Team | AGB | Impressum | Datenschutzbestimmungen | Kontakt | Bilder | Facebook | Twitter | Werben im FWnetz

ch390Von Dominic Suter

Endlich ist es soweit. Unser altes TLF, Jahrgang 1981, wird durch ein neues Erstangriff-Fahrzeug ersetzt. Einige Leser werden sich jetzt die Augen reiben oder mit einem mehr oder weniger starken Kopfschütteln weiter lesen; ein TLF ist nun einmal kein Erstangriff-Fahrzeug in Feuerwehr Deutschland.

Nun, in der Schweiz sieht das ein wenig anders aus. Hierzulande kennt man die LF so gut wie gar nicht. Dafür ist es durchaus Standard, dass die Feuerwehren als Erstangreifer mit TLF ausgerüstet werden. Hierzulande hat auch die Gebäudeversicherung des Kantons die Obhut über die Feuerwehren und deren Bezuschussung. Wer mehr zu den Fahrzeugkonzepten lesen will, findet in den Kommandoakten – Stärkeklassen der Feuerwehren und unter Kommandoakten – Sollkriterien Fahrzeuge (Seite 2) mehr Informationen.

Dabei ist u.A. auch zu beachten, dass es in der Schweiz bei kleineren und mittleren Feuerwehren durchaus üblich ist von Zuhause aus direkt an den Brandort auszurücken und nicht erst ins Magazin (Depot) zu fahren. Entsprechend sind auch die PSA zuhause vorgehalten. THL im Sinne von VU mit PKlemm werden bei uns, mit einigen wenigen Ausnahmen, nur durch Stützpunkte abgearbeitet. Darum führen wir z.B. weder Schere noch Spreizer. Der für uns zuständige Stützpunkt weist eine Anfahrtzeit von rund 12-15min auf, reine Fahrzeit.

Nun aber zum neuen TLF:

TLF an der Suisse Public

Die wichtigsten Details zuerst:
Das Fahrzeug ist auf einem 18to Chassis von Volvo aufgebaut. Das zulässige Gesamtgewicht kenne ich (noch) nicht im Detail, ist aber mit Besatzung nahe an den 18to.
Die Gesamtlänge beträgt 7980mm, ohne den Leiterüberstand nach hinten. Die Gesamthöhe beträgt ~3450mm, die breite 2490mm. Der Radstand weist dabei 4300mm auf.
Der Tank verfügt über ein Volumen von 3’000lt Wasser und zusätzlich ist ein Schaumtank mit einem Fassungsvermögen von 400lt verbaut. Das Schaummittel wird druckseitig durch eine FOA-M-IX Druckzumischanlage beigemengt. Dabei können Schaummittelmengen zwischen 0.5% und 5% gewählt werden.
Die Pumpe schöpft bei 10bar GMF 4’000lt/min. Der HD Teil der Pumpe bei 40bar 300lt/min.

Fach 1.1

Betrachten wir das Fach 1.1 sehen wir in einem Klappfach Kleinlöschgeräte wie Feuerlöscher und Löschdecke. Ebenso werden einfache Verkehrleitmittel vorgehalten. Im Gegensatz zu vielen deutschen Feuerwehren ist die Verkehrsleitung in der Schweiz durchaus Sache der Feuerwehr. Über dem Klappfach sind zusätzlich noch Rettungsschlitten verlastet. Diese muss man zwar vorhalten, werden aber (im Einsatz) nicht oft bis gar nicht benutzt.
Öffnet man das Fach, hat man Zugriff auf die beiden Kleinlüfter (1x Elektrisch, Ex Geschützt, 1x Benzin) und auf die Brechmittel sowie eine Faltleiter.

Fach 1.1 offen
Rückseite des Klappfaches

Der geneigte User wird sehen, dass leider kein Haligan Tool verlastet ist – was noch nicht ist, kann ja noch werden ;)

Fach 1.2

Fach 1.2

Im Fach 1.2 ist zuoberst der SA Formstabil verlastet. Ich bin auch kein Fan davon, aber ein Beinbruch ist es ja weiss Gott nicht. Skeptisch bin ich noch den HD HSR gegenüber, aber das muss ich erst einmal vernünftig testen können. Evtl. hat ja jemand von euch Erfahrung damit?
Unterhalb vom SA sind der Wasserwerfer, Hydroschild, Schwer- und Kombischaumrohr sowie Teilstücke verlastet.

