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Kusel (RLP) (hl). Heute berichtet die Rheinpfalz-Ausgabe „Westricher Rundschau“ erstmals über Details zu den aktuellen Vorgängen in der Feuerwehr Kusel. FWnetz berichtete bereits darüber. Zwar betont die Tageszeitung am Anfang, dass die Beteiligten schweigen, jedoch „das ein oder andere zu den Gründen“ durchdringt.

„Der Schmitt oder ich“
„Der Schmitt oder ich“ soll nach Informationen der Rheinpfalz Wehrleiter Manfred Milak am Donnerstag während der Dienstbesprechung gesagt haben. Ergebnis: Der Kusler Wehrführer Thorsten Schmitt und sein Stellvertreter Uwe Emrich traten zurück. Emrich ist zudem zweiter Wehrleiter und dadurch auch Milaks Stellvertreter. Nach der Wehrführung traten dann mehr als 40 Feuerwehrangehörige aus. Noch am Donnerstagabend führte die Verwaltung eine „Zwangsverpflichtung“ bei den bisherigen Wehrleuten durch.

Streitgründe
Milak habe die Alarm- und Ausrückeordnung umgestellt. Dadurch kamen die Einsatzkräfte aus der Kernstadt weniger zum Zuge. Stattdessen stärkte er die anderen Wehreinheiten.
Der Wehrleiter forcierte die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges für sein Heimatdorf Herchweiler. Kreisfeuerwehrinspekteur Lothar Schwarz bezeichnete die Beschaffung „am Bedarf vorbei“. Auch Milaks Vorgänger und Ratsmitglied Karl-Heinz Keller monierte die Anschaffung. Das Mittlere Löschfahrzeug (MLF) wird im kommenden Jahr in Dienst gestellt und kostet rund 160.000 Euro.
Wehrleiter Milak „torpedierte“ den Neubau einer Feuerwache an der B420. Stattdessen setzte er sich für ein neues Gerätehauses in Konken ein.

Internet und feuerwehr-kusel.de
Gleich zu Beginn geht der Zeitungsbericht darauf ein, dass sich Wehrleute übers Internet zu den Geschehnissen in der Feuerwehr Kusel informieren. Zudem wollte die Verwaltung die Webseite abschalten. Jedoch finanziert der Förderverein den Webauftritt. Die Abschaltung misslang.

Auch auf Bürgermeister zornig
Aber nicht nur gegen den Wehrleiter, sondern auch gegen den Bürgermeister Stefan Spitzer richtet sich der Zorn der Wehrleute. Der Rathauschef ist Kraft seines Amtes befugt Milak „etwas zu sagen“. Die Feuerwehrleute fordern ein Machtwort.
Spitzer arbeitet „fieberhaft an der Lösung der Misere“, wie die Rheinpfalz gegen Schluss berichtet. Er sagte im Gespräch mit der Zeitung, dass er mit den zurückgetretenen Feuerwehrleuten persönlich sprechen und an deren Vernunft appellieren wolle. Einen Mediator von der Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule des Landes Rheinland-Pfalz in Koblenz wolle der Rathauschef gegebenenfalls einschalten.
Sogar seinen für diese Woche geplanten Urlaub werde er opfern, weil die Sache so wichtig sei.

Karte: Kusel (Stützpunkt „Am Hofacker 13“)

Wehrführung von Theisbergstegen zurückgetreten – Rat tagt am Montag

1. Update 21.10.2009 14:10 Uhr von Harald Laier

Auch heute berichtet die Rheinpfalz „Westricher Rundschau“ über den Streit in der Feuerwehr Kusel. Mittlerweile ist die Wehrführung von Theisbergstegen zurückgetreten. „Aus Solidarität mit der Kuseler Wehr“, laut dem Zeitungsbericht. Am kommenden Montag kommt der Verbandsgemeinderat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Während der nichtöffentlichen Sitzung wird über den Streit in der Feuerwehr beraten. Die beiden Tagesordnungspunkte lauten „Personalien“ und „Situation bei der Feuerwehr“.

