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(sc). Seit einigen Jahren gibt es eine strategische und taktische Neukonzeption des Bevölkerungsschutzes in der Bundesrepublik. Auf der FLORIAN – Fachmesse für Feuerwehr, Brand- und Katastrophenschutz in Karlsruhe stellte das Bundesamt- für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zusammen mit der Berufsfeuerwehr Mannheim das neue Ausstattungskonzept des Bundes für CBRN-Lagen vor. Im Mittelpunkt der Ausstellung stand die Analytische Task Force (ATF). Die ATF ist eine Spezialeinheit auf dem Gebiet der chemischen Analytik.

Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland

Die neuen Strukturen des Bevölkerungsschutzes und die Beschaffung von Geräten und Fahrzeugen sind die Folge der so genannten „Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland„[1], auf die sich Bund und Länder im Jahre 2002 verständigten. Diese Strategie sieht eine Abkehr von der klassischen Vorhaltung von Zivilschutzressourcen vor, hin zu einer „am konkreten Bedarf orientierten Vorhaltung und Verteilung von Ressourcen“. Bisher galt das Gießkannenprinzip, das eine flächenmäßig gleiche Verteilung von Geräten, Fahrzeugen und Einheiten vorsah. Nun soll sich das Engagement von Bund und Ländern auf der Basis von Risikokategorien ausrichten. Jeder Risikokategorie ist eine Versorgungsstufe zugewiesen.

Risikokategorien

Die Risikokategorie bzw. Schutz- und Versorgungsstufe I bietet einen durch die Feuerwehren und Rettungsdienste sichergestellten flächendeckenden Schutz gegen alltägliche Gefahren. Dazu stehen in der Regel pH-Papier, Öl-Testpapier, Ex-Messgerät und Spürpulver zur Lagererkundung und Gefahrenabschätzung zur Verfügung.

Die Risikokategorie bzw. Schutz- und Versorgungsstufe II bietet einen flächendeckenden und standardisierten Grundschutz gegen nicht alltägliche, aber in der Regel mit den vorhanden Kräften beherrschbare Schadenlagen. Dazu ergänzt der Bund diese Ebene u.a. mit je 450 ErkKW und Dekon-P.

Die Risikokategorie bzw. Schutz- und Versorgungsstufe III zeichnet sich durch einen dauerhaft erhöhten Spezialschutz für Einrichtungen, Lokalitäten und Regionen mit deutlich erhöhtem Risiko und der Notwendigkeit zur deutlich erhöhten oder speziellen Ressourcenvorhaltung aus. Zusätzlich zum Grundschutz ist diese Eben durch weitere 50 ErkKW und Dekon-P ergänzt.[2]

Die Risikokategorie bzw. Schutz- und Versorgungsstufe IV ist charakterisiert durch einen ausgewiesenen Sonderschutz. Dazu stellen Bund und Länder spezielle und operative Vorhaltung und Infrastruktur (Kompetenzzentren) für außergewöhnliche Gefahren- und Schadenlagen bereit.[3]

In der Schutzstufe IV sind die Spezialkräfte, die so genannten Task Forces angesiedelt, zu denen auch die ATF gehört.

Spezialeinheit für die Schnellanalytik

Die ATF ist eine mobile und überörtliche Spezialeinheit für die Schnellanalytik bei chemischen Gefahrenlagen.[4] Ihr liegt der Gedanke zugrunde die kommunalen Fähigkeiten auf einer qualitativen Ebene zu erweitern und mit Expertenwissen zu ergänzen. Keinesfalls soll die ATF die kommunalen Einrichtungen ersetzen, sondern dann zum Einsatz kommen, wenn die Kompetenzen der kommunalen Ebene an ihre Grenzen gekommen sind. Im Gegensatz zur Analyse im Labor, soll die ATF Analysen in zeitkritischen Situationen vor Ort durchführen können.

Hier liegt auch der Unterschied zum Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS). Während TUIS Gefahrenabwehr betreibt und bei der Beseitigung der Gefahren berät und hilft, betreibt die ATF Analytik und hat den Schwerpunkt auf Fragen zu Umwelt und Medizin.

Die ATF ist zwar eine mobile Einheit mit eigener Ausstattung, sie baut aber auf den (kommunalen) Strukturen der CBRN-Abwehr[5], insbesondere der flächendeckenden Verfügbarkeit von den geplanten 500 ABC-Erkundungskraftwagen (ABC-ErkKW) und 500 Dekontaminationskraftwagen-Person (Dekon-P) auf – die wiederum der Bund im Rahmen des ergänzenden Katastrophenschutzes beschafft hat. Diese Komponenten bilden die Basis der Schutzstufe II und III.

