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(THST) Welcher Jugendwart kennt das nicht? Es geht auf den Winter zu. Draußen ist es zu nass und zu kalt um Übungen durchzuführen. Früher hieß das: Theorie büffeln; Schlauchlängen, Leiterlängen Strahlrohrdurchmesser und wie sie alle heißen. Das es damit sehr schwer ist einen ansprechenden Unterricht zu gestalten ist wohl jedem klar.
Die großen Wehren sind hier etwas im Vorteil, einiges kann in den Fahrzeughalle auch praktisch gezeigt werden, ohne in die Kälte zu müssen. In einer Fahrzeughalle in der 2 Fahrzeuge und ein Anhänger stehen geht zwar auch vieles, wenn man ein bisschen Phantasie hat, aber man ist stark eingeschränkt. Sollte es mal trocken sein und vielleicht auch nicht zu kalt kann man, sofern vorhanden ein Übung mit Beleuchtung machen.

Da die theoretischen Kenntnisse der Feuerwehr aber auch wichtig sind und auch dem Verständnis dienen sollte man diese nicht vernachlässigen. Wie schafft man es jedoch den Jugendlichen, diese beizubringen ohne den bekannten „Frontalunterricht“ zu verwenden.

Da unsere Jugendlichen auch ab und zu gerne Spielen kam mir die Idee ein eigenes Spiel zu entwerfen. Doch wie macht man das? Einfach ein anderes Spiel 1:1 auf die Feuerwehr umzuschreiben wollte ich nicht.

Also hieß es erstmal das Internet zu durchsuchen, um Informationen zu bekommen, wie man am besten vorgeht. Google warf auch einige Ergebnisse aus, aber die wenigsten waren zu meiner Verwunderung brauchbar. Wenigstens bestätigten diese Seiten, dass das Lernen beim Entwerfen eines Spiels gefördert wird und trotzdem der Spaß nicht zu kurz kommt.

Was macht man wenn man keine Informationen findet? Ganz klar: Man macht sich selbst Gedanken wie man vorgehen könnte.

Zuerst habe ich eine grobe Einteilung gemacht und den Führungskreislauf etwas abgeändert: Planung, Ausführung und Kontrolle.

Darüber hinaus habe ich eine Anfrage im Forum von www.Feuerwehr.de gestartet, in der Hoffnung, dort hat jemand selbiges bereits versucht. Viele Antworten kamen leider nicht, aber dennoch brachte es ein paar gute Tipps ein. (Danke an alle die geantwortet haben, vor allem Jochen Petzinger) Ich hatte so zumindest einen einigermaßen guten Überblick, welche Spiele auf dem Markt sind und was gerade Trend ist und auch was beim Spielen keinen Spaß macht.

Mit diesem Wissen habe ich mich dann langsam an den Punkt Planung herangearbeitet. Meine Idee war es in mehreren Spielabenden herauszufinden, welche Spiele den Jugendlichen am meisten Spaß machen. Hierzu habe ich mir einen Bewertungsbogen entworfen. Hauptkriterien waren die Spieldauer und der Spielspaß. Ich habe die Jugendlichen aufgefordert ihr Lieblingsspiele doch einfach mal mitzubringen.

Geplant war dafür ein Zeitansatz von 2-3 Wochen.

Anhand der Auswertung des Bewertungsbogens sollte sich dann ein Spielkonzept (Laufspiel, Kartenspiel, Wissensspiel) herausstellen.

Sollte…

Bereits am ersten Spielabend hatte eine der Jugendlichen das Spiel Tabu mitgebracht. Das Spiel war allerdings deutlich zu schwer und daher beschloss ich mich vom ersten Teil meiner Planung zu verabschieden du stellte die Frage: „Meint Ihr nicht, das Spiel kann man auch mit Feuerwehrbegriffen spielen?“

Nach kurzem Nachdenken und sich gegenseitigem Anschauen war sie sich einig, dass das sicher funktionieren könnte. Einige Jugendliche brachten Einwände man könnte auch Malen oder „vorturnen“.

Mittlerweile war die Begeisterung so groß, dass wir direkt weiter gingen zum Spielplan. Wir sammelten verschiedene Ideen. An der Tafel zeichneten die Kinder dann ihre Vorschläge. Sie reichten von einem einfachen Oval über einen gerollten Schlauch bis hin zu einer Einsatzstelle mit brennendem Haus und einem Bach als Wasserentnahmestelle. Dieser Vorschlag war der klare Favorit bei allen. Der Spielweg sollte dabei die Schlauchleitung von der Wasserentnahmestelle bis zum Brandhaus. Die Feldgröße auf dem Weg wurde dabei erstmal offen gelassen. Einzig die Größe des Spielplans wurde auf ein Format mind. DIN A2 festgelegt. Damit war der Abend auch schon wieder vorbei. Leider hatte ich keine Kamera dabei.

Weiter geht es in der nächsten Stunde mit der genaueren Skizze des Spielplans, dem Erstellen der Karten mit den Begriffen, Festlegung der Fortbewegungsart (Würfeln, nach Schwierigkeitsgrad, durch ziehen von Karten). So ist es zumindest geplant. Ich lasse mich überraschen.

Die nächsten Fortschritte werde ich hier posten. Sollte jemand fragen zum Gesamtkonzept haben, kann eer sich gerne bei mir melden.

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