Team | AGB | Impressum | Datenschutzbestimmungen | Kontakt | Bilder | Facebook | Twitter | Werben im FWnetz

Störnstein (Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab / BY) (hl). Während einer Ratssitzung machte der zweite Bürgermeister Rainer Radies der Feuerwehr Störnstein schwere Vorwürfe: Von Führungsschwäche und mangelhafter Gerätewartung ist die Rede. Daraufhin legten die Führungskräfte ihre Ämter nieder. Die Feuerwehr wurde bis auf weiteres abgemeldet. Umliegende Wehren übernehmen derzeit die Einsatzbereitschaft. Erst nach einer Entschuldigung wollen die Wehrleute den Dienst wieder aufnehmen.

Quelle: charivari.com

Karte

Kommentare

12 Kommentare zu “Wegen Führungsschwäche und mangelhafter Gerätewartung – Feuerwehr abgemeldet” (davon )

  1. Cimolino am 5. August 2009 18:15
  2. simon02 am 5. August 2009 19:05

    Hallo,

    ich kann nachvollziehen das die Feuerwehrleute darüber verärgert sind, ein internes Gespräch und vielleicht eine bessere Wortwahl wäre vom zweiten Bürgermeister angebracht gewesen.
    Was man meiner Meinung nach aber nicht aktzeptieren kann, ist dass Verhalten der Feuerwehr danach.
    Ich mag mich vielleicht in meiner Meinung täuschen, ich finde diesen Trend aber das wegen jeder Angelegenheit (sei es für Fahrzeuge, Feuerwehrhaus etc.) sofort gestreikt und ausgetreten wird für bedenklich.

    Gruß
    Simon

  3. SapeursPompiers am 5. August 2009 19:43

    Hallo,

    also mich nerven diese ganzen Diskussionen nur noch. Wenn einer mal sagt was er denkt, ist er gleich der Dumme. Die Leitung sollte mal lieber mit dem Bürgermeister in einem konstruktiven Gespräch die Probleme klären, als immer gleich einen auf „ich bin die Feuerwehr, du kannst mir nix“ zu machen. Der Bürgermeister wird schon sein Gründe dafür haben so etwas zu sagen, denn ihm scheint an seiner Feuerwehr etwas zu liegen, ansonsten wäre es ihm nämlich egal, was der Haufen macht.

    Willkommen im Kindergarten-Deutschland…versteh echt nicht mehr warum die mehr KiTa´s bauen, ganz Deutschland ist doch nur noch ein großer Kindergarten…so kann man dem Image der Feuerwehr auch schaden….

    Macht nur weiter so und ihr könnt euch alle diese „kommt wir gewinnen jetzt Mitglieder Aktionen“ sparen…

    Schönen Abend noch!

  4. julian am 5. August 2009 23:34

    Hallo,
    ich habe bisher nur die beiden Presseartikel gelesen und nur auf die beziehe ich mich jetzt:
    Ich finde es bedenklich, wenn Feuerwehrleute vom Dienst zurücktreten, weil sie unbedingt ein riesiges neues Fahrzeug wollen.

    Aber: Nachdem ich die Artikel gelesen habe, finde ich eher, der Stv. Bürgermeister will sich da profilieren. Er gibt ja selbst zu, dass er sich lediglich auf einen Vorfall bezieht, bei dem ein Auto nicht angeprungen ist und die Wehrleute offensichtlich alles versucht haben, das Fahrzeug zum laufen zu bekommen. Dass der Bürgermeister selbst dazu nichts sagt, halte ich auch für – sage wir mal, interessant..

    Auch für diejenigen, die meinen, generelle Rücktritte seinen von Grund auf zu verteufeln: Würdet ihre mit Baumwollhosen, ohne Flammschutzhauben, mit 30 Jahre alten, und ggf. sogar noch älteren Fahrzeugen und Geräten arbeiten wollen, wenn es zur Sache geht und ihr die Wahl hättet?
    Diese Ansicht vertrete ich, obwohl ich sie noch nicht als Grund für die Austritte aus den verschiedenen Wehren gelesen habe. Ich denke, dort wird es auch eine Mischung aus Allem sein..

    Ich habe das Glück in zwei Feuerwehren zu sein, die hervorragend ausgestattet sind und auch bedacht sind, allen Kameraden eine gute und aktuelle Ausbildung zu geben.
    Das gibt mir das Gefühl, dass ich geschätzt werde, dass mein Engagement geschätzt wird und ich im Notfall auf alle Kameraden zählen kann, die mir mit einem hohen Ausbildungsstand und bester Technik zur Hilfe kommen könnten.

    Zu meinem Vorredner: Kindergarten ist das richtige Wort. Ich fühle mich auch immer mehr wie in einem Kindergarten, denn offensichtlich scheint jeder so laut rumzubrüllen, dass keiner mehr differenziert und genau Artikel schreiben, lesen und schon garnicht verstehen kann und/oder will.