Stufenkonzept. Grafik: BBK

Stufenkonzept der CBRN-Abwehr. Grafik: BBK

Hilfeleistung in drei Stufen

Einsetzen kann ein Einsatzleiter die ATF bei einer Gefahrstofffreisetzung in der Luft, in einem Gewässer oder im Boden, unabhängig vom auslösenden Moment. Die lokale Einsatzleitung kann die nächstliegende ATF zentral beim Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) alarmieren. Die ATF übernimmt an einer Einsatzstelle weder das Kommando, noch erteilt Sie Befehle gegenüber der Einsatzleitung. Ihr Tätigwerden erfolgt nur nach Rücksprache von Einsatzleiter und dem Führer der ATF. Im Grunde ist die ATF als beratendes Organ der Einsatzleitung eingebunden und kann auch einen eigenen Einsatzabschnitt „Messen“ umfassen.

Das Konzept der ATF sieht drei Stufen der Hilfeleistung vor – ähnlich wie beim TUIS. In der ersten Stufe erfolgt eine telefonische Beratung durch einen Fachberater, der die Möglichkeiten der ATF einschätzen kann, und der über fundiertes Fachwissen verfügt um möglicherweise erste Hinweise zur weiteren Vorgehensweise geben zu können.

In der zweiten Stufe kommt ein Erkundungsteam (die so genannte Soforteinheit) zum Einsatz. Dieses Erkundungsteam ist mobil und auch auf dem Luftweg einsetzbar. Die Einsatzmöglichkeiten umfassen das Spüren und Identifizieren, das Recherchieren in Datenbanken sowie das Liefern von Fachinformationen durch Einbeziehung des Expertennetzwerkes – zum dem u.a. das TUIS und Meditox gehört.

In der dritten Stufe erfolgt der Einsatz der ganzen Task Force, bestehend aus dem Erkundungsteam und der Verstärkungseinheit. Dabei liegt die erste Aufgabe an einer Schadenstelle in der Identifikation unbekannter Chemikalien.[6]

Die Zusammensetzung der Erkundungs- bzw. Verstärkungseinheit und die Geräte, die das jeweilige Team mitnimmt, richten sich nach den lageabhängigen Erfordernissen. Letztlich bestimmt der Führer einer ATF, was mitkommt und was nicht. Explizite Vorgaben bestehen nur hinsichtlich der am Standort verfügbaren (Mindest-)Ausstattung.

Die Möglichkeiten der ATF an einer Einsatzstelle umfassen:

  • die Detektion und Identifikation gefährlicher chemischer Substanzen und Substanzgemische,
  • die Überwachung großer Areale mit Hilfe der Fernerkundung,
  • die Lokalisierung und Identifikation von Schadstoffen in der Luft,
  • die Situationsbewertung basierend auf Analyseergebnissen und toxikologischen Aspekten,
  • die Einschätzung der Lageentwicklung und
  • die Empfehlung von Gegenmaßnahmen, wie z. B. die Warnung der Bevölkerung, Evakuierung oder Dekontaminationsmaßnahmen, … .[7]

Der Bund stellt für diese Spezialfähigkeiten eine analytische Spezialausstattung für chemische Lagen zur Verfügung, die der Bund zu Teilen eigens für die ATF entwickeln ließ.[8] Diese Ausstattung erhalten die Standorte durch das BBK als Ergänzung der am Standort vorhandenen Analysetechnik.

Die Fahrzeugausstattung der ATF

Obgleich die Ausstattung der ATF mobil und auch auf dem Luftweg transportierbar ist, erhalten die Standorte zusätzlich Fahrzeuge. Dazu gehören je ein Einsatzleitwagen (ELW-ATF), zwei ABC-Erkundungskraftwagen 2 (ABC-ErkKW 2) und ein Gerätewagen (GW-ATF).

Der ELW ATF entspricht zunächst einem ELW 1 nach Norm. Für die Belange der ATF verfügt dieser jedoch über spezielle Kommunikations- und Informationstechnik, u.a. einem Programm zur Ausbreitungsberechnung. Zusätzlich soll der ELW die Aufgabe einer Messleitkomponente (MLK) erhalten, um so die eigenen, aber auch andere ABC-Erkunder führen zu können. Diese MLK-Fähigkeit besteht zusätzlich zu den 104 geplanten MLKs im ergänzenden Katastrophenschutz.

Aber auch als schneller Zubringer oder „Messfahrzeug“ kann der ELW dienen. So verfügt er über eine Hubbühne, die das Fernerkundungssystem SIGIS 2 aufnehmen soll, und die eine schnelle Entnahme ermöglicht. Der ELW ist noch in der Ausschreibung, das BBK rechnet mit der ersten Auslieferung nicht vor Ende des ersten Halbjahres 2010.

Die ATF-Erkunder sind nicht identisch mit den ABC-Erkundern, die der Bund bisher an die Kommunen geliefert hat. Die ATF erhält einen Erkunder der zweiten Generation, wie ihn der Bund ab 2014 auch an die Kommunen abgibt. Diese unterscheiden sich gegenüber der ersten Generation durch ein Upgrade hinsichtlich der Mess- und Computertechnik. Grundsätzlich ist die neue Generationen kompatibel zur alten. Die ATF-Standorte können die Ausstattung ihrer Erkunder an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Der GW-ATF besteht aus einem Kofferaufbau und soll ausschließlich dem Transport der Analysetechnik dienen. Das BBK stattet dieses Fahrzeug nicht speziell aus, sondern beschränkt sich auf Vorrichtungen, die es den Standorten ermöglichen soll, den GW zu einem Laborfahrzeug ausbauen zu können. Der GW-ATF steht im nächsten Frühjahr zur Auslieferung an.

