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Nach dem abgebrannten TLF in Klostermansfeld und den 17 verletzten FA durch Rauchgasintox in Wallwitz (beides Sachsen-Anhalt) fordert der Landesfeuerwehrverband Sachsen-Anhalt nun eine spezielle Ausrüstung bzw. eine bessere Förderung für Anschaffungen für Fahrzeuge speziell für derartige Einsätze.

Quelle: mz-web.de

Bei Eisleben ging ein Löschfahrzeug in Flammen auf. (FOTO: ARCHIV/WINTERFELD) / mz-web.de

Sie kämpften stundenlang bis zur Erschöpfung: Von Montag 13.30 Uhr bis Dienstag gegen 9 Uhr brauchten mehr als 50 Feuerwehrleute, um vier Hektar in Flammen stehendes Ödland bei Wallwitz im Saalekreis zu löschen. Ein extrem schwieriger Einsatz: „Eine stabile Wasserversorgung über eine lange Schlauchleitung war nicht möglich. Deshalb mussten wir die Fahrzeuge zum Tanken hin und her fahren lassen“, sagt Volker-Cliff Schüler, Wehrleiter der Gemeinde Götschetal nördlich von Halle.

Währenddessen versuchten Feuerwehrleute, der Flammen mit Feuerpatschen, Schaufeln und Spaten Herr zu werden. Für einige von ihnen war das offenbar zu viel: 17 mussten wegen Kreislaufschwäche behandelt werden. Die Hitze und die dicke Schutzkleidung hatten ihnen zugesetzt.

Löschfahrzeug ausgebrannt

Vor eineinhalb Wochen waren bei der Bekämpfung eines Ödlandbrandes nahe Eisleben zwei Feuerwehrmänner weitaus schwerer verletzt worden: Sie erlitten Verbrennungen im Gesicht. Ihr Löschfahrzeug konnten sie nicht retten, es brannte komplett aus.

Der Landesfeuerwehrverband fordert deswegen jetzt besondere Technik. „Es gibt Fahrzeuge, die rundum mit Sprühdüsen ausgerüstet sind und sich zum Eigenschutz selber einnebeln können“, sagt Vorsitzender Ingolf Hirsch. Das würde es erlauben, schnell aus der Gefahrenzone zu kommen. Die Anschaffung sei aber eine Geldfrage.

Doch das Innenministerium ist skeptisch. Die meisten Tanklöschfahrzeuge könnten nicht mehr als zwei bis drei Kubikmeter Wasser fassen, sagt ein Sprecher. Werde ein Teil davon für den Eigenschutz verwendet, bleibe zum Löschen nicht viel übrig. Zudem müsse das Auto manövrierfähig bleiben. Ein eigenes Förderprogramm für die vom Verband gewünschte Technik gebe es deshalb nicht.

Obergrenze bei Förderung

Ein Tanklöschfahrzeug der genannten Größe kostet laut Ministerium je nach Ausstattung 130 000 bis 150 000 Euro. Das Land gibt maximal bis zu 105 000 Euro dazu.

Feuerwehren, die häufig mit Ödlandbränden zu tun haben, rät Hirsch zu intensivem Training und bei einem Einsatz zur genauen Beobachtung der Gegebenheiten. Vorwürfe, das sei in Wallwitz versäumt worden, weist Wehrleiter Schüler zurück. So hätten der örtliche Einsatzleiter und seine Helfer den Wind im Auge behalten.

Quelle: mz-web.de

Meiner Meinung nach liegt das Problem nicht in der fehlenden Technik, sondern vielmehr im Bereich geeigneter PSA und „Handtechnik“ sowie spezieller Ausbildung, wie sie beispielsweise @fire vorzuweisen hat.

Einwände? Meinungen? Auf jeden Fall wird das Problem der Ödland- bzw. Waldbrände nicht weniger, demzufolge sollten wir uns nicht weniger damit befassen.

Kommentare

3 Kommentare zu “LFV Sachsen-Anhalt fordert spezielle Ausrüstung für Ödlandbrände” (davon )

  1. Cimolino am 18. August 2009 22:44

    Hallo,

    wieso „dicke Schutzkleidung“? Hat man da wieder im Hochsommer mit HuPF-Bekleidung zur Brandbekämpfung im IA gelöscht?

    Der Rest: S. Unterlagen von @fire, DFV Info zu Wald- und Flächenbränden, DIN-Ergänzungsvorschlag für Wald-/Flächenbrandbekämpfung, SER Waldbrand http://www.standardeinsatzregel.org...

  2. Markus Held am 18. August 2009 23:03

    Ist das eigentlich nur eine deutsche Krankheit, dass alles unbedingt über ein neues Fahrzeug gelöst werden muss (ganz egal, ob das sinnvoll oder überhaupt möglich ist)?
     
    Immer das selbe Problem in Deutschland: Statt vernünftiger Aus- und Fortbildung sowie der Aufgabe angepasste PSA und Ausrüstung stürzt man sich lieber auf Autos, weils wesentlich einfacher ist und besser ausschaut.
    Einfach nur traurig…

  3. PCox am 19. August 2009 00:42

    Hallo,
    da stellt sich die Frage, was die Herren sich so vorstellen. Fahrzeuge mit Selbstschutzeinrichtungen (mitnichten nur Sprühdüsen), die sich aus der Gefahrensituation fahren – wie genau kommt dieses Fahrzeug überhaupt in eine Gefahrensituation?
    „Keep one foot in the black“ – und dann kann das nicht passieren. Wenn zwei bis drei Kubikmeter Wasser zu wenig sind, sollte man sich schleunigst darüber Gedanken machen, ob man ein TLF beschafft hat oder irgendwas anderes, was früher mal TLF 16/25 hieß, aber kein TLF darstellt.
    Manchmal fragt man sich noch, was mancher LFV so macht, wo es doch genug positive Beispiele gibt, bei denen ein LFV mit gutem Beispiel vorangeht!
    Grüße PCox

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