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(sc). Als der ausgebildete Feuerwehrmann Alex nach dem Abitur in seiner Heimatstadt zu studieren beginnt, ist seine Feuerwehrwelt noch in Ordnung. Gerade weil er Student ist, zählt er zu den wenigen Kameraden, die auch tagsüber verfügbar sind. Im Laufe des Studiums ergab sich nun die Möglichkeit, das Studium an einer anderen Universität zu Ende zu führen. Alex nahm diese Chance wahr. Seine Feuerwehrwelt zerbrach jedoch.

An seinem neuen Studienort meldete er sich gleich bei der örtlichen Feuerwehr, in der Hoffnung als ausgebildeter Feuerwehrmann für die Dauer seines Reststudiums dort mitarbeiten zu dürfen. Diese Hoffnung entpuppe sich als bittere Enttäuschung. Die Feuerwehrführung zeigte sich nicht gewillt, einen Studenten aufzunehmen, der nach dem Ende des Studiums die Feuerwehr höchstwahrscheinlich wieder verlassen wird. Die Vorteile wollte die Führung nicht sehen: Ein ausgebildeter Feuerwehrmann, der sogar in der Nähe der zuständigen Feuerwache studiert, und damit auch tagsüber verfügbar wäre.

Der geschilderte Casus ist natürlich in dieser Form ausgedacht, er bringt aber ein Problem zum Ausdruck, vor dem viele Feuerwehrleute stehen, die für begrenzte Zeit in eine andere Stadt ziehen müssen, entweder weil sie dort arbeiten oder studieren.

Die Frage ist: Können wir es uns leisten ausgebildete Feuerwehrleute vor dem Hintergrund der Personalknappheit abzulehnen, wenn von vornherein klar ist, dass diese nur für eine begrenzte Zeit mithelfen können?

Wir reden von Demographie, geändertem Freizeitverhalten und Problemen bei der Tagesalarmsicherheit, ja, wir malen den Teufel an die Wand und prognostizieren brennende Häuser, die die Feuerwehr wegen Personalmangel nicht löschen kann. Und wir stellen uns immer wieder die Frage, was wir tun können?

Bezahlung als Anreiz fordern die einen, Werben von Mitbürgern mit Migrationshintergrund die anderen. Wieder andere schlagen vor mehr hauptamtliches Personal zu rekrutieren, oder zumindest Mitarbeiter der Stadt- und Gemeindeverwaltung bzw. der kommunalen Betriebe zum Dienst zu verpflichten. Weitere Ideen und Vorschläge machen die Runde, wie z.B. Steuererlasse, Freikarten und Rabatte für kommunale Einrichtungen etc.

Ein Punkt kam in dieser Diskussion bisher aber immer zu kurz oder galt als zu gefährlich, als no-go, ja sogar als unerwünscht! Die Rede ist von (dauerhaften oder) temporären Doppelmitgliedschaften, von Arbeitsplatz-, Studienort- und/oder Wohnortwehr!

Temporäre Mitgliedschaften sind, auf den ersten Blick, für beide Seiten von Vorteil. Der Feuerwehrmann hat auch an seinem neuen Aufenthaltsort Bezug zur Feuerwehr und erhält Praxis. Unter Umständen erhält der dabei auch Einblicke in Ausbildungsthematiken, die in seiner Heimatfeuerwehr nicht Gegenstand der Ausbildung waren oder anders gehandhabt wurden. Auf diese Art kann man voneinander gegenseitig lernen.

Für die aufnehmende Feuerwehr ist ein ausgebildeter Feuerwehrmann dagegen auch nützlich, denn er ergänzt mit seinem Wissen und seiner Ausbildung gegebenenfalls die Mannschaft. Zudem verstärkt er die Ausrückstärke, vielleicht sogar am Tag, also gerade dann, wenn Personal fehlt.

Gerade bei in der Nähe zu Feuerwachen und Feuerwehrgerätehäusern befindlichen Hochschulen, gibt es ein spezifisches Potenzial an ausgebildeten – aber nicht praktizierenden – Feuerwehrleuten oder auch feuerwehrinteressierte Personen. Warum also nicht dieses Potenzial abrufen?

Gegen temporäre Mitgliedschaften führen die betreffenden Wehren viele Gründe ins Feld. Diese lassen sich in fachliche und nicht-fachliche Gründe teilen. Die nicht-fachlichen Gründe umfassen Aspekte wie Kameradschaft und den örtlichen Bezug der Feuerwehrleute. Damit ist gemeint, dass kameradschaftliches Miteinander, Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft und die Herkunft eine große Rolle bei der Beurteilung eines aufzunehmenden Mitglieds spielen. Mit Feuerwehr selbst haben diese Gründe nichts zu tun, weshalb sie abzulehnen sind. Vielmehr ist der Verweis auf Traditionen und Kameradschaft ein Grund die Qualität einer Feuerwehrführung zu hinterfragen.