Fahrzeuge der ATF Mannheim. Bild BBK

Fahrzeuge der ATF Mannheim: Links kommunlaer GW-Mess und rechts der Erkunder der ATF. Bild BBK

Spezielle Messtechnik für komplexe Aufgaben

Die Geräteausstattung der ATF ist den komplexen Gefahren- und Einsatzszenarien angepasst. Neben Strahlenmesstechnik, Wasser-Schnelltests, Ex-Messgeräten, Gasprüfröhrchen sowie weiterer Mess- und Labortechnik ist das Herz der ATF die folgende Ausstattung:

  • FT/IR-Fernerkundungsgerät (SIGIS 2)
  • FT/IR-Fest/Flüssig-Spektrometer (HazMat ID)
  • mobiler Gaschromatograph/Massenspektrometer (GC/MS) EM 640
  • Gefahrstoffdetektorarray (GDA2)
  • zwei Kombinationsmessgeräte zur Detektion von toxischen Chemikalien
  • Photoionisationsdetektor (PID)
  • Ionenmobilitätsspektrometer (IMS)

FT/IR-Fernerkundungsgerät SIGIS 2

Das Fernerkundungsgerät SIGIS 2 (Scannendes Infrarot-Gasvisualisierungssystem) ist ein Gerät für die Ferndetektion. Es detektiert und identifiziert Gefahrstoffe in der Luft aus einer Entfernung von bis zu fünf Kilometern. Dabei können die Stoffe optisch nicht wahrnehmbar sein. SIGIS 2 basiert auf der passiven Infrarotspektroskopie und erfasst die Schadstoffe im Infrarotspektrum und spielt die Schadstoffwolke durch eine Falschfarbdarstellung der Messergebnisse in ein Videobild der Umgebung ein. Innerhalb von 14 Sekunden erhalten die Einsatzkräfte einen Überblick über die Ausbreitung und den Ort der Schadstoffwolke. SIGIS aktualisiert das Gefahrstoffbild während der Messung ständig.

Einsatz des FT-IR anlässlich der Fußball-WM

Einsatz des FT-IR zur Überwachung in einem Fußballstadion anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2006. Bild: BBK

SIGIS basiert auf der Fourier-Infrarotspektrometrie. Die IR-Spektroskopie ist ein physikalisches Verfahren zur Analyse von bekannten Substanzen, auf Basis von infrarotem Licht. Jedes Molekül absorbiert bei Bestrahlung mit elektromagnetischen Wellen bestimmte Frequenzbereiche. Die Absorption des IR-Lichts regt die Schwingung der Molekülbindungen an und genau diese Schwingungen sind in Form von Ausschlägen im gemessenen Spektrum sichtbar. Anhand eines einprogrammierten Referenzspektrums erfolgt dann die Identifikation des Moleküls.

SIGIS ermittelt nun die in der Wolke enthaltenen Gefahrstoffe, indem das System auf Basis mehrerer Messpunkte die ankommende Infrarotstrahlung untersucht. SIGIS filtert die in der Atmosphäre vorhandenen Spurengase heraus. Dabei ist es so empfindlich, dass es für den größten Teil der wichtigen, giftigen Substanzen Nachweisgrenzen erzielt, die sogar im Bereich geringer Konzentrationen liegen.

Geeignet ist das System außerdem für den Einsatz auf bewegten Plattformen, d.h. aus einem Hubschrauber oder einem fahrenden Fahrzeuge heraus. Die Einsatzkräfte selbst bleiben damit außerhalb der Gefahrenzone. Entwickelt hat das Gerät die Technische Universität Hamburg-Harburg im Rahmen eines vom BBK finanzierten Forschungsprojekts.[9]

HazMatID

Auch HazMatID ist ein mobiles und netzwerkfähiges Gerät zur Identifikation von chemischen Substanzen. HazMatID erkennt unbekannte Flüssigkeiten, Pulver und Feststoffe innerhalb weniger Sekunden, ohne dass eine Aufbereitung der Probe notwendig ist. Das Gerät identifiziert den Stoff mit Hilfe von Infrarotlicht, genauer der Fourier-Transform-Infrarotspektroskopie. Dabei vergleicht HazMatID den Infrarot-Fingerabdruck mit den geräteeigenen Datenbankbibliotheken, die u.a. Nerven- und Kampstoffe, toxische Industriechemikalien, Sprengstoffe und Treibladungen, üblichen Chemikalien, und Pestizide, aber auch Rauschgifte und Vorstufen illegaler Drogen umfassen. Der Clou von HazMatID ist die Benutzerführung. Der Anwender muss nur den Anweisungen auf dem TouchScreen folgen. Das Gerät ist so gebaut, dass es ohne Probleme dekontaminiert werden kann.

HazMatID

Das Gerät HazMatID ist gut transportierbar in einem Koffer untergebracht.

