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(sc). Im us-amerikanischen Fire Engineering Magazin diskutiert ein Artikel die Probleme der Volunteers (Freiwilige Feuerwehrleute in den USA). Die im Artikel beschriebenen Probleme lassen sich nahezu eins-zu-eins auf das deutsche Freiwilligenwesen übertragen. Wie auch hierzulande, kämpfen die Freiwilligen Feuerwehren in den USA ums Überleben. Gestiegene Anforderungen an die Ausbildung eines freiwilligen Feuerwehrmannes, geändertes Freizeitverhalten, Probleme mit den Arbeitgebern und Demographie, halten auch über dem großen Teich viele davon ab, sich freiwillig als Feuerwehrmann zu engagieren. Die Folgen in den USA stellt der Artikel beispielhaft am Bundesstaat Connecticut dar.

Während die Anzahl der freiwilligen Feuerwehrleute zurückgeht, steigt die Anzahl der hauptberuflichen Feuerwehren bzw. der gemischten Feuerwehren (hauptberuflich und freiwillig). Teilweise gleicht diese Maßnahme auch die Tagesalarmproblmetaik aus. Hauptberufliche Feuerwehren sind aber teuer, sodass die ohnehin gebeutelten amerikanischen Gemeinden rein rechnerisch die Kosten einer hauptberuflichen Feuerwehr über Steuern gar nicht ausgleichen können.

Grundsätzlich, so der Artikel, brauchen die Gemeinden die Volunteers – allein schon wegen der Kosten. Als Abhilfe empfiehlt der Artikel bereits Kinder und Jugendliche an die Feuerwehr zu binden. Eine Maßnahme, die hierzulande mit den Jugendfeuerwehren seit Jahren mit mittelmäßigem Erfolg versucht wird. [Fire Engineering]

Kommentare

7 Kommentare zu “Andere Länder – gleiche Probleme” (davon )

  1. Medevac71 am 1. März 2010 23:53

    „Eine Maßnahme, die hierzulande mit den Jugendfeuerwehren seit Jahren mit mittelmäßigem Erfolg versucht wird.“
    Ich denke, dass das eine Verallgemeinerung ist, die zu sehr verallgemeinert ist, denn es gibt auch Städte, bei denen steuert die JF doch einiges zu. So übernahmen wir am Freitag 8 „Zivilisten“ und 8 JF“ler in die Aktive (insg. 32Jf’ler). Eine Spitze, die wir wohl kaum irgendwann nochmal erreichen, aber die Übernahmen sind da.
     
    Weiter kann man ja noch erwähnen, dass es in den USA auch Jugendfeuerwehren gibt, bzw Jugendprogramme. Junior Fire Depts und Explorer Programs, wobei Explorer „Aktive“ ab 16 sind, und Junior FD eher der JF ähneln.
     

  2. martien am 2. März 2010 00:41

    Ich kenne auch einige Wehren, wo JF’ler zu hören bekommen, dass es später bei den Aktiven wahrscheinlich keinen Platz mehr gibt.

  3. Tipperary am 2. März 2010 00:56

    Bei unserer Wehr hat die seit mehr als 40 Jahren bestehende Jugendfeuerwehr dazu beigetragen, dass wir derzeit ca. 89% Aktive mit „JF- Background“ haben, also durchaus mehr als nur „mittelmäßiger“ Erfolg.

