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Danke an Uli Cimolino für diesen Link: Politik hinterfragt Ausgaben für ein neues Gerätehaus. Ich wage einfach mal eine provokante These: grundsätzlich gut, dass etwas hinterfragt wird. Wenn ich mir so ansehe, was für ein Schmarrn / Käse nicht hinterfragt wird…

In diesem konkreten Fall steht für mich ausser Frage, dass eine Feuerwehr auch Schulungsräume braucht (ohne jetzt die DIN zu kennen), und nun muss die betroffene Feuerwehr leider argumentieren.

Anbetracht der Wirtschaftslage und der erwarteten, lang anhaltenden Probleme, insbesondere mit Hinblick auf die Schuldenaufnahme (insbesondere) des Bundes, werden wir viel mehr damit kämpfen müssen.

Ich behaupte, dass sich Kosten wesentlich senken lassen. Das geht bei Neustrukturierungen los bis hin zu Skaleneffekten bei Beschaffungen. Sammelbestellung eines HLF? €100.000 gespart, und einen Teil davon in die Ausbildung einfliessen lassen. Nur muss man sich damit offen und ehrlich auseinandersetzen. Spannend wird es, wenn sich Fahrzeuge erwartungsgemäß kaum mehr als 10 Jahre halten lassen (Software und Ersatzteile lassen grüßen). Und was ist, wenn der Diesel mal über €2.- klettert? Gar nicht so unwahrscheinlich.

Vielleicht sollte man einfach mal eine Liste der sinnvollen Einsparmassnahmen machen. Kleines Beispiel: „Plastik“-Flaschen am PA sind prima, halten allerdings nicht so lang und müssen öfters geprüft werden. Ich habe persönlich nichts gegen Stahlflaschen. Solche Beispiele dürfte es viel mehr geben.

(Stefan hatte den auch schon eingestellt, sehe ich gerade)

Kommentare

8 Kommentare zu “Ausgaben: man darf ja mal hinterfragen” (davon )

  1. Gregor Wilcken am 25. Juni 2009 15:40

    bei diesem Thema sollte man sehr vorsichtig sein. In unserer Stadt merkt man an den Gerätehäusern sehr deutlich, was passiert wenn inkompetente Leute den Bau und die Ausstattung planen. In einer größeren stadt, wei bei uns, plant das z.b. hauptsächlich das Gebäude-Managment der Stadt zusammen mit einem Architekten. Das Problem ist dabei, dass da leute dabeisitzen, die absolut KEINEN plan von Feuerwehr haben. Wir waren neulich in österreich auf abteilungsausflug und haben uns spontan mal die Feuerwehr in dem dorf angeschaut. Für 1,7 Millionen ein wirklich absolut perfektes, schönes gerätehaus mit 3 boxen plus waschbox, schlauchturm, werkstatt für atemschutz, schöner schwarzbereich mit fußbodenheizung, raum zum stiefelputzen zwishcen fahrzeughalle und umkleide, großer schulungs raum, super küche, mannschaftsraum, komandatenraum, kleine leitstelle,… im gegensatz zu unserem gh: 2,1 mio, 4 boxen schulungs raum, schlecht konzipierte umkleiden, büros schulungsraum, küche… ich könnte jetzt ewig auflisten, was an usnerem gh so alles falsch gelaufen ist, aber das würde den rahmen entgüig sprengen –

    was ich damit sagen will: es ist darauf zu achten, dass ämter, politiker oder wer auch immer, feuerwehrleute aktiv mit in die planung einzubzeihung (wie es auch bei den kollegen in österreich gelauen ist (quasi in eigenleistung entstanden))!

  2. Fabian Funk am 25. Juni 2009 16:10

    @Gregor Wilcken
    Man sollte bei sowas immer darauf achten dass der Architekt bereits entsprechende Erfahrung mit „Sonderbauten“ hat, dann gibts idR auch keine oder sehr viel weniger Probleme.

  3. Der Lars am 25. Juni 2009 17:56

    <>

    Die Beschaffungskriminalität mancher Feuerwehren wird in den nächsten Jahren ein Ende haben. Spätestens dann wenn das erste HLF die 450.000 € knackt.

  4. Cimolino am 25. Juni 2009 19:00

    Hallo Lars,

    es gibt schon längst HLF für weit über 450.000 Euro!

  5. Der Lars am 25. Juni 2009 20:30

    Oh….. Traurig.

  6. maos am 25. Juni 2009 21:04

    Ob bei einer kleinen Löschgruppe ein Büro und ein Schulungsraum nötig ist, sei mal dahin gestellt. Aber es wundert mich, dass der Rotstift ausgerechnet an dieser Stelle als erstes angesetzt wird. Ich glaube es gibt an anderer Stelle genügend Einsparmöglichkeiten.

    @Der Lars
    Zur Beschaffungskriminalität:
    Du musst nur mal innerhalb Bayerns die Grenze zwischen zwei Regierungsbezirken überschreiten und schon findest du bei FWs, die im einen Regierungsbezirk ein TSF-W fahren würden im anderen Regierungsbezirk ein LF16/12 vor…

  7. ChristianF am 25. Juni 2009 21:19

    Büro und Schulungsraum halte ich bei nahezu jeder Größe für sinnvoll.
    Bei uns war ursprünglich auch kein Büro vorgesehen (dafür aber ein schickes Designelement, statt Rechteckig zu bauen wurde das Trepenhaus abgesetzt…), vor 10 Jahren beim Bau wurde es dann schließlich von der Umkleide abgezwackt…

  8. Der Lars am 26. Juni 2009 11:34

    @maos:

    Ich sehe dieses Problem eher Bundesweit. Und je mehr ich mir darüber Gedanken mache, umso mehr sehe ich mich mit dem Begriff „Beschaffungskriminalität“ bestätigt. Ich möchte mir nicht ausrechnen welcher Schaden dem Steuerzahler seit 1990 alleine nur bei TSF/LF/HLF entstanden ist….

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