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(iw) Wer neuerlich im schwedischen Möbelhaus des Vertrauens gewesen ist, dem dürfte als Dekoteil eine Art Ziegenbock aus Stroh aufgefallen sein. Es handelt sich hier um eine nordische Tradition, dem Julebukk.  Die Gottheit Thor (der mit dem Hammer) fuhr mit einem von achtbeinigen Ziegenböcken gezogenem Streitwagen durch den Himmel, und deshalb soll ebendieser Ziegenbock heidnischerweise damit im Zusammenhang stehen.

Die nordischen Gottheiten hatten inzwischen wohl ihr eigenes Ragnarök, aber der Bukk ist geblieben. Auch hier gilt: schneller, weiter. höher. Nichts nehmen tut sich der Schwedische Ort Gävle, der immerhin seit 1966 nicht nur einen, sondern zwei Riesen-Böcke aufstellt, als Art kleiner Wettkampf zwischen der Stadt und einer studentischen Vereinigung. 13 Meter hoch, das ist schon was.

Das alleine macht den (oder die) Bock (oder Böcke) nicht besonders. Eher die Tatsache dass er (oder sie) (fast) jedes Jahr einem Brandanschlag zum Opfer fallen. Nicht mehr als 43% der Böcke haben ihr Dasein unbeschadet überstanden, die meisten wurden durch Feuer zerstört. Inzwischen ist man soweit, dass es eigentlich Tradition ist, das Ding abzufackeln.

So auch dieses Jahr: am 23.12. wurden zunächst mit einer Denial of Service (!) – Attacke die Überwachungs-Webcams lahmgelegt, anschliessend der Bock in Brand gesteckt, so die BBC. Ironischerweise haben die Brandstiftungen wohl eher zum Touristischen Wohlsein der Stadt Gävle beigetragen, als langweilige Bockstrohpuppen.

Kleines Detail am Rande: der erste Bock wurde von der Feuerwehr errichtet.

Mehr Infos und Hintergründe bei Wikipedia.

(Foto: Wikimedia Commons)

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