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(sc). In Lindau protestieren einige Feuerwehrleute gegen die Pläne ihres Kommandanten, Fahrzeuge von der Insel Lindau in die neue Hauptwache auf dem Festland umzusetzen und damit den Löschbereich zu  schwächen. Das FWNetz berichtete darüber in den letzten Wochen („Lindau: Protest gegen Downgrade„), und führte diesbezüglich auch ein Telefoninterview mit Robert Kainz, dem Lindauer Kommandanten („Lindau: Protest gegen Downgrade – Hintergrund„).

Das FWNetz sprach nun mit dem Sprecher der Interessengemeinschaft Inselwache, um auch deren Standpunkte zu erfahren.

FWNetz.de: Wie sieht aus Ihrer Sicht, eine den besonderen Verhältnissen angepasste Ausstattung auf der Insel Lindau aus?

IG Inselwache: Das sind ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug, eine Drehleiter und das Mehrzweckfahrzeug.

Im Grunde handelt es sich dabei um die aktuell auf der Insel stationierten Fahrzeuge?

Grundsätzlich ja, bis auf das Tanklöschfahrzeug. Das TLF war bis November 2008 auf der Insel stationiert und wurde ohne Begründung in die Wache Ost umgesetzt. Weitere Fahrzeuge, die zurzeit noch auf der Insel stationiert sind (Dekon, ELW1 etc.) werden künftig in der neuen Hauptwache stehen.

Warum müssen Ihrer Meinung nach unbedingt die aktuell auf der Insel stationierten Fahrzeuge, z.B. die Drehleiter, auf der Insel verbleiben?

Die Bebauung der Insel erfordert dies. Wir haben es hier mit einer engen Altstadtbebauung mit Wohnungen und Hotelzimmern in über 12 Meter Höhe zu tun. Dennoch gibt es gute Möglichkeiten eine Drehleiter in den Gassen und Strassen auf der Insel anzuleitern. Weiterhin gibt es sehr viele Baugenehmigungen die eine DLK als 2. Rettungsweg vorsehen. Nicht zu vergessen ist, dass neunzig Prozent der Treppenhäuser auf der Insel aus Holz sind und es außerdem auf der Insel häufig keine baulich sichergestellten Brandmauern oder Brandabschnitte gibt. Alle diese Punkte machen ein Drehleiter und einen kompletten Löschzug auf der Insel sinnvoll und notwendig.

Wegen dieser Art der Bebauung kommt es bei Bränden auf der Insel regelmäßig auch in Nachbargebäuden, zumindest durch Rauch zu Beeinträchtigungen, die dann sofort die Drehleiter zur Menschenrettung erforderlich machen.

Kommt es z.B. zu einem offenen Dachstuhlbrand ist nach der Menschenrettung der Einsatz eines Wenderohres ohne Zeitverzögerung erforderlich. Ansonsten käme es zu einer massive Brandausbreitung auch auf die Nachbargebäude. Das Tanklöschfahrzeug ist dabei zur Speisung der DLK notwendig, während mit dem Hilfeleitungslöschfahrzeug der Innenangriff gestartet wird. Das TLF (2.LF) ist notwendig zur Sicherstellung des Rettungs/Sicherheitstrupps gemäß FwDV7 und um einen sofortigen Löschangriff von 2 Seiten (2 Gassen) zu ermöglichen.

Sie betonen, dass die zweite Drehleiter aufgrund des Gefahrenpotenzials auf der Insel beschafft wurde. Kommandant Kainz verneint diese Argumentation jedoch. Können Sie Ihre Behauptung untermauern?

Die Argumentation stammt aus den Jahren 1998 und 1999. Das ist der Beschaffungszeitraum der Drehleiter. Leider haben wir keinen Zugriff auf die damaligen Protokolle. Einige von uns waren schon zu diesem Zeitpunkt in der Feuerwehr und haben die Entscheidung auch als Führungskräfte mitgetragen. Wir haben deshalb die Argumente des Kommandanten noch „im Ohr“ und wissen also wovon wir reden.