Gas-Chromatograph-Massenspektrometer

Das Gas-Chromatograph-Massenspektrometer (GC/MS) bietet die Möglichkeit, komplexe Stoffgemische zu identifizieren. Die Gaschromatographie ist ein analytisches Trennverfahren von Stoffgemischen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Stoffgemisch entweder gasförmig vorliegt oder aber verdampfen kann. Das Stoffgemisch darf sich allerdings im gasförmigen Zustand nicht zersetzen. Die Auftrennung in die Einzelbestandteile erfolgt dabei anhand der Polarität der einzelnen Gasmoleküle und deren unterschiedlich langen Verweilzeit an einer stationären Phase in einer Trennsäule. Die Bestandteile des Gemisches treffen nacheinander auf einen Detektor, der den Austrittszeitpunkt des Moleküls am Säulenende und die Menge der Substanz misst.

Anzeige des Messergebniss eines GC/MS

Anzeige des Messergebnisses eines GC/MS

Das Massenspektrometer fragmentiert die Einzelbestandteile und vergleicht diese mit einer Stoffdatenbank, um die Stoffe zu identifizieren. Mittels Ionisation zerlegt das Massenspektrometer die Moleküle in Ionenbruchstücke, beschleunigt und bündelt diese zu einem Ionenstrom. Anschließend trennt das Massenspektrometer die Ionen nach Verhältnis Masse zu Ladung und wertet die Bruchstückmuster aus. Dabei können auch sehr kleine Mengen identifiziert werden.

Gefahrstoffdetektorarray

Das Gefahrstoffdetektorarray (GDA2) ist ein tragbarer Detektor, das verschiedene Messmethoden vereint. Das GDA2 ist eine Kombination aus Photoionisationsdetektor (PID), Ionenmobilitätsspektrometer (IMS), Elektrochemischer Zelle und einem Metalloxid-Halbleiter-Gassensor (MOS). Das GDA erkennt einen gemessenen Gefahrstoff anhand eines für diesen Stoff charakteristischen „Fingerabdrucks“ – eines für diesen Stoff typischen Musters. Geeignet ist das GDA zum Spüren und Identifizieren bei unklarer Gefahrenlage.

Wie SIGIS auch, ist das GDA-2 im Auftrag des Bundes entwickelt worden. Das GDA erfasst nahezu alle im Feuerwehreinsatz relevanten flüchtigen Stoffe (Einsatz-Toleranzwert-Liste) und lässt auch eine Identifikation von chemischen Kampfstoffe zu.

Ionenmobilitätsspektrometer

Das Ionenmobilitätsspektrometer (IMS) RAID-1 erzeugt Ionen durch Bestrahlung mit radioaktivem Ni-63. Anhand der unterschiedlichen Beweglichkeit in einem elektrischen Feld trennt das IMS die Ionen. An der Detektorelektrode entladen sich die Ionen und erzeugen einen Stromfluss, den das IMS als Spektrum aufzeichnet und den Stoff über eine Bibliothek identifiziert und quantifiziert.

Bevorzugt eignet sich das IMS für die Warnung vor chemischen Kampfstoffen, wie z.B. Sarin. Aber auch Industriechemikalien, wie Ammoniak befinden sich im Nachweisspektrum. Das IMS befindet sich auch auf den „normalen“ Erkundern.

Photoionisationsdetektor

Der Photoionisationsdetektor saugt Umgebungsluft in eine Messkammer und setzt die Luft dem UV-Licht einer hochenergetischen Gasentladungslampe aus. Das UV-Licht wiederum ionisiert bestimmte Substanzen in der Luft, sodass im elektrischen Feld der Messkammer ein Stromfluss entsteht. Anhand dieses Stromflusses errechnet das PID die Konzentration. Wichtig dabei ist, dass das die UV-Lampe des PID die normalen Bestandteile der Luft nicht ionisiert. Der PID arbeitet kontinuierlich und liefert ein Summensignal, d.h. es wird bei Gemischen die Summe aller ionisierbaren Bestandteile angezeigt. Das PID eignet sich insbesondere für den Nachweis von Luftverschmutzungen, Lecksuche in Industrieanlagen, Arbeitsplatz-Überwachung, Messung bei Chemikalienunfällen und Überwachung des Dekontaminationsplatzes. Das PID gehört ebenfalls zur Ausstattung der „normalen“ Erkunder.

Stoffe eindeutig identifizieren

Die Geräteausstattung der ATF dient also dazu eine Chemikalie eindeutig zu identifizieren – aus diesem Grund überlappen sich die Fähigkeiten der Geräte auch. Grundsätzlich sind alle Geräte so gebaut, dass diese für den „Feldeinsatz“ geeignet sind. Das Einsatzspektrum umfasst jedoch nicht nur das Messen, sondern auch die Probennahme und Probenaufbereitung.

Für den chemischen Nachweis (PID, IMS und Prüfröhrchen) sind vier Ansaugstutzen in die rechte Außenwand des Fahrzeugs eingebaut. Auf diese Weise kann während der Fahrt bzw. im Schutz des Fahrzeuges eine Messung erfolgen.

