Team | AGB | Impressum | Datenschutzbestimmungen | Kontakt | Bilder | Facebook | Twitter | Werben im FWnetz

(sc). In loser Folge stellen wir im FWNetz Weblogs aus den Bereichen Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz vor. Heute erzählt uns Maik Watermann etwas über seinen Weblog „Feuerwehr Farnheim“. Das Blog behandelt ein ganz spezielles Hobby, nämlich den Nachbau von BOS-Fahrzeugen mit Legosteinen.

Screenshot Logo farnheim.wordpress.com

Screenshot Logo farnheim.wordpress.com

Stellen Sie Ihren Blog in einem Satz vor!

Mein Blog farnheim.wordpress.com handelt von einer wiederentdeckten Leidenschaft, nämlich dem Bau von Feuerwehrmodellen aus Legosteinen in der klassischen Baubreite (4 Noppen).

Wie sind Sie auf die Idee gekommen Lego-Feuerwehren zu bauen/sammeln? Befriedigte Sie die Größe H0 etwa nicht mehr?

Die technischen Ausstattungen der Feuerwehr, insbesondere aber die Fahrzeuge haben mich seit der Kindheit fasziniert. Daraus entstand das Hobby Modellbau im Maßstab 1:87. Mit voranschreitendem Alter und verschobenen Interessen gab ich mein Hobby schließlich auf. Erst zum Jahreswechsel 2008/2009 flammte das Thema Feuerwehr wieder auf. Gleichzeitig wollte ich mich aber nicht mehr im Maßstab 1:87 betätigen, sondern meine weitere, große Leidenschaft aus Kindheitstagen mit dem Modellbau verbinden: Die Beschäftigung mit Legosteinen. Die Lego-Modelle erinnern mich ein wenig an meine Kindheit. Das Hobby hat einen nostalgischen Charakter.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen einen Blog über Ihr Hobby zu führen?

Ich wollte schon seit einiger Zeit eine Webpräsenz über mein neues, altes Hobby führen. Aber mangels ausreichender HTML-Kenntnisse hatte ich dieses Vorhaben immer wieder verschoben. Erst die Möglichkeiten der Blogtechnologie und der leichte Umgang mit der Software gaben schließlich den Ausschlag, meine Kreationen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Im April 2010 blogge ich ein Jahr.

Fahrzeuge der Feuerwehr Farnheim. Bild: M. Watermann

Fahrzeuge der Feuerwehr Farnheim. Bild: M. Watermann / farnheim.wordpress.com

Sollte es in Ihrem Blog von Beginn an nur um Lego-Modelle gehen?

Mein Blog behandelt im Modellbaubereich ausschließlich den Bau von Lego-Modellen. Ich greife aber auch reale Themen rund um die Feuerwehr auf, wenn sich diese ergeben.

Gibt es Lego-Modelle, die Sie besonders gerne bauen?

Eine besondere Vorliebe habe ich nicht wirklich. Ab je größer ein Modell sein soll, desto kniffeliger gestaltet sich die Umsetzung in dem recht begrenzten Rahmen, die der gewählte Maßstab bietet. Zudem lege ich großen Wert darauf meine Modelle auch mit einer entsprechenden Beladung zu bestücken.

Haben Sie für Ihre Modelle Vorbilder in der realen Welt?

Prinzipiell lehnen sich meine Modelle schon an real existierende Vorbilder an. Jedoch weniger an Herstellertypen, als mehr an ihren Einsatzzweck.

Sammeln Sie die gebauten Modelle, oder entstehen aus den gleichen Bausteinen immer neue Modelle?

Alle meine Modelle behalte ich auch im zusammengebauten Zustand. Nur wenige demontiere ich wieder. Dann aber meist nur, um sie nachträglich noch etwas zu verbessern, oder mir zeitweise mal Teile auszuborgen. Meine Sammlung umfasst derzeit über 150 Fahrzeuge, Abrollbehälter und Anhänger, wobei die meisten natürlich Blaulichtmodelle sind.

Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr Farnheim. Bild: M. Watermann

Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr Farnheim. Bild: M. Watermann / farnheim.wordpress.com

Bauen Sie alles selbst oder finden auch Original-Lego-Fahrzeuge den Weg in Ihre Sammlung?

Es befinden sich auch Original-Sets in meiner Sammlung. Dann natürlich Modelle aus den 80er Jahren, mit denen ich groß geworden bin und die von der Breite her zu meiner Sammlung passen.

Wie langen benötigen Sie für ein Modell?

