Team | AGB | Impressum | Datenschutzbestimmungen | Kontakt | Bilder | Facebook | Twitter | Werben im FWnetz

(iw) Brandschutzbedarfspläne werden viele geschrieben, die wenigsten jedoch veröffentlicht (und bei den meisten dürften wohl Investitionen gefordert werden, aber das ist eine andere Geschichte).

Deshalb ist diese Meldung in der Aachener Zeitung von besonderem Interesse. Dabei geht es um den Ort Stolberg. Bei der Erreichung der Schutzziele sind folgende Vorgaben gegeben: eine Löschgruppe nach 8 Minuten am Ziel , nach 13 Minuten eine zusätzliche Staffel. Doch wie sieht die Realität aus?

Diese Ziele konnten im Jahr 2007 nur in 25,8 beziehungsweise 31,3 Prozent der kritischen Brände erreicht werden. 2008/09 wurde in 90 Prozent Ziel 1, in 70 Prozent Ziel 2 erreicht.

Ich frage mich, ob man anderswo auch solche Zahlen überhaupt misst, und auch noch veröffentlicht?

Kommentare

3 Kommentare zu “Brandschutzbedarfsplan Stolberg: Zahlen” (davon )

  1. LarsR am 12. Januar 2010 22:13

    In den mir bekannten Fällen wird der BBP in NRW vom Rat der Kommune beschlossen, so dass er eigentlich schon öffentlich ist, mindestens als Ratsvorlage oder ähnliches.

    Ähnliche Zahlen sind mir auch bekannt, was zum Teil einfach an der geringen Anzahl entsprechender Einsätze liegt, die zur Auswertung herangezogen werden können, so dass geringe Unterschiede in den absoluten Zahlen da schon große Auswirkungen bei den relativen Zahlen gibt (innerhalb weniger Jahre schwanken die Erreichungsgrade zwischen 15% und 55% für die erste Einheit, bei der zweiten Einheit des Schutzziels gehen die Werte von 55% bis 90%). Oftmals werden daher auch diejenigen Einsätze mit herangezogen, die vom Kräfteansatz und der Zeitproblematik her ähnlich dem kritischen Wohnungsbrand sind. Das führt dann wiederum dazu, dass auch VU mit ausgewertet werden, die irgendwo auf den Landstraßen passieren, während Brände eher im Bereich der geschlossenen Bebauung und daher mit kurzen Fahrtzeiten auftreten. Aber was will man machen, wenn es im auszuwertenden Jahr keinen Wohnungsbrand gab? Man kann das Schutzziel der AB_B_F eben nicht ohne weiteres auf ländliche Umgebungen übertragen, bei denen die reine Fahrtzeit der Feuerwehrfahrzeuge schon im Bereich von 6 Minuten oder mehr liegt.

    In einem mir bekannten BBP ist daher der Erreichungsgrad für den ersten Teil des Schutzzieles bei zeitkritischen Einsätzen (9 Einsatzkräfte in 8 Minuten) zunächst auf nur 50% als Ziel festgelegt. Mit der Fortschreibung des BBP soll der Erreichungsgrad sukzessive erhöht werden.

  2. martien am 13. Januar 2010 10:50

    In den Niederlanden werden fast alle Zahlen zum Thema Feuerwehr jedes Jahr durch das Amt für Statistik veröffentlicht.
    Variierend von der Kurzübersicht, die am nächsten Tag irgendwo in einer Ecke der Zeitung steht: http://www.cbs.nl/en-GB/menu/themas/veiligheid-recht/publicaties/artikelen/archief/2009/2009-2923-wm.htm?Languageswitch=on, bis eine komplette Übersicht welche Region wie schnell war: http://www.cbs.nl/NR/rdonlyres/9F2AF3F3-8418-4090-B12C-233843CEBF68/0/2008w35pub.pdf

  3. Stefan Cimander am 13. Januar 2010 11:42

    Vergleiche dazu auch diese Kurzmeldung zum Thema RD in Stolberg http://www.fwnetz.de/2010/01/07/status3-feuerwehrnews-07-01-10/

Bottom