Hausbesuch: Uppsala Fyrislund
9. Februar 2010 von Irakli West
(iw) Heute zu Besuch bei der Feuerwache “Fyrislund” in Uppsala gewesen. Wenn ich über alles berichten würde, was mir hier gut gefällt, würden zuhause wieder unmögliche Grundsatzdiskussionen entstehen. Aus diesem Grund einfach in aller Ruhe angucken. Dinge sind woanders eben anders.












Interessant ist jeweils, was die anderen woanders (also hier) gut finden würden…
Und von dem was man woanders gut findet, muss man überlegen, was hier überhaupt umsetzbar (ausbildbar) wäre, weil in m.W. KEINEM Land (ggf. ausser Österreich) soviel Personal vorgehalten wird…
Moin,
sind das “Schlauchtragetaschen” im Video ähnlich unseren Tragekörben? Wie viel Schlauch ist da drin und wie werden die verwendet?
Ooch, schade, würde mich sehr interessieren, was da alles anders ist und was hier unmögliche Grundsatzdiskussionen auslösen würde. Wäre doch evtl. was für das Videomagazin?
Diese grundsatzdiskussionen führe ich mehr als gerne über ein Bier, aber nicht hier.
Mit ist wehr wohl klar, dass Technik-Taktik-Ausbildung-Mannschaft uvm. nicht vergleichbar und übertragbar ist. Jedem das Seine, und hauptsache es funktioniert. Hier funktioniert das sogar sehr gut.
Kern ist aus meiner Sicht ein System, dass MEHRERE TAUSEND Euro Ausbildungsbudget pro Nase pro Jahr bereit stellt. Ausbildung ist hier und da nach Personalkosten der zweitgrößte Posten im Budget.
Uppsala hat >200.000 Einwohner und drei ständig besetzte Wachen, eine mit 1/5 und zwei mit 1/4. Ist das viel? Alles relativ.
Hallo,
ne, das ist noch weniger als in GB bzw. erst recht in NL… – und die Folgen da sind ja bekannt und die bügelst Du auch nicht mit mehreren tausend Euro/FA aus, weil Du damit auch keinen (nicht vorhandenen bzw. aus Ma/FzgFü bestehenden) SiTr klonen kannst….
Dazu erhältst Du Hilfsfristen jenseits von Gut und Böse – und Du musst Stunden auf Unterstützung warten (gut, die kommt dann ggf. problemloser vom Militär als hier)
Das geht n-mal gut – und dann eben nicht mehr.
Hm. Viel Ausbildung ist – unabhängig vom System – besser als gar keine, und wie gesagt, die Diskussion gerne über ein Bier. Darf ich Dich einladen?
Für mehr an Ausbildung bin ich immer zu haben – und für interessante Diskussionen sowieso, also:
gern, ich bring die Chips mit… ;-)
@cimolino Einladung steht :)
@cimolino @Irakli Das wäre doch mal was für eine FWnetz Podiumsdiskussion oder ein BarCamp. Wenn man sich in der Mitte zwischen M und D trifft, wäre es sogar irgendwo in meiner Nähe ;-)
@Christian also bei Dir da in der Nähe ;-)
@Irakli schade, dass Du diese Gedanken bzgl. Ausbildung hier im FWNetz nicht darleen willst. Wenn man differenziert argumentiert, komparativ schreibt, wäre das sicherlich ein interessanter und sicherlich dann auch diskussionswürdiger Artikel!
Zu der Wachstärke: Diese ist in Schweden bzw Skandinavien durchaus üblich.
Zu den Fahrzeugen: Beim Löschfahrzeug handelt es sich um ein “BAS I” (Basisfahrzeug I), in Schweden heißen diese Fahrzeuge Släck-/Räddningsbil(ar) also wörtlich übersetzt Lösch- und Hilfeleisungsfahrzeug(e). Dieses haben dort fast alle Feuerwehren, Rüstwagen sind dort eher selten. Neben den Löschfahrzeugen haben auch viele Feuerwehren ein oder mehrere Großtanklöschfahrzeuge und/oder WLF + AB-Tank. Diese haben meistens einen Wassertank zwischen 7.000 – 11.000 Liter Wasser, manche haben auch noch zusätzlich einen Schaummitteltank mit bis zu 1.000 Liter Fassungsvermögen. Falls es die Bebauung erfordert gibt es natürlich auch Hubrettungsfahrzeuge also entweder Drehleitern, in Schweden gibt es ausschließlich DLK 23-12, oder TMF.
Zu Uppsala: Wie im Beitrag angesprochen hat Uppsala 3 BF -Wachen und 6 Teilzeitwehren . Uppsala ist mit ca. 200.000 Einwohnern nach Stockholm, Göteborg und Malmö die viertgrößte Stadt und auch ehemalige Hauptstadt von Schweden.
Jede BF-Wache hat ein Löschhilfeleistungsfahrzeug (Scania P340LB / Sala Brand) , ein WLF + AB-Tank oder GTLF. Die Wachen Bärby und Fyrislund haben jeweils einen Bronto Skylift und Rosendal eine DLK 23-12 (Metz). Daneben gibt es noch div. andere Fahrzeuge und Reserve- sowie Schulfahrzeuge. Die Teilzweitwehren haben jeweils ein Löschfahrzeug, Transportfahrzeug und vier noch ein Großtanklöschfahrzeug.
Der Rettungsdienst ist in Schweden nicht mehr Aufgabe der Feuerwehr und wird von den Provinzen selber oder Privaten durchgeführt.