Aber ist die hauptamtliche Wache per se, auch vom neuen Standort aus, nicht schneller bzw. ebenso schnell an einem Schadensort? Kommandant Kainz spricht davon, dass z.B. tagsüber bis zu drei hauptamtliche Kräfte verfügbar seien.

Die Unterstützung durch die hauptamtlichen Kräfte beschränkt sich auf die Zeit Montag bis Donnerstag von 7:00–12:00 und 13:00-16:00, Freitag 7:00-12:00 Uhr und dann auf maximal einen Mann, bedingt durch fünf hauptamtliche Kräfte die in 24 Stunden Schicht die Alarmzentrale besetzt halten müssen.

Durch Urlaub, Krankheit und Lehrgänge ist mindestens eine Kraft nicht im Dienst, eine Kraft hat nach dem 24 Stunden Dienst dienstfrei und eine hauptamtliche Kraft ist „nur“ noch als 60% Kraft beschäftigt.

Man darf nicht vergessen, dass die hauptamtlichen Kräfte Aufgaben erledigen, die nicht nur auf der Hauptwache stattfinden. Oft verbleibt deshalb nur eine Kraft auf der Hauptwache. Zu diesen Aufgaben gehören Arbeiten in anderen Wachen, Reparaturen, Besorgungsfahrten, Überführungsfahrten und Aktivitäten im vorbeugenden Brandschutz.

Unabhängig von der hauptamtlichen Wache haben wir eine gute und schnelle Personalverfügbarkeit bei Tag und Nacht auch ohne hauptamtliche Kräfte auf der Insel.

Sie fordern, dass auf der Insel weiterhin ein Löschzug vorgehalten werden soll. Woher soll aber das Personal kommen? Von der Insel selbst kommen – nach Angaben des Kommandanten – nur gut die Hälfte der Feuerwehrmänner. Außerdem soll ein Großteil dieser Feuerwehrangehörigen (weit) außerhalb der Insel arbeiten, sodass ein Zug personell nur in der Nacht gestellt werden könnte. Sehen Sie dadurch ihre Position nicht relativiert?

Fakt ist, dass die Tagesalarmstärke mindestens 20 Mann beträgt, ohne die hauptamtlichen Kräfte mitzurechnen.

Natürlich muss man differenzieren und kann nicht alle Einsätze gleich bewerten. Z.B. rücken bei Kleineinsätzen, wie „Tierrettung“, „Öl aus PKW“, „Türe öffnen“ „DLK für BRK“ usw. gemäß Weisung des Kommandanten und Wachleiter (Personalunion) die Kräfte der Inselwache, die nicht auf der Insel sind, nicht zum Einsatz an. Das führt in Statistiken logischerweise auch zu anderen Ergebnissen.

Weiterhin betonen wir, dass auf und in unmittelbarer Nähe der Insel 30 aktive Mitglieder der Inselwache arbeiten und wohnen.

Diese Aussage widerspricht einer Aussage von Kommandant Kainz. Dieser rechnete vor, dass im besten Fall die Verfügbarkeit von 11 Feuerwehrleuten (inklusive drei hauptamtliche Kräfte) am Tag vorausgesetzt werden könne. Wie erklären Sie sich die Differenz von neun Feuerwehrangehörigen?

Statistiken sind ein Thema, erlebte und gelebte Wirklichkeit geben oft ein anderes Bild wieder. Konkret sind das Urlaube, Freischichten bei Schichtdienstleistenden, Anfahrten von Arbeitsstellen im näheren Umfeld der Inselwache, Pendler, die nicht täglich pendeln müssen usw. …

Sie sagen weiter oben, dass es auf der einen Seite eine sehr enge Altstadtbebauung gibt, aber andererseits die Drehleiter gut aufgestellt werden könne. Können Sie diesen Widerspruch genauer auflösen?