Gespräche mit Milak und Schmitt
Bürgermeister Stefan Spitzer führte zusammen mit seinen Beigeordneten am Montagabend eine Sitzung. Dabei wurden sowohl Wehrleiter Manfred Milak als auch der bisherige Wehrführer Kusel Thorsten Schmitt gehört. Ergebnisse liegen dazu derzeit nicht vor, da gestern Abend die Kommunalspitze die Erkenntnisse auswertete.
In einer Stellungnahme appellierte Spitzer an die ausgetretenen Feuerwehrleute ihre Entscheidung zu überdenken. Zudem sagte der Bürgermeister, dass sich die Verwaltung nur über die Feuerwehr-Internetseite erkundigt habe, weil dort zeitweise ein wenig passender Spruch stand. Der lateinisch Spruch „Mors certa, hora incerta“ wird auf Deutsch mit „Der Tod ist gewiss, die Stunde ungewiss“ übersetzt.

Fahrzeugbeschaffung wird verteidigt und Bürger beruhigt
Auch die Anschaffung des MLF für Herchweiler verteidigte Spitzer. Der Verbandsgemeinderat stimmte damals der Anschaffung einstimmig zu. Es haben gute Gründe für die Fahrzeugbeschaffung gegeben. Ursächlich für die Kostensteigerung von ursprünglich 100.000 auf 154.000 Euro seien Änderungen der technischen Vorgaben, allgemeine Teuerung und der gestiegene Stahlpreis. Laut Informationen der Rheinpfalz fehlt in den Anschaffungskosten der Rettungssatz.
Nach den zahlreichen Rücktritten und den Zwangsverpflichtungen sind derzeit 36 Feuerwehrleute am Stützpunkt Kusel aktiv. Lücken schließen zudem die Stützpunktwehren Altenglan (Verbandsgemeinde Altenglan / Landkreis Kusel) und Freisen (Saarland / Landkreis St. Wendel). Die Stützpunkte Kusel und Altenglan liegen rund sechs Kilometer; die Kreisstadt Kusel und Freisen liegen rund 13 Kilometer auseinander.

Links:

Weiterer Wehrführer zurückgetreten, Bürgermeister spricht mit Feuerwehrleuten

2. Update 22.10.2009 9:30 Uhr von Harald Laier

Kusel und kein Ende. Der Wehrführer von Pfeffelbach, Steffen Neu, ist zurückgetreten. Das berichtet heute die Rheinpfalz-Ausgabe „Westricher Rundschau“. Zwar sind keine „offiziellen Gründe“ bekannt. Jedoch wird ein Zusammenhang mit den aktuellen Streitigkeiten vermutet.
Nach Einzelgesprächen im Rathaus wird heute Abend Bürgermeister Stefan Spitzer mit der Mannschaft der Stützpunktwehr Kusel sprechen.
Zum Schluss verteidigt ein „hochrangiger Feuerwehrmann“, ohne Nennung seines Namens, den derzeitigen Wehrleiter Manfred Milak. Ihm sei eine hochwertige Ausstattung aller Löscheinheiten bei „korrekter Gleichbehandlung aller Wehren“ zu verdanken.

Links:
Karte Pfeffelbach

Wenige Neuigkeiten aus der Kreisstadt Kusel

3. Update 23.10.2009 9:10 Uhr von Harald Laier

Nur ein kleiner Bericht zum Kusler Feuerwehrstreit veröffentlichte heute die Rheinpfalz-Ausgabe „Westricher Rundschau“ auf der ersten Seite.

  • Heute Abend treffen sich erneut die Führungskräfte der Wehreinheiten zu einer Sitzung.

