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(cl/sst). Die Menschen in Haiti sind aufgrund der nur zögerlich eintreffenden internationalen Hilfe aufgebracht. Weiterhin fehlt es an allen Ecken und Enden. Vor allem sauberes Trinkwasser ist bei Tageshöchsttemperaturen um die 30°C dringend nötig. [Link] Das Hauptproblem ist die fehlende Einsatzleitung und Koordination. Die haitianischen Behörden sind nicht funktionsfähig. Die Gebäude sind zerstört und die Mitarbeiter verletzt oder tot. Genauso die Vereinten Nationen. Das Hauptquartier ist eingestürzt, zahlreiche Mitarbeiter werden noch unter den Trümmern vermutet.

Der Flughafen in Port-au-Prince ist zwar offen, aber es gibt kaum Gerät, um Material und Hilfsgüter zu entladen. Und wenn umgeladen ist, kommt die Hilfe auch nicht vorran, weil viele Straßen, Brücken und Wege zerstört oder blockiert sind.

Heute soll der Flugzeugträger „Carl Vinson“ vor Haiti eintreffen. Die 19 Hubschrauber an Bord sollen die Verteilung von Hilfsgütern, Rettungsmaterial und -personal beschleunigen.

Eine direkte Versorgung über den schwer beschädigten Hafen wird kaum möglich sein.

Momentan wird fast ausschließlich über die Lage in der Hauptstadt berichtet. Wie es im Hinterland aussieht, ist völlig unklar.

(edit: sc)

Kommentare

5 Kommentare zu “Chaos in Haiti” (davon )

  1. Philipp am 15. Januar 2010 10:44

    „Auch im Süden des Karibikstaates sind eine Reihe von Städten und Ortschaften schwer beschädigt worden, sagte am Donnerstagabend (Ortszeit) der Repräsentant der Deutsche Welthungerhilfe in Haiti, Michael Kühn. Großen Bedarf an Hilfe gebe es in den Ortschaften Jacmal, Petit Goave und Leogane. Dort sei die internationale Staatengemeinschaft aber noch nicht „besonders engagiert“.“

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,672054,00.html

  2. Geza Grün am 15. Januar 2010 13:03

    „Die Menschen in Haiti sind aufgrund der nur zögerlich eintreffenden internationalen Hilfe aufgebracht.“

    Zögerlich??

  3. Christian Lewalter am 15. Januar 2010 14:31

    @ Geza Grün
    Leider trifft die Hilfe nur zögerlich in Haiti ein. Das Problem ist die zerstörte Infrastruktur. Die Hilfe steht vor der Tür, aber die klemmt leider…

  4. Cimolino am 15. Januar 2010 17:29

    Hallo,

    das Problem mit der zerstörten Infrastruktur gibts bei allen vergleichbaren Erdbebenlagen (inkl. Tsunamis)…

    Die anreisenden Helferteams wissen das großteils, die jeweils betroffene Bevölkerung unterschätzt das Problem regelmäßig.

    Auch das wäre hier nicht anders…

  5. ozinder am 15. Januar 2010 18:41

    Erschwerend kommt in diesem Fall wohl noch dazu, dass ausgerechnet die Hauptstadt massiv betroffen ist, mit den Folgen für Hafen, Airport, Regierung, diplomatische und humanitäre Vertretungen. Es gibt also praktisch gar nicht mehr, was irgendwie funktioniert.

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