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Bei der VU (auch am Rande) mitbekommen:

  • Unterbauen kostet Zeit = nach Möglichkeit darauf verzichten (Autos stabil genug)
  • Verstärkte Stellen mit Plasmaschneider angehen (hier vielleicht angezeigt, aber ansonsten?)
  • Ständiges Nachklopfen des Unterbaus: Patientenschonend?
  • Batterie MUSS unter allen Umständen abgeklemmt werden (beisst sich mich Punkt 1)

Und noch ein Paar „Kleinigkeiten“. Ist das ein Anzeichen dafür, dass man sich für zu selbstsicher hält?

Kommentare

7 Kommentare zu “THL: Ungute Trends” (davon )

  1. Julian R. am 11. August 2009 11:20

    Ich denke das ist kein Anzeichen für übertriebene Selbstsicherheit. Im Gegenteil, Veränderungen bzw. generell das Hinterfragen sind doch Bestandteil eines Verbesserungsprozesses.
    In der Vergangenheit war ja der Trend zu einer Standartisierung der Vorgänge und Abläufe (z.B. SER) zu erkennen. Vieler Orts haben sich diese Standards mittkerweile durchgesetzt und nun, denke ich, fängt man halt an die Standards in Hinblick auf Einzelfälle entsprechend zu hinterfragen (wieviel Unterbauen ist im Einzelfall wirklich notwendig) und ggf. zu verändern.
    Wie diese Änderungen sich jedoch auf das Gesamte auswirken, vermag ich nicht abzuschätzen. Bin nur Indianer und kein Häuptling ;-)

  2. Cimolino am 11. August 2009 12:28

    Hallo,

    den Verzicht auf den Unterbau halte ich für alle relevanten schweren Arbeiten am Auto für einen groben fachlichen Fehler. Die in der Detail dazu notwendigen Kenntnisse zur Fahrzeugkonstruktion – und den vorhandenen Strukturschäden – dürfte keiner vor Ort haben. (Und Trainer für THL-Ausbildungen, die das ggf. mit sich bringen könnten, sind im Einsatz zu dünn gesät!)

    Plasmaschneider kann man nutzen – so man einen hat und damit umgehen kann. Aber:
    – Erzeugt Flammen!
    – Beschränkte Reichweite und hohes Gewicht!
    – Kostet zusätzlich Zeit im Aufbau

    Wieso wird der Unterbau nachgeklopft, wenn er überflüssig sein soll? Ausserdem reicht eine Kontrolle mit ggf. Nachschieben dafür sicherlich auch aus.

    Batterie: S. zig Diskussionen dazu….

  3. joergheck am 11. August 2009 14:47

    Na da würde mich ja Interessieren von wem Du das aufgeschnappt hast, einen Verdacht hab‘ ich ja.

    Meiner Meinung nach ist es in dem von Dir genannten Punkten wichtig zu erkennen, dass es Standardverfahren gibt die deshalb Standard sind, weil sie ein bestimmtes Ziel verfolgen. So verfolgt z.B. das Unterbauen das Ziel Bewegungen des Fahrzeugs auszuschließen oder das Abklemmen der Batterie das Ziel Brandgefahren zu reduzieren und Antrieb bzw. Airbags zu deaktivieren.

    Wie es nun im Leben aber nunmal so ist, ist selten schwarz oder weiss richtig, in vielen Fällen ist die Lösung grau! Und wer alle Standards stur ausführt ohne das Ziel vor Augen zu haben, hat i.d.R. etwas nicht verstanden.

    Beispiele:

    * Unterbau ja, aber mit dem Ziel das es eben möglichst wenig wackelt (deshalb bin ich auch kein Freund des Nachklopfens mit einem Hammer). Unterbau (im Sinn eines Wank- und Wippverhinderes) nein, wenn dieser zuviel Zeit kostet und man diese in Anbetracht des Verletzungsmusters gerade nicht hat.

    * Unterbau nein, wenn das Fahrzeug schon stabil steht wenn man ankommt (z.B. weils im matschigen Acker bis zum Schweller eingesunken ist).

    Was das Batterieabklemmen betrfft verhält es sich doch ähnlich:

    * Batterieabklemmen ja, wenn ich an die Batterie rankomme und die Spannung nicht mehr brauche. (Die meisten Fahrzeuge haben die Batterie nach wie vor im Motorraum, bei den meisten VUs stehen die Autos auf den Rädern, bei einem großteil der Fahrzeuge ist die Sitzverstellung mechanisch).

    * Batterieabklemmen nein, wenn ich nicht an die Batterie komme (das ist übrigens was anders als keine Ahnung zu haben, wo die Batterie sein könnte) oder weil ich z..B. aufgrund von vorhandener elektr. Sitzverstellung noch Pläne mit der Batterie habe.

    Ich weiss auch nicht wer außer den Fahrzeugherstellern (und da hängt das mit Produkthaftung zusammen) das Thema Batterieabklemmen jemals so strikt vermittelt hat (MUSS), jeder der ab und zu mal Unfallbilder anschaut, weiss doch wie der Hase läuft.

    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Wichtig im Einsatz ist, dass unser Vorgehen darauf Abzielt, dass das Ziel (z.B. der Sicherungsmaßnahmen) erreicht ist und es nicht darum geht, dass man dafür um jeden Preis irgendwelche Maßnahmen ergreifen muss.

    Was die Sache mit dem Plasmaschneider betrifft so habe ich berechtige Zweifel, dass ein Plasmaschneider tatsächlich eine Alternative zu Schneidgerät oder Säbelsäge ist. Hab’s aber noch nicht probiert (z.B. an einer Fahrzeugsäule). Kenne nur Versuche da hat man probiert Scharniere mit dem Plasmaschneider zu trennen und das hat nicht geklappt.

    Grüße
    Jörg

  4. jansued am 11. August 2009 15:11

    Mist, Jörg war schneller.

    Wichtig nochmal: Es geht um eine patientenzentrierte Rettung, nicht zwangsweise um eine patientenschonende Rettung. Das kann – in Abhängigkeit vom Gesundheitszustand des Patienten sehr schonend sein, kann aber auch laut und wackelig sein…

    Bei den anderen Technik muss daran denken, WARUM man WAS macht.

    Unterbauen: Fahrzeug soll nicht mehr wackeln oder zusammenklappen
    Batterie: Airbags außer Betrieb setzen, Kurzschlüsse vermeiden

    Wenn mans auf anderem Wege erreichen kann oder es sich offentsichtlich erübrigt hat, dann kann man es bleiben lassen..

    Grüße, Jan

    Plasmaschneider? Dann wohl eher Trennschleifer.

  5. Sven Koopmann am 12. August 2009 14:03

    Welche Einbauorte der Batterie muss ich erkunden, um auf der sicheren Seite zu sein?
    Motorraum ist klar. Beifahrersitz? Kofferraum?
    Welche Fahrzeugtypen haben schon zwei Batterien?
    Gibt es aktuelle Quellen dazu im Netz?

  6. Fabian Funk am 12. August 2009 22:41

    @Sven
    Praktisch alle Modelle der Oberklasse, teilweise schon bis in die Mittelklasse runter. Einbauorte sind in der Regel stark Modell- und Herstellerabhängig. Ich kenne auch Audi 100 aus den frühen 90ern mit einer zweiten Batterie unter der Rückbank…
    Als Quelle fällt mir nur der jeweilige Rettungsleitfaden ein.

  7. Jochen Petzinger am 12. August 2009 23:43
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