Neben der Hardware verfügt die ATF über eine moderne computer- und kommunikationstechnische Ausstattung, die u.a. Ausbreitungs- und Datenbanksoftware beinhaltet. Das BBK hat die Computerausstattung zuletzt 2009 im Rahmen des allgemeinen Upgrade der Erkunder angepasst. Die Bedienung der Messsoftware erfolgt über Touchscreen-Monitore. Die Kommunikation zwischen den rechnergesteuerten Messgeräten und den Auswerterechnern erfolgt innerhalb der ATF über ein WLAN.

Stationiert an strategischen Standorten

Die sieben Standorte der ATF sind (teilweise) nach strategischen Gesichtspunkten im Bundesgebiet verteilt. Diese sind bei den Feuerwehren in Mannheim, Köln, Dortmund, Hamburg, München, dem Institut der Feuerwehr Sachsen-Anhalt in Heyrothsberge, und dem Landeskriminalamt Berlin. Die Standorte Hamburg, Mannheim, Berlin und Heyrothsberge sind weniger aus strategischen, als vielmehr aus pragmatischen Gründen Standort eines ATF. Dort waren (und sind) nämlich das benötigte Fachwissen und teilweise auch die Gerätschaften für die Aufgaben vorhanden.

Kommunales Personal für Bundesaufgaben

Die ATF-Standorte selbst sind in kommunaler oder Landesträgerschaft und greifen damit auch auf das eigene (kommunale) Personal zurück. Für den Bund ist es nämlich nicht wirtschaftlich ausschließlich für Ereignisse mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit hoch qualifiziertes Personal ständig vorzuhalten. Maßgebende Qualifikation sind Kenntnisse der chemischen Analytik. Die Anforderungen die der Bundes an das Personal stellt, sind nur mit hauptamtlichen Kräften zu erfüllen. Eine vollständige ATF besteht aus mindestens 12 Einsatzkräften, die sich auf je einen Leiter ATF und ABC, je einen Operator für das FT-IR und das GC/MS, ein Person für die Probenaufbereitung, je drei Personen ABC-Dienst und Kommunikation/Dokumentation und eine Person für die Logistik verteilen.

Der Einsatzradius einer ATF soll 200 Kilometer, oder höchstens zwei Stunden Entfernung zum Standort betragen. Durch die geographische Verteilung der ATF-Standorte ist gewährleistet, dass fast jeder Punkt in der Republik problemlos durch eine der ATFs erreicht werden kann.

In der Praxis erprobt und eingesetzt

Bewährt hat sich die ATF in der Vergangenheit bei vielen (europäischen) Katastrophenschutzübungen wie EUDREX 2004[10], EURATECH 2005[11], EULUX 2007 (Luxemburg) und VAR 2008 (Frankreich), aber auch bei realen Einsätzen wie zum Beispiel bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 oder bei einem Gefahrgutunfall nördlich von Hamburg im Jahre 2007. Bei letzterem Einsatz kamen das Gefahrstoffdetektorarray GDA 2 und Fernerkundungssystem SIGIS 2 zur Anwendung.

Das Ausstattungs- und Gefahrenabwehrkonzept des Bundes

Das neue Ausstattungskonzept des Bundes setzt sich aus so genannten Kernelementen für besondere Gefahrenlagen und der Unterstützungskomponente zusammen. Zu der Unterstützungskomponente zählten z.B. der Brandschutz, die Betreuung, das ABC- und Sanitätswesen. Die Kernelemente bestehen aus einer standardisierten Ausstattung für CBRN-Gefahrenlagen, der Medizinischen Task Force (MTF) und der Analytischen Task Force (ATF). Zusätzlich sollen in naher Zukunft auch B-Task Forces geschaffen werden. Zur Zeit liegt der Schwerpunkt in der Entwicklung von B-Detektionssystemen. Hierzu laufen im Rahmen des nationalen Sicherheitsforschungsprogramms der Bundesregierung mehrere Forschungsvorhaben.

Die Ausstattung für CBRN-Gefahren umfasst, neben der ATF, die qualifizierte CBRN-Erkundung und Messleitung sowie die Dekontamination von Personen. Dazu beschafft der Bund jeweils 450 ABC-Erkundungskraftwagen (ABC-ErkKW) und Dekontaminationsfahrzeuge (Dekon-P) für die Fläche und zusätzlich jeweils 50 Fahrzeuge für Gefahrenschwerpunkte und weitere ergänzende Ausstattung – sofern diese nicht schon beschafft ist. Derzeit sind 371 ABC-ErkKW der ersten Generation vorhanden. Davon rechnet das BBK 315 in der Neukonzeption an. Die noch fehlenden 185 Fahrzeuge sind ab 2014 zur Auslieferung vorgesehen. Beide Fahrzeuggenerationen sind baugleich, lediglich die Ausstattung wird dem Stand der Technik angepasst, so das BBK. Auch beim Dekon-P meldet das BBK ein Ist-Stand von 399 Fahrzeugen in der Fläche, wovon 348 angerechnet werden. Die fehlenden 102 Fahrzeuge sind für eine Auslieferung ab 2011 vorgesehen.

