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PKW auf Dach(iw) Die nächsten Tage kommt die neue THL-Ausbildungs-DVD in den Shop. Dabei wird auch gezeigt, wie man einen Fahrer befreit, wenn das Auto kopfüber hängt.

Wie ist es bei Euch? Habt ihr das schon mal geübt? Seid ihr fit? Oder eher keine Ahnung?

Deine Wehr: Fit für THL PKW auf Dach?

Ergebnisse

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Und ein Detail noch: wie auf dem Bild oben zu sehen, haben wir das mit den Stützen so gemacht, dass sie seitlich aufgebaut sind. Es gibt jedoch noch eine Variante, das „Kreuzspannen“:

Kreuzspann

So wie ich das verstanden habe, wird der Fahrer mitsamt Dach entfernt. Ich sehe die Kreuzgespannten Gurte als Problem, denn somit verbaue ich mir den achsengerechten Rettungsweg für den Fahrer.

Welche Vorteile hat denn das System? Stabilität wohl eher nicht, denn alleine die A-Säule ohne Stützen, B- und C-Säule ist stabil genug, um ein Auto auf dem Dach zu tragen (zeigen wir im Video).

Vermutlich ist die Diskussion eher akademisch, denn wir haben hier ein intaktes Auto. Wenn’s deformiert ist, ist eh alles anders :)

(Das Foto ist von Jürgen)

Kommentare

17 Kommentare zu “(Umfrage) THL VU: PKW auf Dach” (davon )

  1. Solgull am 8. Juli 2009 20:28

    Eine Führungsperson sagte mal:
    „Wenn der auf dem Dach liegt, packen wir den eben an und drehen den wieder auf alle vier Räder.“ Ich hab daher mal „Nein“ gevotet ;)

  2. duc900 am 8. Juli 2009 22:17

    Hallo,

    also ich sehe die kreuzgespannten Gurte auch als Problem bei der Rettung der verletzten/eingeklemmten Person.

  3. B.Tschirley am 8. Juli 2009 22:34

    Hallo

    also ich würde sagen, dass wir nicht gerade optimal auf sowas vorbereitet sind.

    Schön wäre auch Alternativen zur Abstützung zu zeigen, da wir zum Beispiel (leider) kein Stabfastsystem besitzen.
    Ist sowas auch in der DVD enthalten?

    Mfg Benny

  4. jansued am 8. Juli 2009 22:53

    PKW auf Dach mit wirklich eingeklemmter Person ist in den meisten Fällen eine Schnellrettung (20 Min), wenn nicht sogar Sofortrettung. Schonend wird man da in den meisten Fällen knicken können.

    1. Überlebensraum sichern (RZ neben den Patienten)
    2. Rettungsöffnung (Heckklappe, Tunnel, max. C-Säule ab und Dach wegdrücken)
    3. Bei Einklemmung im Fußraum A-Säule auseinanderdrücken…

    Bei PKW auf Dach gehört auf jeden Fall ein Fahrzeug mit Abstützsystem nachgefordert.

    Grüße, Jan

  5. Geza am 8. Juli 2009 23:39

    Abstützsystem, Stabfastsystem…
    Können die irgendwas besser als z. B. Bohlen, Luftheber, Baustützen?

  6. LarsR am 9. Juli 2009 07:47

    Wir haben sowas schon geübt, und hatten auch schon mehrere derartige VUS, allerdings ist meine Erfahrung, dass bei einem PKW auf Dach nach einem mehr oder weniger einfachem Überschlag der Fahrer schon draußen ist. Sollte er sich nicht selbst oder durch Ersthelfer befreit haben, geht es ihm meistens schon so schlecht, dass er sofort oder zumindest sehr zügig raus muss. Da nehme ich dann auch keine große Rücksicht mehr.

    Trotzdem sollte man sowas auch mal „schonend“ üben, da das natürlich grundsätzliche Fertigkeiten und das Denken fördert. Einsatzrelevant ist das m.M.n. aber eher nicht. Man schaue sich mal an, wie lange solche Aktionen auf dem Übungsplatz dauern, wie lange das vmtl. im nicht so glatten Einsatzfall dauert und wie lange der Kunde dafür im Gurt hängend aushalten müsste.

  7. ro0f am 9. Juli 2009 09:58

    „Eine Führungsperson sagte mal:
    “Wenn der auf dem Dach liegt, packen wir den eben an und drehen den wieder auf alle vier Räder.” Ich hab daher mal “Nein” gevotet ;)“

    Ganz unrecht hat er ja nicht. Ein Fahrzeug kann man mit einer Seilweinde und einem Seilzug sehr schonend wieder aufrichten. Während der Seilzug das Fahrzeug wieder aufrichtet, sichert die Seilwinde im gegenzug mit Nachführung. Natürlich erfordert das vom Maschinisten ein wenig Feingefühl, ist aber grundsätzlich sehr gut möglich.
    Falls keine Seilwinde vorhanden ist, tuts auch der Seilzug als Sicherung und Lufthebern als Aufrichtmittel. Alles schon versucht.

    Da es je nach Verletzung durchaus unvorteilhaft ist, dass sich das ganze Blut in Richtung Kopf bewegt, sollte man das vorgehen bei einer solchen Lage mit dem Rettungsdienst / Notarzt genau besprechen.

