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reisser3(iw) Wieder so ein Versuch ähnlich der Schlauchschnecke. Vom Hörensagen einen „Geheimtipp“ bekommen, der Blechreisser – oder wie auch immer das Gerät technisch korrekt heisst – könnte eine Windschutzscheibe mit wenig Glasstaub und ziemlich fix durchtrennen. Eine kurze Anfrage über Twitter ergab, dass das gar nicht so unbekannt ist, teilweise aus Überzeugung praktiziert wird.

Und wie der Zufall so will, ergab sich heute die Möglichkeit, dies an der Scheibe eines GolfII anzutesten. Hier das Ergebnis:

Mir ist wohl bewusst, dass mit der Menge n=1 keine besonders tragbare Forschung gelungen ist. Jedoch: einen grossartigen Vorteil zum Glasmaster konnte ich nicht erkennen. Es wird in der Tat weniger, aber mitnichten null Staub produziert. Viele Teilchen sind größer, können somit nicht eingeatmet werden, aber ein Mundschutz ist auch hier geboten, und die Teilchen fliegen etwas weiter.

Mit etwas Übung ist die Scheibe mit dem Glasmaster wesentlich schneller durchgetrennt. Ein Video, das mir zugeschickt wurde und beide Methoden zeigt, scheint dies zu bestätigen.

Was man jedoch mitnehmen kann: die Eindringtiefe des Blechreissers ist wesentlich geringer als die des Glasmasters. Und was mir besonders gut gefällt, und grundsätzlich überlegt werden sollte, wenn man auch beim Glasmaster (oder ähnlich..) bleibt: der Dorn des Blechreissers macht völlig erschütterungsfrei ein Loch in die Scheibe und ist zumindest für mich erste Wahl um diese zu punktieren.

Wie bei vielen Dingen bei THL gibt es keine 100%-ige Methode. Der Blechreisser ist eine durchaus valide Alternative, sollte der Glasmaster nicht in Frage kommen. Was ich als Nächstes ausprobieren möchte: beide Methoden bei einer zersprungenen Windschutzscheibe.

Und wie ist es bei Euch? Schon mal diese Idee ausprobiert, oder gar eingeführt?

Kommentare

7 Kommentare zu “Video: Test Schneiden Windschutzscheibe mit Blechreisser” (davon )

  1. Der Lars am 6. September 2009 00:10

    Elektrischer Fuchsschwanz. Von Hilti. Mit Akku. ;-)

  2. ro0f am 6. September 2009 01:43

    Wie ich bereits auch bei Twitter schon schrieb: Der Blechaufreisser erzeugt weiterhin Staub, aber eben nicht so Extrem wie der Glasmaster.
    Weiterer Pluspunkt: Das Ding bekommt man schon für ein paar Euro nachgeschmissen, während die Anschaffung von so einem Glasmaster doch sehr viel teurer ist.
    Wenn man sich an ein paar Scheiben versucht hat, bekommt man das ganze auch schneller hin, als auf dem Video zu sehen ist.
     
    Im übrigen würde ich das Punktieren der Scheibe gänzlich unterlassen, da das dem Patienten – egal mit welchem Werkzeug – eher einen Schrecken durch die Knochen jagt.
    Da man die Scheibe sowieso nur durchsägt, wenn man das Dach abnimmt, reicht einfach jeweils links und rechts ein Schnitt in die A-Säule um einen perfekten Ansatzpunkt für beide Werkzeuge zu haben. Von dort aus arbeitet man sich jeweils zur Mitte der Scheibe durch.
    Wir selber benutzen hier nur den Blechaufreisser. Eher aus Wirtschaftlichen Gründen, aber Einsatztaktisch büßen wir damit wohl nichts ein.

  3. jms am 6. September 2009 11:06

    bei uns ist beides vorhanden. Glasmaster und Blechaufreisser. Genutzt wird aber nur der Blechaufreisser. Leichter im Handling und nicht so kraftraubend. Staub ist nicht gleich Null, aber doch bedeutend weniger als beim Glasmaster.
    Das Punktieren muss nicht gemacht werden, wie schon vorher erwähnt. Da beim Dachabnehmen eh die A- Säule geschnitten wird, kann man da auch mit dem Blechaufreisser einsetzen.
    Meiner Meinung nach ist der Blechaufreisser ein wenig schneller, vor allem bei weniger Kraftaufwand, weniger Geräusch und weniger Staubaufwirbelung.
    Die GEschichte mit dem Elektrofuchsschwanz hab ich auf der Challenge 07 beim moderierten Zerschneiden der R- Klasse gesehen (war damals allerdings ne Akku Säbelsäge). Hab mal das Video bei youtube durchgeschaut. Ist leider nicht drauf. Sah auch nicht schlecht aus. Aber es gab da doch ähnlich viel und vor allem feinen Glasstaub wie beim Glasmaster.
    Am besten einfach mal selbst ausprobieren. Wenn man noch keinen Glasmaster hat, am besten  das Geld an anderer Stelle investieren. Der Blechaufreisser ist mindestens genauso gut, bei einem Zehntel an Investition.

  4. Irakli West am 6. September 2009 11:42

    Ich stimme zu, dass die Unterschiede nicht riesig sind. Wenn man tatsächlich noch keinen Glasmaster hat, ist der Blechreisser eine geeignete Alternative, bei der man auch locker bleiben kann.

    Wer schon einen Glasmaster hat: einfach ausprobieren und dann für sich entscheiden!

  5. dbildhauer am 6. September 2009 21:04

    Moin,
    wir haben am Freitag zufällig auch beides ausprobiert – allerdings sind wir vom Blechaufreißer garnicht überzeugt – der Glasmaster ging deutlich schneller durch die Scheibe – hier bleibt der Blechaufreißer also weiterhin 2. Wahl.

  6. p.henke am 6. September 2009 21:48

    Wir haben sowohl den Blechaufreißer, als auch ein Glasmaster zur Verfügung. Vor längerer Zeit haben wir auch den Blechaufreißer mal getestet fürs Glasmanagement. Ergebnis bei uns: Zum punktieren der Scheibe ist der Blechaufreißer gut geeignet (auch wenn der tiefere Schnitt durch die A-Säule in der Praxis angewendet wird (s.o.), aber man sollte ja immer noch Alternativen in der Hinterhand halten). Beim Durchtrennen der VSG-Scheibe hatten wir jedoch Probleme mit dem Blechaufreißer. Teilweise konnte er jedoch die Folie in der Scheibe nicht durchtrennen, was ein öfteres Hängenbleiben zur Folge hatte. Möglich ist, dass dies bedingt war durch den erstmaligen Einsatz des Gerätes für diesen Zweck. Jedoch verwenden wir primär weiterhin das Glasmaster-Tool und haben als Rückfallebene den Blechaufreißer auf dem Ablageplatz.

  7. matthias-muc am 8. September 2009 11:15

    Wir haben beides – der „Dosenöffner“ ist unser Geheimtipp für alle mit kurzen Armen. :-)

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