Überall dort wo der Stadtbus, die Fahrzeuge des Lieferverkehrs oder weitere Lastwagen fahren können, ist auch der Einsatz der Drehleiter möglich. Hier hilft natürlich auch die umfassende Ortskenntnis der Inselwache. Viele der Kameraden sind auf der Insel aufgewachsen und kennen die Örtlichkeiten bestens. Dazu gehören auch die nicht öffentlich zugänglichen Örtlichkeiten.

Wie sieht es denn ihrer Meinung nach mit den Eintreffzeiten der Festlandwachen auf der Insel aus? Wie gestaltete sich dies in der Vergangenheit?

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich gezeigt, dass die Fahrzeiten von den Außenwachen, bedingt durch die Verkehrssituation in Lindau, unbefriedigend sind. Außerdem sind die Ausrückzeiten aufgrund der Wohnsituation bei den Außenwachen wesentlich langsamer als auf der Insel.

Aus der Erfahrung können wir sagen, dass bei zeitgleicher Alarmierung die Löschkräfte vom Festland ausnahmslos erst dann eintrafen, wenn die Inselwache die oben beschriebenen Maßnahmen bereits durchführte.

Sie behaupten, dass die Ausrückzeiten der Außenwachen länger sind. Warum ist das ihrer Meinung nach so?

Primär liegen die Wohnorte der Kameraden der Wache Ost nicht in so direktem Umfeld zur Wache wie dies auf der Insel der Fall ist. Zudem ist die Insel der „gesellschaftliche“ Mittelpunkt Lindaus, d.h. dass am Wochenende und abends regelmäßig sehr viele Kameraden der Außenwachen auf der Insel unterwegs sind. Diese müssen bei einem Alarm dann zu ihrem PKW und dann ohne Sondersignal zu ihrer jeweiligen Wache fahren, um von dort auszurücken. Auf der Insel ist das nicht so. Denn auf der Insel wohnende, bzw. die inselnah wohnenden Kameraden kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Einsatz, und sind damit schneller.

Dennoch kann man nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass die Außenwachen am Wochenende und am Abend nicht ausrückfähig sind. Gehen wir mal davon aus, dass die Kameraden vom Festland keinen langen Anfahrtsweg haben. Wie stehen Sie zu den durchgeführten Anfahrtsproben und der Feststellung von Kommandant und Bürgermeister, dass die Hilfsfrist eingehalten werden könne?

Zunächst können wir nicht davon ausgehen, dass die Kameraden vom Festland keinen langen Anfahrtsweg haben!

Die Anfahrtsproben wurden zu verkehrsarmen Tageszeiten und nach vorheriger Abstimmung mit der Deutschen Bahn und einer Spedition durchgeführt. Die Insel ist entweder über Straßen erreichbar die die Bahnlinie queren (Schließzeiten der Schranken bis zu 20 Minuten!) oder durch eine Privatstraße, in der eine große Spedition ihren Warenumschlag abwickelt. Aufgrund der Beschaffenheit der Privatstraße kommt es regelmäßig im Bereich der Spedition zu einer Totalsperrung der Straße durch LKW, die be- oder entladen werden. Die Straße ist auf einer Länge von ca. 400 Meter nur so breit, dass bei LKW-Gegenverkehr einer der LKW zurücksetzen muss. Die Privatstraße ist außerdem auch als Bodenseeradwanderweg ausgewiesen, d.h. in den Monaten April bis September sind dort täglich mehrer hundert Radfahrer unterwegs. Bei besonderen Anlässen wird ein Teil der Privatstraße auch als Parkplatz genutzt.

Außerdem führten die Anfahrtsproben zu einem verkehrstechnisch sehr günstig gelegenen Objekt auf der Insel. Typische Inselobjekte im Inselkern wurden zu für Lindau typischen Zeiten und Verkehrsbedingungen nicht angefahren.

Sehen Sie denn im umgekehrten Fall die anderen Stadt- und Ortsteile Lindaus ausreichend durch die Erreichbarkeit der Drehleiter innerhalb der Hilfsfrist geschützt?