Fach 1.3

Fach 1.3

Hier sehen wir nur den unteren Teil des Faches – das ganze folgt dann auf der andern Seite.
Wie man sehen kann, ist das Fach so gestaltet, dass bei geschlossenen Rollos kein Schlauch an die Abgänge gekoppelt ist. Jedoch liegt gleich neben dem Abgang eine 75-er Leitung (B) mit gekoppeltem Teilstück, welche als Schnellangriffleitung konzipiert ist.
Darüber sind Absperr-Organe und 4 HSR verlastet. Die HSR mit blauem Griff verfügen über eine Durchflussleistung von 40-150lt, typischer Weise im IA im Einsatz. Die mit gelbem Griff verfügen über einen Durchfluss von 150-500lt.
Darüber sind 7 75-er (B) Schläuche verlastet.

Fach 2.3

Fach 2.3

Hier nun dasselbe Fach wie auf der anderen Seite nocheinmal, jedoch in der totalen.
Wie man gut sehen kann sind über den 75-er (B) Leitungen noch 10 55-er (C) Leitungen und 10 45-er (D) Leitungen verlastet.

Fach 2.2

Fach 2.2

Auch auf dieser Seite ist wieder ein SA formstabil verlastet. Darunter liegt ein Stativ für einen Arbeitsscheinwerfer. Im untersten Teil sieht man dann einen 10.1kVA Generator mit hydrostatischem Antrieb, die Fernsteuerung für den Lichtmast auf dem Dach mit 2x 1.5kW 230V Halogen und 2x 150W 24V Xenon Scheinwerfern. Zusätzlich kann auf dem Lichtmast ein Beleuchtungsballon Powermoon Start 2kW Halogen angebracht werden.
Neben dem Generator dann noch zwei Kabelrollen wovon eine Ex-Geschützt sein wird.

Fach 2.1

Fach 2.1

Auch hier ist wiederum ein Klappfach angebracht worden. Diese Seite steht primär der Sanität zur Verfügung, so sind hier nebst den obligatorischen Handlampen auch der AED sowie andere SAN Materialien verlastet. Öffnet man das Fach, sieht man Spineboard, Molankegel, Tauchpumpen, Kettensäge inkl. entsprechender PSA, Rescue Saw, Ölbinder sowie nochmals die Möglichkeit, den Rettungsschlitten zu entnehmen.

Fach 2.1 offen

Gehen wir nun ins innere der Kabine:

In Gegenfahrt-Richtung sind 3 Klappsitze installiert. In den Sitzen sind je ein PA (MSA Auer Airmaxx mit 300bar, 6.8lt Fullcomposit Flaschen, AutoMaxx LA und Ultra Elite Maske) untergebracht. Zusätzlich ist gut zu erkennen, dass sich auch die AGT während der Fahrt mit 3-Punkte Sicherheitsgurten sichern können.

PA im Sitz

Die Sitze taugen auch zur bequemen Fahrt, wenn keine Geräte verlastet sind. Dass die Single-Line nicht zum genannten PA passt ist bekannt; an der Ausstellung wurden Alternativ-Geräte bestückt.

Truppkabine

In Fahrtrichtung die Sitzbank für vier weitere AdF (Angehörige der Feuerwehr, so werden bei uns die FA(SB) genannt). Unter der Sitzbank sind Ersatzflaschen für die PAs, Truppüberwacherprotokolle etc. verlastet. Auch die Wärmebildkamera wird demnächst dort ihren Platz finden.

Im Führerstand:

Hier nicht sehr repräsentatives Bild des Führerstandes. Leider diente dieser während der Ausstellung auch als Ablage für div. persönliche Gegenstände der Präsentatoren. Man kann jedoch ganz gut einen Eindruck gewinnen, wie die Einrichtung ausschaut. Der Zusatzmonitor dient u.A. auch der Pumpenkontrolle. Beim Beifahrer sieht die Sache dann deutlich weniger spektakulär aus:

Pumpenstand:
Leider habe noch (kein) Photo vom Pumpenstand, werde aber versuchen möglichst bald eines nachzuliefern, zusammen mit einem Bild vom Dauchaufbau.
Immerhin habe ich hier die Graphik vom Bedientableau der Pumpe:

Wir haben uns übrigens bewusst gegen eine LCD Lösung mit Touch-Screen entschlossen, da dies zwar eine schöne Spielerei ist, aber wenn der Maschinist im Einsatz mit Plastik-Stiften die Pumpe zu bedienen hat ist das System meines Erachtens nach noch nicht wirklich Einsatztauglich. Wie lange die Kabel im Schwenkarm mitspielen (um den Monitor gegen das Licht zu drehen…) sei auch dahin gestellt.