Fachliche Gründe wiegen da schon schwerer. Ein weiteres Mitlied muss mit persönlicher Schutzausrüstung ausgestattet werden. Das kostet Geld. Aber auch die eigenen oder neu auszubildende Feuerwehrleute erhalten diese Ausrüstung. Es ist ja nicht so, dass die Kammerverantwortlichen eine PSA nach Abgabe an einen Feuerwehrmann abschreiben. Die PSA bleibt erhalten, ob diese nun ein Jahr, zwei oder drei Jahren getragen und dann wieder der Kammer zurückgegeben wird. Zusätzliche Kosten für PSA sind also kein Argument, da eine Feuerwehr per se eine gewisse Anzahl als Ersatz oder für Neueinkleidungen vorhalten sollte.

Gewichtiger ist da schon das Argument, dass auch Studenten nicht immer verfügbar sind. Aber wer aus der Summe aller Feuerwehrleute ist denn immer verfügbar? Das gilt auch für Studenten. Nur ist bei Ihnen die Wahrscheinlichkeit höher, dass diese die Hochschule für einen Einsatz verlassen können, während ein gewöhnlicher Arbeitnehmer vor Probleme gestellt ist.

Auch die Einarbeitung vor Ort in andere Gerätschaften, Gegebenheiten etc. ist ein wichtiger Faktor beim Wechsel der Feuerwehr. Innerhalb Deutschlands unterscheiden sich diese Aspekte jedoch nicht so eklatant, als dass sie eine Einarbeitung unmöglich machen. Ein Feuerwehrmann, egal wo er herkommt, muss in der Lage sein flexibel zu reagieren und auch sein Wissen anzupassen bzw. zu erweitern. Unterm Strich ist das also kein Argument gegen temporäre Mitgliedschaften.

Aufgrund der föderalen Struktur der Bundesrepublik gibt es folglich auch 16 verschiedene Feuerwehrstrukturen und Ausbildungen. Der Wechsel von einem Bundesland in das nächste ist unter dieser Prämisse kompliziert, gerade hinsichtlich der gegenseitigen Anerkennung von Lehrgängen. Jedoch ist dieses Argument schon innerhalb des Wechsels von einem in den anderen Landkreis anzutreffen. Grundsätzlich bildet die bundeseinheitliche Feuerwehrdienstvorschrift die Basis der Ausbildung, damit kann eigentlich ein identisches Basiswissen vorausgesetzt werden. Eigentlich. Uneigentlich spielen sich Kreisfürsten auf und setzen die Ausbildungsqualität anderer Feuerwehren herab, während auf Länderebene tatsächlich so getan wird, als handle es sich in z.B. Baden-Württemberg um eine andere Feuerwehr als in Niedersachsen.

Unterm Strich ist also die Frage zu stellen, ob wir es uns grundsätzlich leisten können temporäre Mitglieder abzuweisen, gleichzeitig aber über fehlendes Personal zu jammern. Andererseits ist bei Freiwilligen Feuerwehren ein xenophober Reflex zu beobachten. Alles was anders ist, wird abgelehnt. Im Zweifel ist der Feuerwehrmann aus A-Dorf anders als die in B-Dorf – und muss draußen bleiben. (Autor: Stefan Cimander, www.fwnetz.de)

Kommentare

13 Kommentare zu “Kommentar: Temporäre Mitglieder aufnehmen” (davon )

  1. nibe am 7. Dezember 2009 17:39

    Kammeradschaft soll ein Gegenargument sein? Wer sagt denn, dass sich der besagte Student nicht innerhalb von zwei Jahren einleben kann? Für mich spricht keines der Argumente gegen eine Aufnahme.
    Mal ganz ehrlich, wissen wir denn schon jetzt, wo wir in zwei Jahren leben werden? Genau jedenfalls nicht. Es ist eben Merkmal unserer Zeit, dass wir immer kürzer an einem Ort verweilen. An solche Veränderungen muss sich auch die Feuerwehr anpassen. Und wenn es die richtige Truppe ist, die auch noch ein wenig vernünftig denkt, dann sollte eine temporäre Mitgliedschaft kein Problem sein. Klappt doch bei der Uni auch…

  2. Philipp am 7. Dezember 2009 17:49

    Also ich bin ja schon froh, dass das bei uns – wenn auch in geringem Maße – betrieben wird.
    Angefangen hat es mit dem stv. SBI, der von einer Stadtteilwehr kam. Der ist dann auch in der Innenstadt eingetreten und wurde dann einfach eingearbeitet. Das gleiche gilt für insgesamt 3 Wehrführer aus anderen Stadtteilen die  in der Innenstadt arbeiten und dann auch mit Einsätze bestreiten.
    Ein Praktikant, der im Rahmen seines Praktikums bei der Stadt auch bei der Feuerwehr war, wurde auch gleich „genommen“. Da er in der Feuerwehr des Nachbarortes war, auch kein Problem.
     
