  4. maos am 22. Juni 2009 17:22

    „Bei der Brandbekämpfung ist man sich weitgehend einig (Grundausbildung, gasbetriebene Anlagen, WGA und RDA)“

    Stimmt, da ist man sich einig. Aber leider nur auf dem Papier.
    Gasbetriebene Anlagen, WGA und RDA ist doch alles andere als Standart. Wenns so wäre, müsste es die Dinger ja in jedem zweiten LK geben.

    (Ich weiß ich weich vom Thema ab. Schluß jetzt…)

Bottom