Über Kommentare und Anregungen würde ich mich freuen und auch versuchen allfällige Fragen zu beantworten.

Kommentare

15 Kommentare zu “Neues TLF für die FW Würenlingen (CH)” (davon )

  1. B.Tschirley am 3. August 2009 23:11

    Hey das ist doch mal ein interresanter Bericht aus der Schweiz. Teilweise echt unterschiedlich. Was mir persönlich so beim kurzem überlesen als sehr positiv aufgefallen ist:

    Die Lösung mit den Hohlstrahlrohren find ich super. Also die Position und vor allem die Farbkennzeichnungen.

    Frage: Gibt es keine Schlauchtragekörbe oder Schläuche in Buchten in der Schweiz?

    Mfg Benny

  2. Cimolino am 4. August 2009 08:44

    Hallo,

    merci für den Bericht.

    Von der Ausrüstung her ist es eher ein LF (ohne THL) als ein TLF….
    Wo wird der THL-Satz für den Erstangriff mitgeführt?

    Zu HD(-HSR), verblendeten Pumpenständen, Hydroschildern (man könnte auch sagen Wasserverschwender), eingebauten Stromaggregaten, Wassertankgrößen, Gesamtgewichten von Erstangriffslöschfahrzeugen (wobei ich das Baurecht für Fw-Zufahrten und -Aufstellflächen in der Schweiz nicht kenne), Schlauchmengen und Durchmessern (wieso 2 verschiedene C-Schläuche? Warum statt der C55 nicht einfach mehr B75 bzw. C42 und D – oder hab ich die übersehen?) vgl. n Diskussionen (auch auf http://www.feuerwehr.de) sowie in der Literatur.

  3. Dominic am 4. August 2009 10:57

    @B.Tschirley:
    Doch, man kennt auch STK bei uns in der Schweiz. Allerdings ist z.Zt. eine klare Tendenz weg von den STK, hin zu Schlauchpaketen aus zu machen. Ich werde demnächst einmal versuche Vergleichtests zu machen, wobei mit SA Formstabil, STK und Schlauchpacketen vorgehen soll. Diese Tests gab es zwar schon x-fach, aber für viele ist der Aha-Effekt deutlich grösser wenn sie selbst mit dabei waren.

    @Uli
    Das mit der THL ist halt so eine Sache. Mit wenigen Ausnahmen sind nur Strassenstützpunktwehren, die auf Stufe Schweiz bestimmt werden, mit THL Sätzen ausgerüstet. Uns Ortswehren kommt im Falle eines Unfalles somit primär die Sicherung der Unfallstelle und das Sichern des Fahrzeuges zu. Parallel dazu wird ein 3-facher Brandschutz aufgestellt etc.
    Bei unserer Lage kann man mit 12-15min rechnen, bis der nächste THL Satz vor Ort ist.
    Dieses System hat Vor- und Nachteile. Ein klarer Vorteil besteht IMO darin, dass die Wehren mit THL Satz auch genügend Einsätze fahren und somit eine grosse Routine entwickeln können. Ansonsten müssten -zig Wehren THL Komponenten kaufen und vor allem trainieren, mit vieleicht 1 VU PKlemm alle 1-2 Jahre. Nicht gerade sinnvoll, IMO. Auf der anderen Seite weiss ich ehrlich gesagt nicht, wie eng es mit der Golden Hour wird bei diesem System.

    Was die ganze HD Geschichte betrifft: Bin ich persönlich kein Freund von. Jedoch ist es halt sehr schwer in der Feuerwehrlandschaft Dinge, die mit „war schon immer so“ zu kippen. Zudem müssen bei uns in gewissen Bereichen auch Reglemente angepasst werden (kommt in den nächsten 5 Jahren) um gewisse Aufbauten auch klar vom Fahrzeug nehmen zu können.
    Der Pumpenstand ist zwar verblendet, jedoch hat z.B. jeder Abgang ein manuell ansteuerbares Ventil für den Notbetrieb, auch die ganze Pumpe verfügt über einen Notbetrieb.
    Hydroschilder machen IMO je nach Lage Sinn, und zwar immer dann wenn ich in grossen Mengen Rauch oder Dämpfe (z.B. Ammoniak) niederschlagen muss. Das geht mit einem (kleinen) Hydroschild schnell, einfach und effektiv.
    Wasser ist bei diesen Objekten dann idR kein Problem.