    Mich würde es auch mal reizen, den Vergleich zu wagen, wie es Zeitlich effizient und Patientenschonend geht: Schonendes aufrichten und dann Befreiung oder auf Dach liegen lassen und sofort Befreiung.

  8. Solgull am 9. Juli 2009 11:22

    Wenn er es so gemeint hätte – und wir es vielleicht so gar mal geübt hätten – wäre nichts dagegen ein zu wenden. Er meinte aber das Fahrzeug mit Muskelkraft umzukippen – das wird in keiner Weise Patienten schonend sein.

  9. markus_ger86 am 9. Juli 2009 12:03

    @ro0f
    wo würdest du die anschlagpunkte wählen?

  10. ro0f am 9. Juli 2009 12:07

    @markus_ger86
    B-Säule bietet sich dabei an. Die hält das Gewicht auch aus, auch bei älteren Fahrzeugen.

  11. duc900 am 9. Juli 2009 12:53

    es gibt mehrere Möglichkeiten für die Stabilisierung. Steckleiterteile, Büffelheber, Rettungszylinder, Baustützen,…..

    Wir in unserer FW bevorzugen die Büffelheber oder Baustützen (haben leider kein Stabfastsystem) und es geht genauso.

    Hatte bisher einen VU „PKW auf Dach“ mit eingeklemmter Person und da mussten wir eine Crashrettung vornehmen, also kurz mit Hölzern unterbauen und mit dem Spreizer angehoben damit die Person frei war und raus.

    Aber man sollte natürlich auch die schonende Rettung üben und drauf haben, denn man muss nicht immer die Crashrettung anwenden.

  12. jansued am 9. Juli 2009 15:17

    @Geza: Abstützsysteme sind schneller und sicherer in der Anwendung, zudem kommen sie mit auch mit nicht optimalen Bedingungen (PKW auf PKW, schräger Untergrund) wesentlich besser zurecht.

    @“Umdrehen“: Das Bewegen eines PKW birgt immer die Gefahr, dass der Patient weiter geschädigt wird. Allerdings bringt es auch nichts, wenn eine schlecht trainierte Feuerwehr eine Stunde herumspielt, um ihn dann doch zu drehen – dann das lieber gleich als Plan B einkalkulieren und vorbereiten.

    Eine Schnellrettung bei PKW auf Dach ( Ü-Raum sichern, Abstützen, B/C säulen auf der „Patientenseite“ entfernen, Dach runterdrücken, ggf. Rücksitzbank entfernen, Rettung nach hinten raus) ist bei einem trainierten Team mind. genauso schnell wie ein sicheres Umdrehen des PKW mit Zug/Gegenzug.

  13. B.Tschirley am 9. Juli 2009 17:25

    Was mich noch interresieren würde: Was macht man am besten (also Abstützen etc.) wenn PKW auf Dach im „tieferen“ Graben hängt. Also nur Zugang von hinten möglich ist?

    Gibt es dazu auch was in den DVD´s?

    gruß Benny

  14. Christian Lewalter am 9. Juli 2009 21:25

    so stützt man mit holmatro ab: http://www.flickr.com/photos/free-skier/3704363911/

  15. MatthiasM am 10. Juli 2009 14:50

    Gilt „Anheben mit DL im Kranbetrieb“ auch als eine zulässige Entlastungsmethode?

  16. Bolde112 am 30. Dezember 2009 20:30

    Wir haben uns aufgrund meines Besuchs an einem THL-Lehrgang im Landkreis auch für Stab-Fast entschieden. Dort haben wir mit Steckleiterteilen probiert und gemacht, aber das war nicht so das wahre und dauerte länger als das Stabfast. Die Ausbilder waren damit schon ganz fit und in ein paar Minuten stand die Karre stabil. Bei den Leitern so wie sie es früher immer gelehrt haben, war das anders. Alles ganz wackelig und hat recht lange gedauert.
    Stab-Fast ist nur zu empfehlen!!

  17. shittingbull am 16. März 2010 12:27

    Zweifellos haben derartige Stabilisierungssysteme viele Vorteile.
     
    Meines Erachtens muss aber auch die Notwendigkeit der Anschaffung gegenüber dem Anschaffungspreis und insbesondere die Häufigkeit einer entsprechenden Lage berücksichtigt werden.
    Bezieht man dann noch die Tatsache ein, dass die Polytraumen der Patienten bei derartigen Unfällen fast überwiegend eine Crash-Rettung erforderlich machen werden, frage ich mich doch, ob das Geld für diese Ausrüstung nicht anders sinnvoller eingesetzt werden kann.
     
    Zumindest in Feuerwehren, die bis zu 60.000 Einwohner und keine Autobahn zu betreuen haben, halte ich die Ansschaffung – bei allen Vorteilen die sie mit sich bringt – für wirtschaftlich nicht gerechtfertigt.
     
    Die Möglichkeit, ein Auto mit Rüsthölzern, Baustützen, Büffelhebern, Zylindern, Lufthebern, etc. zu sichern, ist bei ein wenig handwerklichem Geschick und technischem Verständnis ebenfalls sicher und patientenorientiert möglich.
     
    Und auch wenn  mir jetzt der Kopf abgerissen wird: Auch eine Feuerwehr hat den Kosten-Nutzen-Faktor abzuwägen.

    Auch der verantwortungsvolle Umgang mit Steuergeldern und der wirtschaftliche Einsatz der vorhandenen (Finanz-)mittel gehört m. E. zur Dienstleistung „Feuerwehr“.

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