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liftbag(iw) Früher waren Niederdruck-Hebekissen bzw. Luftheber zumindest hier in Bayern weit verbreitet, und da sie nicht ersatzbeschafft werden, sterben sie logischerweise langsam aus. Spätestens seit dem Besuch der Big Lift U letzten Monat bin ich Konvertit.

Grundsätzlich muss man sich überlegen, wo und wie wir die Dinger brauchen. Im Prinzip müssen wir insbesondere im Bereich von VU mit LKW nicht aufrichten, sondern „nur“ Platz schaffen, um letztendlich eine Rettungsöffnung zu erreichen. Bedeutet: anheben reicht. Dafür ist die normalerweise mitgeführte Ausrüstung auf HLF, RW und evtl. noch Logistik meistens gerade noch ausreichend.

Beim Stöbern bin ich über diesen unglaublich guten, jedoch leider nicht mehr fortgeführten Blog gestolpert: Ramblings of a Recovery Nut. Nachdem sie fertig geladen ist, nehmt Euch die Zeit und schaut Euch mal die Lagen an: bei einigen davon, auch sehr verzwickte, ist Menschenrettung angesagt.

Und gerade hier, darf man sich nicht darauf verlassen, dass ein Kran irgendwann kommt: man muss tätig werden, und zwar sofort und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten.

Ich will hier kein Plädoyer für das Mitführen einer ganzen Batterie von Hebenkissen halten  – können wir nämlich gar nicht. Niederdruck-Hebekissen haben jedoch ein Paar entscheidende Vorteile. Allem voran die Höhe, hier ein Beispiel aus Heiligenhafenstadt: Hubhöhe 62cm. Schnell angebracht, und grossen Leerraum gefüllt.

Weiterer Vorteil: die sehr große Auflagefläche verringert den punktuellen Druck. So kann ich – je nach Lage – auch direkt an der Karrosserie ansetzen, ohne dass diese punktiert wird. Wenn es nicht gerade „dumme“ Kunststoffteile sind, ist Blech mit der entsprechenden Auflagefläche stabil genug, um ein PKW anheben zu können.

Im Bild oben auch gut zu sehen, vier grosse Bags sind ausreichend, um den Sattelschlepper komplett wieder aufzurichten, und zwar über die recht dünne Haut des Aufliegers.

Eine weitere Anwendung, die jedoch für die deutsche Standard-Feuerwehr nicht im Programm ist, ist das Füllen von Leerräumen bei Tiefbauunfällen. Auch hier kann ich große Hohlräume schnell und effizient füllen.

Aus meiner Sicht sollte man sich unbedingt überlegen, ob man nicht ein Paar ND-Kissten bis ca. 1 Meter mitführt. Die Ausbildung sollte natürlich entsprechend ausgelegt werden, aber das ist ein anderes Thema.

Fällt eher in den Bereich von Bergeunternehmen oder Wehren, die echte Schwere Technische Rettung fahren wollen: der CatchBag von SC Inflatables:

Gut geeignet, wo ein Kran nicht verfügbar ist, oder nicht ausreichend Platz für Kran oder Winde zur Verfügung steht. Dabei scheint wohl darauf zu achten sein, dass die Catchbags unter den Reifen positioniert werden. Das hier ist eher wackelig:

Wie ist es bei Euch? Schon mal über ND-Heber Gedanken gemacht? Habt ihr sowas im Einsatz? Erfahrungen?

(übrigens: sorry für den Titel :)

Kommentare

2 Kommentare zu “Wir wollen einen heben: Niederdruck-Hebekissen” (davon )

  1. Sebastian Busch am 13. Juli 2009 11:20

    Beim TH-Lehrgang an der LFS haben wir gute Erfahrungen mit den ND-Hebekissen gemacht. In der eigenen Wehr haben wir sie (noch) nicht im Einsatz, denken aber über eine eventuelle Beschaffung nach.

  2. Andreas Winter am 13. Juli 2009 12:54

    Hallo,

    Motorradfahrer unter Linienbus, 1 Satz LH 30 S und div. Unterbaumaterial und eine patientenorientierte Rettung war sehr schnell möglich. Haben den Bus hinter der Hinterachse angehoben(ausgehoben) und somit genug Raum geschaffen damit der Pat. mit einer Schaufeltrage durch den RD und die FW gerettet werden konnte. Z.Zt. haben wir 3 Sätze LH 30 S in Vorhaltung.

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