    Was die Schläuche betrifft: Wird wohl auch einen Historischen Hintergrund haben. So ist es Standard, dass die Zubringerleitung zum TLF mit einer 75-er Leitung erstellt wird. Von den Abgängen zum Teilstück wird dann erneut mit 75-er Leitungen gearbeitet. Ab dem Teilstück kommen dann, je nach Bedarf, 55-er Leitungen (Standard im Aussenangriff) oder 45-er Leitungen (Standard im Innenangriff) zum Einsatz. D Leitungen (das sind 40-er, wenn ich das richtig im Kopf habe) kennen wir z.B. so gut wie gar nicht.

    Der Punkt mit den Erstangreifer stimmt schon. Nur ist das durchschnittliche Feuerwehrdepot (mit Ausnahme von Stützpunktwehren) mit 1x TLF, 1x PiF (RW) ausgestattet. Grössere Wehren haben dann noch 1x AS Fahrzeug und je nachdem 1x MTW. So sind z.B. auch DLK fast nicht bei Ortswehren zu finden. Wenn wir diese benötigen, werden sie beim Stützpunkt angefordert – wieder mit der entsprechenden Anfahrzeit. Darum ist ggf. ein etwas grösseres TLF dann doch kostengünstiger als 2 kleine, auch wenn deren taktischer Wert ungemein grösser wäre.

  4. Gonzo am 4. August 2009 15:55

    @Cimolino

    Ich glaube das die Jungs in der Schweiz sich auch Gedanken dazu gemacht haben was sie beschaffen oder nicht. Unser Deutsches Vorgehen mit Schläuchen trifft
    im Ausland nicht unbedingt auf Verständnis. Durch einen Besuch in England vor kurzem wurde uns erklärt das die in den Innenangriff auch mit Hochdruck vorgehen.! Also unser Verständis dafür ist nicht immer Maßgebend.

  5. Gonzo am 4. August 2009 15:59

    @ Dominic Suter
    Sehr interessanter Bericht. Gibt mal wieder einen Interessanten Einblick in das Feuerwehrwesens unseres Nachbarlandes.

  6. Jan Ole Unger am 4. August 2009 16:06

    Hallo,

    toller Bericht über Dein TLF!

    Heissen Brechwerkzeuge in der Schweiz echt Brechmittel??

  7. Dominic am 4. August 2009 16:39

    @ Jan

    Brechwerkzeug, Brechmittel… gut möglich dass da etwas durcheinander gekommen ist. War vor 2 Wochen noch im Armeedienst, dort werden diese Tools MeMi (Mehrzweck EindringMittel) genannt. Ist also Chaos total ;)

  8. mcfly3121 am 4. August 2009 19:48

    Frage: Was ist eine Single-Line? Der Begriff ist mir nicht gebekannt.

  9. Dominic am 4. August 2009 20:04

    Beim Single Line Konzept ist der Hochdruck wie auch der Mitteldruck in einer Leitung koaxial verlegt, statt dass man 2 Druckleitungen hat. Die Hersteller werben damit, dass man sich mit Single-Line Geräten weniger verfangen kann und auch z.B. das Manometer nicht so durch die Gegend schlingert.
    Mehr zu der Technologie z.B. bei MSA Auer: http://www.msa-auer.de/index.php?id=368&L=1

  10. mcfly3121 am 5. August 2009 00:08

    Danke!

  11. Cimolino am 5. August 2009 08:48

    Hallo,

    es geht mir nicht ums „unser Verständnis“, sondern es geht darum, wie grundsätzlich fachlich Dinge zu bewerten sind. Und da geb ich wenig auf „Meinungen“, sondern mehr auf belegte (!) Erfahrungen und noch mehr entsprechende Untersuchungen. Vgl. 2 Jahrzehnte Diskussion zum Thema HD, SA in Deutschland und Österreich…
    Zum Thema Wasser und wässrige Löschmittel rate ich da zum Lesen von:
    http://www.einsatzpraxis.org/de/home/buecher/brandbekaempfung_m._wasser_u._schaum.html

    Zu GB: Da hat man u.a. voller Begeisterung CAFS eingeführt – und die Berichte aus der Nutzung u.a. der Gewerkschaften sind verheerend. (Wie auch nicht anders zu erwarten, bzw. von z.B. Dr. de Vries in vielen Vorträgen immer wieder angesprochen…)

    Will man Fw sinnvoll betreiben, ist das kein mehrstimmiges Meinungskonzert, sondern abgestimmte Facharbeit.

