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(sc). Katastrophenschutz erhält in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit, auch wenn es dabei vorrangig um die Pandemiebekämpfung oder die Folgen eines Terroranschlages geht. Dass Katastrophenschutz auch der Schutz nach einer Naturkatastrophe sein kann, gerät dabei leicht aus dem Augenmerk.

Die IHK Halle-Dessau appellierte deshalb an die Unternehmen der Region, sich mit ihren Möglichkeiten und Ressourcen an der Krisenvorbeugung und –bewältigung zu beteiligen – freiwillig. Schwerpunkt legt die IHK dabei auf die Bereich Transport und Räumen. Konkret sollen die Unternehmen eine Bereitschaftserklärung abgeben, dass Sie helfen, wenn nach einer Katastrophe ihre Hilfe benötigt werde. Die Anregung zu diesem Appell kam Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt.

Eines der Unternehmen die helfen wollen, stellt die Mitteldeutsche Zeitung in einem Artikel vor. Für dessen Geschäftsführer ist es selbstverständlich, half man doch auch schon beim Oderhochwasser. [Mitteldeutsche Zeitung]

Bis jetzt haben sich nach Mitteilung der IHK rund 50 Unternehmen aus dem südlichen Sachsen-Anhalt gemeldet, die die Arbeit der Katastrophenschutzbehörden im Land Sachsen-Anhalt im Bedarfsfall mit Technik und anderen zusätzlichen Ressourcen zu unterstützen wollen.

Die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau, Carola Schaar, übergab nun die entsprechenden Unterlagen dem Präsidenten des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt, Thomas Leimbach. „Damit leisten die Firmen einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der im Lande vorhandenen Möglichkeiten zur Gefahrenabwehr und zum Katastrophenschutz“, lobte Schaar die Unternehmen.

„Gerade mit Blick auf die Hochwasserkatastrophe des Jahres 2002 sollten sich aber viele weitere Unternehmen bei der IHK melden, um künftig noch besser auf derartige Ausnahmesituationen reagieren zu können“, so Schaar weiter. Gesucht würden insbesondere Unternehmen, die Ressourcen auf den Gebieten Transport, Räumung, Elektro, Werkstattservice, Material, Hygiene, Kraftstoff und Unterbringung vorhalten und im Katastrophenfall zur Verfügung stellen könnten.

Zwar sind Personen (und Unternehmen) in Sachsen-Anhalt durch das Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz (§26, Abs. 4) sowie das  Katastrophenschutzgesetz (§20, Abs. 5) verpflichtet Hilfe zu leisten und Geräte zur Verfügung stellen, doch eine grundsätzliche und vor allem freiwillige Bereitschaftserklärung beugt Ärger im tatsächlichen Fall der Anforderung von privaten Geräten vor.

Aber derartige Bereitschaftserklärungen haben noch einen anderen Vorteil. Die zuständigen Katastrophenschutzbehörden haben so einen Überblick, welche Kompetenzen Sie wo anfordern können.

Immerhin ist Katastrophenschutz auch im Sinne der Unternehmen, denn neben dem Schutz der für Unternehmen wichtigen Infrastruktur, wie z.B. der Straßen, ist auch der Schutz von Menschenleben ein wichtiges Ziel. (Autor: Stefan Cimander, www.fwnetz.de)

(Artikel entstand mit Material einer Pressemitteilung dder IHK Halle-Dessau.)

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