Ja. Die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass auch andere Teile von Lindau innerhalb der Hilfsfrist erreicht werden. Im Übrigen hat dies der Kommandanten auch so bestätigt! Auf dem Festland ist außerdem die  zweite Drehleiter in Lindau stationiert – jenseits der Bahnlinie.

Noch im Juli 2009 hieß es in der Schwäbischen Zeitung, dass eine Drehleiter auf der Insel verbleiben solle. Dann hieß es plötzlich, auf der Insel solle nur noch ein Löschfahrzeuge und eine Mehrzweckfahrzeuge stationiert bleiben. Wodurch wurde er plötzliche Abzug von zwei Fahrzeugen, darunter die Drehleiter, Ihrer Ansicht nach ausgelöst?

Der Kommandant wurde von der Oberbürgermeisterin aufgefordert Einsparungen vorzunehmen. Die Diskussion um die Inselwache steht dabei in unmittelbarem Zusammenhang mit den Plänen, die Inselhalle zu erweitern.

Die Finanzsituation in Lindau ist zurzeit äußerst angespannt. Der Bau einer Hauptwache, einer Inselwache und die Erweiterung der Inselhalle ergeben nach den aktuellen Plänen ein Investitionsvolumen von deutlich über 12 Millionen Euro. Geld, das die Stadt Lindau trotz ihrer prekären Finanzlage aufbringen müsste.

Den Einsparungen fielen dann zwei Stellplätze auf der Insel zu Opfer, wie aus der Presseberichterstattung zu erfahren ist. Jedoch stand in der Presse – und auch dokumentiert auf Ihrer Webseite -, dass selbst Kreisbrandmeister und die Regierung von Schwaben zunächst eine Drehleiter auf der Insel forderten. Wie erklären Sie sich den Meinungsumschwung dieser offiziellen Stellen?

Das war politischer Druck und sehr gute PR-Arbeit des Kommandanten. Maßgeblich wird auch die Zusage des Kommandanten gewesen sein, dass er die Drehleiter vom Standort der neuen Hauptwache innerhalb der geforderten Hilfsfrist an jede mögliche Einsatzstelle auf der Insel bringen kann.

Nehmen wir mal an, der ursprüngliche Plan – Verbleib der Drehleiter auf der Insel – wäre Wirklichkeit geworden. Woher hätte Drehleiter für die hauptamtliche Wache kommen sollen, denn diese steht ja auf der Wache West?

Die Feuerwehr Lindau hat zwei Drehleitern, eine muss wie bisher auch auf der Insel stationiert bleiben, die andere kann, wie bisher auch, auf dem Festland stationiert sein.

Sie meinen also, dass man die Drehleiter aus dem Bereich West in den Bereich Ost zur neuen Hauptwache verlegen soll?

Dieser Weg ist denkbar, wenn in der neuen Hauptwache eine Drehleiter stationiert sein soll.

Die sich wandelnden Verhältnisse brachen ja keineswegs über Nacht ein. Der Beschluss eine neue Hauptwache zu bauen datiert aus dem Jahre 2006. Haben Sie sich in der Folge des Neubaubeschlusses nicht frühzeitig mit Ihren Bedenken eingebracht?

Bis August 2009 hat Kommandant ein Konzept verfolgt, dass auf der Insel ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, die Drehleiter und ein Mehrzweckfahrzeug vorsah. Schon zu diesem Zeitpunkt haben wir auf die Probleme wegen des dann fehlenden 2. LF bzw. TLF hingewiesen. Die Entscheidung nur ein HLF und MzF auf der Insel zu stationieren, hat der Kommandant ohne Diskussion mit der Führung der Inselwache (03.09.2009) und ohne Diskussion mit der Mannschaft der Inselwache (04.09.2009) verkündet. Anschließende Diskussions- und Gesprächsversuche wurden vom Kommandanten abgeblockt.