    Auch wenn ich diesen Satz hasse, passt er hier: „Ich mache das ganze freiwillig!“; und solange SINNVOLLE und wichtige Neuerungen oder, wie in diesem Fall, ein stv. Bürgermeister meint, wegen einer kaputten Batterie so einen Aufstand machen zu müssen, dann muss ich ehrlich sagen, dass mir für diesen Stress meine Zeit und meine Nerven zu kostbar sind.

  5. MDoellinger am 6. August 2009 01:07

    Hallo,
    nur einstweilen eine kleine Stellungnahme zu diesem Vorfall (näheres evtl. später):
    Der Feuerwehr Störnstein wurde vom zweiten Bürgermeister auf einer öffentlichen Gemeinderatssitzung eine Führungsschwäche und ein Wartungsmangel vorgeworfen. Hierbei bezog sich der zweite Bürgermeister auf die Tatsache, dass bei einer Bewegungsfahrt eine wartungsfreie Fahrzeugbatterie zusammengebrochen ist. Es wurde daraufhin versucht, das Fahrzeug anzuschleppen, was bei einem Dieselfahrzeug durchaus ein adäquates Mittel ist. Die Vorwürfe des zweiten Bürgermeisters entbehren somit jeglicher Grundlage. Der Feuerwehr wurde von allen Feuerwehrführungskräften (Kreisbrandmeister, Kreisbrandrat) immer tadellose Arbeit bestätigt (z.B. Leistungsprüfung letzte Woche http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/1941919-127-stolz_auf_die_truppe,1,0.html), was ja auch aus obigem Zeitungsartikel hervorgeht. Daraufhin hat die Feuerwehr den zweiten Bürgermeister aufgefordert, seine Aussage zurückzunehmen. Dieser hat jedoch seine haltlosen Vorwürfe bekräftigt. Auch der erste Bürgermeister hat sich nicht von dieser Aussage distanziert. Da die Feuerwehrführung somit nicht mehr davon ausgehen kann, dass sie den Rückhalt des Bürgermeisters hat, sondern dass die Gemeindeoberhäupter sich vielmehr gegen die Feuerwehr stellen, ist die gesamte Führung zurückgetreten.
    Ich finde es schade und unverständlich, dass Feuerwehrkameraden, die zum Teil fast oder auch über 40 Jahre Dienstzeit absolviert haben und einen Großteil ihrer Freizeit in den Dienst der Feuerwehr gestellt haben auf diese Weise von der Gemeinde abgekanzelt werden. Das Ehrenamt wird hier mit Füßen getreten.

    Markus Döllinger
    1. Vorsitzender des Feuerwehrvereins

  6. julian am 6. August 2009 04:16

    Hallo Markus,
    das scheint ja die Bestätigung dessen zu sein, was ich aus diesem Zeitungsbericht herausgelesen habe.
    Leider scheint aber euer Anliegen bei der Sache viel zu wenig in den Artikeln herauszutreten. Die Katze ist bereits in den Brunnen gefallen, jetzt würde ich an eurer Stelle eine viel offensivere Pressearbeit fahren, damit auch noch der letzte versteht, dass es einzig und allein um diese Batterie geht.
    Auch die (fehlende?) Aussage des Bürgermeisters würde ich nicht hinnehmen und ihn erneut öffentlich zu einer auffordern und das auch zu begründen. („Da die Feuerwehrführung somit nicht mehr davon ausgehen kann, dass sie den Rückhalt des Bürgermeisters hat“)…

    Die Leistungsübung.. Sorry, aber ich sehe das nicht als Zeichen, wie Leistungsfähig eine Feuerwehr wirklich ist.

    Aber je länger ich darüber Nachdenke, desto eher kommt bei mir die Frage auf, ob Ihr nicht besser nach einer Aussprache mit dem BM an die Öffentlichkeit gegangen wärt mit der Aussage „Wir sind trotz aller Anfeidungen des stv. Bürgermeisters für die Bürger da. Alle Feuerwehrangehörigen, die allesamt ehrenamtlich tätig sind, empfinden diese Anschuldigungen als Schlag ins Gesicht. Die als unfähig bezeichnete Führung legt sofort ihre Ämter nieder, wenn der Bürgermeister nicht eindeutig Stellung pro Feuerwehr bezieht und diese haltlosen Vorwürfe entkräftet. Damit wäre der Schutz der Bürger in der Hand anderer Feuerwehren aus dem Umland und alle müssten sich auf längere Wartezeiten in einer Notsituation einstellen.“

    Noch eine Idee wäre, mitten in der Stadt Bürger darauf anzusprechen und zu fragen, ob man Leute der Führungsschwäche bezichtigen sollte, weil an einem Fahrzeug während eines Dienstes, an dem genau solche Fehler erkannt werden sollen, eine defekte Batterie entdeckt und anschließend ersetzt wurde. Man sollte einige Dinge fragen, die Eurer Sache dann aber sicher nicht zuräglich wären ;)

    Viel Glück!