Das ist ganz unterschiedlich. Für einfache Modelle wie PKWs oder Kleinbusse benötige ich etwa zwei Stunden, während komplizierter Großfahrzeuge schon mehrere Stunden in Anspruch nehmen können. Teilweise kommt es vor, dass ein Modell auch Wochen ruht, da entweder Teile fehlen, oder es Probleme bei der Umsetzung in den Lego-Maßstab gibt.

Wie ist das Feedback auf Ihren Blog?

Durchweg positiv und teilweise setzt es andere Lego-Fans aus der Community in Erstaunen, dass ich so beharrlich an der alten 4er-Breite festhalte. Aktuell sind LKWs in der Regel sechs Steine breit. Aber ich mag mehr den guten, alten Charme der schmaleren Modelle. Mit der gewählten schmaleren Baubreite bin ich glücklicherweise nicht alleine.

Wie kam der Titel Ihres Blogs zustande bzw. wie entdeckten Sie die Namen für Ihre virtuellen Feuerwehren?

Die Namensfindung geht auf eine Geschichte Mitte der 80er Jahre zurück. Damals betrieb ich zusammen mit einem Freund gemeinsam den Modellbau im H0-Maßstab. Dabei entstand die Idee, unsere Modelle einer fiktiven Stadt zu zuordnen. Dazu angeregt wurden wir durch einen Artikel von Jürgen Mischur im „blaulichtfahrzeugmagazin“. Mittlerweile existiert ein komplett erdachter Mikrokosmos samt Stadtplan im Format DIN A1.

Der Mikrokosmos umfasst weiterhin ein Factsheet zu meiner Stadt: Einwohner und Einwohner pro Stadtteil, Stadtgrenzenlänge, Feld-, Wald- und Wiesenflächen, Infrastruktur, Handel + Gewerbe, Passagierbewegungen auf dem Flughafen, Güterumschläge im Hafen, usw. Vor meinem geistigen Auge sehe ich natürlich auch das das Stadtzentrum von Farnheim. (Mehr zu Farnheim gibt es hier zu lesen)

Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr Farnheim. Bild: M. Watermann

Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr Farnheim. Bild: M. Watermann / farnheim.wordpress.com

Sind Sie selbst in einer Feuerwehr?

Nein, ich habe mich zwar seit Kindheitstagen für die roten Fahrzeuge interessiert, und habe
höchsten Respekt vor der Arbeit der Wehrmänner, aber beruflich wollte ich nie ernsthaft diesen Weg einschlagen. Wenn sich aber etwas aus meinem Leben mit dem Thema Blaulicht in Verbindung bringen lässt, dann die Tatsache, dass ich selbst mal beim Deutschen Roten Kreuz tätig war.

Zum Zeitpunkt, als es um das Thema Wehrersatzdienst ging, gab es schlichtweg noch keine freiwillige Wehr in meiner Stadt. Mülheim an der Ruhr hat erst 2001 eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Heute lässt es meine knappe Freizeit nicht zu, mich ehrenamtlich bei der Feuerwehr oder dem Roten Kreuz zu engagieren.

Stellen Sie sich kurz vor!

Ich bin Jahrgang 71 und somit, wie man in Community-Kreisen sagt, ein waschechter AFOL. Mit der Feuerwehr wurde es ja nichts, studiert habe ich dann Grafik-Design und arbeite heute in einer Werbeagentur.

Vielen Dank für das Interview Maik Watermann. Das Interview führte Stefan Cimander.

Du möchtest Deinen BOS-Weblog auch vorstellen oder kennst einen Interessanten Weblog, den man hier im FWNetz vorstellen sollte? Dann schreibe eine kurze Nachricht an sc [ät] fwnetz [Punkt] de.

Links

Bisher erschienen:

Kommentare

3 Kommentare zu “BOS-Blogs (4): Die Lego-Feuerwehr aus Farnheim” (davon )

  1. Florian Körblein am 16. März 2010 14:09

    Wahnsinn! Da fühle ich mich gleich 20 Jahre zurück versetzt. Ich habe aber eine Nummer größer gebaut in „8er-Breite“ mit 4 bzw. 6 Männchenkabinen. Das waren Zeiten!!! Natürlich musste meist das Wohnzimmer für ausgedehnte Einsatzszenarien herhalten zum Leidwesen meiner Eltern…

  2. Zeit für ein Interview « Feuerwehr Farnheim am 20. März 2010 10:12

    […] Zum Interview […]

  3. Was war, was ist, was wird – 5 Jahre farnheim.wordpress.com | Feuerwehr Farnheim am 14. April 2014 20:50

    […] und dabei allerlei Abenteuer erleben. Zwischendurch gab ich der mittlerweile eingestellten Seite fwnetz.de 2010 und retter.tv 2011 je ein […]

Kommentar hinzufügen

Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.

Bottom