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(iw) Das verheerende Feuer in London kostete sechs Menschen das Leben, darunter drei Kindern. Inzwischen sind die Untersuchungen angelaufen.

Vermutlich wird man sich den vorbeugenden Brandschutz etwas genauer ansehen, denn es fallen einige Dinge auf: zuerst die Ausbreitung des Feuers: das Haus ist „so ausgelegt“, dass das Feuer eine Stunde brauchen soll, um von Stockwerk zu Stockwerk zu springen. Sieht man sich die Fassade an (Bilderstrecke, Bilderstrecke in grosser Auflösung), könnte sie als „weich“ bezeichnet werden. Hinzu kommen noch die vielen Fenster, und bei dem Wetter ist die Wahrscheinlichkeit von Übersprung über offene Fenster sicher recht hoch. Nicht weniger wichtig dürfte jedoch die Rauchausbreitung sein, wie diese überhaupt und mit welcher Geschwindigkeit stattgefunden hat.

Ein Blick auf die Brandschäden wirft einige Fragen auf, wie das Feuer bzw. der Rauch „gewandert“ sind, zwischen den Brandwohnungen liegt einiger Abstand. Hier die Aussage der Feuerwehr zum aktuellen Stand der Ermittlungen.

Fatal jedoch dürfte die Tatsache sein, dass das Haus nur über ein Treppenhaus verfügt. Leider ist nirgends zu lesen, wo und wie (falls überhaupt) der zweite Rettungsweg sichergestellt werden soll. Als fatal dürfte sich herausstellen, dass das das Treppenhaus verraucht war, und das Feuer bzw. der Rauch sich parallel dazu ausbreiteten. Die Todesopfer waren allesamt in einem höheren Stockwerk als der Entstehungsort.

Hinzu kommen vermutlich die Londoner Strassen- und Verkehrsverhältnisse. Aufstellflächen für Hubrettungsgeräte sind immer ein Problem, und dazu muss man auch aufpassen, dass man die Zufahrten nicht schnell verstellt.

Letztlich der eigentliche Auslöser für diese Gedanken: die Aussage dieses Herren, der sich auch über die scheinbare Inkompetenz der Feuerwehr äußert. Hier gilt es, dieses Aussagen nicht abzutun, sondern absolut ernst zu nehmen. Die Wahrnehmung der anderen , insbesondere wenn sie unter starkem Stress stehen, ist bekanntlich eine andere als die unsere. Das ist ein großes Objekt (Jan Südmersen würde es als „Scheissfeuer“ bezeichnen), und Menschenrettung zu priorisieren ist keine einfache Aufgabe: Wer von den 50 Leuten die um Hilfe schreien sind am meisten gefährdet?

Hier wieder die Empfehlung: so toll wir unsere Arbeit finden mögen, ob berechtigt oder nicht, solche Kritiken sind zu erwarten, und der Umgang damit zumindest bedacht werden.

Letztendlich bin ich auf das Ergebnis der Untersuchung extrem gespannt. Ein kleines Detail noch: „Wind Driven Conditions“ scheinen nicht vorgeherrscht zu haben.

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