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(sc). Das FWNetz lebt von einer aktiven Community. Das FWNetz lebt aber auch von den Nachrichten in anderen Blogs, in Foren und ja, auch das, von den Meldungen in den klassichen Medien (bzw. deren Online-Ableger).

Wir unterstützen unsere Leser, nein, wir fordern Sie sogar auf, sich aktiv im FWNetz zu beteiligen, indem sie zum Beispiel eigene Kurznachrichten verfassen können. Dieses Angebot erfreut sich großer Beliebtheit und wir sind unseren Lesern sehr dankbar für Ihr Engagement.

An diesem Punkt wird es nun ein wenig diffizil. Hinweise auf BOS-Nachrichten in anderen Medien fassen wir  – und fast alle unserer „Kurznachrichtenschreiber“ – meist in einem kurzen Teaser zusammen und verlinken auf den Originaltext. Manchmal recherchieren wir zu einem Thema weiter und führen dann die verwendeten Seiten als Quellen auf. Dabei entsteht jedoch ein neuer Artikel, mit ggf. anderen Aspekten im Mittelpunkt.

Insofern profitieren auch anderen Seiten von uns, da wir Ihnen partiell Traffic bescheren, weil wir eine Meldung verlinken.

Für uns problematisch wird es nun, wenn einige wenige Leser ganze Nachrichtenmeldungen anderer Medien kopieren und in eine FWNetz-Kurzmeldung einfügen. Es nützt dann auch nichts, die ganze Meldung  als Zitat zu kennzeichnen und die Quelle zu nennen. Ohnehin ist dem Wiedergeben eines Zitats rechtlich eine sehr enge Grenze gesetzt (§ 51 UrhG).

Zum Glück kommt es im FWNetz sehr selten zu Problemen mit dem Urheberrecht, und das spricht für unsere „mitschreibenden Leser“.

Das Bewusstsein eine Verletzung des Urheberrechts zu begehen, ist oft gar nicht vorhanden – und jeder von uns „tappt“ ab und zu in diese Falle. Das Internet(t) basiert auf dem Prinzip des Kopierens von Informationen und unterbewusst machen wir uns dieses Prinzip zu eigen.

Dieser Umstand zwingt uns nun aber dazu – gleichsam vorsorglich -, eine Art Guideline (=Hinweise) für euch bereit zu stellen, die helfen soll ernsthafte Probleme mit Rechteverwertern zu vermeiden. Diese Hinweise sollen euch helfen eine FWNetz-Kurzmeldung (oder gerne auch einen Magazinartikel) korrekt (und rechtlich halbwegs wasserdicht) zu erstellen:

Jeder der einen Artikel im FWNetz einstellt,

  1. muss diesen mit seinem vollen Namen kennzeichnen. Wird der Name, weil das WordPress-Profil (noch) nicht ausgefüllt ist, nicht automatisch angezeigt, so ist der Name des Autors am Ende des Textes explizit zu nennen, und zwar in folgender Form:  Autor: Max Mustermann, Musterstadt.
  2. ist für die Korrektheit der wiedergegebenen Informationen verantwortlich.
  3. muss seine Quellen offenlegen und/oder korrekt mit einem funktionierenden Hyperlink versehen.
  4. muss darauf achten, dass er Urheber- und Verwertungsrechte anderer nicht verletzt. Das bedeutet, dass insbesondere Nachrichtenmeldungen anderer Medien nicht eins-zu-eins ins FWNetz kopiert werden dürfen.
  5. muss diese Kurznachricht mit eigenen Worten zusammenfassen/verfassen. Partielles Zitieren von Texten anderer Quelle ist erlaubt, sofern a) die Quelle korrekt genannt ist und b) das Zitat nicht den wesentlichen Teil der FWNetz-Kurzmeldung darstellt. Ausnahmen hierzu sind zulässig, sofern der Autor sein Einverständnis gegeben hat oder der Text unter einer entsprechenden Lizenz steht bzw. mit der Absicht der Weiterverbreitung veröffentlicht wurde.

Wir behalten uns damit vor, zukünftig jeden Artikel, der sich über diese Hinweise hinwegsetzt, kommentarlos zu löschen bzw. anzupassen. Bisher ist das glücklicklicherweise noch nicht allzuoft vorgekommen, weil sich die meisten unserer Mit-Schreiber über diese Problematik im Klaren sind und Ihre Artikel in entsprechender Art verfassen.