Warum hat der Kommandant so entschieden bzw. ihre Gesprächsversuche abgeblockt?

Wir vermuten, dass der Kommandant in einer offen und sachlich geführten Diskussion seine Pläne nicht hätte durchsetzten können und er deshalb diesen Weg gewählt hat.

Fand vor Gründung der Interessengemeinschaft ein Meinungsaustausch zwischen Ihnen und den Verantwortlichen auf Seiten der Stadt statt?

Wir haben zunächst mit der Oberbürgermeisterin und allen Stadtratsfraktionen geredet, erst danach erfolgte der Gang an die Öffentlichkeit.

Sie schlagen auf Ihrer Webseite bezüglich der Standorte eine kostenneutrale Lösung vor. Können Sie diesen Vorschlag präzisieren?

Wir schlagen vor, Flächen innerhalb der beiden Neubauplanungen zu verschieben, konkret zwei Stellplätze und anteilige andere Flächen von der neuen Hauptwache zur neuen Inselwache.

Konkret, soll die neue Hauptwache kleiner ausfallen, und das dort beim Bau eingesparte Geld auf die Insel transferiert werden?

Ja.

Woher soll die Fläche für die „neue“ Inselwache kommen, wenn diese in ihrer jetzigen Form nicht bestehen bleiben soll. Gerade wegen dem Platzmangel soll doch eine neue Wache gebaut werden?

Der Platzmangel bezieht sich in der Hauptsache auf die Werkstätten der hauptamtlichen Kräfte. Für die Inselwache, die ja grundsätzlich nicht zur Diskussion steht, muss aufgrund der Inselhallenerweiterung ein neuer Platz gefunden werden. Optionen und Flächen für eine Inselwache, auch mit vier Stellplätzen, gibt es im Bereich des jetzigen Inselhallenparkplatzes, der im Zuge der Erweiterung der Inselhalle ohnehin neugestaltet werden muss. Hier ist ein Parkdeck mit integrierter Feuerwache im Gespräch. Es gibt aber auch andere Optionen.

Was für andere Optionen sind das?

Die Erarbeitung von Standortoptionen für die neue Inselwache soll auch Inhalt des anstehenden Architektenwettbewerbs für die Planung der Inselhallenerweiterung sein.

In der Tagespresse werfen Sie den Kameraden der Festland-Wachen Anfeindungen vor. Was genau meinen Sie damit, und wie äußern sich diese?

Leider haben die Kameraden aus den Festlandwachen das Angebot zu einer Informationsveranstaltung nur sehr zögerlich angenommen. Eine offizielle Email der Feuerwehr, die dazu aufrief nicht zu dieser Infoveranstaltung zu gehen, war und ist sicher nicht hilfreich für eine objektive Meinungsbildung.

Eine offizielle Email stammt ja wohl vom Kommandanten. Welche Gründe wurden gegen diese Informationsveranstaltung angeführt?

Es wurde darauf hingewiesen, dass dies keine offizielle Veranstaltung der Feuerwehr ist, und man zu dieser Veranstaltung nicht gehen soll.

Haben Sie sich schon weitere Maßnahmen überlegt, wenn die Vorstellungen des Kommandanten am Ende umgesetzt werden?

Aufgrund des hohen Zuspruchs der Bevölkerung könnten wir uns auch ein Bürgerbegehren vorstellen.

Gibt es Kameraden der Inselwache, die den Feuerwehrdienst quittieren wollen, wenn die vom Kommandanten beabsichtigte neue Fahrzeugkonzeption umgesetzt wird?

Es ist dann mit dem Ausscheiden von 15 bis 20 Kameraden der Inselwache zu rechnen.

Wie sind die Reaktionen aus der Bevölkerung zur aktuellen Diskussion?

Aktuell haben wir ca. 1200 Unterschriften gesammelt die uns in unserem Vorhaben unterstützen.

Danke an Manfred Kaschner, Sprecher der IG Inselwache, für das Interview, das Stefan Cimander von www.fwnetz.de führte.