    Je knapper die Mittel und das Personal sind/werden, umso wichtiger ist das!

  12. Dominic am 5. August 2009 11:44

    In dem Punkt gehe ich mit Uli ganz klar konform.

    Ich habe z.B. das Buch Brandbekämpfung mit Wasser und Schaum auch zuhause und auch gelesen (und meine das meiste auch verstanden zu haben). Die Probleme sind oft aber andersweitig gelagert:

    Nach Reglement hat der Einsatz des TLF bei uns mit SA zu erfolgen. D.h.:
    1. Standort TLF
    2. SA Nr x erstellen, Rohrführerstellung und Auftrag bekanntgeben
    3. Wasserversorgung ab Hydrant mit Leitung x erstellen
    4. Transportleitung Nr x erstellen, Standort Teilstück an Pos y (wird vom GF gesetzt).

    An der Zugfüher-Ausbildung hörten wir dann zum ersten Mal von einer Version Einsatz TLF ohne SA. Dabei musste laut Vorbereitung die Reihenfolge aussehen:
    1. Standort TLF
    2. Transportleitung erstellen
    3. Zubringer erstellen
    4. Druckleitungen ab Teilstück erstellen.
    Das macht so auch definitv Sinn.

    Der Instruktor bewertete dann den Ablauf aber trotzdem als falsch, da seiner meinung nach einfach der SA nicht entnommen wird, der Rest aber dennoch in der alten Reihenfolge zu bleiben hat.
    Man sieht also: Noch sind die Reglemente nicht auf dem Stand, dass die Leute ausbildungstechnisch überhaupt von modernen Erkentnissen in Punkto Löschtechnik profitieren können. So lange das sich nicht ändern, wird sich auch bei den Fahrzeugen nicht viel ändern.

    Sind wir ehrlich: Wenn ich keine HD Pumpe benötige, auf die 2x SA Formstabil inkl Aufrollmotoren und was weiss ich verzichten kann und statt dessen 2 Transportleitungen in Buchten oder Gerollt mit montiertem Teilstück und 2 STK vorhalte, bin ich deutlich günstiger im Unterhalt, habe ein tieferes Fahrzeuggewicht usw. Nur: Solange die Reglemente solche Varianten nicht klar hergeben ist es schwer, sowas umzusetzen. Da sehe ich die momentanen Probleme.
    Aber eben: In ca 5 Jahren soll das besser sein/werden, da die Reglemente dann grundsätzlich flexibler gestaltet sind.

    =======

    Wichtig: Eines möchte ich hier auch noch ganz klar äussern: Ich selbst war nicht in der Beschaffungskommission beteiligt. Warum also gewisse Lösungen angestrebt wurden oder nicht kann ich also nicht immer zu 100% nachvollziehen. ABER: Ich möchte an dieser Stelle doch auch die Gelegenheit nutzen und den beschaffern danken. Sie haben meines erachtens grosse Arbeit geleistet und uns ein gutes Fahrzeug verschafft. Klar hätte ich das eine oder andere anders gelöst, nur das ist normal und soll keines Falles die Leistung der anderen schmälern. Im Nachhinein zu stänkern ist immer einfach, erst muss man die Leistung selbst einmal bringen. (Das ist jetzt explizit nicht auf die Kritiken hier im Forum gemüntzt sondern soll ganz allgemein den Beschaffern als Dank dienen!)

  13. Cimolino am 5. August 2009 14:13

    Hallo Dominic,

    merci für die ehrlichen Berichte, ähnliche Probleme gibts übrigens auch in Österreich, wo viele Feuerwehren den HD-Teil nur noch einbauen lassen, weils sonst keine Förderung gibt….

  14. Max60 am 5. August 2009 19:48

    Hab ich es übersehen, ist es versteckt oder wird auf dem FZG nichts für den VU-Erstangriff mitgeführt? (Unterbaumaterial, Glasmanagement..?)

  15. Dominic am 5. August 2009 20:08

    Es wird tatsächlich nichts mitgeführt. Material dafür ist auf dem PiF, sprich Pikett-Einsatz-Fahrzeug (ähnlich einem grossen RW -> Bei uns z.B. auf 12to Fahrgestell) untergebracht.

Bottom