Die Medizinische Task Force (MTF) dient der Unterstützung bei der Bewältigung eines Massenanfalls Verletzter (MANV). Der Bund stellt dazu den örtlichen Trägern des Rettungsdienstes bzw. den Sanitäts-/Betreuungszügen ergänzendes Material zur Verfügung,. Dies soll die Einheiten befähigen mindestens auf der Versorgungsstufe 3 zu arbeiten. Die MTF soll 61 Bereitstellungsräume umfassen. Das Material soll nach Vorstellung des BBK dezentral und mobil vorgehalten werden. Die MTF ist modular aufgebaut und umfasst die Module Führung, Behandlung, Dekontamination Verletzter, Logistik/Betreuung und Transport. So stellt das Modul Transport Transportmöglichkeiten für 12 Patienten in 6 KTW Typ B zur Verfügung. Die Zuteilung der neuen KTW als Kern- oder Unterstützungskomponente ist aber abhängig von bereits vorhandenem Gerät, gleiches gilt für die weiteren benötigten Fahrzeuge.

Notfall-KTW Typ B als ergänzende Ausstattung des Bundes. Foto: BBK

Notfall-KTW Typ B als ergänzende Ausstattung des Bundes. Foto: BBK

Die 104 Messleitkomponenten (MLK) sind als mobile Auswertestation – nicht Messstation – gedacht und sollen, in Anlehnung an die FwDV 100, bis zu fünf ABC-ErkKW führen können. Die MLK stellt ein eigenes Fahrzeug dar. Das BBK hat hierzu in Kooperation mit dem Institut für Automatisierungstechnik der Universität Bremen, der Feuerwehr Bremen und dem Institut für integriertes Design aus Bremen ein Forschungsvorhaben durchgeführt und einen fahrzeuggestützten Prototyp entwickelt. Die MLK wertet, bewertet und bereitet Daten grafisch auf, und gibt diese an die zuständige Einsatzleitung weiter. Dazu sollen die MLKs über folgende Fähigkeiten verfügen:

  • rechnergestützte automatisierte Auswerteeinheit
  • Datenfernübertragung (DFÜ), möglichst kontinuierlich
  • Datenbankanbindung/Nachschlagewerke (z. B. ABC-Gefahrstoffdatenbank)
  • Prognosemodelle (Ausbreitungsrechnungen) für die Bereiche ABC
  • Wetterdatenanbindung
  • optimale Vernetzung mit anderen bestehenden Informationssystemen
  • rechnergestützte Empfangseinheit
  • rechnergestützte Lagedarstellungseinheit (Visualisierung der Messdaten und ihres zeitlichen und örtlichen Verlaufs)
  • Funkausstattung mit zwei Kanälen (Führungs- und Arbeitskanal)
  • Möglichkeit der drahtgebundenen Kommunikation zur übergeordneten Führungsebene
  • zusätzliches Softwaremodul zum Einsatz der MLK als Abschnittsleitung Messen
  • Kartenmaterial (in elektronischer und in Papierform)- Arbeitsfläche (u. a. auch für Kartenbenutzung)
Prototyp einer Messleitkomponente. Bild: BBK

Prototyp einer Messleitkomponente. Bild: BBK

Weitere Einzelheiten, z.B. bzgl. des Softwarekonzeptes, lässt das BBK in einem Projekt erarbeiten. Eine MLK ist notwendig, sobald ein Erkunder im Einsatz ist. Die MLK stellt sozusagen das Bindeglied zwischen Einsatzleitung und Einheit dar. Durch ihre Mobilität ist sichergestellt, dass die MLK flexibel reagieren können, und in Funkreichweite der ABC-ErkKW bleiben. Nach bisheriger Planung soll die Einheit aus einem Führer und drei Auswertern bestehen. An welchen Standorten die MLK stationiert werden, obliegt den jeweiligen Bundesländern. (Autor: Stefan Cimander, www.fwnetz.de)

Fußnoten

[1] Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland. Hrsg. v. Bundesverwaltungsamt, Zentralstelle für Zivilschutz im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, Bad Neuenahr-Ahrweiler, 2003.
[2] Interessant ist in diesem Kontext die „Problemstudie: Risiken in Deutschland“
[3] Zitiert nach „Neue Strategie“, S. 43.
[4] Ein vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gefördertes Forschungsprojekt der Technischen Universität Hamburg-Harburg und der Feuerwehr Hamburg definierte die theoretischen Grundlagen für diese Task Force: Gerhard Matz et al.: Task Force für die Schnellanalytik bei großen Chemieunfällen und Bränden. Zivilschutzforschung, Neue Folge Band 49. Hamburg 2001.
[5] CBRN steht für chemische, biologische, radiologischen und nukleare Gefahren
[6] Mario König: Konzeption der Umweltmesstechnik der Feuerwehr Mannheim
[7] Nach Newsletter BBK 5/2006
[8] Im Rahmen eines vom BBK finanzierten Forschungsprojekts hat die Technische Universität Hamburg-Harburg das Infrarot-Fernerkundungsgerät (SIGIS II) entwickelt.
[9] Roland Harig et al.: Infrarot-Fernerkundungssystem für die chemische Gefahrenabwehr. Zivilschutzforschung Band 58. Bonn 2006.