Klar, keiner mag strenge Regeln – auch wir nicht – aber vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Diskussionen, insbesondere der von Hubert Burda kolportierten Debatte über Link-Verbote, und der vermeintlichen Enteignung der Verlage durch das Verlinken (sic!), bleibt uns zunächst keine andere Wahl.

Prinzipiell fährt also jeder Autor am Besten, wenn er einen Sachverhalt in eigenen Worten wiedergibt und ggf. mit weiteren, selbst recherchierten Informationen ergänzt und die Quellen nennt. Zwar wird auch das die armen, von den bösen Internetautoren „enteigneten“ Verlage nicht befriedigen, jedoch ist dieses Vorgehen momentan der sicherste Weg – sieht man davon ab, Publikationen im Internet generell zu unterlassen, was aber keiner von uns ernsthaft anstrebt.

Eine Anmerkung zu der genannten „Enteignungsdiskussion“ sei uns gestattet: Es gibt mächtige Stimmungsmacher gegen Internetjournalisten, nicht nur aus der Verlagswelt, sondern auch aus der Ecke der klassischen Journalismus (wobei wir nicht alle Redakteure/Journalsiten in einen Topf werfen wollen). Internetjournalisten wurden von einigen dieser Stimmungsmacher auch wiederholt als Schmierfinken bezeichnet, denen sich die politische Kaste eingedenk ihrer eigenen Interessen im Großen und Ganzen anschließt. Interessant ist nun aber, dass diese „guten“ Journalisten, manchmal die „Schmierfinken“ selbst enteignen, indem Texte aus dem Internet kopiert, eingefügt und unter anderem Namen veröffentlicht werden. Auch den Autoren des FWNetz ist das mehrfach passiert! Und besonders (inter)nett finden wir das auch nicht, auch wenn wir es bisher bei einem freundlichen Hinweis an den Autor/Verlag belassen haben.

Unterm Strich möchten wir dennoch unseren Lesern für Ihre gute und zahlreiche Mitarbeit danken.

Kommentare

6 Kommentare zu “Gedanken über das Paste & Copy: Hinweise” (davon )

  1. Harald Laier am 25. August 2009 12:26

    Zur „Enteignungsdiskussion“: Fast alle Printmedien verzeichneten in den vergangenen Jahren Rückgänge. Einerseits auf der Leserseite. Andererseits bei den Werbeeinnahmen. Im gleichen Zeitraum nahm die Anzahl der Internetnutzer zu. Die Werbeindustrie investiert mittlerweile mehr Geld im Internet. Die weiteren Entwicklungen muss man abwarten.

    Dadurch ist u.a. den Eigentümern das neue Medium Internet ein Dorn im Auge. Meiner Meinung nach auch irgendwo verständlich. Jedoch ist der aktuelle Umbruch im klassischen Printmedium noch nicht beendet. Einige Printmedien werden den Umbruch nicht „überleben“. Andere werden sich durch entsprechende Neuausrichtungen „retten“. So mein Eindruck.

    Diese ganzen Gründe sollte man im Zusammenhang mit der Enteignungsdiskussion im Hinterkopf behalten. Die „Klaumentalität“ im Internet ist aus rechtlichen Gründen auch ein Grund. Jedoch geht’s – wie fast immer – ums Geld! Manchmal erst auf dem zweiten Blick.

  2. MatthiasM am 21. September 2009 10:18

    Problem bei Zitaten von Onlinequellen und noch viel mehr von reinen Hyperlinks ist: Im Gegensatz zu einem Buch, einem Printartikel, einem Zeitungsschnipsel, das „ewig“ verfügbar ist, notfalls das letzte Exemplar in der Staatsbibliothek, verschwinden Onlineartikel häufig auf Nimmerwiedersehen im Orkus, und somit geht der ganze Sinn eines Teilzitats und eines Hyperlinks flöten.

    Darüberhinaus vergleiche ich gern dieses Verschwinden von Information überspitzt mit Orwells Ministerium für Wahrheit, wo auch die Geschichte umgeschrieben wird, indem die Quellen manipuliert und/oder vernichtet werden.

    Insofern sollte/dürfte/müsste man zusätzlich zum Zitat oder zum Link die Originalquelle in einer rechtlich einwandfreien Form „archivieren“.
    In diesem Sinne hat ein „Vollzitat“ mit Klauen nichts zu tun.

