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trt(iw) Das grosse Glück gehabt, ein Schrottauto noch „zweitverwerten zu können“. A-Säulen getrennt und seitlich gegen einen (extra geschützten…) Baum gelegt. Eine Erwachsenen-Puppe mit 70 kg auf der Rücksitzbank gehabt, die so völlig eingeklemmt war.

Es ist eine Sache, anderen zuzugucken, und eine andere, das selbst auszuprobieren. Das „TRT“-Setup hat sich von alleine ergeben: ein Gruppenführer, ein innerer Retter, zwei Leute an den Geräten, zwei im Unterstützungstrupp. Hier hören auch die Parallelen zum „TRT“ auf, denn es ging nicht um Wettkampf, sondern darum einige Dinge auszuprobieren.

Die „Übung“ war dann eine Mischung aus recht Vielem. Es ging um Abläufe, Befehlsgebung, Arbeit des inneren Retters, sowie Geräteführung.

Plan „A“ war, nachdem das Auto gesichert wurde (Unterbau, Spanngurt mit Baum), das Dach wegzuklappen. Dabei mit der Hydraulik, aber auch versuchshalber mit der Säbelsäge gearbeitet.

Über die Erfahrung mit den Geräten hinaus zwei Dinge mitgenommen:

  • der innere Retter muss wissen, was gerade gemacht wird. Hier ist eine gute und saubere Kommunikation notwendig. Das schliesst ein, dass alle wissen, was gerade gemacht wird, und was der Plan ist. Der medic /innere Retter muss auch alle laufenden Arbeiten stoppen können bzw. dürfen – und zwar so, dass alle das mitbekommen
  • Arbeiten nahe am Patienten. Um das Dach wegzuklappen, war ein Einschnitt in das Dach notwendig, und zwar recht nah am Kopf des Patienten. Hier empfiehlt sich der harte Patientenschutz. Diese Frage ist allerdings sehr schwer zu beantworten, da jeder Patient (vermutlich) anders „drauf“ ist. Danach muss man sich richten. Wichtig war es, das überhaupt ausprobiert zu haben

Dazu haben wir auch noch das KED ausprobiert (sonst lernt man das ja nie…) und dabei erfahren, dass man viel zu viel am Patienten schieben und heben muss. Es ist viel mehr gewonnen, wenn man nach initial-Stabilisierung (Stifneck, evtl. Rettungsbrett) das Dach wegklappt, da man viel Platz gewinnt und der Patient verhältnismässig wenig bewegt wird.

Insgesamt auch aus dem Aspekt interessant, die Arbeit am PKW zu synchronisieren – einerseits klare Befehle + Schnittmarkierungen, andererseits auch, dass sich die Trupps untereinander abstimmen. Wenn der Angriffstrupp mit der Hydraulik (oder Säbelsäge) vorgeht, sollte der Unterstützungstrupp wissen, was er zu tun hat, beispielsweise Patientenschutz, oder Hydraulikschläuche führen.

Ein grosses Fragezeichen bleibt beim Glasmanagement. Nachdem sich herausgestellt hat, dass normales Klebeband viel zu lange dauert, ist es auch schwer Folie zu finden, die nasse Scheiben von aussen zufrieden stellend abklebt. Sehr gut funktioniert hat eine Zusammenarbeit vom Unterstützungstrupp und innerer Retter, die zu körnende Scheibe mit Kantenschutz nach aussen zu drücken.

Wie gesagt, sehr lehrreich und absolut empfehlenswert!

Kommentare

4 Kommentare zu “„TRT“-Übung” (davon )

  1. maos am 3. Dezember 2009 23:32

    Da zeigt sich, dass vieles eben Ansichtssache ist. Bei uns arbeiten die Sanis recht häufig und gerne mit dem KED.
    Die Vor- und Nachteile davon kann ich allerdings nicht beurteilen, da das nicht wirklich mein Fachgebiet ist.

  2. nawerwohl am 4. Dezember 2009 10:12

    Hallo Irakli,
    haben letztens auch einen THL Tag bei uns durchgeführt.
    Wie seit Ihr bei der Frontscheibe vorgegangen ? Lasst Ihr sie drin und schneidet einen waagrechten Schnitt hinein. ( Scheibe wird dann samt Dach rausgenommen ), oder nehmt Ihr die komplette Scheibe heraus ?
    Eine passende Folie für jede Scheibengröße zu haben ist nicht möglich. Das Klebeband geht zwar bei der Anbringung länger, jedoch wenn zwei Mann dies paralell zu den anderen Arbeiten machen kommt man meiner Meinung nach gut voran ( Mit so einem Klebebandabroller ).
    Wie alt / neu war das Schrottauto von euch ?

  3. Irakli West am 4. Dezember 2009 22:46

    @nawerwohl das war ein ca 10 Jahre alter Polo. Doe Frontscheibe war bereits bei einer Vorübung entfernt.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frontscheibe intakt ist, ist recht gering. Ich würde in den A-Säulen einschneiden, und einmal quer rüber – wenn das Dach ab soll. Wenn es um einen Zugang geht, sollte die Scheibe natürlich entfernt werden.

    Abkleben ist so eine Sache. Lass es regnen, und schon hast Du ein massives Problem. Ideal ist das Herausdrücken der Scheibe mit Kantenschutz oder ähnlich durch den inneren Retter. Grundsätzlich würde ich, da wo möglich, vom abkleben absehen, da viel zu Zeitabhängig. Scheiben, die nicht direkt am Patienten sind, können wie sie sind gekörnt werden imho-

  4. j.a. am 6. Dezember 2009 22:14

    Vielleicht könnte ja der innere Retter die Klebefolie auf die Innenseite der Scheibe kleben. Die sollte ja eigentlich trocken sein.
    Wenn die Folie zurechtgeschnitten ist, müßte das doch eigentlich schnelle gehen.

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