[10] Vgl. Mario König, Ralp Rudolph: Erfahrungen für den Umgang mit dem EU-Mechanismus. In: Im Einsatz, 12. Jg., Juni 2005, S. 21-23.
[11] Vgl. Mario König, Ralp Rudolph: Einsatz für die ATF. In: Im Einsatz, 12. Jg., August 2005, S. 26-29. Mario König, Ralph Rudolph: Einsatz für die ATF. In: Brandschutz, Nr. 7, 2005, S. 543-545.

Literatur

  • Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz: Risiken in Deutschland. Gefahrenpotentiale und Gefahrenprävention für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft aus Sicht des Bevölkerungsschutzes. Bad Neuenahr-Ahrweiler 2005.
  • Bundesverwaltungsamt (Hg.): Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland. Hrsg. v. Bundesverwaltungsamt, Zentralstelle für Zivilschutz im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, Bad Neuenahr-Ahrweiler, 2003.
  • Bundesamt für Bevölkerungsschutz- und Katastrophenhilfe: Newsletter vom 28.08.2006
  • Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Taktische Einsatzgrundsätze für den Bereich ABC-Erkundung, Version 1 vom Februar 2006.
  • Grabski, R.: Schadstoffausbreitung. Präsentation des Institut der Feuerwehr Sachsen-Anhalt.
  • Harig, Roland et al.: Infrarot-Fernerkundungssystem für die chemische Gefahrenabwehr. Zivilschutzforschung Band 58. Bonn 2006.
  • König Mario: Unterstützung durch die Analytische Task Force. In: Bevölkerungsschutz – (2006), Sonderheft, S. 21 – 24.
  • König, Mario, Ralp Rudolph: Einsatz für die ATF. In: Im Einsatz, 12. Jg., August 2005, S. 26-29.
  • König, Mario, Ralp Rudolph: Erfahrungen für den Umgang mit dem EU-Mechanismus. In: Im Einsatz, 12. Jg., Juni 2005, S. 21-23.
  • König, Mario: Konzeption der Umweltmesstechnik – Analytical Task Forces bei der Feuerwehr Mannheim. In: Fritz Pragst, Rolf Aderjan (Hg.): Aktuelle Beiträge zur Forensischen und Klinischen Toxikologie. Fahreignung, K.O.-Mittel, Toxikokinetik, Analytische Methoden. Tagungsband zum XV. GTFCh–Symposium, 18.–21.04.2007 in Mosbach. Bad Vilbel 2008, S. 609 – 624.
  • Landeskriminalamt Berlin: Tatortanalytik Analytische Task Force. Kompetenzzentrum Kriminaltechnik, KT 61. (Präsentation).
  • Matz, Gerhard et al.: Task Force für die Schnellanalytik bei großen Chemieunfällen und Bränden. Zivilschutzforschung, Neue Folge Band 49. Hamburg 2001.
  • Schonschek, Oliver: Welche Unterstützung leistet die Analytische Task Force? In: Einsatz-Netz 2.10.2007 http://www.einsatz-netz.de/fachwissen/fachartikel/abc-schutz/welche-unterstutzung-leistet-die-analytische-task-force/ (zuletzt besucht am 17.10.2009)
  • Steinbach, Klaus; Sabine Richter: Ergbenisse aus Messungen von Schadgasen, Einsatzkonzepte. Fachtagung „Schadstoffausbreitung bei Großbränden“, Dreseden 12. März 2008. Präsentation des Institut der Feuerwehr Sachsen-Anhalt.
  • Trebbe, Roman, Stefan Wilbert: Der zivile CBRN-Schutz des Bundes. In: Europäische Sicherheit, Nr. 3, 2008, S. 85-89.
  • Trebbe, Roman (2008): Analytische Task Force (ATF). In: Bevölkerungsschutz, 52. Jg., Nr. 2, S. 7-14.
  • Verband der chemischen Industrie: TUIS. Transport-Unfall-Informations-und Hilfeleistungssystem. Die Hotline zum Know-how. Frankfurt 2009.
  • n.n: Grobkonzept für die Aufstellung von Analytischen Task Forces (ATF) des Bundes.

