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(iw) So, der zweite Big Lift Workshop wäre auch geschafft: hier ist eine kleine Bilderstrecke. Mit den Erkenntnissen des Vorläufers im Dezember (auch hier vielen Dank für das Feedback) war’s diesmal klar fokussiert.

Die Frage ist, wieviel kann man in einem Tag erreichen? Als übergeordnetes Ziel galt es, von einer „Heavy“-Lage nicht erdrückt zu werden, sondern strukturiert heranzugehen.

Insofern war es richig, eine einzige Lage, diese aber mehrmals durchzuspielen. Wie bereits gezeigt, bot sich den Teilnehmern dieses Bild:

Die Eindrücke beinhalteten so etwas wie „heftig“ oder „krass“ – wie herangehen? Ziel ist ein „Lift“, also den Anhänger so zu heben, dass der PKW herausgezogen werden kann.

Vorgegangen wurde nach der in der Theorie vorgestellten Vorgehenseweise: Erkunden, LKW stabilisieren, PKW absenken, LKW anheben und anbschliessend retten.

Was genau gemacht wurde, lässt sich schnell erklären: Deichsel sichern (extrem instabil!), Stützen auf der „Fallseite“, dann restliche Stützen, insgesamt 6. Diese dienen auch als „Ankerpunkte“: diese sind das Schlüsselkonzept beim Lift.

Der PKW und die Hinterachse des Hängers wurden mit Spanngurten gesichert, um einen Wanderweg zu verhindern. Gehoben wurde dann mit Hochdruck-Hebekissen unter den Hinterrädern. Diese ist eine von einigen Möglichkeiten. Sieht man sich die Lage genau an, merkt man, dass es mit geeigneten Hebepunkten wirklich mau aussieht, ganz gleich welches Mittel eingesetzt werden soll. Größtes Problem mit den Kissen: der Zeitaufwand. Man erzielt einen recht kleinen Hub, und bei dieser Lage empfiehlt sich ausschliesslich ein einfaches Kissen zu verwenden. Zwei wären viel zu instabil (auch wenn wir’s ausprobiert haben). Warum das so ist, sieht man hier:

Insgesamt wurde der Anhänger um gute 50 cm angehoben. Hätte man die Luft aus den Vorderreifen herausgelassen, wäre der PKW herauszuziehen gewesen. Klappt’s gar nicht, beispielsweise wenn die A-Säule im Weg ist, kann man mit Hydraulik nachhelfen.

Insgesamt war es wieder äußerst spannend zu sehen, wie die Last sich ausrichtet, neu verteilt, und, wenn man zu hoch geht, anfängt selbständig zu arbeiten. Gerade letzteres ist ein unwahrscheinlich wichtiger Teil der Ausbildung: „zu weit“ gehen, nur so sieht man wo die Grenze des Machbaren ist. So galt es, den Anhänger neu zu stabilisieren und mit den gegebenen Mitteln wieder auf den PKW herab zu lassen.

Zurück zum Lernziel: Ziel erreicht. Die Teilnehmer waren einhellig der Meinung, eine solche Lage deutlich strukturierter angehen zu können. Denn es gilt:

Angst nein, Respekt ja!

Und somit hatte folgende, reelle Lage plötzlich ihren Schrecken verloren:

(Artikel, Quellenangabe etc. folgen)

Bleibt nur, mich wieder mal ganz ganz herzlich bei den Teilnehmern zu bedanken, sowie bei der Feuerwehr Aying für die tolle Unterstützung. Der nächste Workshop wäre für zweite Hälfte März angedacht (evtl. Samstag, 23.3.).

Kommentare

6 Kommentare zu “Big Lift 02” (davon )

  1. Max am 15. Februar 2010 13:46

    Ich wüsste jetzt spontan mal nicht, wo es bei uns im Landkreis solche Hydraulikstützen gibt. Mit einer Standard-RW1-Beladung wird man da wohl nichts?

  2. Irakli West am 15. Februar 2010 13:54

    @Max die Stützen sind mechanisch, können auch (wie hier im Hintergrund zu sehen) pneumatisch beaufschlagt werden, damit sie beim Anheben mitwandern – somit bleibt die Mannschaft ausserhalb des gefahrenbereichs.

    Es kann bereits in einem HLF Material zur vernünftigen Grundabstützung mitgeführt werden.

    (Disclaimer: die Stützen werden von meinem Arbeitgeber, Paratech, hergestellt).

    Ich halte Standardbeladung, also insbesondere Baustützen für ungeeignet. Eher problematisch ist jedoch das mitführen von zu wenig Unterbaumaterial.

  3. Philipp am 15. Februar 2010 17:57

    Genügend Unterbau-Material wird man vermutlich nie in der Anfangsphase haben, es sei denn man hat nen WLF mit AB-Rüst direkt hinter sich.
     
    Die Frage von mir ist aber eigentlich identisch mit der von Max: Gibt es (in Hessen) ein Fahrzeug, dass solche Stützen (oder vergleichbar) laut Norm verlastet hat?

  4. nibe am 15. Februar 2010 18:39

    Hat denn das Ziel, den LKW Auflieger innerhalb von 15 Minuten ohne THW und Kran anzuheben und den PKW zu befreien funktioniert, oder brauchtet ihr länger?
    Gruß nibe

  5. Irakli West am 15. Februar 2010 19:16

    @philipp denke, einzig der RW hat „Baustützen“  in der Norm, aber auch da gibt es Leute, die sich wesentlich besser auskennen. Insofern dürfte die Antwort „nein“ sein.

    Unterbaumaterial: 2 Kisten mit Holz sind schon mal nicht schlecht. Es gibt noch Verbesserungspotenzial, beispielsweise kann der E-Sauger raus. Der macht viel Platz frei – abgesehen von der Gewichtsproblematik :)

    @nibe nein, aber noch 1-2 Durchgänge, und ich wette es hätte geklappt. Reine Übungssache, wenn man die Abläufe drin hat. Es war wichtiger, ruhig an die Sache zu gehen und die Abläufe zu verstehen.

    Ist nicht anders als bei „normal“ THL VU. Ein gutes Team hat eine „einfache“ Lage schnell im Griff. In einem 3-Tages-Seminar lege ich meine Hand ins Feuer, dass man diese Lage mit einem HLF gesamt mit maximal einer Gruppe bewältigt, also PKW und Fahrer befreien.

  6. Big Lift Crew Workshop- das wars | Niklas am 18. Februar 2010 15:10

    […] dieser Art von den Teilnehmern angenommen wurde. Einen vollständigen Bericht gibt es natürlich im FWNetz. Big Lift Crew Workshop […]

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