  7. Tobias am 6. August 2009 08:59

    Hi,

    meines Erachtens klingt die Strategie von Julian um einiges besser. Den Austritts-/Boykottaktionen stehe ich eh sehr kritisch gegenüber. Immerhin sind wir zwar alle Freiwillig in dem Laden und üben „nur“ ein Hobby aus, aber es gibt nunmal Bürger in eurer Gemeinde die sich in manchen Situtationen 100%ig auf euch verlassen müssen.

    Um mal den Teufel an die Wand zu malen: Brandeinsatz ähnlich dem in BadHarzburg. Zwei Kinder vermisst. Es zählen Sekunden. Die Feuerwehr rückt an …. aus dem Nachbardorf !! Rettung der Kinder: Keine Chance. Und ihr sitzt zuhause und konntet nicht mal versuchen etwas zu erreichen…

    Klar kann man dann argumentieren: Für den Brandschutz ist die Gemeinde zuständig, etc. Nur was bringt euch das? Meint ihr wirklich DANN verstehen und unterstützen euch eure Mitbürger noch? Ich glaube nicht. Mal ganz davon abgesehen was ab diesem Einsatz tagtäglich auf euren Schultern lastet. Und warum? Wegen einer vorgeworfenen „Führungsschwäche und Wartungsmangel“? Ganz klar: Reagieren muss man auf solch eine blöde Aussage, aber dann bitte entsprechend (siehe julian) und wegen mir mit Dienst-nach-Vorschrift aber nicht mit Austritt/Amtsniederlegungen.

    Just My 2 Cents

  8. simon02 am 6. August 2009 10:02

    Hallo,

    schön das einer von der betroffenen Wehr dazu Stellung nimmt.

    Was mich da persönlich mal interessieren würde, wie reagiert die Bevölkerung auf diesen Streit und die Abmeldung der Feuerwehr ?
    Welche Stellung hat der Gemeinderat zu diesem Streit eingenommen ?

    Gruß
    Simon

  9. darthvader am 6. August 2009 10:21

    Ich schließe mich da Tobias und Julian an. Bin zwar kein Jurist, aber man könnte den Spieß umdrehen und der Gemeinde einen Schuh daraus machen, mit Hilfe von §1 Abs 2 BayFwg:
    „Zur Erfüllung dieser Aufgaben haben die Gemeinden in den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gemeindliche Feuerwehren (Art. 4 Abs. 1) aufzustellen, auszurüsten und zu unterhalten.“
    Damit ist der Unterhalt, d.h. auch die Wartung, der Gerätschaften klar eine Aufgabe der Gemeinde. Dass die Wartung oft von den Feuerwehren erledigt wird ist also eine rein freiwillige Leistung, die nicht an den Feuerwehrdienst gebunden ist.
    Nachdem die Wartungskompetenz der Feuerwehr öffentlich angezweifelt wurde, würde ich das zukünftig den machen lassen, der dafür zuständig ist: die Gemeinde. Über die zusätzlichen Kosten soll sich dann die Politik Gedanken machen, die haben den Stein ins Rollen gebracht.
    Man kann auch mal kritisch hinterfragen, ob der 2. Bgm überhaupt die nötige fachliche Kompetenz hat, über Führungsqualität und Wartungszustand objektiv urteilen zu können.

  10. Tom112 am 6. August 2009 15:41

    Die Situation in Störnstein scheint leider ziemlich verfahren zu sein. Mit den bisher Beteiligten wird es wohl keine Zukunft geben können. Also muss schnellstmöglich eine neue Führungsspitze gewählt werden, ansonsten bekommen die Störnsteiner eine Pflichtfeuerwehr. Man kann eine Feuerwehr nicht so einfach „abmelden“. Ich finde schade, dass dieser Eindruck erweckt wird, wieviele Bürgermeister werden wohl insgeheim schon dran gedacht haben, ihre kleinen Feuerwehren „abzumelden“?

  11. Bewegung in Störnstein? : FWnetz – Feuerwehr im Netz am 9. August 2009 10:45

    […] bei Wohnhaus-ExplosionLurge on München: “Generalsanierung” der BF steht anTom112 on Wegen Führungsschwäche und mangelhafter Gerätewartung – Feuerwehr abgemeldetdarthvader on Wegen Führungsschwäche und mangelhafter Gerätewartung – Feuerwehr […]

  12. Kein neuer Kommandant in Störnstein gewählt : FWnetz – Feuerwehr im Netz am 8. September 2009 09:08

    […] Wegen Führungsschwäche und mangelhafter Gerätewartung – Feuerwehr abgemeldet […]

Bottom