Weitere Quellen

  • Interviews mit Mitgliedern der ATF Mannheim (auf der Florian 2009)
  • Interviews mit Mitarbeitern des BBK (auf der Florian 2009)
  • Webseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Weiterführende Links im FWNetz

Kommentare

11 Kommentare zu “Spüren, messen und identifizieren als Spezialaufgabe: Die ATF” (davon )

  1. Analytische Task Force (ATF) | ABC-Gefahren - Blog am 15. November 2009 22:51

    […] FwNetz ist ein sehr lesenswerter Artikel über die Analytische Task Force (ATF) von Stefan Cimander […]

  2. Cimolino am 16. November 2009 11:33

    Hallo,
    hübsch beschrieben…
    Wie siehts denn jetzt nach Jahren der Planung im Detail aus?
    M.W. funktioniert die Bundes-MLK nach wie vor nicht also solche. Eine Datenübertragung ist auch beim aktuellen Update m.W. nach wie vor nicht installiert und wenn doch gibts keinen der das auswerten kann.
    Wer hält ausser uns noch Einheiten vor, die das automatisiert können? Wir sammeln Daten mit ErkKW (der MLW kann das ggf. auch), übertragen diese zum MLW und ggf. zur Lst bzw. künftig ELW 2 bzw. ELW 3.
    http://www.truckenmueller.org/1/11/8023/8023.htm
    Das ATF-Konzept muss sich im Einsatz m.E. erst noch bewähren. Bisher bin ich davon schon aus zeitlichen Gründen eher weniger überzeugt…

  3. Stefan Cimander am 16. November 2009 11:42

    Vieles was die ATF (und die anderen Kernkomponenten ebenfalls betrifft) befindet sich noch immer in der Planung und Erprobung. Bzgl. der Datenübertragung zur MLK und dortigen Auswertung ist in den einschlägigen Publikationen zu lesen, dass hier noch geforscht wird. Momentan ist der Stand so, das zumindest die Standorte soweit aufgebaut sind, dass sie das gleiche leisten können. Fakt ist, dass der Bund sowohl für Kern- als auch Unterstützungskomponenten eher mittelfristig plant (auch aus finanz. Erwägungen heraus). Mich machte nur stutzig, dass z.B. MLKs geplant sind, dafür bis jetzt aber weder Fhz. existieren, und die Stationierung dieser MLKs den Ländern überlassen bleibt. Für mich liest sich das wiedrum so, dass es (noch) keine Vorgaben bzgl. vorzuhaltender Kompetenzen an einem MLK-Standort gibt.

    Mein Ziel in dem Artikel war es zunächst nur, einer breiteren Feuerwehröffentlichkeit die Konzeption zu erläutern, was die Einheit kann und wann und wie man diese anfordern kann. Einen speziellen Fachartikel für Experten kann ich ob meines Wissens (und fehlender Kontakte!) leider (noch) nicht schreiben.

  4. Robert Sims am 16. November 2009 18:36

    @UC
    Die zwei AC-ErkKw der FF Bremen-Neustadt sind meines wissens mit DFÜ-Einheiten ausgerüstet um Daten an das MLK-Fahrzeug (siehe Bild oben) zu übertragen wenn ich mich nicht irre. War damals ein Projekt zusammen mit der Uni Bremen glaube ich.
    Wie sieht es denn bei der BF Stuttgart aus? Die haben auch ein MLK-Fahrzeug das öfters zum Einsatz kommt. Ich weiß leider nicht wie es bei denen mit automatisierter Datenübertragung aussieht.

  5. Flo Weber am 17. November 2009 15:12

    schöner artikel!
    hier vielleicht noch ein Link zum neuem Fraunhofer Institut (IOSB). Dort wird ab dem 01.01.2010 an einer neueren krisensicheren Übertragungseinheit geforscht:
    http://www.iitb.fraunhofer.de/servlet/is/11/

  6. Cimolino am 17. November 2009 18:07

    Hallo,

    interessant, funktioniert die Datenübertragung in Bremen auch und wie wirds angezeigt?
    Schon jemand das mal live gesehen?

    (Unsere Variante stand dieses Jahr übrigens auf der A+A mit MLW und ErkKW.)

  7. Robert Sims am 18. November 2009 16:34

    Ich weiß leider nichts genaueres, hab aber aus eigenem Interesse mal eine Anfrage über die Homepage gestartet, warte allerdings noch auf Antwort.
    Ist der AC-ErkKw in Düsseldorf schon umgebaut? Unser kommt leider erst im Dezember weg. Das Fahrzeug im angrenzenden Kreis ist bereits wieder zurück und die Kameraden scheinen sehr begeistert zu sein.

  8. Cimolino am 18. November 2009 17:24

    Hallo,

    mind. einer unserer beiden ErkKW ist schon umgebaut.
    Allerdings haben wir schon selbst vor Jahren in den Technikausbau investiert!

  9. Robert Sims am 18. November 2009 23:41

    Wir haben unsern ErkKw auch noch mit weiter Messtechnik und anderen Geräten ausgestattet  um sinnvoll und effizient Arbeiten zu können.

  10. Stefan Cimander am 18. Januar 2010 12:28

    In NRW ist nun der Probeberieb der ATF Köln und Dortmund gestartet, wie das ABC-Gefahren-Blog berichtet: http://abc-gefahren.de/blog/2010/01/18/probebetrieb-der-atf-in-nrw/

  11. Terrex Katastrophenschutzübung | feuerwehrleben.de am 24. Juni 2012 21:07

    […] Spüren, messen und identifizieren als Spezialaufgabe: Die ATF […]

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