  • Am Mittwochabend informierte Bürgermeister Stefan Spitzer die Fraktionsvorsitzenden des Verbandsgemeinderates. Wie bereits erwähnt tagt am kommenden Montag der Rat in einer nichtöffentlichen Sitzung wegen dem Feuerwehrstreit. Bei einer Verbandsgemeinderatssitzung am 17. November werden sich die Ratsmitglieder öffentlich mit dem Thema befassen.

  • Bürgermeister Stefan Spitzer hat inzwischen Kontakt mit dem Mainzer Innenministerium hergestellt. Dort holt er nach eigener Aussage „fachkundigen Rat“ ein.

Kommentare

8 Kommentare zu “Feuerwehr Kusel – Details zu Streit [3. update]” (davon )

  1. Michael Linkenbach am 20. Oktober 2009 15:54

    *grins*
    Das kommt mir irgendwie bekannt vor.
    Problem ist hier, wie so oft das man nie genau weiß wer Recht hat und wer nicht.
    Milak habe die Alarm- und Ausrückeordnung umgestellt. Dadurch kamen die Einsatzkräfte aus der Kernstadt weniger zum Zuge. Stattdessen stärkte er die anderen Wehreinheiten.
    Das ist allerdings ein ganz schwaches Argument. Klingt nach dem guten, alten: „Finger weg von unseren Förmchen.“
    Vorrausgesetzt es stimmt….

  2. Cimolino am 20. Oktober 2009 17:04

    @Michael:
    Die Umstellung der AAO sagt gar nichts aus. Das kann notwendig sein – oder eben nicht. Wie will man das als Aussenstehender mit den paar Infos auch nur annähernd beurteilen?

  3. Michael Linkenbach am 20. Oktober 2009 19:52

    @Uli: Daher auch meine Einschränkung am Anfang.
     
    Allerdings kann ich mir das aus eigener Erfahrung gut vorstellen, das eine notwendige Änderung der AAO zugunsten der kleineren Wehren der VG Kusel von der Stützpunktwehr Kusel nicht mit Applaus aufgenommen wird.
     
    Da müssen die Kuseler selbst durch, allerdings habe ich so einen ähnlich gelagerten Fall schon selbst erlebt. Mit dem Ergebniss, das eine Wehrleiterwahl notwendig wurde….

  4. requiredfirefighter am 22. Oktober 2009 13:19

    Zu dem hochrangigen Feuerwehrmann kann man nur sagen, dass dieser aus der Gemeinde stammt aus der auch der beschuldigte Wehrleiter stammt!!!!!

    Ein unparteiisches und opjektives Werturteil kann man von einer solchen Person wohl nicht erwarten…oder?????

    Die Feuerwehrleute stehen zu Ihrem Wort und bleiben Standhaft und bieten weiterhin dem Wehrleiter und der Verwaltung die Stirn…

  5. Stefan Cimander am 22. Oktober 2009 14:49

    @requiredfirefighter Bitte sachlich bleiben und Behauptungen mit den entsprechenden Fakten belegen.

    Zu einer sachlichen Diskussion gehört auch, dass man sich zu erkennen gibt und sich nicht hinter einem Pseudonym versteckt. ;-)))

  6. Armin Schneider am 24. Oktober 2009 19:46

    Du kannst öffentlich nicht mit Fakten kommen, wenn Du in der Führungsriege bist. Ich bin übrigens noch Wehrführer Th

  7. requiredfirefighter am 25. Oktober 2009 10:45

    Ok…jetzt komm ich mit Fakten!!

    Zu den lächerlichen Thesen des „hochrangigen Feuerwehrmann“ kann man nur sagen…..HALLO HARALD !!!!!!!!!!!!!;-)

  8. Feuerwehrstreit Kusel – geht Wehrleiter Milak? [1. update] : FWnetz – Feuerwehr im Netz am 26. Oktober 2009 09:39

    […] FWnetz: Feuerwehr Kusel – Details zu Streit [3. update] […]

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