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Farbe(iw) Hiermit der Einstieg in das Sommerloch-Fotoprojekt. In einer kleinen Reihe von Übungen wollen wir uns einigen Designelementen widmen. Dies sind unter Anderem: Linie, Muster, Textur, Form, Farbe oder Silhouette. Je nachdem wo man nachguckt, gibt es einige weitere, aber diese sind für den Start schon mal prima.

Das Bewusstsein über die Verwendung von Designelementen ist eine super Basis um bessere Fotos hinzubekommen. Viele sehr gute Bilder haben ein prävalentes bzw. hervorstehendes Element. Ziel der Übung ist es also, ein bestimmtes Designelement herauszunehmen, und Fotos zu machen.

Fangen wir gleich mit der Farbe an. Farblehre ist ein sehr weitläufiges, aber ausgesprochen interessantes Thema. Nicht nur geht es darum, welche Farben welche Emotionen auslösen, aber auch wie sie zu kombinieren sind. Schaut Euch auf Wikipedia die Farbkreise an: Nachbarfarben harmonieren, Farben, die sich gegenüberstehen haben den höchsten Kontrast. Übrigens sind die Grundfarben Blau, Rot und Gelb im sog. substraktiven System: mit Pinse und diesen drei Farben kann ich alle anderen Farben machen. Alle zusammen ergeben schwarz. Im additiven System sind die Grundfarben Blau, Grün und Rot: Bildschirme sind das beste Beispiel.

Doch bei dieser Übung gilt es, ein Gefühl für Farbe zu bekommen. Die Aufgabe ist denkbar einfach: Kamera krallen und einen kleinen Ausflug durch das Zimmer oder aus der Tür machen, oder gleich einen grossen Ausflug. Doch wenn man genauer hinguckt, ist die Größe des Ausflugs eigentlich egal: Farbe ist überall.

Ein bisschen Nachdenken muss man dann allerdings schon, wenn man Farbe als vorrangiges Designelement herausstellen möchte. Hier muss man sich den Ausschnitt ein wenig genauer überlegen, und es spricht auch nichts dagegen, sich auf den Rücken zu legen. Ist der Himmel blau, ist das schon mal ein schöner, farbiger Hintergrund.

Kleiner Exkurs: möchte man einen verschwommenen Hintergrund haben, benötigt man eine sehr geringe Schärfentiefe. Dieser wird durch die Einstellungen an der Linse bestimmt, und deshalb alleine lohnt sich eine Kamera mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten. Zauberei ist es übrigens keine.

So geht das: möchte man eine sehr geringe Schärfentiefe, so muss die Blende so weit wie möglich aufgemacht werden. bei f2.8 (die größte Blende bei vielen Objektiven) ist die Schärfentiefe sehr gering.

Ich habe einen kleinen Streifzug durch den Garten gemacht. Die Bilder sind übrigens mit der Spiegelreflex in RAW aufgenommen und hinterher leicht bearbeitet, insbesondere was Kontrast und Sättigung angeht.

mirabellen

Die Mirabellen sind reif, und wir haben schon einige gepflückt, um eine eigene Variante von Tchemali zu machen: Mirabellen aufkochen, dazu Salz, reichlich Knoblauch und Dill, und stehen lassen. Sagenhafte Sauce zu Grillfleisch. Aber ich schweife ab: wunderbares Thema, viele Nuancen von gelb bis rot, dazu noch genügend Schatten um die Formen abzugrenzen. Hier sieht man auch die Macht der Perspektive: das Bild ganz oben ist genau das gleiche, halt nur von der Seite aufgenommen, und die Blende aufgerissen um einen verschwommenen Hintergrund zu bekommen. Der grüne „Kranz“ ist dabei ein ziemlicher Glückstreffer :)

rot

Leider sind meine botanischen Kenntnisse etwas beschränkt: keine Ahnung wie diese ungeniessbare Beere heisst (weiss das jemand?). Hier einen klecks in rot genommen, unten links geparkt (das Hauptobjekt genau in der Mitte ist fast nie wünschenswert). Sieht man sich das Farbrad nochmal an: Rot und Grün liegen gegenüber, bilden also einen Kontrast, den man sich zunutze machen kann.