    Wobei ich sagen würde, dass auch Doppelmitgliedschaften und temporäre Mitglieder den Schwund bzw. fehlende Nachrücker nicht dauerhaft kompensieren können.

  3. Solgull am 7. Dezember 2009 18:03

    Ich denke die Einarbeitung vor Ort bei einer Mitgliedschaft in zwei Wehren ist ein durchaus schwieriges Thema. Wenn ich bedenke, dass die Ausrüstung nicht einmal innerhalb meiner Wehr gleich verlastet ist. Bis auf ein paar Ausnahmen wie Pumpe, Schnellangriff und C-Schläuche (wobei es auch hier Ausnahmen gibt) sind insbesondere Äxte, Leinen, (Hohl-) Strahlrohe und PA’s im Aufbau an unterschiedlichen Stellen unter gebracht.
    Wer die Fahrzeuge nicht kennt muss daher erst einmal suchen. Dazu kommen noch zwischen verschiedenen Wehren uneinheitliche Alarm- und Ausrückeordnungen, unterschiedliche Atemschutzgeräte (insbesondere wenn eine Wehr PA mit 2x300bar benutzt oder hochtechnisierte Manometer einsetzt), verschiedene Auffassungen von Atemschutzüberwachungen und Sicherheitstruppkonzepten dazu.
    Sicherlich profitiert insbesondere der FA davon wenn er an beiden Standorten entsprechend ausgebildet wird nur kostet das eben auch jede Menge Zeit. Wieviele sind bereit diese Zeit neben den Einsätzen und anderen Verpflichtungen (Job,Familie etc.) zu erbringen?

  4. Max am 7. Dezember 2009 18:54

    >>Wer die Fahrzeuge nicht kennt muss daher erst einmal suchen<<

    Jemand der die Fahrzeuge nicht oder nur schlecht kennt, muss suchen. Wenn dieser jemand aufgrund dieser Argumentation dann wegfällt und dessen Platz leer bleibt, ist das dann ein Zeitvorteil, oder eher ein Nachteil?

    >>Dazu kommen noch zwischen verschiedenen Wehren uneinheitliche Alarm- und Ausrückeordnungen,<<

    Da kann man z.B. vorher drüber sprechen und sich zur Not im Einsatzfalle erkundigen, welches Fzg. besetzt werden soll.. Auch kein wirkliches Gegenargument.

    >>unterschiedliche Atemschutzgeräte (insbesondere wenn eine Wehr PA mit 2×300bar benutzt oder hochtechnisierte Manometer einsetzt)<<

    Sollte mit einer guten Einweisung auch kein Problem sein, oder?

    >>verschiedene Auffassungen von Atemschutzüberwachungen und Sicherheitstruppkonzepten dazu.<<

    Auch die Konzepte können vorher besprochen werden.. Im Zweifelsfall ist derjenige dann einfach nur Truppmann, der die Befehle seines TF ausführt.

    >>Wieviele sind bereit diese Zeit neben den Einsätzen und anderen Verpflichtungen (Job,Familie etc.) zu erbringen?<<

    Vorraussetzung für die temporäre Mitgliedschaft ist natürlich die Bereitschaft der Person. Wer da keine Lust drauf hat, lässt es einfach. Im Artikel ging es aber (wie ich es verstanden hatte) v.A. um FA, die durchaus dazu bereit wären, sich die entsprechenden FWen aber querstellen.

  5. Sebastian Jacobsen am 7. Dezember 2009 19:44

    ich bin auch Student und kommen aus Niedersachen aus einer kleinen Wehr und bin in meiner Studienstadt ( in Schleswig-Holstein) ebenfalls in der FF. Ich wurde dort sofort aufgenommen. Man hat dort erkannt das nicht nur Studenten sonder junge Menschen heute sehr flexibel sein müssen. In der Wehr ist generell viel Rotation auf Grund der Arbeitsmarktsituation.

