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(iw) Alles im Namen des Journalismus, aber für wie blöd werden die Leute eigentlich gehalten? Die DL leitert dort an, wo das brennende Zeugs nicht runterfällt. Aber alles im Namen der Qualität, nicht wahr? Was macht die Feuerwehr dort?

Kommentare

9 Kommentare zu “Was macht die Feuerwehr da?” (davon )

  1. Carlo Schepers am 22. Dezember 2009 13:05

    Also wenn man sich den gesprochenen Text im Video anhört dann geht das ja noch einiger maßen. Aber Ich halte diese Video Reporter Geschichte der BILD eh für sehr fragwürdig.
    Alles in allem muss man aber leider wirklich damit rechnen das viele Leute die BILD lesen das auch so schlucken was da steht.

  2. Knut am 22. Dezember 2009 13:30

    Ja was würden wir eigentlich machen, wenn wir die Damen und Herren Hobbyreporter der Bild nicht am Hals hätten? Ja richtig: Unsere Arbeit.
    Da bin ich doch froh, dass wir sie hier sehr selten bei Einsätzen haben und viel häufiger auf die Leute von NonstopNews treffen. Die wissen im Gegensatz zu den Leser-Reportern wo sie den Einsatzkräften nicht im Weg stehen und wo man nicht versucht durch die Absperrung zu kommen um doch noch ein Bild für die ausgelobte Belohnung zu bekommen.
    Ich muss Carlo zwar zustimmen, dass der Text im Video noch relativ brauchbar ist und immerhin eine plausible Antwort gegeben wird aber trotzdem habe ich etwas gegen die Leser-Reporter Aktion.

  3. Julian R. am 22. Dezember 2009 13:43

    Da wundere ich mich häufiger darüber: Auf der einen Seite werden pro Jahr zig Studien veröffentlicht, die der Feuerwehr einen hohen Wert an Vertrauen und Ansehen bescheinigen, auf der anderen Seite muss man fast jede Kleinigkeit rechtfertigen. Warum weiß jeder, der sich sonst überhaupt nicht für „seine“ Feuerwehr interessiert, es auf einmal besser und schreit es auch gleich laut hinaus?
    Natürlich hat jeder Bürger, gleichzeitig auf potenzieller „Kunde“, ein Recht auf Information. Aber warum kommen diese nicht einfach mal auf der Wache bzw. dem Gerätehaus vorbei und lassen sich mal alles zeigen?
    Das fällt mir in der letzten Zeit irgendwie auf, dass von den Medien, häufig lokale Printmedien, unglaublich schnell auf Gerüchte wie „Feuerwehr brauchte zu lange“ , „Notarzt kam zu spät“ etc. aufgesprungen wird.
    Seht ihr diesen „Trend“ ähnlich oder stehe ich da alleine da?

  4. Knut am 22. Dezember 2009 14:38

    Bei uns hier ist die lokale Presse zwar zum Teil was Informationen angeht ziemlich fehlinformiert aber ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass sie die Feuerwehr in irgendeiner Weise in die Pfanne haut. Mag aber auch evtl. an der entsprechenden Pressearbeit liegen, die die Kameraden leisten. Immerhin sind bei Einsätzen der Größenordnung, dass es die Presse überhaupt interessiert auch immer Pressesprecher anwesend…
    Und zum Thema Informationen für die Bürger: Natürlich können sie die Informationen kriegen. Oftmals findet man in Einsatznähe Sicherungsposten, die nebenbei auch mal ein paar Worte dazu sagen können oder andererseits wie du schon sagtest: Wir haben unsere Dienste, da sind genug Kameraden anwesend. Bei den Diensten findet sich auch entsprechendes Führungspersonal… Ansonsten sind inzwischen auch die meisten Wehren schon im Netz relativ vernünftig vertreten und ich denke wenn mir ein Bürger die Frage schicken würde „Ich habe das und das gesehen und mal eine Frage dazu…“ wird er sicher auch eine qualifizierte Antwort bekommen. Und wenn ich diese nicht geben kann, leite ich die Frage an höhere Führungskräfte weiter…

  5. maos am 22. Dezember 2009 15:00

    @Carlo
    Moment mal, dann hast Du im FwNetz nichts zu suchen! (Sorry für die überspitzte  Formulierung)
    Bei der Bild kommen solche Beiträge von (meistens) zufällig vorbeikommenden Augenzeugen. Im FwNetz kommen einige der Beiträge ebenfalls von Leuten, die vor Ort waren und genau so wenig Journalisten sind. Nur mit dem Unterschied, dass wir „absichtlich“ vor Ort sind.
    Rein vom Prinzip her baut beides gleich auf: Hauptzahl der Inhalte journalistisch aufgearbeitet, gespickt mit Beiträgen von Laien.
    Hier (oder noch im Weblog?) war vor einiger Zeit doch mal ein Bericht über einen „echten“ Journalisten, der sich über seine „falschen“ Berufsgenossen aus der Internetszene aufregte. Vielleicht kann den ja jemand rauskramen.
    Und zum Schluss noch: Ich will die BLÖD hier bestimmt nicht verteidigen! Für mich gehört die Zeitung verboten! ;)