  3. Stefan Cimander am 21. September 2009 10:59

    @MatthiasM Das was Du als Vollzitat bezeichnest ist dennoch leicht „illegal“ bzw. rechtlich mehr als bedenktlich. In dem Sinne ist ein Vollzitat dennoch geklaut. Vergleiche dazu die aktuelle Rechtssprechung bzw. rechtlichen Vorschriften zum Zitieren.  Insbesondere Verlage (Zeitungsinhaber) mahnen in letzter zeit Bligbetreiber ab, weil diese (temporär verfügbare) Online-Texte „voll“ zitieren. Ich persönlich möchte mich nicht in diese Nesseln setzen und zitiere nach Möglichkeit gar nicht und biete eine Zusammenfassung in eigenen Worten. Sollte man ums Zitieren nicht herumkommen, dann versuche ich das so kurz wie möglich zu halten.

    Das Problem der Archivierbarkeit von Online-Quellen ist nicht mein Problem, auch wenn das ärgerlich sein mag.

  4. MatthiasM am 21. September 2009 11:22

    Daß es illegal oder mindestens fragwürdig ist, ist mir klar. Ein Verweis oder ein Zitat, dessen Quelle verschwindet, ist halt recht rasch wertlos.

    BTW, vom bewußten Verschwindenlassen von Quellen lebt jede Geschichtsfälschung, jeder Manipulationsversuch in Lobbykratien und noch übleren Systemen – deshalb halte ich „verteiltes“ Archivieren (muß ja nicht grenz- oder illgales „Onlinestellen“ bedeuten) von Quellen jeder Art für lebensnotwendig.

  5. Stefan Cimander am 21. September 2009 11:34

    @MatthiasM da hast Du sicherlich recht. Aber hier geht es erst mal nur um die Erfüllung rechtlicher Anforderungen. Das Archivieren ist eine andere geschichte, für die ich mich  nicht verantwortlich fühle. Dieses Thema darf man gerne mit den Verwertern bzw. Rechteinhabern der entsprechenden Quellen diskutieren. Nebebie bemerkt, das Verschwindelassen von Quellen ist nicht nur, wie von Dir vermutet, eine Akt der Geschichtsfälschung, sondern auch Geschäftsmodell. Viele Inhalte verschwinden einfach in kostenpflichtigen Datenbanken – und das ist AFAIK auch das fute Recht einiger Informationsanbieter,d enn jede erstellung eines Dokuments (Zeitungs) kostet nun mal Geld. Aus der einmaligen Verfügbarkeit im Internet auf die generelle kostenlose Verfügbarkeit zu schließen, ist daher falsch. ;-)

  6. MatthiasM am 21. September 2009 11:49

    Klar, niemand kann vom fwnetz verlangen, daß die Quellen selber archiviert werden. Allerdings kann wohl kein Onlineanbieter verbieten, daß sich jemand zu einem formal korrekten Zitat die Onlinequelle, soweit sie noch verfügbar ist, privat archiviert und bei Rückfragen, wenn die Quelle weg ist, dies in privatem Rahmen genauso weitergibt, wie wenn es eine Fotokopie oder Abschrift aus einer archivierten, bezahlten Print-Tageszeitung wäre. (Ich weiß, an der Privatkopie analog wie digital wird schon fleißig gesägt….. und den Rechteausbeutern wäre am liebsten, daß jedwedes Medium nach einmaligem Gebrauch kostenpflichtig zu Staub zerfällt)

    Wegen Geschäftsmodell…

    Es gibt z.B. durchaus kostenpflichtige Onlineausgaben von Tageszeitungen, in deren AGB das Recht auf das private Abspeichern der täglichen PDFs (analog zum Stapeln der Printausgabe) sehr schwammig definiert ist.

    Vom gesunden Menschenverstand her* kann es aber kein Unterschied sein, ob ich meine bezahlten Printausgaben staple und gelegentlich mal ein altes Artikelchen daraus korrekt zitiere, oder ob ich meine ebenfalls bezahlten PDF-Ausgaben auf meiner Festplatte staple und daraus per Copy&Paste&Quellenangabe im angemessenen Umfang formgerecht zitiere.

    lG Matthias Mansfeld

    * PS.: Ich weiß. „Gesunder Menschenverstand“ und „Rechtsprechung“ sind oft zwei Welten….

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