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psa(iw) In der Mailbox der neueste Newsletter des VFDB, der zum Thema „Zubehör und Hilfsmittel an PSA“ zu dieser PowerPoint- Datei (!) verweist.Ich werde versuchen, den Stand der Dinge zu interpretieren. Sollte ich daneben liegen oder jemand Ergänzungen haben, bitte melden.

An dieser Stelle einen kleinen Rückblick: Ende letzten Jahres wurde vom zuständigen Referat 8 („Persönliche Schutzausrüstung“) des VFDB eine Mitteilung herausgegeben, die für die Feuerwehren eine erhebliche RechtsUNsicherheit hätte bedeuten können.

Darin hiess es, durch das Anbringen von Zubehörteilen (von der Feuerwehrleine über Totmann-Warnmelder hin zu Infektionschutzhandschuhen), würde der Träger quasi zum Hersteller und hätte somit für Folgen welcher Art auch immer zu haften.

Somit wäre es notwendig geworden, sämtliche mögliche Kombinationen prüfen und zertifizieren zu lassen, in der Realität ein Ding der Unmöglichkeit,.

[Hilfe bei diesem Absatz erbeten] Ich meine, dies hätte sich als Interpretation einer EU-Norm / Vorgabe / Richtlinie so ergeben.

[Auch hier Bestätigung erbeten] In den Niederlanden wurde das meines Wissens recht pragmatisch interpretiert: was fest angebracht wird (vernäht, -schraubt, -nietet usw) wird geprüft, was lose ist (Totmann-Warnmelder) muss nicht zusätzlich geprüft werden.

Das Problem: durch die veröffentlichte Mitteilung würde diese Situation zum so genannten Stand der Technik, also meines Wissens möglicherweise eine rechtlich gültige Grundlage, sollte es zu juristischen Auseinandersetzungen kommen.

Daraufhin wurde vom Team Atemschutzunfaelle.eu eine Stellungnahme (pdf) veröffentlicht, auch um den rechtlichen Status des Stands der Dinge unwirksam zu machen, oder in anderen Worten: alles bleibt bis auf Weiteres beim Alten.

Soviel zur Vorgeschichte.

Liest man sich die etwas kryptisch formulierte PowerPoint durch, so hat man sich zumindest für den Bereich des Innenangriffs auf eine gemeinsame Linie geeinigt. Angesichts der Teilnehmer im Workshop kann man nur erahnen, welche unterschiedlichen Ansichten da zusammenkommen…

Nun ist von „Hilfsmitteln als sinnvolle Ergänzung“ die Rede, deren Nachteile weniger gewichtig sind als die Vorteile. Dies sind konkret:

  • Funkgerät
  • Tragbare Lampe
  • Feuerwehrleine + Beutel
  • Feuerwehrhaltegurt
  • „ Totmann“-Warner“
  • Wärmebíldkamera

Sicherheitshalber sollte erwähnt werden, dass hier nur von der Kombination die Rede ist, und nicht die Zulassung der einzelnen Komponenten, die davon unberührt bleibt.

Interessanterweise hat man sich auf den Leinenbeutel „gestürzt“: siehe letzte Folie, hier wird eine Orientierung der „Materialauswahl nach EN469“ empfohlen. Was ich mich dann schon frage: sind andere Beutel, beispielsweise die weit verbreitete „Innenangriffstasche“ mit Fluchthaube, Endlosschlingen usw. inbegriffen? Und was ist mit weiterem Zubehör a la „innenangriffstasche“ oder Verpackung des Rauchverschlusses?

Unterm Strich klingt es so für mich, als hätten hier einige Leute recht intensiv diskutiert. Zwar ist so gesehen nichts Neues für uns, aber das ist wesentlich besser als eine allgemeine Verunsicherung.

Kommentare

Ein Kommentar bisher zu “vfdb: Neues von „Du bist Hersteller“” (davon )

  1. maos am 2. Juli 2009 18:28

    „Unterm Strich klingt es so für mich, als hätten hier einige Leute recht intensiv diskutiert. Zwar ist so gesehen nichts Neues für uns, aber das ist wesentlich besser als eine allgemeine Verunsicherung.“

    Das sehe ich jetzt nicht unbedingt so. Wenn die Mitglieder dieses „Diskussionsgremiums“ gar nicht erst auf dieses Thema gekommen wären, hätte sich die Frage für mich gar nicht erst gestellt. Jetzt bin ich nämlich verunsichert.
    Diese PowerPoint-Präse hat doch null Aussage. Ich lese da nur „sollte, würde, wenn…“

    Deutschland ist nachgewiesen weltweit das Land mit den meisten Gesetzen, Verordnungen und Erlässen. Dass viele (ok, einige) davon schlicht überflüssig sind, hat wohl schon jeder mal erfahren müssen. Dieses „Problem“ setzt sich genau so auf den FW-Bereich fort. Regelungswut wohin man schaut…

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