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(sc). In einem Interview mit dem Deutschlandradio bekräftigt die Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel ihre Ablehnung der Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht als Ersatz für Wehr- und Zivildienst.

Drohsel verweist auf das Grundgesetz, das diese Dienstpflicht nicht erlaube. Außerdem, so Drohsel, stelle die allgemeine Dienstpflicht, wie sie die Junge Union fordert, einen Eingriff in die Freiheitsrechte dar. Da es keine äußere Bedrohung mehr gebe, gebe es ihrer Meinung nach keine Grundlage mehr für die Wehrpflicht.

Um aber Kräfte für den Zivil- und Katatstrophenschutz zu rekrutieren,  ohne auf eine allgemeine Dienstpflicht zurückgreifen zu müssen, schlägt die Juso-Vorsitzende bezahltes und speziell ausgebildetes Personal vor. Wie das finanziert werden soll, sagte sie jedoch nicht. Der Versuch, ein hauptamtliches „Zivilschutzheer“ aufzustellen ist in den 1960er Jahren schon einmal an den Kosten gescheitert.[Deutschlandradio]

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Kommentare

8 Kommentare zu “Ablehnung der allgemeinen Dienstpflicht” (davon )

  1. Bolde112 am 7. Januar 2010 15:10

    Ich leiste nun auch schon seit vier Jahren meinen Ersatzdienst beim Katastrophenschutz. Habe auch schon so einiges erlebt und in der Zeit viele kommen und gehen gesehen. Ich habe mich direkt nach meinem 18. Geburtstag hierzu verpflichtet, aber nicht aus dem Grund, dass ich zur Bundeswehr müsste. Dachte mir, ich leiste sowieso meinen Dienst in der Feuerwehr und dann verpflichte ich mich einfach, für mich ändert sich nix und der Katastrophenschutz hat auch was davon. Viele kommen an und fragen, ob sie bei uns den Ersatzdienst ableisten könnten, sie haben keine Lust auf Bund und so könnten sie ganz normal weiter arbeiten. Aber wenn man dann mitbekommt, was das für welche sind. Wenn es um Arbeit geht und wir etwas im Feuerwehrhaus machen wollen, dann immer heute nicht da geht es nicht bei mir, wenn dann nicht so lang, auf die Arbeit hab ich heut keine Lust.
    Wenn man diesen Leuten dann auch noch in irgend einer Art und Weise eine Besoldung zu kommen lassen würde, dass fände ich nicht korrekt. Dann lieber einen anderen Weg gesucht und auf wirklich fähiges und engagiertes Personal zurück gegriffen und sich für die etwas einfallen lassen.

  2. exc450 am 7. Januar 2010 16:29

    „… um Arbeit geht und wir etwas im Feuerwehrhaus machen wollen … “
    meinst du mit Arbeit = Ausbildung oder mit Arbeit = Arbeit im Sinne von Gebäudesanierung und Instandhaltung?
    Ganz ehrlich bekomm ich auch nen Hals wenn ich 20 km zum THW fahr und dann da die Dachrinnne sauber mach oder die Toilette abschraub oder das Tor streich! Das ist nicht im Sinne des Erfinders… .
    Ausbildung, Einsätze, Instandhaltung/Wartung der unmittelbaren Einsatztechnik / Geräte… das zähl ich zu den dazugehörigen Aufgaben. Alles andere geht mich gar nichts an! Ist nur meine persönliche Meinung zu deinem Post!

  3. Stefan Cimander am 7. Januar 2010 16:48

    Verwechselt nicht die Aufgaben, die ein Organisationsangehöriger qua Mitgliedschaft hat (Tor streichen, Dachrinne säubern, …), mit den Aufgaben die einem Mitglie erwachsen, wenn dieses vom Wehrdienst freigestellt ist. Vom Wehrdienst freigestellt sein heißt, dass man für Aufgaben des Zivil- und Katatsrophenschutzes zur Verfügung stehen hat – auch dann, wenn man qua Order 600 km durch die Republik zum Sandsäckeschleppen beordert wird!

