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Heavy(iw) Ich wäre ehrlich gesagt viel lieber an den Stationen tätig gewesen, aber man kann nicht alles haben im Leben. Zuschauen und hinhören hat auch diesmal massiv etwas gebracht. Worum es bei der Veranstaltung überhaupt geht, erklärt (Mit)Organisator Tim Heyne:

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Ich habe tiefsten Respekt für die Organisation einer solchen, zweitägigen Veranstaltung. Erfreulich dennoch, dass knappe 160 zahlende Teilnehmer dabeisein konnten. Erfreulich ebenso, dass die eigene Wehr die Teilnahmekosten der meisten Teilnehmer deckte. Im Umkehrschluss natürlich die Aussage, dass einige das Ganze aus der eigenen Tasche zahlen mussten. Aber das ist ein anderes Thema.

Viele „Zutaten“ machten die Veranstaltung zu etwas Besonderem. Zunächst wären da die vielen Nullserien- oder Neufahrzeuge eines sehr grossen, in der Nähe befindlichen Herstellers. Es ist halt etwas völlig anderes, an solchen Fahrzeugen zu arbeiten als an altem Fahrgerät (soll aber nicht davon abhalten). Beispiel: die Türen sind – zumindest bei einem nicht deformiertem Auto – sehr leicht zu entfernen. Hier geht man mit dem Spreizer oberhalb der Scharniere, und hups! ist die Tür im Nu weggesprungen. Ein dickes Lob auch an das Weber-Ausbildungsteam, das den Teilnehmern zur Seite stand.

Vom Konzept her ging es nicht darum, auf Zeit eine Lage abzuarbeiten (siehe VU oder Challenge), sondern man ging das Ganze ruhig an, diskutierte, und probierte. Ich finde das eine ideale Ergänzung.

Insgesamt habe ich drei Themen mitgenommen: Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, Rettung aus Transportern sowie Techniken bei Neufahrzeugen.

Sehen wir uns das mal an:

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Vorgehen bei Rettung aus Transportern

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Techniken bei neueren Fahrzeugen: Reissen Dach, Abreissen B-Säule und „Fischdose“.

Diese beiden Themen erscheinen in den nächsten Tagen als Beitrag im Videomagazin (Abo benötigt). Die Merkregel „AUTO“ bei Fahrzeugen mit Alternativantrieb kommt als eigener Artikel.

Korrektur:
Die AUTO Regel soll in der Erkundungsphase bei allen KFZ bis hin zu Kleintransportern bei der Erkundung der Antriebsart helfen. Sie ist also nicht nur für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben gedacht. Sie kann also dem Einheitsführer bei der Erkundung an der Einsatzstelle helfen, die Antriebsart des Fahrzeugs herauszufinden. Sie ist sicherlich nicht das Allheilmittel, hilft aber weiter bis wir eventuelle bessere Systeme, z. B. die Ermittlung des Fahrzeugtyps durch e-call haben. (Ende Korrektur)

Auf die Schnelle kann ich hier noch die verschiedenen Stationen und Lagen vorstellen:

Auto auf Barrikade

Auto kopfüber auf Verkehrleitdingens, Dach eingedrückt, Fahrer eingeklemmt.

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besonderes Extra: der Arm des Fahrers macht die Lage nicht einfacher!

Auto gegen Baum

Auto gegen Baum

Auto gegen Baum. Auch hier war der Arm des Fahrers zwischen Fahrzeug und Baum eingeklemmt.

Frontalcrash

Frontalaufprall

Auto unter Anhänger

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Der PKW hat sich unter den Anhänger gebohrt. Preisfrage: was wiegt der Anhänger?

Alternative Antriebe

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Eher theoretische, dennoch nicht minder interessante Station: Vorstellung unterschiedlicher Fahrzeuge, beispielsweise mit Erdgas, Brennstoffzelle / Wasserstoff, Hybrid.

Rettung aus Transporter

Rettung aus Transporter

Naturgemäß unbekannt ist uns das Vorgehen bei Rettung aus Transporter. Im Prinzip das Gleiche wie bei PKW, nur ein kleines bisschen anders.

Neufahrzeuge

Neufahrzeuge

Jeder Gruppe stand ein Neufahrzeug zur Verfügung, im Vordergrund ein Phaeton, dahinter Tiguan und Golf VI. Die Fahrzeuge wurden ausgelost (ausser der letzten Gruppe :)

Fazit

Das Fazit ist einfach: gut und sinnvoll! Ich kann nur hoffen, dass ein vernünftiges Ausbildungsbudget immer mehr Bestandteil der Finanzplanung sein wird. Vielleicht eine Haspel weniger am neuen HLF, dafür einige Leute zu einer solchen Veranstaltung schicken. Manche Dinge lassen sich einfach nicht ausschliesslich mit interner Ausbildung bewerkstelligen. Ganz im Gegenteil: nur, wenn man neue Dinge mitbekommt, lassen sich diese in die eigene Wehr einschleusen. Ich befürchte fast auch, dass es denjenigen leichter fallen wird, die von der Wehr geschickt wurden. Selbstzahler dürften eher die Querköpfe sein, und wer hört schon auf die (auf die Spitze getrieben, ich weiss).

Hinzu kam noch das geradezu ideale Wetter mit Sonne und 25 Grad. Ein perfektes Wochenende. Danke!

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Die Teilnehmer

Links:

Kommentare

3 Kommentare zu “Gifhorner Rettungstage: Infos und Eindrücke” (davon )

  1. B.Tschirley am 21. September 2009 22:45

    Hey danke für den Bericht. Wenn ich das alles so sehe, werde ich ganz schön neidisch ;)
    Sieht echt nach einer super genialen Veranstaltung aus. Freu mich schon auf die Videos im Magazin.
    Mfg Ben

  2. Sebastian Jacobsen am 22. September 2009 10:59

    Super Bericht!

  3. Tim Bertschy am 22. September 2009 13:17

    Klasse Bericht! eine ähnliche Veranstaltung haben wir mit Weber Hydraulik an unserem Standort durchgezogen, war nicht teuer und hat echt was gebracht, super Motivation. Hier ein Link dazu: http://feuerwehr-wiesentheid.de/index.php?option=com_content&view=article&id=197:ausbildungstag-mit-qrescue-instructorq&catid=35:bilder-2009&Itemid=96

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