    Ich bin dort gut ausgebildet worden, unter anderm war ich dort in der BGA und habe die TH und GF Ausbildung bekommen. Ich bin dort sogar Stv. GF. Was nicht immer leicht ist, aber nur durch herausforderungen wächst man;-)

    Ich kann nur positives Berichten. Am besten ist der Know-How Transfer zwischen beiden Wehren.

  6. nibe am 7. Dezember 2009 22:21

    @Solgull Du sprichst dda zwar ein znetrales Thema an, allerdings ist das doch eine Frage, inwieweit die G26 in anderen aktzeptiert werden. Wenn man dann schonmal in der Übungsstrecke ist, dann warscheinlich nicht alleine, sodass die unterschiedlichen Systeme einmal erklärt werden.
     
    Und überhaupt, bei neuen Mitgliedern ist die Einarbeitung doch auch kein Problem, oder?

  7. ngt am 8. Dezember 2009 01:37

    Hi,
    ich bin seit diesem Jahr in zwei Wehren wg.  Studium.
    Es ist schon eine erhebliche Umstellung, auch wenn ich im selben Bundesland geblieben bin.

    @Solgull: Ja, auch ich übe mit 1 und 2 Flaschen-Geräten(300Bar) mit Stahl und CFK-Flaschen von unterschiedlichen Herstellern. Das ist eine Sache von 10 Minuten, um die neuen Geräte kennenzulernen.
    Gerade als Student wird ein Wechsel häufig zu einer größeren Wehr erfolgen. Was mehr Fahrzeuge, neue Vorgehensweisen und viel Einarbeitungszeit benötigt. Aber es kommt auf die persönliche Einstellung an. Ich bin sicher schon 10 Abende zusätzlich da gewesen, um unsere (und die der BF)  rund 20 Fahrzeuge kennenzulernen, mit denen ich im Ernstfall arbeiten können sollte. Dazu gehört nicht, dass ich dir sagen kann,wo jeder Ausrüstungsgegenstand ist, aber dass ich grob weiss, WAS auf dem Fahrzeug ist, und WO die Dinge sind, die ich bei einem Einsatz wahrscheinlich zuerst und dann schnell brauche. (PA,  Strahlrohr, Tragekörbe, Standrohr+Zubehör, Rettungstasche, Sanitätsmaterial..).

    Gerne wird vergessen, dass man auch mit einer entsprechenden Ausbildung die Position nicht unbedingt auch im Einsatzfall ausführen muss. Auch als ausgebildeter Maschinist kann ich Schlauchtruppmann machen. Für den absoluten Notfall kann ich aber das Fahrzeug trotzdem an die Einsatzstelle bringen(wenn der GF das befiehlt).
    Ein großer Vorteil für die Heimatwehr ist vor allem, dass man selbst mehr Einsätze fährt und oft ganz anders geübt wird. So habe ich Geräte im Einsatz benutzt, die in meiner Heimatwehr seit einem Jahr vorhanden sind, die aber auch kaum bei Übungen Verwendung finden und aufgezeigt, dass die Lehrmethode zwar vielleicht korrekt, aber viel zu langsam ist.

    Ganz klar muss man aber auch sagen, dass ich einen Kommandanten habe, der nicht seine Augen verschließt und offen für Anregungen ist und auch mal ein Auge zudrückt, wenn ich etwas ein wenig anders angehe, als es dort gelehrt wird.
    Größere Ausbildungen sind bei meiner „Studienwehr“ aber nicht möglich, aber auch verständlich. Warum GF/TF/Maschinsten(längere wartezeiten).. ausbilden, wenn noch genug „eigene“ da sind und  derjenige nach spätestens 3 Jahren wieder weg ist. Dafür komme ich in den Genuss der häufigeren Übungen im Brandübungscontainer.

    @Sogull: Klar, es ist immer eine Frage der Zeit, aber nachdem du dich etwas reingekniet hast, ein paar Übungen gemacht hast, geht dir alles leichter zur Hand. Ich hatte hier jemanden, der mir die Feuerwache und die gepflogenheiten genauso erklärt hat, wie die Fahrzeuge und mir v.a. bei jeder Frage Rede und Antwort stand.

    Ich bin jetzt etwa ein Jahr in der zweiten Wehr und habe dort etwas mehr als 120 Einsatzstunden bei rund 80 Einsätzen gesammelt und möchte die Zeit auf keinen Fall vermissen.

  8. Christian Lewalter am 8. Dezember 2009 07:23

    @nibe Die G26 ist eine (eigentlich) bundesweit einheitliche Untersuchung, geregelt nach der ArbMedVV. Daher sollte die Anerkennung im anderen Bundesland kein Problem sein. Anders kann es mit Lehrgängen aussehen, die ja jedes Land für sich regelt. (Bsp.:  GF NRW vs GF Bayern)

  9. Irakli West am 8. Dezember 2009 09:36

    Interessant wäre hier ein gesonderter Blick auf Innenstadt-FFs grosser Unistädte. Kann mir gut vorstellen, dass eine hohe Fluktuation herrscht.