    Leider (sic!) sehen viele Organisationen einen Freigestellten als Arbeitstier, den man immer zu Arbeiten heranziehen darf, auch wenn dies nicht im Sinne des Zivilschutzrs sind. Derartiges gehört unterbunden und die Vorgesetzten entsprechend in die Ecke estellt.

  4. Irakli West am 7. Januar 2010 16:58

    @stefan formal korrekt. Andererseits: eine Organisation lebt auch von dem, was man gemeinsam macht, und Dachrinne putzen zählt für mich zur Erhaltung der Schlagkraft. Sicher, man kann nicht immer eine 100%ige Linie ziehen, kein Ersatzdienstleistender kann zum gemeinsamen Feiern nach dem Dienst oder Einsatz gezwungen werden.

    Aber: ich kriege ehrlich auch einen Fö(h)n wenn man diese Leute zu ihrem Glück zwingen muss und sie nur dann auftauchen, wenn es denn unbedingt sein muss. Andererseits ist das wohl „natürliche Selektion“, wenn die sowieso die falsche Einstellung mitbringen. Je weniger man sie sieht, desto weniger stress. Ich kann mich gut daran erinnern als der Ersatzdienst von 10 auf 8 Jahre gekürzt wurde. Plötzlich waren ganz viele weg, aber die Dachrinne ist dadurch nicht schmutziger geworden :)

    Wie gesagt, nicht ganz so simpel…oder doch? :D

  5. Holzbein am 7. Januar 2010 18:24

    Also ich bin erst durch den Wehrersatzdienst vor gut 2 Jahren zur Feuerwehr gekommen,
    und ich fühle mich pudelwohl!
    Das letzte was mir in der Sinn kommt, ist nach 6 Jahren lebewohl zu sagen.
    Es kann also auch so gehen.

    MfG Peter

  6. nibe am 8. Januar 2010 01:03

    Eine Frage, kann man, wenn man sich zum Ersatzdienst verpflichten lässt auch die Wehr (evt. in einem anderen Bundesland) wechseln?

    nibe

  7. Bolde112 am 8. Januar 2010 14:05

    @exc450 unsere Wehrführung wollte uns zum Scheißhausputzen, Fensterputzen usw. verdonnern. Da sind wir aber denen aber auf den Schlips getreten und haben ihnen gesagt, so nicht! Ich habe mit dem Katastrophenschutzbeauftragten des Kreises gesprochen und dies dann auch so bei den Wehrführern vorgebracht. Sie zeigten sich sofort verständnisvoll, ist ja klar, bevor man den Landrat und KBR verärgert ;) Also ist es so wie seit Einführung des Ersatzdienstes, dass wir für den Schlauchwagen zuständig sind, Schläuche waschen, prüfen usw. desweiteren haben wir nun eingelenkt und machen zweimal im Jahr die Fahrzeuge sauber, reinigen die Halle. Desweiteren eben das übliche, Einsätze, Übungen, Ausbildungsveranstaltungen…also keine Drecksarbeit.

    Außerdem muss ich Irakli recht geben. Die Arbeitsscheuen wenn man so wenig wie möglich sieht, so hat man weniger streß und regt sich nicht so oft auf. Wie oft stand ich mit zwei von sechs in der Wache und dachte mir, mein Gott. Was ist dabei heute mal 2 Stunden abzuleisten? Wahrscheinlich lag es daran, dass wir einen Tag zuvor einen Brand hatten und die Schläuche sau dreckig waren und noch ein wenig Pferdemist dran hing. Aber das gehört nunmal auch dazu.

    @nibe es müsste normal möglich sein, bei uns einer ist auch zu einer anderen Wehr in einem anderen Landkreis gewechselt. Muss soweit ich das weiß nur mit der zuständigen Behörde geklärt werden und vorgezeigt werden, dass man schon einen neuen Platz in der Wehr zu der man wechseln möchte vorhanden ist.

  8. exc450 am 10. Januar 2010 13:00

    @Bolde
    Jap, so stimm ich dir zu!

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