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(sst) Nach dem Tod von Michael Jackson brachen mehrere Internetdienste unter dem erhöhten Traffic zusammen. 30 der wichtigsten Internet-Nachrichtenseiten in den USA waren zeitweise nicht zu erreichen oder reagierten deutlich langsamer als üblich. Auch Twitter kam aufgrund einer doppelt so hohen Update-Frequenz kräftig ins Schwitzen. Netzwertig.com geht daher auf die Frage ein, ob „das Web effizient genug geworden ist, um im Notfall sich selbst auszuschalten.“

„Ist das Web auf eine echte Katastrophe vorbereitet? Was passiert, wenn in einer Region eine Katastrophe stattfindet, in der die Mehrheit der Bevölkerung Internetzugang hat und sich vornehmlich über das Netz informiert? Wenn bereits der Tod einer (zugegeben sehr bekannten) Berühmtheit das Web so in’s Wanken bringen kann, wie würde das dann erst bei ernsthaften Notständen aussehen?

Man stelle sich nur vor, 9/11 oder eine vergleichbares Ereignis würde heute in einem Land mit weit verbreitetem Interneteinsatz stattfinden. Das Internet ist heutzutage praktisch immer die schnellste (und mit Abstand diversifizierteste) Informationsquelle. Also würden viele zuerst das Netz zum Informieren einsetzen. Würde das heute gutgehen?“

Kommentare

6 Kommentare zu “„Ist das Web auf echte Notfälle vorbereitet?“” (davon )

  1. EMikro am 29. Juni 2009 12:51

    Nein. Wieso auch? Die privaten Server kosten etwas. Also kauft man doch nur so viel, dass es für den geplanten Besucheransturm reicht. Da ist doch verständlich, wenn nun doch mehr Traffic benötigt wird, als gebucht wurde, die Seite zusammenbricht.

    Wenn man aber ein großer Anbieter eines Internetauftritts ist, sollte man aus solchen Lagen lernen und eventuell aufstocken, auch wenn im normalen Gebrauch die Server niemals an ihre Grenzen kommen würden, um im Konkurenzkampf in solchen Fällen gegen andere Internetauftritte als Sieger hervor gehen zu können.

  2. Stefan Cimander am 29. Juni 2009 13:12

    KRITIS bschäftigt sich in Ansätzen mit dem Ausfall der ITK-Infrastruktu, allerdings unter anderen Vorzeichen: http://www.bsi.de/fachthem/kritis/index.htm

  3. Andre Schild am 29. Juni 2009 13:19

    Wir müssen uns mit dem Thema aber beschäftigen. So lange das Internet auch als Informationsquelle und Kommunikationsdienst für Einsatzkräfte notwendig ist, muss der Zugriff auf bestimmte Dienste und Informationen möglich sein.

  4. Cimolino am 29. Juni 2009 14:22

    Hallo Andre,

    das Problem ist nur, dass es kaum einen interessiert – das Funktionieren von Telefon und Internet ist vielen entweder wurscht oder wird als „normal“ vorausgesetzt.
    Das ist es aber nicht!
    Prüft mal in Euren Verwaltungen wie sicher die Kommunikationsnetze so sind, also die genutzten Netzknoten, Verbindungsstellen, Router usw.
    Häufig sind die nämlich in keinster Weise gegen Stromausfall abgesichert (oder wenn, dann nur über eine Batteriepufferung).

  5. Andre Schild am 29. Juni 2009 14:50

    Nur wenns weg ist, ist das Geschrei groß. Ist mir schon klar.

    Aber Systeme wie Fewis, Denis II, Informationssystem Gefahrenabwehr NRW usw. brauchen so eine sicher Struktur.

    Es gibt noch viel zu tun…

  6. Der Lars am 29. Juni 2009 15:20

    SPIEGEL Online hatte genau dieses Problem am 11.09.01 schon gehabt, da die Server sich schlussendlich mit mehr als der Hälfte des deutschen Traffic konfrontiert sahen.

    Die Lösung war ganz einfach: Alles was nicht Code oder Content war wurde nahezu komplett rausgeschmissen, die anderen Inhalte ebenso fast gänzlich entfernt und ein Teil des Bildertraffics auf andere Server geschickt die kurzfristig dazu geschaltet wurden. Es ging gut. Imho müssten Serverinfrastrukturen von Behörden ähnlich aufgebaut sein wie z.B. bi der Bahn oder der Deutschen Bank. Allerdings kostet das wohl fast genauso viel wie das Konjungturpaket II.

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