  10. togl am 8. Dezember 2009 10:58

    Wir als FF im Großraum Stuttgart haben größtenteils gute Erfahrungen mit neuen Mitgliedern aus anderen Feuerwehren gemacht, die wegen Studium oder Arbeitsplatzwechsel in unsere Gegend zogen. Auch klassische ‚Fischköppe‘ scheinen es bei uns auszuhalten… ;-)
    Manche sind uns heute noch erhalten geblieben (und sogar zu Leistungsträgern geworden), andere sind nach dem Studium wieder verschwunden. Dieses Problem haben wir aber auch mit unseren aus der Jugendfeuerwehr übernommenen Kameraden: wo sie Ausbildung und Beruf mal hinführt weiß vorher noch keiner.
    Hier in der Gegend gibts zwar sicherlich eine große Auswahl an attraktiven Jobs, dafür sind die Mieten und Immobilienpreise in schwindeleregender Höhe. Nicht zuletzt deswegen verlieren wir immer wieder Kameraden die etwas weiter an die Grenzen des Ballungsraumes ziehen.
     

  11. Haderner Saubua am 8. Dezember 2009 11:00

    @ Irakli
    Wir haben letzten Monat erst wieder einen temorären Kameraden (Studenten) aufgenommen. Gerade als Student ist er eine Bereicherung, da er auch mal tagsüber verfügbar ist.
    Darüber hinaus haben zwei Mitglieder anderer Abteilungen jetzt bei uns einen Haken und FME bekommen, weil sie im Stadtteil studieren, und so tagsüber greifbar sind.
    Bei den Kameraden der eigenen FF weiß man ja so ungefähr, wer und welches Fachwissen kommt, anders bei FDL von anderen Feuerwehren. Da hatten wir in der Vergangenheit das ein oder andere Mal schon saudumm geschaut, als wir feststellen mussten, dass der wohl nur auf dem Papier ein AGT bzw. GF ist. Er hatte praktisch keine Ahnung von der Materie. (um Ärger vorzubeugen: Nein, die betreffenden Kameraden sind nicht mehr bei uns)
    Liegt wohl an dem hohen Ausbildungsstandart der FFM, oder an der teilweise sehr fragwürdigen Ausbildung anderer (kleinerer)FFs. Als Bayer muss ich leider sagen, dass die Kameraden aus anderen Bundesländern häufig besser ausgebildet waren, als die aus dem Freistaat. Wir hatten je zwei Kameraden aus NRW und  Hessen, und die wussten was sie taten, was man von Kameraden aus dem eigenen Bundesland nicht immer behaupten konnte.
    Erwähnnswert ist auch die Problematik der fast komplett anderen Taktik der FW München (3 Mann A-Trupp, nur ein U-Trupp-Mann) oder die Stosstruppgeschichten für U-Bahn, Hochhäuser). das muss ein externer alles erst mal lernen. Da gehts nicht drum, wo ist das Strahlrohr oder die Tauchpumpe, da gehts um grundsätzliches.
    Fazit: Ich finde es gut, temporäre Leute aufzunehmen, aber wir müssen schauen, dass die ihr taktisches Rüstzeug bekommen.

  12. Stefan Cimander am 8. Dezember 2009 11:13

    Mal so nebenbei, auch ich war mal nur temporäres Mitglied in einer FF und habe das von Anfang an auch kommuniziert. Weder die Abteilung noch das Amt hatten damals Probleme damit – zumal ich in der Nähe gewohnt habe und damit bei einer Alarmierung oft da war. Gut, tagsüber war ich, wie die anderen nicht greifbar, wegn Ausbildungsstätte. Unterm Strich habe ich aber einiges gelernt, gerade weil es ein Sprung von einer sehr ländlichen FW in eine Feuerwachen-FF (Innenstadt-FF) war.

  13. JupiterJones am 8. Dezember 2009 23:16

    Hallo,
    auch ich bin Mitglied in zwei Feuerwehren wg. meinem Studium. Gab bisher keine Probleme und habe mich am Studienort gut eingelebt.
    Lehrgänge und G26.3 wurden ohne Probleme anerkannt. (Bundeslandwechsel)
    Ich komme auch mit den Kameraden gut klar auch wenn ich in beiden Wehren an keinerlei „Kameradschaftlichen“ Veranstaltungen teilnehme.

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