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De Con Tractor & Trailer

(DJ) Als Ersatz für die in die Jahre gekommene Zugmaschine des Edmonton Dekontamination-Anhängers, wurde nun endlich ein Ersatz geliefert. Wie alle neuen Fahrzeuge in Edmonton,  ist auch dieser Truck (Tractor) auf ein Spartan Gladiator Fahrwerk gesetzt und von SVI nach Kundenwunsch gebaut und ausgeliefert worden.

Der neue Tractor hat einen Detroit Series 60 Diesel mit 515 PS mit einem Allison 4000 EVSPR Automatikgertiebe. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 61,500 Lbs (27.895 kg). Die Kabine bietet 6 Sitzplätze. Da dieses Gespann in ganz Nord Alberta zum Einsatz gerufen werden kann, ist es mit einem 100 Gal ( 400 Liter) Dieseltank ausgestattet. Außerdem hat das Gespann noch einen Lichtmast (Command Light Tower) und einen 20KW Generator.

Die Standard Mannschaftsstärke für HazMat Einsätze (Gefahrguteinsätze) beträgt 10 Mann, wobei diese Crew bisher zwischen HazMat 1, einer Pump (Standard Löschfahrzeug) und der DeConUnit aufgeteilt werden musste. In Zukunft kann nun auf die Mitnahme eins Löschfahrzeugs verzichtet werden, weil bei überörtlicher Hilfeleistung Pumper schon vor Ort sind.

Der Dekontaminationsanhänger selbst wurde vor etwa 15 Jahren in Edmonton für das EFD gebaut und war damals das erste seiner Art in Nordamerika. Der Anhänger wurde letztes Jahr von SVI renoviert und umlackiert und gehört auch heute noch zu einer der besten Massendekontaminations-/ Triage Einheiten in Nordamerika.

DSCN1050

Die alte Zugmaschine ist ein gebrauchter CN Rail Kenworth mit (unsynchronisiertem) Schaltgetriebe. (Autor: Dirk Janiak, www.fwnetz.de)

Haz Mat One

Triage Raum im DeCon Trailer

Triage Raum

De Con Dusche

Dekontamiation Raum in Anhanger

[edit SC 4.11.09]

Kommentare

13 Kommentare zu “Neuer De-Con Truck für das Edmonton Fire Department” (davon )

  1. ro0f am 4. November 2009 01:49

    Jesus Maria. Das Ding hat ja mal gigantische Ausmaße. Da kann man ja fast ein Dekon 4 machen ohne jeden Aufbau. Wahnsinn!

  2. KaiKoenig am 4. November 2009 17:55

    das wäre mal eine super Idee für Deutschland. So würde eine Menge Handarbeit beim Aufbau eines Platzes in dieser Dimension entfallen. Und der Aufbau wäre schnell an einen anderen Ort zu verlegen.

  3. diggler am 5. November 2009 00:07

    @KaiKoenig: Das war die Idee fuer den Anhaenger, er ist in der Lage schnell an andere Orte geschickt zu werden ohne dann vor Ort viel Zeit fuers aufstellen zu verwenden. Da unser HazMat Team fuer die obere Haelfte der Provinz Alberta zustaendig ist, hat man sich fuer die Anhaengervariante entschieden. Der Einsatzbereich reicht von Red Deer in der Geografischen Mitte der Provinz bis an die Grenze zu den Northwest Territories. (zirka 400.000 km2) Fuer die Suedhaelfte ist das Calgary Fire Department mit einem ahnlichem Konzept zustaendig.

  4. ChristianF am 5. November 2009 01:02

    Sowas gibts durchaus auch mehrfach in Deutschland, aber eben nicht für die Feuerwehr…
    http://panzerbaer.de/helper/bw_hep_90-b.htm

  5. KaiKoenig am 5. November 2009 14:15

    wenn man sich nun mal überlegt, wie viele Kräfte der Feuerwehr nötig sind, um solch einen Platz in denselben Ausmaßen in kurzer Zeit aufzubauen, der fragt sich, warum man so ein Fahrzeug nicht bei den Löschzügen Gefahrgut vorhält. Das wäre eine personalsparende Verbesserung, die den Einsatzkräften die Möglichkeit gibt, schnell einsatzbereit zu sein.
    Der Blick „über den Tellerrand“ ist oftmals sehr interessant.

