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(sc). In loser Folge möchten wir im FWNetz Weblogs aus den Bereichen Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz vorstellen. Heute stellt uns Michael Dittmar seinen Weblog „Katastrophenmedizin und Medizinischer Bevölkerungsschutz“ vor.

Screenshot Blog KatMedBevSchtz

Der Weblog KatMedBevSchtz berichtet über alles rund um den medizinischen Bevölkerungsschutz.

Wer sind Sie?
Mein Name ist Dr. Michael Dittmar, ich arbeite als Assistenzarzt für die Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Regensburg, habe zuvor über die ehrenamtliche Schiene die Ausbildung zum Rettungssanitäter gemacht und bin auch heute noch als Bereitschaftsarzt der Bereitschaft Schwandorf ehrenamtlich beim Bayerischen Roten Kreuz engagiert. Daneben arbeite ich noch als Notarzt.

Stellen Sie Ihren Blog in einem Satz vor!
Der KatMedBevSchtz-Blog bietet aktuelle Inhalte zu einer breiten Palette von Themen rund um den Katastrophen- und Zivilschutz an. Zielgruppe des Blogs sind alle Führungs- und Einsatzkräfte im Bevölkerungsschutz mit einem Schwerpunkt auf medizinisch interessiertem Personal.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen einen Blog über Katastrophenmedizin zu führen?
Die Idee ist entstanden als ich für die studentische Lehre am Universitätsklinikum Regensburg ein Seminar in Katastrophenmedizin ins Leben gerufen habe. Während der Zeit habe ich angefangen viel Material zum Thema Großschadenslagen durchzuarbeiten, habe Übungen organisiert etc. und wollte die Ergebnisse dieser Arbeit nicht nur unseren Studenten sondern einem breiten Kreis von Führungs- und Einsatzkräften im Bevölkerungsschutz zugänglich machen.

Was sind Ihre inhaltlichen Schwerpunkte in dem Blog?
Schwerpunkte sind Aus- und Fortbildung, Führung und Taktik und aktuelle Neuigkeiten rund um den medizinischen Bevölkerungsschutz. Ich versuche weniger Lehrbuchwissen zu vermitteln, sondern will die Leser über aktuelle medizinische, technische, taktische und politische Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Was ist an Ihrem Blog anders, als z.B. bei Rettungsdienst-Blogs?
Die Inhalte des KatMedBevSchtz-Blogs fangen dort an wo die Routine-Abläufe im Rettungsdienst verlassen werden müssen, nämlich dann wenn es zu einem Missverhältnis zwischen Ressourcenangebot und bedarf kommt. Daher bringe ich weniger Themen rund um die medizinische Versorgung einzelner Notfallpatienten sondern konzentriere mich mehr auf die Planung und Organisation für den Massenanfall von Verletzten.

Worüber schreiben Sie am liebsten?
Am liebsten versuche ich aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung für ein breites Publikum zugänglich und verständlich zu machen. Das liegt sicher daran, dass ich mich in meiner Tätigkeit an der Uniklinik viel mit Forschung beschäftige. Gerade solche aktuellen Arbeiten werden meist auf Englisch veröffentlicht und können daher viele Beteiligte im Katastrophenschutz nur schwer erreichen. Da versuche ich eine gewisse Abhilfe zu schaffen.

Worüber fällt es Ihnen am schwersten zu schreiben?
Ich schreibe nicht gerne über Sachen, die ich selbst nicht interessant finde. Das lasse ich dann auch meistens.

Wie kam Ihr Blog bei Kollegen und Vorgesetzten an? Haben Sie keine Bedenken, dass Ihr Arbeitgeber mitliest?
Der Blog ist eine rein private Aktivität, und ich schreibe auch nicht über Inhalte die meine Tätigkeit in der Klinik tangieren. Dementsprechend habe ich von Vorgesetzten auch bisher keine Reaktion bekommen (hat wahrscheinlich auch noch keiner den Blog gelesen). Die wenigen Reaktionen von Kollegen waren positiv.

Wie sind Ihre Kontakte zu anderen Medzin- bzw. Katastrophenschutz-Blogs?
Ich habe bisher noch keinen Kontakt zu anderen deutschsprachigen Bloggern gehabt. Ich habe keinen Blog oder Podcast speziell zum Thema Bevölkerungsschutz finden können. Daher freue ich mich umso mehr, das sich das fwnetz für den Blog interessiert.

Wie kam der Titel Ihres Blogs zustande? Hätte es ein kurzer Titel nicht auch getan?
Ursprünglich hieß der Blog „Katastrophenmedizin-Blog“, was natürlich ein wenig griffiger war. Dieser Titel ging aber zu sehr am Fokus des Angebots vorbei. Wirkliche Katastrophenmedizin wird in unseren Breiten glücklicherweise nicht praktiziert, statt dessen versuchen wir uns in Deutschland primär im Management eines Massenanfall von Verletzten / Erkrankten oder von CBRN-Lagen. Diese Inhalte sind meiner Meinung nach mit dem Begriff „medizinischer Bevölkerungsschutz“ ganz gut zusammengefasst.

Vielen Dank für das Interview Michael Dittmar. Das Interview führte Stefan Cimander.

Du möchtest Deinen BOS-Weblog auch vorstellen oder kennst einen Interessanten Weblog, den man hier im FWNetz vorstellen sollte? Dann schreibe eine kurze Nachricht an sc [ät] fwnetz [Punkt] de.

Links

Bisher erschienen sind (alte Folge):

Kommentare

Ein Kommentar bisher zu “BOS-Blogs (1): KatMedBevSchtz-Blog” (davon )

  1. Stefan Cimander am 16. März 2010 11:43

    Eine andere Seite aus dem BOS-Bereich hat ebenfalls ein Interview mit dem Betreiber o.g. Blogs geführt: http://www.retter.tv/themen/themen-uebersicht_artikel,-Interview-mit-Dr-Michael-Dittmar-von-kat-medblogspotcom-_arid,463.html

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