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Erfahrungsbericht nach dem Einsatz:

Als kleine Info: Auf dem Bild sehr ihr das Ergebnis eines Einsatzes. Sieht erstmal harmlos aus, war es aber nicht.
Wir wurden zu einem Feuer auf einem alten Industriegelände mit dem Stichwort: Feuer 2 Staffeln/ Baracke alarmiert. Hört sich nicht so spektakulär an und so sah es beim Eintreffen auch nicht allzu schlimm aus. Mein Truppführer und ich rüsteten uns mit PA (Pressluftatmern) aus und warteten auf den Aufbau der Wasserversorgung.

Dann bekamen wir den Auftrag die Brandbekämpfung von Dach der Halle aus mit PA zu starten. Meine Frage bzw. meine Bedenken über die Einsturzgefahr des Daches wurden kurz besprochen und ich bekam noch den Hinweis: „Immer auf den Dachbalken gehen, dann ist das relativ sicher.“ Gesagt, getan. Wir begaben uns auf das Dach und krabbelten auf allen Vieren zu dem vermuteten Brandherd. (Nun erklärt mir mal, wie man in kompletter PSA auf 10cm breiten Dachbalken krabbeln soll – naja egal). Mein TF (Truppführer ) kroch um ein Loch im Dach herum und war etwa 2 Meter vor mir.

Aufeinmal merkte ich nur noch, dass das Dach unter meinen Knien wegbrach und ich samt PA zur Hälfte eingebrochen war. Lediglich die Angst setzte in mir anscheinend Kräfte frei, mit denen es mir gelang mich hochzuziehen und flach auf´s Dach zu legen. Die ganze Sache war natürlich von den Führungs- und Einsatzkräften nicht unbemerkt geblieben. Einzig und allein mein Truppführer war so in seinem Element, dass er erst bei den hektischen und panischen Zurufen der der vielen Fahrzeugführer (BF sowie FF) die Lage erfasste. Wir bekamen sehr wiederspüchliche Zurufe/Anweisungen, entschieden uns aber ohne viele Worte zu einem Dachvorsprung zu Krabbeln und von dort aus den Rückzug zu beginnen.

Leider kam ich nicht weit und versackte diesmal bis zum Oberkörper im Dach. Es gelang mir nocheinmal mich mit letzter Kraft nach oben zu ziehen und zum Dachvorsprung zu krabbeln. Mein Truppführer hätte mir in der Situation auch nicht helfen können, sonst wäre er mit Sicherheit auch eingebrochen und wir wären beide mit Sack und Pack durchgerauscht.

Also Glück im Unglück.

Das hier soll keine Anschuldigung sein, es soll lediglich veranschaulichen, wie schnell sich eine harmlose Situation in Lebensgefahr ändern kann. Die Einsatzauswertung erfolgte wachintern (gemeinsam BF + FF) und jeder hat daraus gelernt.
(Für das katastrophale Bild entschuldige ich mich, es war nach dem Einsatz nicht allzu leicht die Hände ruhig zu bekommen ;o) )

Quelle:fotocommunity.de

Kommentare

7 Kommentare zu “Fatale Fehleinschätzung –” (davon )

  1. Michael Arens am 2. Juli 2009 13:57

    Anmerkung: Es ist übrigens nicht mein Erfahrungsbericht…..

  2. ka1k am 2. Juli 2009 14:47

    FwDv7 – Einsatzgrundsätze:
    „Jeder Atemschutzgeräteträger ist für seine Sicherheit eigenverantwortlich“

    Wenn ich solch massive Bedenken habe und schon bemerkt habe, dass es praktisch unmöglich ist, sich krabbelnd auf dem Deckenbalken fortzubewegen, dann kletter ich doch nicht trotzdem aufs Dach.

  3. Bretti am 2. Juli 2009 14:49

    …Feuer 2 Staffeln…..Berliner Bericht?!?

  4. JAnders am 2. Juli 2009 15:05

    Ggf. war es dieses „Feuerchen“:

    http://www.berliner-feuerwehr.de/1843.html

  5. sifekeme am 2. Juli 2009 20:27

    Klar ist jeder AS-Träger für seine Sicherheit selbstverantwortlich; das schlimme ist aber, dass im Einsätze viele (gleichgestellte) Einsatzkräfte leichtfertig unqualifizierte Einschätzungen abgeben. Oft verlässt man sich dann leider auf solche Aussagen.

  6. Bretti am 2. Juli 2009 22:29
  7. Jens Fischer am 3. Juli 2009 17:19

    Mal sehen ob bei Atemschutzunfaelle.de auftaucht. Glück gehabt die beiden.

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