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twitter_logoDieser Techwatch dürfte ein wenig Vorstellungsvermögen abverlangen.

Als ich vor nunmehr recht langer Zeit bei einer Internetagentur in London den „mobile“-Bereich aufbaute, ging es natürlich auch darum, Trends und Entwicklungen vorherzusehen, ob nun technisch oder rein wirtschaftlich. Ich erinnere mich gut, dass ich in meiner Standardpräsentation eine Folie hatte, die besagte, dass in Zukunft allein in Europa hunderte von Millionen von geräten mit GSM versehen sein würden, von der Waschmaschine über das Fahrrad hin zum Kühlschrank.

Nun, eine der wichtigsten Aufgaben im Innovationsmanagement ist es, sich nicht ausschliesslich auf ein mögliches Szenario zu fixieren, sondern immer eine Reihe von Möglichkeiten im Auge zu behalten, und, je nachdem wie sich die Dinge entwickeln, die kurz- mittel- und langfristige Vorhersage ständig anzupassen.

So haben heute sicher die wenigsten Kühlschränke ein GSM-Modul, aber mit Sensoren, RFID, WLAN und…twitter (als Prinzip), wird es so langsam richtig spannend.

Hier möchte ich das Augenmerk auf diesen Artikel bei BBC richten: „Thing that tweet„. Ein führender IBM-Kopf in UK hat ein intelligentes Haus (an sich nichts Neues), mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass die „Dinge“, also Heizung, Licht, Tür uvm. bei Aktivation einen kleinen Tweet absenden. Somit hat Andy (der Mann mit dem Haus) einen Überblick mit dem, was dort gerade passiert.

Und nicht nur Andy’s Haus sendet solche Tweets, sondern auch die Tower Bridge wenn ein Schiff darunter fährt, auch das Lowell Telescope teilt mir, wohin es gerade zeigt. Jetzt kommen wir der Sache schon näher: geschlossene Nutzergruppen könnten auch einen Tweet bekommen wenn sich die Tore im Gerätehaus öffnen und schliessen.

Das an sich ist auch nicht mehr revolutionär, zumindest nicht heutzutage. Vor gerade einem Jahr schwer vorstellbar.

Wo es aber richtig spannend wird: überall wo wir im Einsatz Sensoren haben, könnten auch kleine Nachrichten an die relevanten Gruppen verschickt werden: Atemschutzüberwachung, Atemschutzgeräte, Pumpen wenn sie Wasser fördern, Wassertanks von Löschfahrzeugen und Kraftstofftanks von Generatoren wenn sie einen Mindeststand erreichen: so können die relevanten Personen im Einsatzgeschehen mit relevanten Informationen versorgt werden. Wäre doch prima, wenn man erfahren würde, dass die nachgeforderten Einheiten im Bereitstellungsraum sind – und zwar ohne Funkverkehr? Ein Einsatz-Cockpit, eben.

Denkt man einen Schritt weiter, könnte man mit einer entsprechend gestalteten, intuitiven GUI das Informationsmanagement um einen großen Faktor verbessern. Das Beste: die Technologie ist bereits vorhanden.

Doch um auf den ersten Satz zurückzukommen: dazu gehört ein wenig Vorstellungsvermögen, und es ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Nein, es ist faktisch die Sache der allerwenigsten, aber das war schon immer und wird immer ein Merkmal des Innovationsmanagements bleiben: Dinge können nun mal nicht sofort und 100%ig eingeführt werden, sondern Schrittweise.

Wer’s nicht glaubt: einfach mal angucken, wie wir vor 10, 20, 30 Jahren ausgerückt sind. Und eine kleine Errungenschaft könnten wir schon vorweisen: es gibt einen einheitlichen Einsatz-Hashtag bei Twitter: #EinsatzFW und den dazu passenden Feed. Meine Wette: in 10 Jahren laufen die meisten Einsatzmeldungen darüber.

FWnetz bei Twitter.

Kommentare

4 Kommentare zu “Techwatch: Dinge die reden (Einsatz-Cockpit)” (davon )

  1. JohnnyKnoxville am 24. Juni 2009 10:05

    Hmm…mein Auswerter könnte auch alarmierte Schleifen tweeten…
    Womit ich aber leider gegen geltendes Recht verstöße, oder?

  2. Stefan Hauf am 24. Juni 2009 11:12

    @JohnnyKnoxville: Du kannst dir ja DMs schicken lassen, dann sieht es niemand außer dir ;-)

  3. JohnnyKnoxville am 24. Juni 2009 11:51

    Stimmt! Oder die Updates sperren und nur „authorized“ followers zulassen ;)

  4. Cimolino am 24. Juni 2009 13:13

    Hallo,

    mir wäre aktuell lieber, die Dinge die Schäden melden können (das gibts heute z.B. bei DLK schon länger via SMS) würden besser ohne Schäden dauerhafter funktionieren – und wenn Probleme auftauchen, die auch ALLE registrieren…
    Das ist viel entscheidender, als tolle Zukunftsprojekte zu visionieren (vgl. FA der Zukunft etc.) die dann doch an der übernächsten Betonmauer als Funksignalverhinderer scheitern – oder daran, dass Zubehörteile dummerweise einen Wackelkontakt verursachen, der zum Totalausfall führt…
    http://www.feuerwehr-forum.de/f.php?m=559726#559726

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