  6. nibe am 23. Dezember 2009 01:48

    Ich finde gerade diese Reflexartigen Antipathien gegen die Bild etwas unfair, denn hier wird meiner Meinung nach die Feuerwehr in Schutz genommen. Natürlich fragen sich bei Einsätzen viele Bürger, warum macht die Feuerwehr das denn jetzt? Für uns „Experten“ sind solche Fragen seltsam. Wenn wir aber gefragt werden nicht mehr. Hier wurde die Bild gefragt und die hat Recherchiert und die Stellungnahme der Kölner Feuerwehr „zitiert“. Man muss einmal bedenken, dass die Bild mit bestimmten Methoden arbeitet, nicht umsonst ist sie eine „Boulevard – Zeitung“. Sie hat ein bestimmtes Klientel und schafft es, komplexe Informationen in einfache Worte zu fassen. Das geht auch schonmal schief, aber das ist auch bei anderen Zeitungen der Fall.
     
    Jedenfalls finde ich hier die Darstellung, dem Klientel entsprechend in Ordnung. Wir stehen gut da und der Bürger, der sich jetzt noch aufregt, den kann man sowieso nicht mehr belehren.

  7. Irakli West am 23. Dezember 2009 08:59

    Die Diskussion in den Kommentaren hat eine etwas andere Wendung genommen als ich dachte. Es ging mir nicht um Leserreporter – eigenes Thema – sondern um die Aufmachung. Wenn auch das Ganze in unserem Sinne aufgelöst wird: ich schätze, dass eine Vielzahl sich das Video gar nicht erst anguckt, in in Kombination mit der negativen Suggestion der Überschrift entsteht der falsche Eindruck. Und das regt mich auf.

  8. Stefan Cimander am 23. Dezember 2009 09:24

    @maos Mal ne blöde Frage, was ist für Dich ein Journalist? Der Begriff Journalist ist für sich nicht rechtlich geschützt, laut DJV bezeichnet er aber einen hauptberuflich an der Verbreitung von Informationen, Meinungen und Unterhaltung durch Massenmedien beteiligte Personen. So, nun halte ich – und viele andere vom noch größten Journalisten-Verband DJV nicht viel – aber so wie sich die Nutzung, Wahrnehmung und der Fluss der Information im Internetzeitalter verändert hat, so wenig lässt sich diese aus Printzeiten stammende Definition aufrecht erhalten.

    Nach Meinung eines „echten“ Journalisten (oder einiger Verleger) sind wir (=“Internet-Journalisten“, allg. gesehen) Zecken, die Ihnen das Geschäft kaputt machen.

    Ich nutze den Begriff Journalsit in einer präskriptiven Bedeutung, d.h. ein Journalist ist jemand der der Wahrheit verpflichtet ist, umfassend informiert, anständig recherchiert und sein Tun nicht zwangläufig auf das wirtschaftliche Wohl ausgerichtet ist. Für viele hauptberufliche Journalisten trifft das schon gar nicht mehr zu, weil Pressemitteilungen eins-zu-eins übernommen, Wikipedia-Artikel abgeschrieben werden und Recherche als lästig empfunden wird.

  9. maos am 23. Dezember 2009 18:33

    @SC
    Eigentlich ist ein Journalist für mich genau das, was du beschrieben hast. „…ein Journalist ist jemand der der Wahrheit verpflichtet ist, umfassend informiert, anständig recherchiert…“

    Ich muss nibe in Teilen Recht geben, jedoch muss erst mal ne Menge passieren, bevor ich meine Meinung über die Bild ändere. Man muss sich vor Augen halten, dass bei diesem Blatt Leute im Büro sitzen, die Journalismus studiert haben. Da würde ich mich als Prof. ja von der Brücke stürzen, wenn ich den Namen meines Absolventen unter so einem Bericht sehen würde.
    Ich betreue die HP meiner FW und mir ist es schon zwei Mal passiert, dass in einer Wöchentlichen Beilage meiner Tageszeitung ein Text abgedruckt wurde, der 1 zu 1 von der HP kopiert wurde (da kann SC ja bestimmt ein Lied davon singen…). In so einem Fall finde ich es schade, dass die Berufsbezeichung Journalist nicht geschützt ist. So etwas ist einfach nur ein Witz! Wenn die Zeitung das nochmal macht, gibts ne Anzeige, ganz einfach.
     

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