    @diggler: Vielen Dank ! Ich habe den Beitrag sehr gerne gelesen.

  6. nawerwohl am 5. November 2009 18:53

    @kaikoenig,
     
    ich sehe solche Fahrzeuge in Deutschland eher als Rückschritt an. Im Land der breiten Straßen und unbegrenzter Spritreserven ( ändert sich auch noch ) sind solche Lösungen vielleicht gut umzusetzen. Doch wenn du mit dem Fahrzeug durch eine Stadt durchmusst hast du mehr Zeit beim manövrieren verloren, als dass du beim Aufbau gutmachst.
    Gruß Eric

  7. diggler am 5. November 2009 23:28

    @nawerwohl: Wusste garnicht, das der Gueterverkehr in Deutschland nur noch mit Kleinlastern durchgefuehrt wird und der Sprit rationiert ist? ;-)

    Und die Bundeswehrloesung (von ChristianF)  passt bestimmt auch durch kleinere Strassen.

     

     

  8. Stefan Cimander am 6. November 2009 09:18

    @ChristianF@diggler also die Bundeswehr führt gerade eine neue Dekon-Truck-Generation ein, un die ist kleiner und modular. Auf der Fachmesee Florian wurde es gezeigt. Wenn ich die anderen Artikel ferti habe, widme ich mich dann dem TEP und der ZMZ. ;-)

  9. ChristianF am 6. November 2009 11:25

    Man hat es „neu geordnet“ und die Container, die hier auf dem Sattelzug sind auf nen Trakker 8×8 gesetzt. Ganz sicherlich auch keine Ausgeburt an Wendigkeit…
    Zu meiner Zeit bei der Bundeswehr (übrigens bei der EInheit, die auf der Florian war), da hatten wir noch 3 oder 4 1017, nen 6t Anhänger und 3 oder 4 7Tonner. Da waren wir noch wendig ;-)

  10. Stefan Cimander am 6. November 2009 11:32

    @ChristianF der Darstellung des Regiments nach, habe mit denen ja gesprochen, sei das TEP90 ein Fortschritt gegenüber dem HEP.

  11. ChristianF am 6. November 2009 13:39

    Definitiv. Der HEP 72 war schlichtweg eine „Zeltstadt“, die erstmal aufgebaut werden musste. Wir hatten eine reduzierte Mannschaft und die Zeit bis zur Einsatzbereitschaft spielte sich da im Stundenbereich ab.

  12. Cimolino am 7. November 2009 01:32

    Whow… und wann kommt der an der Einsatzstelle an?

    Als ich mich in den Staaten zuletzt näher mit dem Thema beschäftigt hab, fanden die es Ende der 90iger super, in einer uns vergleichbaren Stadt, zwar ungefähr 30 Fw, aber nur EINE Einheit für den Gefahrguteinsatz zu haben, die zwar einen Riesentruck und andere Fahrzeuge hatte, aber aus täglich nur FÜNF FA bestand…

  13. diggler am 7. November 2009 05:20

    Ich denke man muss hier die Bevoelkerungsdichte in Betracht ziehen. Alberta hat z.Z. etwa 3.5 Millionen Einwohner, wobei 2 Millionen in Edmonton und Calgary wohnen und der Rest sich ueber eine Flaeche verteilt, die etwa 2 mal so gross wie Deutschland ist. Somit bleiben in etwa 500.000 Menschen uebrig die von unserem HazMat Team erreicht werden muessten. Die Chemie und Oel/ Gasindustrie in Alberta hat ihre eigenen De Con Teams, mit mir unbekanntem Equipment. Damit waeren die groessten Gefahrenquellen in Alberta so ziemlich abgedeckt.

    Was die Anfahrtzeiten angeht… manchmal muss man halt bis zu 10 Stunden auf die DeCon Unit warten. Im Winter kommen dann noch die Strassenverhaeltnisse hinzu . Ob die Kollegen dann noch gebraucht werden, sei mal dahin gestellt.

     

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