rot1

Hier habe ich probiert, ein wenig blau mit hereinzunehmen: auf den Rücken legen und den Himmel mit auf das Bild. So habe ich übrigens auch ein Paar Grundfarben: Rot, Grün, Blau. Grundfarben sind psychologisch „solide“.

blume

Bleiben wir bei der Perspektive: diese lustige Gartenblume ist ein schöner Kontrast zum blau des Himmels, und die Plastikstange rechts bringt etwas grün rein. Hier übrigens auch auf den Rücken hingelegt. Nur mal um aufzuzeigen, dass die Perspektivsuche auch dazu gehört :) Fotografieren ist übrigens ein harter Job: die Farben kommen morgens und abends am schönsten heraus. Keinen Bock auf Sonnenaufgangszeit? Vermutlich der falsche Job.

tuer

Leider ein bisschen schief geworden, aber egal. Hier geht es um den Ausschnitt, und so wird eine banale rote Tür in einem schwarzen Haus (vielleicht) doch interessant. Auch hier gilt: die starke Linie (Übergang von rot auf schwarz) ist nicht mittig. „Linie“ ist dann die nächste Aufgabe.

Doch ist es nun an Euch: nehmt die Kamera und versucht Euch an das Thema „Designelement Farbe“. Zunächst kann das unter Umständen ein bisschen frustierend sein, doch schnell kommt man auf den Geschmack. Also: einfach ausprobieren.

Und wer mag: Resultat einfach per FWpix einschicken, am Liebsten mit Kommentar (was sehen wir? was soll vermittelt werden? warum ist es gut? was könnte man verbessern?) und in ein Paar Tagen können wir ja mal durchgehen, was so reingekommen ist. Viel Spaß dabei?

Übrigens ist hier auf Flickr schon mal ein Album.

Kommentare

9 Kommentare zu “Fotoprojekt Übung 1: Farbe” (davon )

  1. markus_ger86 am 24. August 2009 15:53

    Was für ein Objektiv nutzt du denn (Festbrennweite 80mm / oder ein Tele)?

  2. Irakli West am 24. August 2009 15:59

    Das 24-85 hier: schlechtes Handyfoto. Wg. kleinerem Chip Faktor 1,6 dazunehmen, ergo 40-120. Habe dazu noch ein Paar andere (10-20, 50, 70-200).

  3. Philipp am 24. August 2009 16:44

    Wenn ich so deine Bilder sehe, steigt das verlangen nach einer richtigen Spiegel-Reflexkamera. Wobei ich dann wieder bei der Frage bin: Welche mit welchem (welchen) Objektiv(en). Diese Frage schiebt die Anschaffung seit etwa 6 Jahren immer weiter nach hinten.

  4. Jochen Petzinger am 24. August 2009 17:18

    Vermutlich rote Heckenkirsche (auch rotes Geißblatt genannt). Giftig (Üblekeit, Erbrechen bis Herz-/Kreislaufstörungen).
    Das mit dem „Objekt nicht in der Mitte“ nennt man den Goldenen Schnitt.

  5. Jochen Petzinger am 24. August 2009 18:19

    Vielleicht sollte man im Vorfeld noch dazu  schreiben: die Bilder gleich auf max. 1 MB runterskalieren…

  6. Ulrich Wolf am 24. August 2009 18:56

    Hätte das Fotoprojekt nicht eine „andere Plattform“ als FWpix haben können.  Die „Feuerwehr“-Fotos gehen jetzt „unter“ … Trotzdem klasse Idee! Meine Einsendung kommt auch gleich.

  7. Irakli West am 24. August 2009 19:09

    Hi Uli, ich mache dann einen Post mit den eingesendeten Bildern

  8. Alex112 am 28. August 2009 18:19

    LÖL ich glaubs nicht, Fotokurs im FWnetz… tztztz, AUA!!!
    Zum Thema Sommerloch, das liegt ganz und garnicht vor, ich weiß von einigen größeren Sachen, die hier irgendwie vorbei liefen, heute zum Beispiel Massenfall von Verletzten in einer Schule in Braunfels, Austritt von Gas, 60 verletzte Kinder, zum teil jedoch nur zur Beobachtung, SEG vor Ort…

    Link sende ich sobald es einen gibt…

  9. Alex112 am 28. August 2009 18:28

    Nunja, so spektakulär dann offensichtlich doch nicht: http://www.mein-herborn.de/nachrichten.php?artikel_id=158872

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