  4. Bolde112 am 2. März 2010 01:21

    Mit den Jugendfeuerwehren wird schon einiges erreicht. Aber ich glaube gerade in den ländlichen Regionen erlebt man häufiger als in Städten bzw. Großstädten einen Schwund an Jugendlichen. Bei uns zum Beispiel wären in den nächsten zwei Jahren 6 Jugendliche soweit, dass sie in die Aktive übernommen werden könnten. Aber da es bei ihnen schon während der Ausbildung anfängt, dass sie weite Strecken zu den Betrieben haben, sieht man diese auch nur noch sehr selten und selbst an Wochenenden kaum, da sie hier dann eher etwas mit ihren Freunden bzw. Freundinnen machen möchten. Bei einigen ist es dann aber, wenn sie schon in der Aktiven sind, der Job der sie zwingt, den Wohnort zu wechseln. Aufstiege, Arbeitslosigkeit usw. sind hier Faktoren. Im 20 km entfernten Bad Neustadt ist im Gespräch und wohl schon beschlossene Sache, dass 850 Mitarbeiter entlassen werden. Hinzu kommen Zulieferbetriebe, Speditionen, Bäckereien usw. alles in allem kann man wahrscheinlich von gut 1500 Arbeitsplätzen reden, die in Gefahr sind. Diese Leute finden hier in der Region keinen Job und ziehen fort in Gegenden, in denen das Jobangebot größer ist. Viele von ihnen sind in Feuerwehren. Gerade die Schichtarbeit macht es ihnen möglich, Tagsüber Einsätze zu fahren. Diese Leute werden ein großes Loch in die Wehren reißen und nicht ohne weiteres zu flicken sein.

  5. PJ am 2. März 2010 15:30

    Die Arbeit der Jugendfeuerwehren ist gut organisiert und man kann auf diese Weise auch gute Nachwuchsgewinnung betreiben. Das Problem beginnt mit Beendigung der Schulzeit, mit etwas Glück finden viele junge Kameraden einen Ausbildungsplatz in der näheren Umgebung, wer studiert geht der Gemeinde fast immer verloren und wer alles abgeschlossen hat orientiert sich dann (über-)regional oder gar bundesweit. Die Grundausbildung absolvieren viele noch, und dann?! Es gibt Gemeinden, welche sich der Problematik annehmen und Ausbildungs- sowie Arbeitsplätze im Stadtbauhof oder Gemeindeverwaltung mit Feuerwehrleuten besetzen können, ist aber wie ich meine ein geringer Anteil. Arbeitgeber müssten auch unter heutigen Umständen für dieses wichtige Ehrenamt sensibilisiert werden, nicht ganz einfach, jedoch akzeptabel ist die Situation so auch nicht. Jeder könnte auf die Hilfe angewiesen sein, keiner weiß wann!

  6. simon02 am 2. März 2010 16:11

    Hallo,

    ich würde bezüglich gute Jugendarbeit dies nicht pauschalisieren. Gute Jugendarbeit mag in der einen oder anderen Feuerwehr funktionieren, und es funktioniert auch das darüber entsprechend zukünftige Mitglieder für die Einsatzabteilung gewonnen werden kann. Ich würde dies aber nicht als ein flächendeckend funktionierendes System mehr! bezeichnen. Würde es funktionieren, hätte man vielerorts nicht zum teil massive Personalprobleme.
    Natürlich gibt es noch andere Faktoren die die Personalprobleme in den Feuerwehren zuspitzen. Ich persönlich sehe aber die Jugendfeuerwehr (Jugendarbeit) nicht als eine Lösung für die Personalprobleme jetzt und schon gar nicht für die Zukunft. Was mich persönlich zu meiner Meinung bringt, dass ich das Modell „Freiwillige Feuerwehr“ (insgesamt) wie jetzt besteht, als Auslaufmodell sehe.
    Lösungsmöglichkeiten (Teilzeitkräfte, Regionalfeuerwehren usw.) wurde vielfach im Internet/Fachzeitschriften etc. verbreitet, daher erspare ich mir weitere Ausführungen dazu.

    Gruß
    Simon

  7. Niklas am 2. März 2010 19:21

    Also bei uns sind bis zu den Führungskräften wirklich viele, die in den 40(?) Jahren Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr gewechselt sind. Naürlich wechseln nicht alle in die aktive Wehr bzw. bleiben dieser treu, aber der Anteil ist doch erheblich. Also zumindest hier ist die JF definitiv mehr als nur halbswegs erfolgreich.
    Sollte das anderswo anders sein würde ich mir mal ansehen welche Qualität die JF Dienste (und vor allem auch die der aktiven Wehr!) haben…

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