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Presseartikel

Kommentare

7 Kommentare zu “Lindau: „Mit Ausscheiden von Kameraden ist zu rechnen“” (davon )

  1. R.T.B. am 11. November 2009 13:38

    Ein Interessantes Interview. Mir ist der Konflikt trotzdem schleierhaft – die eine Seite erzählt es so, die andere Seite so, einer lügt also. Dabei müssten sich die Argumente was Ausrückezeiten, Antrittsstärke…usw. betrifft doch ganz einfach anhand der letzten Jahre knallhart auftischen lassen?
    Was ich aber ein wenig heuchlerisch finde ist, dass die Interessengemeinschaft erst einen auf „Uns liegt doch nur der Schutz der Bürger total am Herzen“  macht und hinterher bei einer Nichteinigung mit einer Austrittswelle rechnet – ja was ist denn dann mit dem Herzenswunsch „Schutz der Bürger“?

  2. Jörg Fischer am 11. November 2009 14:36

    Jup, meine Rede! Die Symbiose zw. „Schutz der Inselbewohner“ und „ich schmeiß hin“ kann nicht gelingen. Und dass die DLK, welche in der Wache 2 (Westen) stationiert ist, auch zur Nachbarschaftshilfe eingesetzt wird, wird auch vergessen. Oder soll man das so verstehen, dass der Horizont hinter der Stadtgrenze aufhört?

  3. Stefan Cimander am 11. November 2009 15:17

    In dem Kontext zur Info: Laut SZON soll Kmdt. Kainz seinerseits mit Rücktritt gedroht haben, wenn sein Konzept durchfällt ;-)

    Erinnert mich irgendwie an BK Schröder, der hat auch mit Rücktritt gedroht, wenn jmd. nicht nach seiner Nase getanzt ist ;-)

  4. Jörg Fischer am 11. November 2009 15:58

    Das mit dem Kdt. sehe ich differenzierter. Er muss als Kdt. Entscheidungen treffen. Werden diese seitens der Mannschaft oder der Oberbürgermeisterin/Stadtrat torpediert, besteht ein mangelndes Vertrauensverhältnis.
    Hier gestaltet sich die Sache bei den 20 Feuerwehrmännern der „Inselwache“ m.E. aber anders.

  5. Stefan Cimander am 11. Dezember 2009 11:43

    In letzter Zeit stand in der örtlichen Presse (zumindest im Internet) nichts mehr. Allerdings schreibt die SZOn heute über den Haushalt Lindaus für das nächste Jahr. Ein Absatz ist besonders interessant in diesem Artikel: „Neu sind im Haushaltsplan auch 150 000 Euro für die Planungen einer neuen Hauptfeuerwache. Dieser Betrag wird aber zunächst mit einem Sperrvermerk versehen, bis der Stadtrat entschieden hat, wo die Wache tatsächlich gebaut wird, wie groß die Inselwache wird und welche Zuschüsse Lindau vom Freistaat bekommt. …“ http://www.szon.de/lokales/lindau/lindau-stadt_artikel,-Raete-geben-Geld-fuer-Schulen-und-Feuerwache-_arid,4025359.html

    Für mich liest sich das so, dass in den strittigen Punkten wohl noch keine Lösung gefunden wurde.

  6. Stefan Cimander am 23. März 2010 10:01

    Über den Twitter-Account http://twitter.com/dlkstreit soll heute Abend (23.03.10) ab ca. 18:00 über die Stadtratssitzung „Drehleiterstreit in Lindau amBodensee“ getweetet werden.

     

     

  7. Stefan Cimander am 24. März 2010 11:29

    Jörg Fischer aus der Nähe von Lindau hat seine Sicht der gestrigen Stadtratssitzung in einem langen Blogbeitrag zusammengefasst:http://p5p.de/lindauer-stadtrat-entscheidet-ueber-neue-hauptfeuerwehrwache-und-die-sog-inselwache/

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