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(iw) Das schöne an YouTube und die anderen Videoplattformen: es finden sich Unmengen an Crashtest-Videos. Es gibt zwei gute Gründe, sich diese genauer anzugucken: erstens ist es unterhaltsam und stellt den Zerstörer-Trieb zufrieden, und zweitens sind sie ein prima Lehrmittel um sich Deformierungen an Fahrzeugen anzusehen.

Da die Tests standardisiert sind, lassen sich die unterschiedlichen Fahrzeuge sehr gut vergleichen. Ich versuch dabei, mir die verschiedenen Punkte genauer anzugucken:

Die Deformierung der Fahrgastzelle hat Auswirkung darüber, ob die Insassen eingeklemmt sind. Am wichtigsten ist jedoch zu verstehen, welche Spannungen in der Karosse vorhanden sind. Dies hat Folgen für meine Schnitte, oder auch ob ich problemlos einen Zugang oder eine therapeutische Öffnung schaffen kann.

Die ausgelösten Sicherheitseinrichtungen geben mir einen Einblick darauf, bei welchen Modellen die Airbags an welchen Stellen eingebaut sind, und auch wie sie auslösen.

Zuletzt kann man versuchen, wo möglich, zu sehen wo die Dummies gegen das Auto schlagen und welche Spuren dies hinterlässt. Gerade dieses Spurenlesen ist sehr wichtig, um sich die „Geschichte“ dazu vorzustellen, was mir wiederum etwas über mögliche, unsichtbare Verletzungen erzählt.

Los geht’s mit der E-Klasse aus den 90ern:

Wie man sieht, wird die Fahrgastzelle stark deformiert. Ein guter Punkt ist dabei immer die Verbindung von A-Säule zum Dach, um Deformierung zu sehen. Leider nicht zu sehen, ob die Aufprallbarriere auch deformierbar ist, aber hier geht’s primär um den Knick.

Wie weit der Fahrzeugbau gediehen ist, sieht man beispielsweise an diesem 2005er Audi A6:

Gut zu sehen ist die intakte Fahrgastzelle. Dies auch symptomatisch dafür, dass wir als Feuerwehr irgendwann mit weniger Einklemmungen zu tun haben werden, dann allerdings schnell mit den Geräten überfordert sein könnten.

Sehenswert auch Seitenaufprall:

Hier kommt es auf die ausgelösten Sicherheitseinrichtungen an, und auch die auf die Hals-Wirbelsäule auftretenden Kräfte werden gut sichtbar.

Wie gesagt, einfach mal ein wenig durch verwandte Videos bei YouTube hangeln. Irgendwann kommt man auch unweigerlich zu den chinesischen Autos:

Die inzwischen wohl etwas besser geworden sind, den anderen Modelle (ob EU, Japan oder USA) noch meilenweit hinterher sind. Wir waren auch mal so:

Das übrigens ein kleiner Wink an die Wehren, die noch einen alten Bully oder LT im Fuhrpark haben: vielleicht wird es Zeit, diesen mal auszutauschen?

Ganz zuletzt wollte ich noch auf diesen Test hinweisen, der über Twitter reinkam:

Das ist natürlich eine Riesenkatastrophe. Schlimmer jedoch ist das journalistische Glanzstück der Zeitung mit den vier Buchstaben, (Link via Twitter), die DEN SCHLIMMSTEN CRASHTEST ALLER ZEITEN deklariert. Zwar wird das „Fundstück“ erwähnt und zur Wahrung der Seriosität ein allgemeiner Link zu NCAP mit eingestreut (super!), aber einmal „Holden Commodore Crash Test“ in YouTube eingeben, und schon bekommt man das Video mit der Story dazu.

Demnach fuhr der Wagen mit 100km/h (und nicht 60 wie im Artikel angegeben) gegen eine nicht deformierbare Betonmauer, und ausserdem waren noch 300kg Sand mit an Bord.

Soll natürlich nicht heissen, dass der Wagen besonders sicher wäre (ist er nicht :), aber die Vergleichsparameter sollten schon mit rein, zumal ein Bisschen China-Bashing auch mit drin ist. Möchte mal sehen, wie die aktuelle E-Klasse aussieht wenn das gleiche passiert!

Die SCHLIMMSTEN CRASHTESTS ALLER ZEITEN sind aus meiner Sicht die hier (ab 22″)

und das hier natürlich auch:

Und zu guter letzt:

Nix für Ungut :)

Kommentare

2 Kommentare zu “Videos: Crashtests” (davon )

  1. Christian Lewalter am 9. Juli 2009 14:16
  2. Der_Elle am 9. Juli 2009 20:09

    Ich muss zu dem Video mit dem T3 ein Veto einlegen. Bei dem Crash wurde nicht der Bus, sondern die Anlage getestet. Dafür wurden auf der Ladefläche tonnenweise Stahlplatten befestigt, und der Bus wurde auf ca. 60 Meilen beschleunigt, was ca. 100 Km/h entspricht. Das Video kursiert schon seit Jahren unter verschiedenen Titeln im Netz („Chinesische T3-Kopie versagt bei Crashtest“, usw…)

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