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(sc). Am 27. und 28. Januar führen alle 16 Bundesländer mit dem Bund auf Stabsebene die Stabsrahmenübung LÜKEx 2009/2010 durch. Operative Maßnahmen finden dabei nur in Nordrhein-Westfalen statt.

Das Thema der diesjährigen LÜKEx-Übung ist die Androhung und die Durchführung von Terroranschlägen mit CBRN-Tatmitteln. In Teilaspekten widmen sich die Stäbe den Themen Zweitanschlagsproblematik, Psychosoziale Aspekte des Krisenmanagements, Detektion, Dekontamination/Behandlung dekontaminierter Verletzte sowie Risiko- und Krisenkommunikation in CBRN-Lagen.

Während sich einige Länder nur auf Stabsebene an der Übung beteiligen, finden in Teilen von Nordrhein-Westfalen begleitende Vollübungen in Köln, Dormagen, Gummersbach und Lemgo statt. Dabei nehmen rund 2.500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfs- und Rettungsdiensten und Polizei teil. Ziel soll es sein die praktischen Fähigkeiten im Katastrophenschutz möglichst realistisch zu üben.

Übungsziel der Vollübungen ist es, die Versorgung einer Vielzahl von Verletzten und den Umgang mit gefährlichen Stoffen kontaminierter Menschen zu trainieren. Während die Einsatzkräfte in Köln beispielsweise die Rettungsmaßnahmen nach einem Anschlag auf ein Flugzeug und der Detonation einer sogenannten „schmutzigen Bombe“ in einem Flughafenterminal proben, legt man in den drei weiteren Orten Anschlagsszenarien mit konventionellen Sprengstoffen unter Beimischung chemischer Stoffe zugrunde. Gleichzeitig testen der Krisenstab der Landesregierung und die Krisenstäbe der beteiligten Bezirkregierungen, Kreise und Kommunen ihre Funktionsfähigkeit.

Der Begriff LÜKEx steht für Länderübergreifende Krisenmanagement-Übung/Exercise und bezeichnet eine Übungsserie im Bereich des nationalen Krisenmanagements in Deutschland. In diesem Jahr findet die vierte derartige Übung statt. Die erste LÜKEx fand 2004 statt. Bisher waren die Themen Terroranschlag, Stromausfall und Pandemie Übungsszenarien. Die LÜKEx ist als strategische Stabsrahmenübung konzipiert. In der Durchführungsphase sind bis zu 3.000 Personen aus den Krisenstäben der Kernübungsländer und weiteren Übungsbeteiligten eingebunden.

Die Beteiligten Organisationen und Ministerien beüben dabei die ressort- und länderübergreifende Koordination. Grundsätzlich geht es aber darum, die Übungskultur im Bereich des strategischen Krisenmanagements aufgrund neuer Sicherheitsherausforderungen nachhaltig weiterzuentwickeln.

Der Behörden-Spiegel hat einen fiktiven Ereignisbericht über das angenomme Szenario als PDF zur Verfügung gestellt. (PDF)

Links (und Quellen des Artikels):

Kommentare

2 Kommentare zu “LÜKEx 2010: Terroranschläge mit CBRN-Tatmittel” (davon )

  1. firegyver am 22. Januar 2010 00:08

    Hi,
    hat jemand Informationen darüber gefunden, wo/in welchem Rahmen die LüKeX 2010 in Baden-Württemberg stattfinden wird?

  2. Andre Schild am 23. Januar 2010 13:30

    Ist Baden-Württemberg überhaupt Kernübungsland? Ich meine nicht. Deshalb gibt es dort auch keine Szenarien. Wobei Bayern Kernübungsland diese Jahr ist.
    Thüringen schreibt dazu dieses als Beispiel:
    http://www.thueringen.de/de/tim/schwerpunkte/brand-katastrophenschutz/luekex09-10/
    Dazu gibt es noch „Landeslagen“, die nicht vom Bund geplant wurde. NRW führt z.B. solche durch. Im Gegensatz dazu wurden „Bundeslagen“ vom Bund selbst geplant.
    Grundsätzlich ist LÜKEx eine Stabsrahmenübung auf Ebene Bund/Land. Um deren Zusammenspiel zu üben. Beim Bund wird auch die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Ministerien und teilweise deren Dienststellen im Geschäftsbereich geübt.
    Die Länder haben aber die Möglichkeit selbst die Übung weiter zu bearbeiten und diese weiter zu entwickeln und für sich zu nutzen. Dies macht NRW z.B. mit der Durchführung von „Bundeslagen“ als Vollübung und der Abarbeitung von „Landeslagen“ parallel dazu.

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